Eure zuletzt geschauten Filme + Bewertung!

Dieses Thema im Forum "Multimedia" wurde erstellt von André, 3 Dezember 2005.

  1. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Na ich hab schon vorab Kritiken gelesen die erahnen lassen, dass es tendenziell Richtung Teil 2 geht. :zahnluec: Heißt im Umkehrschluss Erwartungslevel ist eher gering, ich kann also nur positiv überrascht werden! ;)
     
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  3. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Vor einigen Tagen hab ich gelesen, dass Stallone von der Ballerei einfach nicht genug kriegen kann...

    Und deshalb ist "Rambo - Last Blood" in Arbeit. Ob er seinen Cannon-Fodder-Rekord des vierten Teils nochmal steigern kann?
     
  4. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Taken 96 Hours 3:

    Wie erwartet gutes Popcornkino mit ordentlich Action. Story ist wie bei solchen Filmen oft etwas vorhersehbar, aber trotzdem ganz gut umgesetzt.

    Tendenziell reicht es mMn aus sich den Film auf DVD/BluRay anzuschauen. Wer mit ein paar Kollegen nen netten Kinoabend mit Pocornaction erleben will macht aber auch nicht viel verkehrt.

    Note: 6,5/10
     
  5. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Interstellar

    Christopher Nolan's aktueller Sci-Fi-Streifen wird einmal mehr polarisieren. Wer einst "2001" mit seinen fast schon philosophischen Sequenzen, seiner ausgedehnten Elegie und langen Einstellungen mochte, wird auch "Interstellar" interessant finden.
    In aller Kürze geht es um eine fiktive Gegenwart auf der Erde, die durch Umweltraubbau und diverse andere Begebenheiten droht, langsam unbewohnbar zu werden. Mittels eines Flugs durch ein sog. Wurmloch im All versucht die NASA, längst zu einer Untergrundorganisation mutiert, neue Galaxien und damit neue Lebensräume für die Menschheit zu erschließen. Auch die familiären und anderweitigen Beziehungen der Protagonisten untereinander machen einen großen Teil des 3-stündigen Films aus.
    Ich persönlich benötigte zu Beginn einige Zeit, um "warm" zu werden - aber dann begann eine cineastische Odyssee!!! Nolan nahm einen Happen "2001", eine satte Prise "Gravity" und einen Hauch von "Signs" und "Matrix" und rührte damit einen verdammt geilen Mindfuck an! Definitiv ein Streifen, der auch in Monaten und Jahren noch Stoff zum Diskutieren und Erklären bietet. Aber glücklicherweise auch grandiose Bilder, Spannung, etwas Action und einen teilweise dramatischen Score von Hans Zimmer.
    Wer ihn sich ansieht ( oder schon gesehen hat ), darf gern mit mir über ein paar Szenen im letzten Abschnitt des Films palavern: da ist mir Manches noch rätselhaft und in sich unlogisch...

    9 von 10 Wurmlöchern
     
  6. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Black Sheep"

    Achtung Achtung, hier droht kollossales Gelächter...

    Ich hab den Film nebenbei laufen gehabt als ich meine Bude einrichtete, also ist das alles etwas unvollständig, was ich hier schreibe.

    Inhalt: Zwei Brüder, eine Schaffarm am Arsch der Welt. Der eine will das Ding ganz normal betreiben, der andere hat grössere Pläne. Mit genmanipulierten Schafen will er eine neue Superschafsrasse züchten, und plant schon die grosse Präsentation. Dazu kauft er seinem Bruder einen Teil seiner Farm ab, und experimentiert im Schuppen mit Hilfe einiger Wissenschaftler herum.

    Doof gelaufen, irgendwie. Denn die Viecher entwickeln einen hohen Grad an Aggressivität, und fallen alsbald über die Menschen her, und dann mischen sich auch noch ein paar mehr oder weniger durchgeknallte Ökofritzen ein. Und wer von den Schafen gebissen wird...

    Bissige Wollspender, besemmelte Wissenschaftler, Splatter vom Feinsten, Werschafe... Der Streifen ist sowas von durchgeknallt, irre und schräg, ich habe teilweise echt Tränen gelacht, und für die letzte halbe Stunde dann auch den Auftrag "Umzugsgerümpel wegsortieren" völlig vergessen. Das ganze macht natürlich soviel Sinn wie mit Sandalen zum Südpol zu latschen. Aber der Film will alles, nur nicht ernst genommen werden. Und seinen Auftrag - beste Unterhaltung - erfüllt er. Für einen albernen Trash-Splatter-Streifen hat er sogar erstaunlich gute Effekte zu bieten. Da spritzt das Blut, werden Schafe verzweifelt mit abgebissenen Beinen beworfen und werden auch mal die Gedärme meterweit aus der Plauze gezogen.

    Lasst das alles selten blöd sein, es macht einfach nur Riesenspass!

    8 / 10 Dosenbier
     
  7. Doran82

    Doran82 New Member

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    Habe mir gestern PRESERVATION angeschaut. Ist ein Psycho-Horrorfilm ähnlich wie EDEN LAKE.
    Da werden drei Camper von paar gelangweilten Kids terrorisiert und umgebracht.

    Würde dem 7/10 Punkten geben.
     
  8. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ich geh' heut' mal auf die Berlinale und schaue mir Cloro an, ein italienischer Film.
     
  9. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Yep, hau rein. Zeigs uns Kulturbanausen mal wieder so richtig.
     
  10. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das ist ein Kinderfilm, Du Kulturbanause!
     
  11. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Ich dachte, der wäre über Putzmittel für Schwimmbecken.
     
    Detti04 gefällt das.
  12. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Isser ja auch.

    http://www.berlinale.de/de/programm...tenblatt.php?film_id=201511065#tab=filmStills

    Meine Nefinnen und Neffen freuen sich schon. So, ich muss ma. Also los, jetzte. :huhu:
     
  13. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    So. Früher haben wir sowas Problemfilm genannt. War aber trotzdem gut.

    Eine junge Synchronschwimmerin muss weg vom Meer und ihrem Sportverein, weil ihr Vater psychisch nicht mehr ganz auf der Höhe ist, die Mutter ist tot und so ohne Arbeit geht es in die Berge, wo der Onkel wohnt, der der Restfamilie eine kleine Holzhütte überlässt, wo sie wohnen können. Jennifer trainiert weiter, sie möchte an den Synchronschwimmermeisterschaften teilnehmen, muss sich aber gleichzeitig um Vater und Bruder kümmern und das in einem heruntergekommenden Kaff in den Bergen.

    Heute heißt das Coming of Age Film. Im Anschluss waren Regisseur und die Schauspieler - Film-Vater-Tochter-Sohn - anwesend und haben in English vom Dreh und so erzählt - außer der junge Sohn, der kann noch kein Englisch und war natürlich etwas schüchtern, ist ja erst 10.

    9/10

    cloro.jpg
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 Februar 2015
    derblondeengel gefällt das.
  14. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Sensationell! Dieses Meisterwerk inspirierte mich zu meinem 3-Teiler über einen Rhönradturner mit Hausstauballergie. Obwohl die Meisterschaft in einer völlig verstaubten Halle stattfindet, gibt er nicht auf...
     
    Dilbert gefällt das.
  15. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Insidious - Chapter 2

    Was hab ich mich beim ersten Teil schön gegruselt!!! Ein Herzaussetzer jagte den nächsten. Tja, es war einmal...
    Der Nachfolger knüpft an Teil 1 an, will aber mehr sein, als nur ein klassischer Gruselstreifen. Da wird eine komplexe Story konstruiert, da greifen mehrere Parallelwelten ineinander ... und das schöne, schaurige Gruseln bleibt fast völlig auf der Strecke. Ich bin ein sehr schreckhafter Zuschauer und kann definitiv nach guten Filmen des Genres anschließend nicht gut einschlafen ... aber "Chapter 2" hat mich kein einziges Mal so richtig zusammenzucken lassen und war bereits während des Abspanns vergessen.
    Schade, da hätte man sich auf die guten, alten Tugenden eines Gruselschockers besinnen sollen, anstatt zu hoch hinaus zu wollen.

    5 von 10 offenen Kleiderschränken
     
  16. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Sin City - A dame to kill for

    Über den Nachfolger eines der besten Filme ever hörte man ja eher verhaltene Kritiken: deutlich schwächer als Teil 1 solle er sein. Nun, ich hab mir den Ersten direkt davor noch einmal gegeben und hatte somit quasi einen direkten Vergleich.
    Die Machart ist wieder die gleiche: Schwarz-Weißer-Comiclook mit dezenten Farbtupfern. Sehr stylisch ... aber eben schon mal dagewesen! Immer noch cool, reißt einen aber nicht mehr vom Hocker. Das 3D kommt aber gut, muss ich schon sagen!
    Die Story will dann auch so derb und abgefahren sein, wie im Vorgänger, wirkt aber an der einen oder anderen Stelle etwas verkrampft und bemüht. Diese absolut selbstverständliche Coolness in den Bildern und Dialogen bleibt hinter Teil 1 zurück: hier sitzt man nur selten mit offenem Mund da und hängt an den Lippen der Darsteller, weil ein Zitat für die Ewigkeit das nächste jagt. Auch die Brutalität kommt aufgesetzter und plakativer rüber. Irgendwie, als müsse jetzt unbedingt mal wieder irgendein Körperteil abgeschnitten werden.
    Nicht falsch verstehen: "A Dame to kill for" ist immer noch ein sehenswerter, cooler Streifen mit klasse Darstellern und fantastischen Bildern. Dennoch wirkt er wie eine Wiederholung. So ähnlich wie das Gefühl, wenn man zum zweiten Mal an einen Urlaubsort fährt, weil es im Vorjahr so toll war...

    7 von 10 Narbengesichtern
     
  17. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Abraham Lincoln - Vampirjäger

    Manchmal schaltet man gern mal seinen Kopf aus, schraubt die Erwartungshaltung runter und lässt sich einfach unterhalten. Was bei mir bei "Hänsel & Gretel Hexenjäger" auf diese Weise fabelhaft funktioniert hat, klappt beim ollen Abe nur ansatzweise.
    Setting und Schauspieler sind absolut OK, die Stimmung im damaligen Amerika am Rande des Bürgerkriegs wird auch gut eingefangen. Dennoch nimmt sich der Film sequenziell zu ernst, wirkt hier und da einfach langatmig, wo man als Zuschauer auf etwas Action wartet. Da hab ich mich schon hin und wieder dabei ertappt, sowas wie Langeweile zu empfinden.
    Mein Hauptkritikpunkt liegt aber bei den Action- und Kampfszenen: nicht, dass diese schlecht wären - man sieht nur leider nix! Diese Szenen sind dermaßen wild und hektisch geschnitten, dass man inhaltlich kaum ein Kopfabschlagen oder einen Axthieb wirklich wahrnimmt. Leider ist das bei sehr vielen Szenen so: Schnitte wie in einem Videoclip, bei denen man sich das Meiste denken muss.
    Hinzu kommen dann noch einige selten dämliche Kampfszenen - natürlich ausgerechnet gegen den Oberbösewicht. Das fand ich schon ärgerlich.
    Immerhin hab ich aber bis zum Schluss geguckt und mich teilweise ganz gut unterhalten gefühlt.

    Note: 6 von 10 Silberkugeln
     
  18. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "Godzilla" (6 / 10 plattgetrampelte Hochhäuser)

    Für acht Euro hab ich mir den Streifen dann mal geschossen. Ich liebe das japanische Original, und hoffte nach der eher Jurassic-Quark-mässigen Emmerich-Nulpe auf Besserung.

    Der Streifen an sich ist gar nicht so verkehrt. Die Effekte gehen soweit in Ordnung, die Story ist natürlich so glaubwürdig, dass es beim Nachdenken eher schmerzt, aber damit ist bei solchen Filmen ja zu rechnen. Die Monster (wenn man sie denn mal sieht) machen einen guten Eindruck, auf wenn mir persönlich Godzilla etwas zu gross daherkommt (die Emmerich-Echse hätte er wahrscheinlich beim Drauftreten gar nicht bemerkt, und der Film damals wurde mit "Size does matter" beworben...).

    Aaaber... der Film heisst "Godzilla", und dann will ich Godzilla auch sehen. Und daran hapert es ganz gewaltig. Die beiden Co-Monster haben entschieden mehr Bildschirmzeit als der Namenspatron, der seinen wirklichen Einsatz gefühlt erst im letzten Viertel des Films hat. Vorher gibbet ein paar Aufnahmen von den Rückenschilden, die aus dem Wasser gucken (und wenn der japanische Godzilla beim Badespass von irgendwelchen Flugzeugträgern und Fregatten in 30 Meter Entfernung begleitet werden würde, bräuchten die Jungs innerhalb von zwei Minuten sehr stabile Rettungsboote).

    Dazu kommt, dass die Monsterhauerei im Dunkeln stattfindet, und man deshalb nicht so wirklich viel erkennt. Das finde ich persönlich ziemlich ärgerlich und ist eine unschöne Macke der Amis (auch Alien vs. Predator II hat einem mit permanenter "Schwarzseherei" den Filmspass gründlich verdorben).

    Schade, da hätte man viel mehr draus machen können.
     
  19. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    7/10 würde ich da mindestens geben. Auch wenn das Manko bzgl. der wenigen Szenen der Monster angebracht ist. Hier stand halt etwas mehr die Geshcichte der beteiligten Menschen im Vordergrund.

    Insgesamt fand ich auch, dass er recht ordentlich umgesetzt war. Godzilla war zwar wirklich sehr groß, aber von der Statur her etc. doch mehr Richtung Original als der größere Leguan von Emmerich.
     
  20. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    MMn darf man Godzilla gar nicht viel öfter und viel früher zeigen. Der Film lebt definitiv auch von der Spannungskurve, die er aufbaut, bis man das Viech zum ersten Mal zu Gesicht bekommt!

    Würde insgesamt auch 7 von 10 Strahlenattacken geben ... und hatte mir angesichts der Trailer eigentlich mehr erwartet ( mehr epische Szenen, mehr Gigantismus, mehr Spannung ... ).
     
  21. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich weiss nicht... Klar soll der Auftritt von Godzilla den Höhepunkt darstellen, aber dem Monster einen popligen 15-Minuten-Mickerauftritt zu gewähren (wenn überhaupt), und die Riesenvieh-Rampage dermassen spärlich zu gestalten, das geht doch irgendwie am Sinn und Zweck eines Riesenmonsterfilms vorbei.

    Der nunmal sein sollte: Grosse Viechers nehmen städtebauliche Veränderungen vor, und laden zu gestalterischen Neuausrichtungen ein. Mich wundert ja eh, dass die Japaner Tokio immer wieder so hinkriegen, wie es vor dem letzten Stampfosaurus-Besuch war.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 März 2015
  22. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Die können schnell bauen die Tokionesen! :D
     
  23. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Gone Girl

    Am 5. Hochzeitstag verschwindet eine Ehefrau. Alles deutet auf ein Verbrechen hin. Nach und nach weisen diverse Spuren mal in die eine, mal in die andere Richtung.

    Der Film lässt sich viel Zeit. Mit knapp zweieinhalb Stunden Laufzeit ist da ja auch genügend Potential. Anfangs genießt man die Bilder, die langen, ruhigen Einstellungen, die Rückblenden, die Dialoge. Irgendwann fragte ich mich dann aber, wann überhaupt endlich mal ein Charakter so etwas wie Tiefe oder Kantigkeit erhält. Leider bleiben für mein Empfinden alle Figuren im Film merkwürdig blass und konturlos - teilweise fast kammerspielartig. Und das, obwohl man an der schauspielerischen Qualität kaum mäkeln kann: gerade die Hauptdarstellerin überzeugt mit enormer Wandlungsfähigkeit!
    Tja, leider Gottes wird die entscheidende Frage "Wo ist sie hin!?" viel zu früh aufgelöst, so dass ab Mitte des Films die weitere Handlung zwar nach wie vor interessant und sehenswert ist, aber nicht mehr wirklich fesselt. Positiv anzumerken ist auf jeden Fall noch die harsche Kritik an der Sensationslust der Medien! Das kommt wirklich überzeugend rüber.
    Am Ende bleibt der Eindruck, einen interessanten Film gesehen zu haben, der leider wegen diverser Missgriffe Potential verschenkt: das zu zeitige Auflösen des Haupträtsels und die blasse Eindimensionalität der meisten Figuren verhindern eine Spitzenwertung. Dennoch sehenswert - wenn auch nur einmal!

    6 von 10 versteckten Hinweisen
     
    Ostmiez gefällt das.
  24. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Gestern Kino: Kingsman
    Großer Spaß, Bond kann einpacken.

    Samuel L. Jackson als lispelnder (jedenfalls im Original) Bösewicht, eine fiese Helferin mit ich sag mal ungewöhnlicher Kampftechnik, eine Gruppe Nachwuchsagenten in Ausbildung, ein paar recht glaubwürdige Londoner Vorort-Hools, Michael Caine und Colin Firth als die Guten (oder nicht).
    Ein paar Zitate aus Liebesgrüsse aus Moskau und The Shining.

    Achja, und im Kinderzimmer der Hauptfigur hängt ein Millwall-Schal.
     
  25. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    Staffel 1-3 Game of Thrones an 3 Wochenenden mit meinem Sohn...

    9/10

    zwischendurch

    Lone Survivor mit Mark Wahlberg

    10/10


    da habe ich sogar die Bonus CD mit allen Interviews angeschaut.
     
  26. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    The Grandmaster

    Südchina in den Jahren von 1930 bis in die 50er. Das "alte" China mit seinen Traditionen und Gebräuchen existiert noch, hat aber bereits erkennbare Risse. Die Invasion Japans steht bevor. In dieser Kulisse erzählt der Film eine Geschichte über Kung Fu, die Rivalität der verschiedenen Stile, von Ehre, Liebe, Verzweiflung, Ehrgeiz und Rache.
    Von Beginn an zeichnet sich ab, dass hier nicht die Story, sondern die Macht der Bilder im Vordergrund steht: in ( nicht erreichter ) "Hero"-Manier wird alles aufgefahren, was visuelle Stimmungen erzeugt - Wasser, Licht, SloMo, Beleuchtung, Kameraeinstellungen... ohne Frage erzielt das alles auch die gewünschte Wirkung. Im Gegensatz zu Klassikern wie dem schon erwähnten "Hero", aber auch "Tiger & Dragon" oder "House of flying daggers" hat man hier aber des Öfteren das ungute Gefühl, das so schon mal gesehen zu haben. Manches wirkt kalkuliert aufgesetzt.
    Eine Story, die auf Höhepunkte zuläuft, gibt es ebenfalls nicht. Der Film nimmt uns mit durch viele Jahre, wir begleiten die Personen, erfahren, was ihnen widerfährt ... aber Story? Nein, eher eine lose Geschichte, die erzählt wird, mal hier, mal dort etwas aufgreift und immer wieder auf rein visuelle Highlights zusteuert.
    Ob es die Personen selbst sind, die Traditionen des Kung Fu, die vielen weisen Sprüche, die Kriegsjahre: alles bleibt an der Oberfläche, nichts wird wirklich vertieft. Keinen Charakter lernt man wirklich kennen.
    Dennoch übt der Film seine ganz eigene Faszination aus. Fast kammerspielartig fesselt er das Auge, die Sinne. Ab und an gibt es gar Wuxia-Einlagen, in denen die Regeln der Physik außer Kraft gesetzt werden und die richtig nett anzusehen sind.
    Fazit: ganz klar ein Film für Liebhaber asiatischer Kampfkünste und schöner Bilder. Ohne viel Tiefgang bietet er ein opulentes Festmahl für die Augen und bleibt über die gesamte Länge interessant.

    7,5 von 10 goldenen Pavillons

    Edit: es war aber sehr schön, mal wieder Ziyi Zhang zu sehen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 April 2015
  27. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt

    Um mit seiner neuen Freundin Ramona zusammen zu sein, muss Scott ihre "7 teuflischen Ex-Lover" besiegen. Klingt abgefahren? Ist es auch!
    Der Film bedient sich reichlich an allerlei Elementen der Popkultur: Hinweise ploppen auf, Geräusche werden wie im Comic mit Buchstaben plakatiert, ab und an wird wie in Sitcoms Gelächter eingespielt ... alles ist bunt, grell, skurril. Die Dialoge sind stets witzig, oft hintersinnig, aber immer originell und interessant.
    Trifft Scott dann im Lauf der Handlung auf einen der "7", wird es besonders schrill: in Videospielmanier werden total abgefahrene Kämpfe jenseits aller Grenzen der Physik und der Logik inszeniert ... Blut oder Schrammen gibt es dabei nie!
    Und hier liegt auch der größte Schwachpunkt des Films: wegen Kampfszenen wie im Videospiel ( irgendwo zwischen Harry Potter und Itchy & Scratchy ) fiebert man irgendwann nicht mehr mit. Das Ganze ist auf Dauer so surreal, dass dabei die emotionale Bindung zur Hauptfigur flöten geht. Die immer gleichen Stilmittel ermüden und töten die Spannung. Etwas mehr Realismus, wie z.B. in "Kick Ass", wäre an der Stelle hier und da Gold wert gewesen.
    Dennoch absolut sehenswert bis zum Schluss, auch wenn der große "Aha"-Effekt nach einiger Zeit weicht.

    7 von 10 Lichtschwertern

    EDIT: Ach ja, im Soundtrack spielt Black Francis und die Pixies werden irgendwann namentlich erwähnt ...dafür gibt es *BÄÄÄMMM* einen Bonuspunkt!!!

    8 von 10 albernen Mützen
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 April 2015
  28. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Fast & Furious 7

    Eins vorweg: ich kenne von den 6 Vorgängern keinen einzigen! Diese Art von Film war für mich als extrem wählerischer und kritischer Zuschauer von reinen Action-Filmen eigentlich immer nur eine Randnotiz ( "Aha, schon wieder eine von diesen Autos & Mädels-Klamotten!" ) wert und ich hatte auch nie das Bedürfnis, mir einen davon anzusehen.
    Jetzt quengelte mein Sohn über die Ostertage aber dermaßen hartnäckig, dass ich nachgab und mit ihm am Ostermontagabend drin war ( iSens im UCI Bochum ).
    Mir war ja klar, dass mich nun kein philosophiosches Meisterwerk mit Dialogen für die Ewigkeit und einer bahnbrechenden Story erwartet. Von daher ging ich von vorherein mit der Intention an den Film heran, mich einfach nur zurückzulehnen und unterhalten zu lassen.
    Und genau DAS macht der Film ganz hervorragend!!!
    Ich habe sehr oft gelacht, gestaunt, mich an den in Abu Dhabi völlig deplazierten Bikinischönheiten erfreut und wirklich mehrfach mit offenem Mund dagesessen und gedacht: "What the f***!!!"
    Die Action-Szenen waren teilweise grandios und wirklich gut durchdacht mit ruhigen Dialogszenen vermischt, damit der Adrenalinpegel auch mal wieder runterkommt - das Ganze Ding macht einfach Spaß! Nicht mehr ... aber auch nicht weniger. Wo ich mich bei den völlig überbewerteten "Expendables" nur mit Mühe und viel Kaffee wach halten konnte, war ich hier fast schon enttäuscht, als Schluss war!
    Ich erwäge, mir die Vorgänger in chronologischer Reihenfolge dann doch noch irgendwann anzutun!

    9 von 10 Augen Gottes
     
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  29. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Kann ich nur empfehlen - jeder für sich hat eine gewisse Action zu bieten. Werde mir ggf. Fast7 nächste Woche anschauen wenn ich wieder auf Schulung bin.
     
  30. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Am Freitag bei einem Kumpel gesehen: "Nicht mein Tag" (2014), Regie Peter Thorwarth.
    Eine Krimikomödie mit Moritz Bleibtreu und Axel Stein in den Hauptrollen. Sehr kurzweilige Unterhaltung, die von dem Kontrast zwischen einem Banker und einem ehemaligen Knacki lebt, der den Banker zuerst entführt und sich dann immer mehr mit ihm anfreundet.
     
  31. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Watchmen - Die Wächter

    In einem fiktiven Amerika im Jahre 1985 gehören maskierte und uniformierte Superhelden zum Alltag. Als einer von ihnen ermordet wird, decken die anderen nach und nach eine Verschwörung auf.
    Soviel kurz und knapp zur Handlung, wenn man denn von einer "Handlung" sprechen möchte. Der Film nimmt sich Zeit, seeeehr viel Zeit ( insg. über drei Stunden ), um irgendwie nie richtig anzufangen! Hier eine Rückblende, da ein witziger Fetzen Weltpolitik ( Kennedy, Nixon, der ( im Film von Amerika gewonnene ) Vietnamkrieg etc. kommen vor ), dort ein Ausflug ins All, dann wieder ein Happen Gegenwart: ganz viel Patchwork, was nie einen Flow aufkommen lässt. Es gibt null Spannung, null Identifikationsmöglichkeit mit einer der skurrilen Figuren. Auch deren teilweise tragische Geschichten und sehr menschliche Fehler lassen einen weitestgehend kalt.
    Dabei ist durchaus Potential da: die Kulissen sind grandios stylisch - mal düster, mal comicartig grell, aber immer sehr detailliert und liebevoll designt. Auch unsere "Helden" sind sehr vielschichtig und abwechslungsreich dargestellt. Ihre Kostüme, ihre teils tragische Vergangenheit, ihre Fähigkeiten: alles da! Auch die grotesk überzogenen Gewaltdarstellungen sind fast tarantinolike und richtig derb! Und doch zündet das große Ganze nicht! Zuviel Stückwerk, zu wenig Handlungsfluss. Immer, wenn ich dachte: jetzt beginnt es!, folgte wieder irgendein Zeitsprung oder sonstwas und jeglicher Faden war verloren.
    Die tolle Atmosphäre und die beeindruckenden Kulissen retten den Film vor einer Totalkatastrophenwertung, dennoch vergebe ich hier nur...

    5 von 10 Smileys