FC Liverpool verkauft

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 6 Oktober 2010.

  1. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das kann dir bei Vereinsoffiziellen aber ganz genauso passieren. Gladbach ist da doch eins der besten Beispiele für.
     
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  3. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Falsche Entscheidungen wird es immer geben. Auch wenn wir ein Talent dafür haben ins Klo zu greifen, bin ich sicher, dass die Offiziellen in jeder Situation überzeugt waren das richtige für den Verein zu tun. Bei einem fremden Investor hätte ich das Gefühl sicher nicht.
     
  4. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Logisch, derjenige, der als Investor den FC Liverpool kauft, während er CL spielt, trifft danach in der Überzeugung, seinem Investment zu schaden, Entscheidungen, die dafür sorgen, dass dem Investment tatsächlich geschadet wird.
     
  5. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das beruht dann aber auf reinen Vorurteilen deinerseits, würde ich sagen. Denn wenn Geschäftsleute in ein Geschäft einsteigen, dann wollen die was dabei verdienen. Also wollen sie, das der Laden läuft. Und im Gegensatz zu den meisten Vereinsfunktionären sind die Geschäftsleute aus der freien Wirtschaft Profis auf ihrem Gebiet. Sie werden also viel seltener falsche Entscheidungen treffen als die Amateure, die jetzt bei den meisten Vereinen die Entscheidungen treffen.
     
  6. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Und warum haben die Investoren bei Liverpool dann so versagt? Doch ein Abschreibungsobjekt? Wer weiß denn schon vorher was die wirklich im Schilde führen? Gibt ja auch noch andere Beispiele.

    Und wenn die Geld verdienen wollen, geht das ja nur in dem sie weniger investieren, als Sie einnehmen. Das bedeutet auf Dauer dann sportlich den Tod für jeden Verein. Denn die meisten Vereine müssen ja keine Gewinne einfahren die sich irgendjemand einstreichen möchten, sondern können das eingenommene Geld in Spieler reinvestieren.

    Und schau Dir doch mal die Vereine an, wo bitte sitzen denn da Amateure? Musst ja nur die Aufsichtsräte durchgucken, das sind in der Regel alles Leute die richtig Ahnung von Finanzen haben. Ganz selten ist da mal einer dabei, der auch sportlich Ahnung hat.

    Und das ist alles trotzdem keine Garantie. Wir haben mit Königs einen absoluten Wirtschaftsfachmann, der hat die Borussia saniert, ein neues Stadion gebaut, den Verein auf super finanzielle Beine gestellt, und dann fing er an und wollte mit dem Geld sportlichen Erfolg. 15 Trainer, 5 Sportdirektoren und 150 Profifussballer später musste er dann einsehen, dass man Erfolg im Fussball nicht mit einem Businessplan planen kann.

    Ich bleibe dabeki, Heuschrecken braucht kein mensch, und sie schaden dem Fußball eher als das Sie Ihm nutzen.

    Wenn man euch so hört, kann man meinen eine Erfolg könne nur Erfolg haben, wenn er sich verkauft.

    Der FC Bayern und Uli Hoeneß sind doch das beste Beispiel das dem nicht so ist, wo waren die Bayern letzte Saison und wo waren die ganzen anderen wie z.b. Manchester City? Da haben die Amateure in Bayern jedenfalls einen richtig guten Job gemacht, oder die Profis von Manchester ordentlich ins Klo gegriffen.
     
  7. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Bayern ist nun gerade kein Beispiel für Amateure in der Führung, denn da ist der Wurstfabrikmanager Hoeness, der Addidas Manager dingsda usw. Mit anderen Worten: Da sind Wirtschaftsprofis am Werk. In vielen Bundesligafußballfirmen ist das zum Glück inzwischen ähnlich.

    Wie genau das bei Liverpool gelaufen ist, weiß ich jetzt nicht, müsste ich mich erst informieren. Aber was ist denn mit Chelsea, Manchester (United und City), Arsenal, ... alle am abkacken oder dominieren die seid Jahren ihre Liga und die europäischen Wettbewerbe?

    Ich sehe wie gesagt, überhaupt kein Problem darin, wie die Besitzverhältnisse einer Fußballfirma geregelt sind. Ich sehe das wie andere hier. Im Stadion merkt man da nix von, wem Verein gehört, genauso wie man es heute nicht merkt, ob da eine AG eine Gmbh oder eine & Co. KG spielt.

    Ich sehe aber die Nachteile, die zu Finaztricks und -Jongliererreien führen, die die Vereine viel eher in die scheiße reiten, als ein ganz normales und in jeder anderen Wirtschaftsbranche und in jedem anderen Land üblichen Wirtschaftens.

    Je genauer man drüber nachdenkt, desto abstruser wird übrigens die Existenz einer Regel wie die 50+1. duetscher abstruser sonderweg mal wieder, der verschlimmert, was er eigentlich verbessern soll.
     
  8. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wenn es eine Einzelmeinung wäre, und es hinreichend viele andere gäbe, die an meiner Stelle gingen, dann ja.
    Das ist aber nicht der Fall.
     
  9. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Dem könnte man zustimmen, wenn es nicht genügend Fussballfirmen gibt, die schon lange in der Versenkung verschwunden sind. Man braucht nur leider etwas Mühe bei der Recherche oder ein gutes Gedächtnis, um auf die Namen zu kommen.

    Ist ja nicht so, dass es ausser den dominaten Firmen wie Chelsea, Manchester United und Arsenal nicht noch andere gegeben hätte. Und insgesamt sind wohl mehr Fussballfirmen pleite gegangen und von der Landkarte verschwunden als Vereine.
     
  10. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Genau. Da sch** ich als Fan lieber auf eine mögliche Verbesserung, wenn die Chance dass es schlechter wird bei 90% liegt. Welche unbedeutende Fußballfirma hat denn durch einen Konzern das große Los gezogen und ist in die Weltspitze gerückt? Manchseter und Co. waren ja schon vorher da, bei nem kleinen hat das wohl noch nie geklappt, zumindest kenne ich keinen.
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Hoeness ist ja auch ein erfolgreicher Unternehmer - auch ohne FC Bayern :D
     
  12. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Welche Fußballfirmen sind denn wegen dem Einstieg von Investoren pleite gegangen oder verschwunden? Ich halte da einfach mal gegen und behaupte, dass es da nur ganz wenige gibt.
     
  13. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Eben. Ein mittelmäßiger Verein wird auch als Firma mittelmäßig bleiben. Dafür werden die größeren schon sorgen, die haben dann nämlich immer noch erheblich mehr Geld zur verfügung.

    Deswegen wundere ich mich auch über die Pläne des Herrn Kind. Glaubt der denn ernsthaft, mit H96 im Konzert der Großen mitspielen zu können? Absolut gesehen hat 96 dann vielleicht mehr Geld zur Verfügung, relativ zur Konkurrenz, vor allem zu der weiter oben aber nicht. Und damit sind sie sportlich genausoweit, nur dass sie mehr ausgeben müssen und ihnen nichts mehr gehört und sie nichts mehr zu sagen haben.
     
  14. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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  15. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Das kannst du gerne behaupten, interessieren tut es dich ja anscheinend nicht.

    Aber du verdrehst meine Aussage: Ich behaupte ja nicht, dass sie wegen des Einstiegs von Investoren pleite gegangen sind. Sondern dass sie pleite gegangen sind.
     
  16. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ein Lehramtsstudium in Anglistik und Geschichte und das Talent gut Fußball spielen zu können, befähigen also dazu ein guter Geschäftsmann zu sein?

    Ich dachte eigentlich nach Holgys Definition würde das eher in die Rubrik Amateur fallen, und nur ein gelernter und studierter Betriebswirtschaftler könnte einen Fußballverein zu Ruhm und Ehre führen. ;-)
     
  17. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    doch, deswegen frage ich ja nach, denn der erwähnte artikel beschreibt genau das gegenteil. tenor des artikels insgesamt: eine fußballfirma ist so gut wie unpleitegehbar. und dies ist ein grund warum dort gerne investiert wird.

    wenn du jetzt eine latte an gegenbeispielen hast, dann würde mich das an der aussage des artikels schon zweifeln lassen.

    zu den anderen argumenten: wenn alles sowieso so bleibt, wie es jetzt schon ist, dann ist es ja auch kein problem. :weißnich:

    zu H96: siehe Manchester City. Gehen tut es, kommt halt drauf wie, wie viel geld man aufreißen kann, also wie gut die Vereinsmanager sind. wie wahrscheinlich ist es? eher unwahrscheinlich. ich denke auch, dass sich in der buli nicht besonders viel verschieben wird.

    aber, weiterhin mein hauptargument, die jetzt notwenige finanzjongliererei (HSV, Schalke, Hertha) wegen der 50+1 regel bringt die bulivereine eher in bedrängnis als die kippung der regel.
     
  18. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Na, da steht doch schon mal die erste Pleitefirma drin.
    Andere, denen der Einstieg von Investoren nicht besonders gut getan hat, wären Leeds United, Nottingham Forest und Newcastle United.
    Und das sind nur die, die mir jetzt spontan einfallen.
    In Italien gibt es auch ein paar Fussballfirmen, die inzwischen anders heissen weil die Vorgängerfirma pleite ging.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Oktober 2010
  19. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Aber nicht gutgetan und völlig weg sein, das sind ja noch zwei paar schuhe. Das vereine aus höheren sportlichen regionen in die bedeutungslosigkeit von unteren ligen versinken, das gibt es ja zuhauf auch ohne investoren, gerade in deutschland.

    und eine umbenennung ist ja nun auch nicht das schlimmste auf der welt. Bayer Uerdingen heißt jetzt KFC Uerdingen. Macht für mich keinen Unterschied.
     
  20. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Natürlich, aber in diesen Fällen ist ja der Sturz durch Investorenpraxis nicht von der Hand zu weisen. Umgekehrt ist der Einstieg von Investoren ganz offensichtlich nicht das Allheilmittel zum Wohl aller Fussballfirmen, als dass du es uns hier verkaufen willst.
    Äääh, wenn eine Umbenennung wegen Insolvenz notwendig wird, ist das für mich schon ein ziemlicher Unterschied.
     
  21. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Durch welche Insolvenz musste welcher Name umgestellt werden?
     
  22. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Isser auch nicht.
    Geht ja nur darum, warum er flächendeckend verboten sein muß, wenn's um mehr als 49.99999% geht.
     
  23. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    will ich ja gar nicht. ich wundere mich nur über die totale ablehnung bzw. gar nicht mal so sehr über die ablehnung an sich, als über die argumente, die dagegen ins feld geführt werden. denn - wie gesagt - wie die vereine dadurch gezwungen werden zu geld zu kommen, das führt ja viel eher zu den negativen entwicklungen, die hier gegen die investoren ins feld geführt werden. und das vereine, die das seriös handhaben könnten (wie zum beispiel H96), davon abgehalten werden, finde ich ehrlich gesagt ungerecht, wenn gleichzeitig RB sein Ding in leipzig trotz 50+1 regel durchziehen kann.

    was für mich zum beispiel ein argument dagegen wäre, aber da ist es in vielen fällen schon zu spät für, weil es schon mit der umwandlung der vereine in firmen zum tragen kam, ist der wegfall der mitbestimmungsrechte der mitglieder.
     
  24. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Welcher Verein wird denn gezwungen zu Geld zu kommen? Von wem und wozu?

    Sehe ich absolut nicht, es gibt einige Beispiele die zeigen, dass man als Proficlub vernünftig wirtschaften kann. Es geht hier doch eher um die Hirngespinste einiger, die denken, mit fremden Geld würden Vereine wie Hannover plötzlich zur ganz großen Nummer.
     
  25. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Es geht nicht darum, dass sie gezwungen werden zu geld zu kommen (bzw. unter dem zwang steht ja jeder), sondern dass sie nicht ganz normal geschäftlich tätig sein können, da es, anders als in allen anderen branchen und Ländern, eine spezielle, einzigartige Beschränkung im wirtschaftlichen Handeln gibt. Die sogenannte 50+1 Regel.
    Die Beispiele, die ich nannte, sind der HSV, der dieses seltsame Ivestorenmodell beim Kauf von Spielern ersann. Und das andere ist diese Genussscheinnummer von Hertha und Schalke (Wahrscheinlich wäre selbst die verpfändung der stadioneinnahmen bei schalke nicht notwendig gewesen). Gibt vielleicht noch mehr Beispiele. "Legale" Geldbeschaffungsaktionen, die sich aber wohl viele eher negativ auf die vereine auswirken als die Abschaffung der 50+1 Regel, die es jedem Verein ermöglichte, so zu wirtschaften, wie er möchte.
     
  26. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Es wird immer fremdes Geld investiert oder meinst Du, der FC Bayern z.B. schlachtet sein Sparschwein, wenn er ein 200+x Mio. Stadion baut?
     
  27. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Das ist ja selbstverfreilich und zähliche ich auch nicht dazu. Ich schrob ja schon, dass ich mir bewusst bin dass ohne Sponsoren etc. heute nichts mehr geht. Das finde ich aber auch absolut in Ordnung. Ein Sponsor ist für mich was völlig anderes als jemand, der gleich den ganzen Verein aufkauft.
     
  28. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Ok, im Fall Bayer Uerdingen war es Fast-Insolvenz, Lizenzentzug, Umbenennung.
    Andere Vereine waren tatsächlich insolvent und heißen jetzt anders.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Oktober 2010
  29. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Gerade der HSV und Schalke taugen als Beispiele gegen die 50+1 Regel ja nun gar nicht, weil die beiden noch seltene Vertreter des eV sind. Die haben also gar keine 49.9% zu vergeben.

    Aber hier geht es doch eigentlich um den FC Liverpool und an diesem Beispiel sieht man doch, wohin diese Verkauferei und Schuldenmacherei in großem Stil führt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Oktober 2010
  30. wupperbayer

    wupperbayer *Meister 20xx*

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    Und ein paar Ligen tiefer als vorher und das ziemlich plötzlich, bitte nicht vergessen.

    Uerdingen eignet sich hier als Beispiel aber mal so gar nicht, weder als Argument für die eine noch die andere Seite. Da ist nie ein Investor eingestiegen und Uerdingen war auch nicht durch fehlerhafte Entscheidungen eines Investors dem Untergang geweiht. Die Gründe für den Ausstieg von Bayer, der ja erst den sportlichen Niedergang herbeiführte, liegen hier woanders.
     
  31. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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