Eure zuletzt geschauten Filme + Bewertung!

Dieses Thema im Forum "Multimedia" wurde erstellt von André, 3 Dezember 2005.

  1. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Magnolia

    Ich muss erwähnen, dass ich den Film gerade erst zu Ende gesehen habe und mir immer noch etwas Pipi in den Augen steht: was für ein verdammtes, emotionales Brett!!!
    Um die Story, wenn man sie denn so nennen will, kurz zusammenzufassen: es geht um eine Gruppe Menschen und deren Beziehungen. Im Lauf der Handlung erkennt man Gemeinsamkeiten mit den anderen Personen, Geschehnisse überkreuzen sich, Bahnen überschneiden sich ... Zufall?
    Dabei sind es nicht immer die großen menschlichen Dramen um Familientragödien oder falsche Liebe, die erzählt werden. Häufig sind es auch kleine Dinge oder Gegebenheiten, die große Auswirkungen haben können.
    Der Film lässt sich glücklicherweise viel Zeit, um fast kammerspielartig ( viele Sequenzen spielen in Räumen und leben nur durch Dialoge ) seine Fäden um den Zuschauer zu spinnen, der, wenn er sich denn darauf einlässt, immer tiefer in die Gefühlswelt der Protagonisten eintaucht.
    Es mag übertrieben klingen, aber mMn ist wirklich jede Rolle perfekt besetzt ... es gibt nicht einen einzigen schauspielerischen Ausfall. Selbst Tom Cruise bietet großes Kino, und das heißt schon was!
    Ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, wann mich scheinbar unbedeutende Storyelemente so mitgerissen und sabbernd an den Lippen der Figuren haben hängen lassen wie hier! Das Ding ist ein verdammtes Meisterwerk!
    Und ganz ehrlich: so sehr mich der Film auch manchmal runtergerissen hat, so viel Mut, Zuversicht und Ja zum Leben gibt er einem auch!
    Wer mag, kann sich ja auch mal "Short Cuts" von Altmeister Robert Altman oder "Grand Canyon" ansehen: die sind ähnlich strukturiert.

    10 von 10 Fröschen
     
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  3. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Auf jeden Fall hat er bei einige Fragezeichen hinterlassen und hat mich vom Spannungsmoment her bisher nach dem ersten Gucken nicht so mitgenommen wie "Inception". Da werd ich noch was drüber grübeln müssen.
     
  4. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Mad Max - Fury Road

    OK, spätestens seit dem Anlaufen in den Kinos und der zeitgleichen Flut an Reviews und Rezensionen, war mir natürlich klar, um was es sich hier handelt. Dementsprechend bin ich natürlich nicht mit der Erwartungshaltung ins Kino gegangen, arthausmäßig unterhalten und gefordert zu werden.
    Anfangs nahmen mich das Szenario, die Kulissen und schrillen, kranken Typen auch richtig mit: es ist schon Klasse, wie diese abgefahrene Endzeitwelt dort präsentiert wird! Ebenso die Action: brachial, teilweise sensationell in Szene gesetzt! Die Fahrzeuge und die damit veranstalteten wilden Jagden durch die Ödniss sind sicherlich mit das Beste, was das Genre hergibt.
    Tja, leider gibt es aber bei mir ein großes "Aber"!
    So spektakulär das alles auch ist: die ( fast ) immer gleichen Wüstenszenarien und sich stets wiederholenden Stunts auf irgendwelchen fahrenden Höllenmaschinen reichen nicht aus, zwei Stunden zu füllen. Irgendwann ist das ausgereizt. Quasi alle Figuren bleiben blass ( der "Held" kann seinen kompletten Text auf einem Bierdeckel notieren und kommt, mit Verlaub, manchmal regelrecht debil rüber ), auch der skurilste Freak wird irgendwann langweilig, wenn da absolut NICHTS ist, was das alles zusammenhält. Ich erwarte wie gesagt keine Story auf hohem Niveau - aber wenigstens irgendeinen roten Faden, der der Brachialaction sowas wie Sinn gibt. Spannung kam bei mir so gut wie nie auf...
    Und so hat mich "Mad Max" größtenteils ganz ordentlich unterhalten - aber auch nicht mehr.

    Note: 6 von 10 Benzintanks
     
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Klingt nach 'nem soliden Mad Max; die Story sind einfach die Durchgeknallten und das Umkippen und Explodieren derer. :D
     
  6. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    Oha da war doch mal was - ist der nicht schon gefühlte 15 Jahre alt?

    Kürbis - guckst du ab und an auch mal französische Filme..?
     
  7. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Puh, ja, schon ...aber momentan fällt mir bewusst keiner der letzten ein, von daher wohl schon eine Weile her...
     
  8. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    Wenn du so auf Familiengedöns stehst dann guck mal den hier:

     
  9. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Flucht durch die Berge - französischer Film :)

    Die Story ist recht klar und simpel:
    Eine französische Journalistin wird mitsamt ihrem Dolmetscher in Afghanistan von einem Talibananführer hinter die Grenze nach Pakistan entführt. Das passt der französischen Regierung nicht und sie schickt eine Spezialeinheit aus 6 Mann hin, die die Frau und ihren Begleiter auch recht schnell rausgehauen haben allerdings geht dann was schief und die Befreiten sowie die Befreier müssen über die Berge nach Afghanistan zurück fliehen.
    Dabei beissen natürlich sukzessive die Mitglieder der Spezialeinheit ins Gras sowie Massen an Taliban und pakistanischen Bewohnern natürlich.
    Im Großen und Ganzen ähnelt also Story und Idee dem US Film "Tears of the sun" und im Rest irgendwie auch nur, dass es keinen Dschungel gibt sondern halt Wüste und Berge.
    Die schauspielerischen Leistungen sind alle recht übersichtlich, die Story auch, die Landschaftsaufnahmen gut, die Aussage des Films mau, die Schüsse der Scharfschützen sitzen punktgenau.

    Damit bleibt: Kann man sich im Fernsehen mal geben, wenn man dieses Black Ops Setting mag.
     
  10. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    By the way: mein Lieblingsfilm "Im Rausch der Tiefe" ( Le grand bleu ) ist auch ein französischer Film...
     
  11. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich bin allgemein kein grosser Freund des Französischen Kinos. Ist mir fast immer alles zu übertrieben gespielt, da hat man das Gefühl, als hätten sie für jede Wortsilbe eine eigene Mimik einstudiert. Was im Endeffekt schon fast tragikomisch an die ganzen RTL (2) / Sat.1 Billigproduktionen wie "Familien im Brennpunkt" oder "Verdachtsfälle" erinnert.
     
  12. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das französische Kino gehört mit zum besten der Welt. Claude Chabrol, Jean-Luc Godard, Jacques Rivette, Éric Rohmer, Jacques Rozier, Jacques Demy, François Truffaut, Jean Eustache, Chris Marker, Alain Resnais, Jean-Marie Straub, Agnès Varda, Luis Malle,

    dazu nochmal mehr an exzellenten Schauspieler und Film-Klassikern, sowohl was anspruchvolle Autorenfilme als auch was Action und Thriller angeht. Da können nur wenige Filmnation mithalten, die deutschen aber mir Sicherheit nicht.
     
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  13. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Godard :)
    Da gab's vor über zwanzig Jahren mal ein Interview mit Billy Wilder und Walter Matthau woran ich mich immer erinnere, wenn der Name Godard fällt:
    "Ich bewundere ihn nur für eins: Dafür, daß er es immer wieder schafft, Geld aufzutreiben für seinen Scheißdreck." :D

    Was die Franzosen mit Sicherheit haben, sind unglaublich schöne Schauspielerinnen.
     
  14. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Gibt ja nicht nur Autorenfilme, die Dünbbrettbohrern wie Matthau nicht gefallen, sondern auch Krimis, Kommödien und Action aus Frankreich. Alles bester als der meiste Schrott, der aus Hollywood kommt. Und das bis heute und nicht nur zur Zeiten ver Nouvelle Vague. Eigentlich erstaunlich, denn so groß ist Frankreich ja nicht. Und sie produzieren bis heute viele und gute Filme im Gegensatz zum Beispiel zu Deutschland (auch noch einiges, aber das meiste unerträglicher Müll) oder Italien (da kommt leider fast gar nichts mehr, dabei waren die bis Anfang der 80er auch sehr gut).
     
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  15. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Vorschlag: können wir das Thema im "Filmstammtisch"-Thread weiterdiskutieren?
     
  16. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Gerne - ausserdem lederte der Wilder da ab :D
     
  17. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Der darf das, der hat ja wenigstens selbst ein paar gute Filme hingekriegt.
     
  18. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wenn du natürlich nur Funès und Belmondo kennst...
     
  19. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Jurassic World

    Nach vorherigem Sichten von diversen Trailern und Teasern war mir eigentlich klar, dass mich der Film unterhalten, aber nicht überraschen würde. Und exakt so war es dann auch.
    Der dramaturgische Aufbau entspricht 1:1 dem von gefühlt 10 Millionen weiteren Katastrophen- und Monsterblockbustern. Und wirklich kein Klischee wird ausgelassen: die obligatorische Romanze, der böse Militarist, das ungleiche Geschwisterpaar: der Film bietet alles schon mal Dagewesene einschl. einer brachialen Schwarzweißmalerei, was "Gut" und "Böse" angeht.
    Da mir dies alles aber vorher im Ansatz schon bewusst war, konnte mich JW zumindest für diese zwei Kinostunden gut unterhalten: das 3D war in Ordung, der Sound ( Dolby Atmos ) gewaltig! Es gab schöne Dinos, ein paar Mal ein klein wenig Spannung und nette Action.
    Ich musste allerdings feststellen, dass wir, was CGI-Effekte angeht, mittlerweile schon sehr verwöhnt und irgendwie satt sind. Was vor 10 Jahren noch Begeisterungsstürme hervorrief, kann heute keinen mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Von daher empfand ich die Dinos im Film ( auch den Oberbösewicht "Indominus Rex" ) als nicht sonderlich bedrohlich und groß - oder zumindest kam die Körpergröße nicht sehr authentisch rüber. Da hätte man definitiv noch eine Schüppe drauflegen können. Überzeugt hat mich jedoch das Minenspiel der Velociraptoren!
    Und so ließ ich mich zwei Stunden schön berieseln und unterhalten. Für den einmaligen Kinobesuch völlig OK. Noch einmal ansehen muss ich dieses Werk aber gewiss nicht - dafür ist das alles zu flach, eindimensional und vohersehbar. Über die haarsträubenden Logiklöcher sag ich lieber mal nix...

    6 von 10 Raptoreneier
     
  20. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich hab inzwischen bei gut gemeinten und schlecht gemachten Billigstreifen mit unfreiwilliger Komik viel mehr Spass als bei diesen mit CGI-Effekten dichtgebombten Blockbustern. Wahrscheinlich aus den oben von Dir genannten Gründen: Alles schonmal dagewesen, völlig überproduziert und vorallem dermassen übertrieben, dass es schon wieder lächerlich ist.
     
  21. uwin65

    uwin65 Tippspiel Europapokalsieger 2014

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    Na, dann ist das ja vielleicht eine gute Neuigkeit für dich....

    http://kalkofe.de/vermischtes/die-schlechtesten-filme-aller-zeiten-neue-staffel.html
     
  22. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Mir geht's da v.a. bei Actionfilmen immer so, dass ich das Gefühl habe die ganzen neuen Supereffekte gehen zu Lasten der Lässigkeit und damit finde ich dann den Film sowieso schon wieder ein Stückchen mauer.

    Ok, Jurassic Park/World war wohl noch nie wirklich lässig :D
     
  23. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Real Steel - Stahlharte Gegner

    Charly (Hugh Jackman) ist ein Grossmaul, das überall Schulden hat, und mit seinem verbeulten Kampfroboter durch die Lande tingelt, um diesen gegen alles antreten zu lassen was sich so bietet. Auf einem Western-Jahrmarkt vergeigt er einen Kampf gegen einen wildgewordenen Bullen, weil er siegessicher mit dem weiblichen Publikum flirtet, und dann zusehen muss wie der Bulle aus seinem Blechkameraden Elektroschrott macht.

    Neben Grossmaul und Pleitegeier ist Charly auch noch ein mieser Vater, der sich nun für ihn dummerweise seinem vorher von ihm nie beachteten Sohn annehmen muss, als dessen Mutter stirbt. Zu seinem Glück haben die Tante und der Onkel von Max ein grosses Herz für den 11-jährigen und wollen ihn unbedingt adoptieren, da sie von Charly eh nichts erwarten. Der nutzt das aus und kassiert für eine Adoptionsvereinbarung 50000 Dollar, die er sogleich in den ehemaligen Roboter-Champion Noisy Boy investiert. Von dem bleibt nach seinem ersten Kampf gegen den Champ der illegalen Kampfliga nicht viel mehr übrig als von seinem Blechkumpel zu Beginn...

    Als Charly und Max sich auf dem Schrottplatz nicht ganz legal bei Nacht und Regen Ersatzteile besorgen wollen, stolpert Max über den ausgemusterten Trainingsroboter "Atom", den Charly erstmal für ´nen Haufen Müll hält, ist das Modell doch völlig veraltet und eben nur auf´s Einstecken, nicht auf´s Austeilen ausgerichtet. Max buddelt den Blechkumpel trotzdem aus, und nach und nach wächst daraus ein Vater Sohn-Team zusammen das mit einem Underdog Kämpfe gewinnt...

    Der Streifen weiss zu unterhalten, scheitert aber etwas daran, dass mal wieder kein noch so ausgelutschtes Klischee ausgelassen wird. Der im Film geläuterte Rabenvater (der natürlich auch eine ehemalige Liebe zurückgewinnt), unmoralische Angebote, der unterschätzte Sohn, der sich als sehr clever herausstellt und nicht zuletzt der eigentlich unterlegene Kämpfer, der sich durch gute Taktik gegen stärkere Gegner behaupten kann. Der Endkampf gegen den offiziellen Profiliga-Champion ist dann dramaturgisch sogar fast 1:1 vom ersten "Rocky" übernommen. Auch die Optik der Roboter spielt mit dem üblichen gut / böse-Auftritt. So wirkt Atom mit seinen blauen Schimmeraugen alles andere als bedrohlich, während die anderen mit miesen Fratzen daherkommen die nicht selten an alte "Masters of the Universe"-Figuren erinnern.

    Ist das nun gut oder blöd? Ich weiss es nicht genau. Langweilig isset jedenfalls nicht, nur in einigen zu vorhersehbaren Handlungssträngen etwas nervig.

    Ich vergebe 6,5 von 10 Schrottpressen
     
  24. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich hab überlegt, ob ich das Ding hier zu den Schundfilmen packe, aber so grottig isset dann doch nicht.

    "Dark Flight - Ghosts on a Plane"

    Wirr, wirrer, dieser Quatsch aus Thailand. Vielleicht bin ich auch einfach nur zu blöde dazu.

    Also: Vor genau zehn Jahren kamen bei einem Flugzeugabsturz alle Insassen bis auf eine junge Flugbegleiterin ums Leben. Die steigt jetzt wieder innen Flieger, woraufhin dieser ein seltsames Eigenleben entwickelt. Ihr Freund (oder ein Freund?) vom Servicepersonal wird ungewollt im Frachtraum eingeschlossen, die komplette zweite Klasse stirbt während des Fluges und verschwindet kurz danach spurlos, irgendwelche entstellten Geistwesen hüppen gnatzig durch die Kiste, ein nerviger Typ wird erst verletzt und hat dann urplötzlich doch nichts, Menschen scheinen tot zu sein und leben dann doch wieder, die Piloten verschwinden (glaube ich) und das Flugzeug (welches die wieder zusammengeflickte Absturzgondel von vor zehn Jahren ist) verwandelt sich nach und nach in eine alte Rostlaube, um am Ende doch wieder komplett und ohne Schaden zu landen (irgendwann bin ich mal für etwa zehn Minuten bei dem Kromses eingepennt).

    Und den Sinn von der Geschicht - Den find ich leider selber nicht.

    Wer auf mysteriösen Stoff mit "Airport"-Einschlag steht, darf gern mal reinlinsen. Leider hat die deutsche Synchro ´nen Griff ins Klo getan und ist überdreht bis sehr nervig. Dummerweise wird man mit dem Originalton als Otto Normalbürger mit durchschnittlichem Realschulabschluss nichts verstehen, sofern man nicht danach einen entsprechenden Fremdsprachenkurs absolviert hat.

    Der Kram lässt einen etwas ratlos zurück... Das war wohl wahrscheinlich auch so geplant. Für ´nen Horrorfilm isser nicht gruselig genug, zu ´nem zünftigen Katastrophenklopper fehlt irgendwie etwas Dramatik, und für ´nen Fantasy-Streifen isser dann schon wieder zu verworren.

    Vielleicht fehlen mir ja zu ´nem Sinn auch einfach nur die zehn Minuten, die ich verschnarcht hab...

    Ich vergebe 4 von 10 Ghostbusters.
     
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  25. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Wärst Du lieber tot?"

    Das ist hier die Frage.

    Hierbei handelt es sich um eine knapp 70-minütige ZDF-Dokumentation. Ich kann den Film völlig bedenkenlos an alle weiterempfehlen, die mal einen kleinen Einblick in das Schicksal von schwerstkranken Menschen haben möchten, bei denen der eine oder andere wahrscheinlich nicht vermutet, dass sie noch Spass am Leben haben.

    Im einzelnen werden vorgestellt:

    - Eine sehr renitente, jüngere Apoplex-Patientin, die sich mit schwarzem Humor und gern auch mal laut fluchend ihren Weg zurück sucht

    - Ein Paar im Elektrorollstuhl, (welche Krankheit die haben weiss ich jetzt gar nicht), welches sich in der Einrichtung kennengelernt hat und mit Lebensfreude, Wortwitz und diversen Kappelein untereinander durch den Alltag kommt

    - Eine 50-jährige Frau mit starken Lähmungserscheinungen (z.B. liegt der Kopf durchweg abgeknickt auf ihrer Schulter), die sich nur noch über den Sprachcomputer am E-Rolli verständigen kann und trotzdem einen Sinn findet

    - Ein Wachkomapatient

    - Ein bettlägeriger Mann mit Multipler Sklerose, der über den Computer seinen Weg nach draussen findet

    Die Doku zeigt eindrucksvoll und mit viel Humor, dass es Menschen gibt die trotz aller widrigen Umstände verschiedene Methoden finden das beste aus ihrem Leben zu machen. Gedreht wurde der Film in der "Einrichtung Behindertenhilfe Hamburg", wo die Bewohner nicht nur vor sich hinvegetieren, sondern selber noch in die Abläufe eingebunden werden, sei es in der Küche, der Pförtnerei oder bei der monatlichen Abrechnung.

    Sollte man mal gesehen haben.

    Ich vergebe 10 von 10 Medikamentenbechern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 Juli 2015
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  26. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Lucy

    Lucy ( gut gespielt von Scarlett Johansson ) wird mehr oder weniger zufällig zur Testperson einer taiwanesischen Drogen-Mafia, die an ihr eine neuartige Droge testet, welche die Nutzung des menschlichen Gehirns ( üblicherweise nutzt der Mensch 10% ) ausweitet. Dadurch erhält sie immer neue, teilweise unglaubliche Fähigkeiten - verliert aber auch ihre Menschlichkeit. Sie rächt sich an den Drogenbossen und versucht, die Weiterverbreitung der Droge zu verhindern...
    Luc Besson erzeugt auch hier wieder einmal einen sehr bildgewaltigen Film. Er spielt mit Farben, Einstellungen, Metaphern aus dem Tierreich. Alles wirkt sehr stil- und kunstvoll, die gesamte Farbgebung ist leicht überzeichnet.
    Anfangs fesselte mich die Geschichte sehr: Lucys Wandlung mit immer neuen Fähigkeiten ( im Film erhöht sich stets die Prozentzahl ihrer celebralen Nutzung ) ist spannend und trickreich umgesetzt. Ebenso ihre Verzweiflung, als ihr menschliche Eigenarten, wie Gefühle und Schmerz immer weiter verloren gehen, kommt glaubhaft rüber. Auch die Action kommt nicht zu kurz: Kampfszenen, rasante Autofahrten - alles dabei! Tja, nur leider, leider verliert der Film dann irgendwann seinen Logikfaden. Lucy erlernt Fähigkeiten, die nicht mehr anatomisch und physisch erklärbar sind. Der Film mutiert zu einer Art Matrix-Klon. Er ist dann immer noch ein netter Action-Streifen und weiterhin sehenswert, ich hätte mir aber gewünscht, dass die Hirn-Story konsequenter weitergeführt wird. Meinetwegen auf Kosten einiger Effekte, aber eben sinnvoll.
    So bleibt unterm Strich ein guter Action-Film mit schönen Bildern, der mehr aus sich hätte machen können, wenn er die fantastische Grundthematik bis zum Schluss glaubhaft weitergeführt hätte.

    70 von 100% Leistungsfähigkeit des Gehirns
     
  27. Ostmiez

    Ostmiez Fußballgott a.D.

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    Ist doch eigentlich ganz gut, wenn man in dieser Welt die Menschlichkeit, Gefühle und Schmerz einfach
    unterdrückt. Würde einen manchmal weiter helfen.
     
  28. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    @Pumpkin : Das Gefühl fehlender Logik und auf Teufel komm raus Action zu bieten hatte ich neulich bei Bessons "Brick Mansions" den ich mir über Sky reingezogen hatte.

    Ich mag Paul Walker als Schauspieler eigentlich, aber auch er konnte es da auf Grund allzu plumper Dialoge und Handlung nicht rausreißen. Und mit plump meine ich noch plumper als zB in den F&F-Teilen.

    Dem Film hätte ich höchstens 4-5 von 10 Bewertungspunkten gegeben.
     
  29. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Den kenne ich gar nicht. Zu Besson muss ich sagen, dass bei ihm natürlich auch nicht alles zu Gold wird, aber mit "Im Rausch der Tiefe" ( meinem erklärten All-Time-Lieblingsfilm ), "Leon, der Profi" und "Nikita" beispielsweise, hat er schon einige Legenden am Start...
    Wie gesagt, ist "Lucy" auch nicht schlecht, verliert nur irgendwann den Logikfaden...
     
  30. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Genau wegen einiger der o.g. Filme und der Besetzung mit Paul Walker hatte ich mir da mehr versprochen. Aber auch das ist natürlich keine Garantie.

    Sich verlierende Logikfäden sind an und für sich ja nicht immer schlimm wie du in der Filmkritik schon richtig angeführt hast. Wenn es dann wenigstens mit der Action passt. ;)
     
  31. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Terminator Genisys

    Über die Story gibt es nicht viele Wort zu verlieren: im Kampf gegen Skynet wird Kyle Reese ins Jahr 1984 zurückgeschickt, um Sarah Connor bla bla bla... kennen wir :)
    Allerdings stellt sich heraus, dass sich die Vergangenheit mittlerweile verändert hat.
    Hat man sich einmal an die neuen Gesichter gewöhnt ( einzig Arnie gibt mal wieder den charmant gealterten Terminator, von Sarah liebevoll "Paps" genannt ), kann man sich herrlich in den Film fallen lassen. Es gibt ein Wiedersehen mit alten "Bekannten", Szenen aus den Vorgängerfilmen in leicht abgewandelter Form und die gewohnte Action. Dabei wird der Film nie wirklich blutig, von daher geht die FSK12-Freigabe in Ordnung.
    An vielen Stellen nimmt sich der Film ( vor allem der wirklich stark aufspielende Arnold Schwarzenegger ) nicht allzu ernst und es darf gelacht werden - schön, dass man da an die Ironie des 3. Teils angeknüpft hat!
    Etwas wirr entwickelt sich bisweilen die Story: bei den zahlreichen Zeitsprüngen und Logikloops wähnt man sich zwischenzeitlich in einem Christopher-Nolan-Streifen. Wenn man aber einigermaßen aufmerksam ist und nicht jeden Plotfetzen unter die Lupe nimmt, sollte man da keine Probleme bekommen. Ein Terminator-Film muss auch nicht immer völlig logisch sein.
    Alles in allem hat mich der Film sehr gut unterhalten und ich habe als Terminator-Fan das bekommen, was ich erwartet und erhofft hatte. Vor allem konnte ich nach sehr langer Zeit endlich mal wieder rundum zufrieden ein Kino verlassen.

    Note: 9 von 10 T-1000er
     
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