Finanzen in Liga 3

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Keule, 18 Oktober 2010.

  1. Keule

    Keule Geile Oma aus deiner Nähe

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    Was in der Regionalliga an der Tagesordnung ist setzt nun seinen Siegeszug in der 3. Liga fort: Finanzielle Probleme!

    Gerade ein paar Tage ist es her, als in Ahlen über einen Insolvenzantrag disskutiert wurde, heute nun muss ein dubioser Investor bei Unterhaching einsteigen um den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Doch nicht nur aktuell, sondern auch in Zukunft werden diese Hiobsbotschaften Einzug in der Presse halten: Jena hat gerade so die Lizenz erhalten, Hansa konnte nur durch eine hohe Landesbürgschaft den Spielbetrieb aufnehmen, bei Offenbach wird's wohl auch duster wenn man nicht aufsteigt und Dresden ist jaq schon fast traditionell in schieflage...

    Ein Phänomen was wohl in erster Linie an der schlechten Vermarktung fest zu machen ist, statt 5 Mio in Liga 2 gibt's nur 800.000€ in Liga 3 an Fernsehgeldern, doch warum? Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass es an der Atraktivität liegt, jedenfalls nicht in dieser Deutlichkeit, denn ob FSV Frankfurt oder Burghausen, seien wir ehrlich, die Clubs interessieren doch beide die Wenigsten. Auch die "Großen" sind in beiden Ligen da, da stehen Hertha, Bochum und München Braunschweig, Dresden und Offenbach gegenüber...

    Nun meine Frage, warum nagen viele Clubs in den vom DFB geführten Ligen am Hungertuch wärend das Problem in den DFL-Ligen aktuell längst nicht so präsent sind?
     
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  3. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Eine These ist sicher, dass sie Budgets aufstellen, die sie nicht halten können, dies jedoch mit dem Ziel und Druck, die Klasse halten zu wollen und zu müssen.

    Oder andersrum: Wenn die Etats der Liga 3 nicht zwischen - sagenwirmal - 5 und 10 Millionen liegen würden, sondern zwischen 2 und 8 Millionen, dann hätten die notorisch klammen Truppen weniger Probleme.

    Dass bei einem finanziellen Wettrüsten immer welche auf der Strecke bleiben, die das nachhaltig nicht stemmen können, liegt in der Natur der Sache bzw. im Gesetz des Marktes.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 Oktober 2010
  4. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Sehe ich auch so, aber vielleicht würde allen ein bißchen mehr Vernunft und weniger Risikobereitschaft gut tun.

    Das Problem ist dass viele Manager der Fußballvereine vorher was völlig anderes gemacht haben, und von Finanzen keinen Plan haben. Anders kann ich mir das zumindest nicht erklären.
     
  5. LordLoki

    LordLoki Deutscher Meister 2013

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    Ich finde Andre hat recht,aber die Manager wollen immer nur die besten Spieler bekommen die sie sich gerade so leisten können......
    Und wenn denn der Verein pleite geht,dann müssen sie trotzdem die die guten und teuren Spieler wieder verkaufen........
     
  6. Detti04

    Detti04 The Count

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    Die Vereine interessieren halt keine Sau, so einfach ist das. Ahlen und Unterhaching duerften mit ziemlicher Sicherheit immer mit die kleinsten Zuschauerschnitte aufweisen (solange man von II. Mannschaften absieht); und hat man keine Zuschauer im Stadion, dann sehen auch moegliche Werbepartner, wie scheissegal dieser Verein den meisten ist und zeigen kein uebergrosses Beduerfnis, bei solchen Klubs zu werben. Somit nimmt ein solcher Verein vermutlich auch weniger an Werbegeldern ein als ein zuschauerstarker Klub. Wenn die uninteressanten Klubs dann glauben, sie koennten trotzdem mit Vereinen mithalten, die doppelt so viele Zuschauer haben (oder mehr) oder wo der Verein im Selbstverstaendnis der Stadt vielleicht sogar eine Rolle spielt, dann geht das eben manchmal schief.

    Ach, eins noch: Man darf natuerlich sowieso nicht vergessen, dass beide in ihren Erfolgszeiten massiv von den jeweiligen Sponsoren gelebt haben. Nur sind die halt inzwischen ausgestiegen...