Eure zuletzt geschauten Filme + Bewertung!

Dieses Thema im Forum "Multimedia" wurde erstellt von André, 3 Dezember 2005.

  1. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Als "Looper" bezeichnet man im Jahr 2041 Männer, die Menschen gezielt und gegen Belohnung ausschalten, die aus der ferneren Zukunft, in der Zeitreisen möglich sind, in dieses Jahr genau zu diesem Zweck ( ihrer Eliminierung ) zurückgebeamt werden.

    Der Film erzählt die Geschichte eines Loopers, der eines Tages mit seinem eigenen Alter Ego aus der Zukunft konfrontiert wird, welches in seiner Gegenwart ( 2041 ) ein Kind eliminieren will, das später mal zum berüchtigten Gangsterboss "Regenmacher" wird.

    Die Story wird flott und durchweg spannend erzählt, die Schauspieler überzeugen ( obgleich Bruce Willis mal wieder eine Rolle innehat, die nahtlos an die One-Man-Shows aus "Die hard" anknüpft... ).
    Das komplexe Thema "Zeitreisen" wird mMn größtenteils schlüssig und nachvollziehbar behandelt - nur ganz selten hatte ich das Gefühl von Logiklöchern, oder dass eben passend gemacht wird, was noch nicht so ganz passt...

    Der Film ist dabei beileibe kein Meisterwerk des Genres, kann aber über die gesamte Länge unterhalten. Es gibt teilweise wirklich beeindruckende Bilder und Einstellungen, Action und Spannung in einer gesunden Mixtur.

    Note: 8/10
     
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  3. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich hasse Zeitreisenfilme - für mich ein einziger Logikbruch :D
     
  4. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Nimm es hin wie die Tatsache, dass auch die Urmaterie irgendwo hergekommen sein muss... :)
     
    Chris1983 gefällt das.
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Die kommt aus'm Plasmaversum - gibt's auch 'nen Film drüber wie ich gelernt habe :floet:

    Spam-spam-spam...ich hör schon wieder auf.
     
  6. JayJay

    JayJay Well-Known Member

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    Solange es nur Reisen in die Zukunft sind, is es ja kein Logikbruch. ;)
     
  7. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Warm Bodies

    Ein schüchterner, süß aussehender Zombie verknallt sich in eine Buffyartige Blondiene. Die findet das erst dooof, immerhin hat er ihren Lover gekillt, aber eigentlich wollte sie den wohl sowieso absägen, und der Zombytyp ist halt einfach echt süüüüß! Und er kann ja nix dafür, dass er auch mal was essen muss... Jetzt muss nur noch Vati, der alte Zombiehasser, überzeugt werden, dass die einen Zombies doch ein Herz haben! Schmacht!

    2/10 für mich
    10/10 für Bravo-Leserinnen, Emos u.ä.

    P.S.: Der Film wirkt wie der Pilot zu einer Serie.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2 März 2013
  8. diamond

    diamond Well-Known Member

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    "Get the Gringo" 9/10


    ​Tarantino ist ein Scheissdreck dagegen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2 März 2013
  9. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Und für weitere Infos ist Google unser Freund, oder was!?
     
  10. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Dieser einer Satz hat sich während dem Film aufgedrängt, wenn man zuvor "django" gesehen hat, der mir zweifelsohne auch sehr gut gefallen hat . Mel Gibson mag nicht so stark wie Tarantino in der Überzeichnung der Figuren sein und auch nicht in den Dialogen, aber er schafft es wie kein anderer zusätzlich eine eigene Welt aufzubauen ( siehe z.B. Apokalypto). Der Film spielt fast ausschliesslich in einem mexikanischen Gefängnis und diese Welt und wie sie ausgeleuchtet spricht für sich und ist an Skurrilität nicht mehr zu überbieten. Da benötigt man jetzt wie in django keinen Christoph Waltz, der seine Rolle aus "inglorious" schlafwandlerisch weiterführt und auch nicht den besten Schauspieler der Welt wie de Caprio, der den ganzen Film auf das hohe Niveau hebt.
    In einigen Sequenzen ( blutrünstige Schiesserei) hat Gibson Tarantino imitiert, vielleicht sogar auf den Arm genommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 März 2013
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  11. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Es handelt sich nicht um einen Gefängnisfilm, in dem Schwerverbrecher an den Gitterstäben rütteln; denn es gibt keine Gitterstäbe, es handelst sich nur um ein abgezäuntes Terrain, es gibt Rangordnungen, aber jeder kann sich frei bewegen kann, man kann Waffen tragen, man kann in den Puff gehen es gibt einen kleinen Kiosk, alles ist schmudellig und verfilzt, es gibt riesige Müllberge. Es gibt Besuchertage, die zum Volksfest werden, 20 Dollar Eintritt pro Besucher, dafür werden dann eine Reihe von Einmannbilligzelten zum kopulieren aufgestellt ( man sieht dann in einer Aufnahme, wie alles Spitzen der Zelte wackeln), es wird ein versiffter Kickertisch aufgestellt und die Besucherkinder mit 50 Cent zur Kasse gebeten.
    Eine Insassenfamlilie steht unter dem besonderen Schutz weil sie wegen ihre Blutrgruppe Ranghöheren als Organsersatzteillager dient, die Transplantationen werden dann auch direkt vor Ort durchgeführt. Und so reiht sich eine Skurillität an die andere.

    Und am Ende wird das Gefängnis vom Militär gestürmt, nicht wegen eines Aufstandes (gegen wen auch?), sondern wegen der Zustände und zu dem Zeitpunkt steht einer der Ranghohen fast nackt im OP-Kittel, um sich eine neue Leber verpflanzen zu lassen, und sieht das Militär kommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 März 2013
    Holgy gefällt das.
  12. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Im Jubiläums-Bond jagd unser Held einen Schurken, der eine Festplatte mit den Identitäten von Agenten in seinem Besitz hat und diese somit enttarnen kann. Im Laufe der Jagd stellt sich heraus, dass auch "M" persönlich involviert ist und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.

    An und für sich ein typischer 007, hat mich der Film insgesamt sehr gut unterhalten. Klar, einige Logiklöcher gibt es mal wieder, hier und da bedient man sich bei schon 100mal gesehenen Szenen aus älteren Bonds und wirklich neu ist die Story auch nicht ... das macht aber nix, denn man weiß ja, auf was man sich bei Bond-Filmen einlässt und freuen kann.
    Die Darsteller sind alle recht gut, herausragend ist Javier Bardem als Bösewicht: richtig schön durchgeknallt! Fast so gut, wie in "No country for old men"!
    Toll fand ich auch die zahlreichen Anspielungen auf die alten Bond-Klassiker ( am Ende weint man fast vor Rührung ), selbst der legendäre Aston Martin DB5 kommt zum Einsatz!
    Ob der Film Längen hat, liegt im Auge des Betrachters. Ich persönlich fand die Passagen mit wenig Action nicht langatmig und habe mich die kompletten 145 Minuten nicht gelangweilt.

    Alles in allem einer der "guten" Bonds, mit nachvollziehbarer Handlung und sehr unterhaltsam.

    Note: 8,5 / 10
     
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  13. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

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    Yep habe ich Sonntag im Heimkino gesehen und war ziemlich überrascht ob der Tiefe und der Düsternis. Von A bis Z stimmig. Geiles Finale in Scotland.
     
  14. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Shark Zone - Tod aus der Tiefe

    Irgendwie ist mir wieder danach, einen Billigfilm zu geniessen. Als Hauptdarsteller wird einem Dean Cochran angedroht, der schon als US-Luftpolizist in Air Marshal eine absolute Luftpumpe war. Der Film kommt aus derselben Billigschmiede, dementsprechend heisst es jetzt: Petri Heil!

    Es beginnt mit einem grossen Segelkutter und einem sehr albern getricksten Sturm, dazu der Segelkahn als beklopptes Plastipappmodell dem man es ansieht, das da wohl eher die Firma Revell als wirkliches Holz hintersteckt. Das Dingen säuft also ab, wie man munkelt mit ´nem Haufen Diamanten an Bord. Und genau das will jetzt eine Horde Schatzsucher auftreiben, die mit einem Hubschrauber angegurkt kommt.

    Mr. Wagner, ein älterer Seemann mit Bart scheint die Aktion zu leiten, sein Sohnemann (Cochran) ist auch mit dabei. Beste Vorraussetzungen für ein zünftig vergeigtes Familiendrama. Zwei gar nicht unschöne Schnitten hüppen ebenfalls in die Fluten, wie auch ein megacooler (übersetzt: geplantes Fischfutter) Glatzkopp und noch eine wohl unwichtige Schiessbudenfigur. Hauptsache, die Produktionsfirma hatt einen Taucheranzug in seiner Grösse irgendwo inner Requisitenabteilung. Ein paar von den Flitzpiepen verwechseln scheinbar die Schatzsuche mit ´nem Unterwasser-Knutschkurs, also noch mehr potentielles Fischfutter.

    Der Absaufsegler wird trotzdem ziemlich schnell gefunden. Und ebensoschnell wird der olle Glatzkopp vonnem Hai verhapstückelt, ebenso wie seine vorherige Knutschelse und soweit ich das sehen kann in diesem lustigen Gemetzel auch der Rest der Belegschaft, bis auf eben Dean, der es an die Oberfläche schafft und vom Hubschrauber raufgezogen wird, bevor der Hai auch ihn wegschnabulieren kann.

    Zehn Jahre später (mit Zeitsprüngen spart der Streifen wirklich nicht...): Der Held ist in zehn Jahren irgendwie nicht gealtert, hat aber inzwischen Familie aus Frau und Sohnemann. Es wird schon irgendwas vom Bürgermeister gesabbelt, also quasi Holzkopp, der gern Touristen fressen lässt, vorraus. Bevor das passieren kann, stechen Dean und seine Ollsche aber erstmal in See, und derselbe alberne Sturm, der vor 200 Jahren oder so den Segelkahn versenkt hat, macht sich jetzt an dem Boot zu schaffen, woraufhin der Hai die Ollsche des Helden frisst - Was aber selbstverständlich nur ein Traum war, weil der Typ sich so schnell bestimmt auf keine Nussschale mehr raufbewegt.

    Da, Bürgermeister! Die Maske kenn ich irgendwoher, der Typ spielt irgendwie nur blöde Politiker. Jedenfalls will der Bürgermeister, dass Dean einen Schatzsucher zu dem Wrack führt. Ausserdem hat er Angst um seine Badesaison, und da Dean inzwischen sowas wie der Bademeister oder sowat zu sein scheint, warnt er natürlich ausdrücklich vor dem weissen Hai, der da noch sein Unwesen treibt. Aber keiner will ihn hören... (Aus welchem Film kenne ich das nur... Genau - Ben Hur!)

    Wagner Junior hubschraubt auf Haikontrolle übers Meer, während sein Kollege auf´m Aussichtsturm statt Hasselhoff-mässig nach Notfälllen zu gucken lieber sabbernd die am Strand anwesenden Damen betrachtet. Schon tauchen ein paar Haie auf und verknuspern diverse Badegäste, und man muss den Machern lassen, dass sie wahrlich nicht an Kunstblut gespart haben und die Haie zumindest teilweise einen optisch sehr guten Eindruck hinterlassen.

    Diverse abgetrennte Körperteile später kommt Wagner Junior zum Bürgermeister ins Büro und verlangt eine Strandsperrung. Der hat darauf aber nu gar keine Lust, schliesslich steht das Sommerfest an, und wenn das ausfällt isset viiiiel schlimmer als wenn da ein paar Leutchen gefressen werden.

    Welche Vollidioten haben den eigentlich gewählt?!

    Wagner hat immerhin die Genehmigung bekommen die Viechers abzumurksen, was der auch für bitter nötig hält, weil die Haie seiner Meinung nach viel schneller und fieser und böser wären als die ganzen anderen. Also trommelt er ein Team zusammen und verarbeitet seine Vergangenheit (in der ja vor zehn Jahren sein Vater zu Haikacke verdaut wurde) bzw. sein schkechtes Gewissen weil er damals so dreist war zu überleben. Seine Frau tröstet ihn, die Hoffnungen auf eine halbwegs annehmbare Pimperszene wird allesdings durch einen Szenenwechsel im Keim erstickt.

    Wagner und seine Kumpels sind jetzt auf See, und Wagner will die Haie nun erstmal doch nicht töten, sondern markieren um ihre Wanderwege nachvollziehen zu können. Derweil unterhält sich der Bürgermeister mit einem Mafia-ähnlichen Gesellen (der Typ will zu dem Wrack des Seglers) über die anstehenden Massnahmen, bei denen Wagner wohl als extreme Spassbremse im Weg steht. Der Mafiosi kröchelt "Tun sie das Richtige" oder so ähnlich (der Typ kann schonmal anfangen sich in Marinade zu wälzen, damit er den Haien später besser schmeckt), und uns erlöst die Werbung.

    Wobei, erlöst ist zu böse. Bisher wusste der Kram durchaus zu gefallen. Okay, kein Klischee ist so ausgelutscht, dass man es nicht noch weiter drangsalieren könnte. Die Pappkameraden in diesem Film sind so blöde gezeichnet, dass man den Produzenten für die ganze Klauerei am liebsten was vor´s Maul hauen möchte. Ansonsten isset auch aufgrund des hohen Blutfaktors durchaus unterhaltsam. Wobei es schon auffällt, dass man für die Fressszenen oftmals dieselbe Hai-Aufnahme genommen hat...

    Es geht weiter. Wagner und seine coolen Kumpels kuttern inner Bucht rum und versuchen die Haie durch rote Sosse anzulocken, bevor sie selbst ins Wasser gehen (Ist dat nu schlau? - Ich weiss nicht...). Zumindest haben sie an ´nen grossen Hai-Käfig gedacht.

    Kurz darauf kommen die Haie schon mit knurrenden Mägen umme Ecke gepaddelt. Und zwar nicht gerade wenige. die Jungs im Käfig sind plötzlich gar nicht mehr so cool, zumal das Ding mal ratzfatz zerdeppert wird und die Kunstblutindustrie mal wieder ´nen Grossauftrag ausführen darf. Da hilft auch Wagners Geballer vom Boot aus wenig, seine Kumpels werden Teil der Nahrungskette.

    Der Bürgermeister heuchelt Interesse / Mitgefühl und denkt doch nur an die Touristen... Na je, drei Kaputte mehr oder weniger, wen juckt das? Die drei auf jeden Fall nicht mehr.

    Bei einem Strandfest sehen wir dann tatsächlich mal für kurze Zeit ein paar blanke Busen, welche allerdings zwanzig Sekunden nachdem sie ins Wasser gehüpft sind, schon gefressen werden.

    Der Mafiosi labert anner Strandbar Wagner voll, damit er ihn zu dem Wrack führt, was man an einem Abend wie diesem (er haut sich gerade diverse Schnäpperchen inne Melone und den Schmerz wegzuspülen) wohl nicht der genialste Plan auf Erden ist. Also wird im Mafia-HQ kurzerhand eine böse Bösewichtigkeit eingetütet: Wenn der nicht freiwillig mitmacht, dann entführen wir seinen Sohn. So.

    The Day after... Wagner ist wieder nüchtern und scheisst ein paar leichtsinnige Surfer zusammen, die sich trotz Verbot aufs Meer gewagt haben. Die richtige Lektion erteilen allerdings die Haie auf knochenknuspernde Weise, und so langsam gehen mir die immer gleichen drei Fressbilder auf´n Keks. Wagner versucht ´nen Hai abzuballern und die Surfer zu retten, was aber nur bei einem Mädel klappt. Der Rest... in Peace. Immerhin kann Wagner einen Hai markieren und so die Position des Schwarms verfolgen. Der Plan: Kawumm! Mit Hubschrauber und Sprengstoff soll es den Viechern ans Leder gehen. Bei dem einen oder anderen Hai klappt das dann sogar.

    Der Bürgermeister hofft schon auf die Wiedereröffnung der Strände, und zieht das dann auch durch. Wagner bekommt unterdessen einen Drohanruf, der seiner Familie indirekt Ungemach ankündigt für den Fall dass Wagner den Mafiosi nicht zum Wrack der Santa Cruz und dem darauf angeblich befindlichen Schatz bringt. Der Bruder des Mafiosi war der Pilot, der Wagner vor zehn Jahren gerettet hat, und dafür will der Bösewicht gern eine Gegenleistung. Wagner pfeift dem eins... Und der Mafiosi telefoniert...

    So, welch hinterhältige Hinterhältigkeit. Eine Rauchbombe im Tunnel, in dem auch der Schulbus mit Wagners Nachwuchs herumkurvt. Aus dieser nervenzerfetzenden Szene reisst uns die Werbung...

    Der Quark soll jetzt noch etwa 20 Minuten gehen, wahrscheinlich wurde da von Sat.1 kräftig dran rumgeschnibbelt. Wird auch langsam mal Zeit, dass der Dummfug zuende geht, der Dicke ist müüüüde...

    So, die Ganoven bremsen den Schulbus aus und klauen Wagners Sohn. Was einen verheulten Anruf von seiner Frau bei ihm zur Folge hat. Nu ist Wagner mehr als stinksauer, und wer so toll kämpfen kann wie Dean Cochran (HUST), der wird ja wohl einen Weg finden, wie er den Arschgeigen das Genick abdrehen kann.

    Na ja, erstmal geht es auf ein Schlauchboot, dass Wagner von einem Spitzbuben gesteuert zum Mafia-Kutter bringt. Dort haut Wagner erstmal ´n bisschen auf die anwesenden Dösköppe ein, was bei eins gegen sechs (zumal die bewaffnet sind) nicht gerade beste Aussichten auf Erfolg hat... eher auf die eigene Gesichtsverbeulung. Jedenfalls führt Wagner die Deppen dann zum Wrack, ohne selbst ins Wasser zu springen. Was er dort ablässt ist etwas Blut aus seiner Nase. Haie + Blut = Mjam Mjam, dementsprechend sind die Chancen des Mafia-Taucherteams wohl nicht gerade die rosigsten.

    Das Wrack ist erstmal gefunden, und es ist reichlich mit menschlichen Totenköppen dekoriert. Warum? Keine Ahnung, ist aber erstmal auch wurscht weil ein Hai sich über Würstchen im Schlafrock - ääh Taucher im Gummianzug freut. Der Mafiaboss ist vorerst verwundert weil sein ganzes Team als Snack herhalten muss und erpresst nun Wagner selbst runterzugehen um den Schatz zu bergen. Wagner entledigt sich erstmal seines elenden Bewachers und kommt heimlich zurück auf´s Schiff, von dem er nach einem kurzen Kampf den Mafiaboss zum Mampfiaboss macht. Das Schiff fangt dann auch noch an zu brennen, warum hab ich nicht so mitbekommen. Jedenfalls flüchten Wagner und Danny (Sohn) mit ´nem Schlauchboot, bevor der Kasten in die Luft fliegt.

    Der Film endet auf einem Kreuzfahrtschiff, auf dem die Familie Wagner erstmal Urlaub macht.

    So, Bewertung: Die Haie sehen wie schon bemerkt ganz gut aus, dummerweise gibbet eben nur drei bis fünf Filmsequenzen davon, die sich dann nervigerweise ständig wiederholen.

    Die Protagonisten hingegen sind allesamt völlig dämlich. So ruft Wagner einem seiner Kumpel zu, er solle vom zerbeulten Käfig aus zum Schiff schwimmen, obwohl eine Minute vorher vor seinen Augen ein anderer bei eben dieser Aktion gefressen wurde. Ich hab auch keinen Schimmer mit was Wagner da die ganze Zeit rumballert, entweder zielt er schlecht, oder die Haie haben Godzilla gefressen und sich aus dessen Haut ´nen Panzer gebastelt. Während Wagner mit ´nem Gewehr aus fünf Metern nicht trifft, schafft er es aber komischerweise aus 20 Metern Höhe gezielt Bomben abzuwerfen, die dann auch noch genau in der richtigen Tiefe explodieren um den bösen Fischen den Garaus zu machen.

    Der Bürgermeister... also wenn sich jemals ein Politiker auch nur ansatzweise so abgrundtief bescheuert und menschenverachtend verhalten sollte, würde er (solange er nicht George W. Bush heisst, der wurde sogar wiedergewählt) wahrscheinlich von seinen gemeisterten Bürgern mit ´nem 40 Kilo Betonklotz am Fuss in einen seichten Fluss voller Alligatoren oder Piranhas gestellt werden. Gegen den Typen wirken selbst die Bösewichte in Robocop nahezu sympathisch.

    Was den Quatsch von den 254 anderen "Der Weisse Hai"-Billigabklatschversionen unterscheidet: Hier gewinnen eindeutig die Haie. Okay, vier von ihnen werden mit Sprengstoff abgemurkst, aber es scheinen trotzdem noch mehr als genug übrig zu sein um weiterhin für Angst und Schrecken zu sorgen. Daraus macht der Film auch kein grosses Geheimnis mit einem gewissen "oh, da lebt ja noch einer"-Überraschungs-Effekt an Ende (falls das noch jemanden überrascht, wenn eins von den bösen Viechern innem Monsterfilm überlebt - Nicht einmal der grottige Emmerich-Godzilla kam ja an dem Quatsch vorbei). Die Bösewichte werden (bis auf den Bürgermeister) aufgefressen, und weiter kümmert sich dann auch keiner mehr um die Haie.

    Fazit: Na ja, war eigentlich nicht ganz so schlimm wie man vermuten konnte. Aber Schund bleibt das trotzdem.

    4 Punkte
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 März 2013
    Holgy gefällt das.
  15. Detti04

    Detti04 The Count

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    Dilbert, Deine Filmwidergaben sind um Klassen besser als die Filme selber. Da mir Dean Cochran gar nichts sagte, hab ich googeln muessen, und dabei rausgefunden, dass der Typ mit einer frueheren Miss USA verheiratet ist, naemlich Brandi Sherwood. Besagte Dame war auch prompt Nummer 3 der Besetzungsliste Deines grossartigen Films. Uebrigens finden auch die User auf IMDB den Film echt spitze:

    Shark Zone (Video 2003) - IMDb

    2,7, darunter muss man erst mal kommen... Wiki sagt uebrigens, dass "Shark Zone" das 3. (!) Sequel zu "Shark Attack" ist, welcher selber wohl nur ein Film fuers Fernsehen war. Weia.
     
  16. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Ein neuartiger, tödlicher Virus breitet sich von Hongkong weltweit aus. Die Menschen arbeiten fieberhaft an einem Mittel dagegen, derweil tobt das Chaos...

    Soviel als Kurzzusammenfassung.

    "Contagion" bietet eine Starbesetzung auf, bleibt aber insgesamt ziemlich blass und vorhersehbar. Alle Geschehnisse sind zwar recht glaubhaft, erzeugen aber kaum Spannung.
    Interessant ist es zu beobachten, wie rasch Menschen zu egomanischen Killern mutieren, wenn ihr Leben bedroht ist.

    Nett anzusehen und durchaus zwischenzeitlich dramatisch - aber leider zu wenig Tiefe und Überraschungsmomente.

    Note: 5/10
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Kon Tiki

    Das ist eine quasi "dokumentarische Spielfilmverfilmung" der Fahrt Thor Heyerdahls von 1947 auf dem gleichnamigen Balsaholzfloß von Peru nach Französisch Polynesien 7000km quer durch den Pazifik.
    Heyerdahl hat über die Fahrt, die er zusammen mit 5 weiteren Männern unternahm, selbst Tagebuch geführt und auch Filmaufnahmen vom Floß gedreht.
    Daran lehnt sich dieser Kinofilm an und er wurde natürlich noch um etwas Action und Drama erweitert was aber nicht so schlimm ist sondern einen eher ein bisschen schmunzeln lässt. Der Film bringt ein großes Abenteuer gut rüber, man kann glatt ein bisschen diesen Forscher- und Entdeckergeist Heyerdahls im Kinosessel spüren und auch ein paar Lacher sind dabei.

    In der Summe gut angelegte 8,50€ für 2h Stunden über ein großes Seefahrtabenteuer.
     
  18. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Ich "freu" mich gerade auf "the Crow 3", der gleich auf Tele5 anfängt. Kann eigentlich nur der letzte Scheiss sein. :)
     
  19. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    The Crow III - Tödliche Erlösung

    Im Cast schlurfen immerhin bekannte Nasen wie Kirsten Dunst und Fred Ward herum. Dafür sagt mir der Hauptdarsteller Eric Mabius nun gar nix.

    Also, es geht los mit einer Tierpräparation... Eine Krähe. Vorspann vorbei. Danach gurken Dunst und ein Mantelschnösel (ihr Vater) durch eine Horde Reporter... Wohl auf dem Weg zu einer Hinrichtung. Abgemurkst werden soll ein Alex Corvis, der im Moment noch in seiner Zelle hockt und Schach spielt. Er hat bis jetzt seine Unschuld beteuert, und ich hab da so eine grobe Idee wer denn zum untoten Rächer werden könnte. Alex behauptet, dass ein Mann mit Narben seine Freundin umgebracht haben soll. Sein Anwalt verspricht den zu finden. Kurz darauf kommt schon der Wärter an und bringt Alex zu seiner Hirngrillung. Ein Hauch "The Green Mile" eiert durch die Glotze. Ein Kirchenkopp schwadroniert Alex "Der Herr ist mein Hirte" umme Ohren, also da kann man nicht mal in Ruhe sterben. Bei der Hinrichtung guckt auch Kirsten Dunst zu, und nachdem Alex mit der emotionalen Dröseligkeit eines schlafenden Mistkäfers nochmal gesagt hat dass er unschuldig ist, wird der Strom angedreht.

    In der Leichenhalle erscheint das Bild einer Krähe, und Alex erwacht wieder zum Leben, allerdings wegen der wenig Teintfördernden Grillaktion vorher mit ziemlich ramponierter Fresse. Daraus wird dann ratzfatz die bekannte Krähenschminkerade, nur diesmal rot statt schwarz.

    Alex geht also aus dem Knast stiften und scheint wirklich erstaunliche Selbstheilungskräfte zu besitzen. Seine vom Stacheldraht zerschundenen Flossen heilen innerhalb von Sekunden in einem gar nicht so vermurksten Effekt.

    Die Krähe führt Alex in irgendein abgewracktes Polizeirevier, wo er erstmal seine alte Akte (sowas wird ja immer im Revier belassen wenn man es aufgibt) durchforstet und das Messer findet, mit dem seine Ex abgemurkst worden ist. Ein paar Rückblenden inklusive Krampfanfälle später kommt jemand ins Revier, und der erste Werbeblock.

    Bis jetzt... nun ja. Ich hab schon schlechtere Horrorfilme gesehen, auch wenn der ganze Kram hier doch ziemlich dahingeschludert daherkommt. Der Hauptdarsteller wirkt bisher in keiner Szene so, als hätte er auch nur ansatzweise Spass an seiner Rolle, da zeigt sogar ein Ersatzspieler von 1899 Hoffenheim noch mehr Emotionen, der zu dem Verein nur wegen dem Geld gewechselt ist und dem der Rest am Arsch vorbeigeht. Wirklich düstere Atmosphäre will auch nicht so recht aufkommen.

    So, weiter geht´s.. Alex studiert die Zeugenliste von seinem Fall und flüchtet in Krähenform, als die Polente anrückt. Die ist wenig begeistert davon, dass da jemand geschnüffelt hat.

    Alex ist am Grab seiner Freundin angekommen und es gibt mal wieder ein paar langweilige Rückblenden, die wohl sowas wie dramatisch sein sollen, und mir nach zwanzig Sekunden auffe Nerven gehen. Passenderweise (wat gruselig) fängt die Statue auf ihrem Grab jetzt an Blut zu weinen.

    Oh, Miss Dunst kommt angelatscht, und die ist beim Anblick von Alex wenig amused, sondern eher kurz davor sich inne Hose zu pullern. Während die ihren Dad holt macht Alex lieber die Fliege... ääh Krähe.

    So, die wohl in jedem "Krähe"-Film zur Vorschrift gewordene Heavy-Metal-Mucke läuft, während Alex seinen Hauptbelastungszeugen aufsucht, der dann auch mal schnell auspackt, dass man ihn mit einem Job beim Strassenbau zur Falschaussage geködert hat.

    Nächste Szene... Zwei junge Mädels werden vonnem Polizisten angehalten, wobei die Fahrerin mal gar keinen Führerschein hat. Als der Bulle sich gerade die Beifahrerin vorknöpfen will sitzt da auf einmal Alex drin, der sich an dem Cop rächen will, der ihn damals reingeritten hat, weil er an der Ermordung seiner Freundin beteiligt war wie sich Alex jetzt erinnert.

    Ein Nachtklub, zwei barbusige Tussen winden sich unlegant umme Stange rum, und die Mucke ist auch beschissen. So langsam geht mir der Film richtig auf´n Keks mit seinem verzweifelten Versuch sowas wie dunkle Grundstimmung zu erzeugen.

    Alex hat den Cop mit 65 Messerstichen abgemurkst (so wie seine Freundin damals gestorben ist), und auf das Dach der Bullenkiste mit Blut ´ne Krähe gepinselt. Die Cops sind nun aufgescheucht und nehmen den Anwalt von Alex inne Mangel, der aber irgendwie ja von nix was weiss... aber immerhin sparsam guckt weil Alex ihm eine Botschaft für sein Schachspiel hinterlegt hat.

    Ein Mann sitzt im Auto am Bahnübergang, und wundert sich, dass kein Zug kommt. Alex hüpft zu ihm inne Karre, haut ihm ´n paar vor´s Maul und quetscht so aus dem Typen (Cop) heraus, dass es bei der Ermordung seiner Liebsten um Geld ging. Vonner Polente verfolgt gurken beide durch irgendein Industriegebiet, und dem Cop geht langsam ein Licht auf wer ihn da gecopnappt hat. Hilft ihm aber auch nicht mehr wirklich weiter, weil Alex die Karre annen Bus brettert und dann das auslaufenden Benzin in Brand steckt, weshalb es einiges an Krachebummkokelage gibt. Und eine Zeugenliste mit einer mit Blut gemalten Krähe auffer Rückseite.

    Alex sucht Dunst auf, die aber immer noch der Meinung ist, dass Alex der Mörder ihrer Schwester (?) ist. Alex hat ihr sogar einen Beweis dafür angeschleppt, irgendein Stück Papier.

    Zurück bei der Bullezei (ach, das schrottreife Revier war gar nicht aufgegeben). Den Verschwörern von damals geht echt die Düse. Der Polizeichef (Fred Ward, wenn ich nicht irre) faltet seinen korrupten Haufen zusammen, wohl in der Befürchtung selber aufzufliegen. Kristen Dunst (Erin) wird unterdessen von ihrem Vater beim Herumschnüffeln erwischt, und der ist not amused. Erin schreit ihren alten Herrn zusammen.

    Die Bullen nehmen unterdessen den Hauptbelastungszeugen in die Mangel, welcher auch auspackt dass Alex bei ihm war. Kurz danach verlert er nicht nur seinen Job beim Strassenbau, sondern auch gleich sein Leben weil er aus dem Fenster segelt, unpraktischerweise für ihn aus einem im zweiten Stock.

    Werbung.

    Eine Stunde rum. Man kann dem Streifen immerhin nicht vorwerfen, dass er sich mit unnötigem Vorgeplänkel aufhält. Da wird gestorben bis der Arzt... ääh Pathologe kommt. Trotzdem bleibt ständig der Eindruck von lieblos hingeschludertem Stückwerk. Eine Szene reiht sich an die nächste, richtiger Fluss will gar nicht aufkommen, die Figuren erhalten nicht die geringte Chance sowas wie Emotionen beim Zuschauer zu erzeugen oder Tiefe zu entwickeln. Wo man ansonsten mit dem tragischen Helden / Rächer mitfiebert bleibt hier nur totale Leere.

    He, den einen Bad Cop kenne ich, der hat glaube ich mal ´ne Hauptrolle innem unterirdischen Martial Arts-Streifen gehabt.

    So, Alex steht vor seinem nächsten Ansprechpartner, seinem Anwalt. Er erklärt ihm dass da irgendeine Firma mir dem Namen D.E.R.T. hintersteckt, und kaum hat der Anwalt versprochen etwas über die rauszufinden, ist Alex schon wie von Geisterhand verschwunden.

    Er sucht Erin auf, die am damaligen Tatort um ihre Schwester trauert. Die gibt sich die Schuld, weil sie damals der Polente gesagt hat, wo man Lauren (Schwester) finden kann. Alex kann Erin mit seinen magischen Fähigkeiten vor Augen führen, wie Lauren damals gestorben ist, daraufhin bricht Erin zusammen.

    Im Knast hat man ja am Anfang gesehen dass einer abgehauen ist, hatte aber keine Ahnung wer das wohl war, weil kein Knastbruder fehlte. Nun sieht man am leeren Leichensack wer da geflitzt ist. Der Polizeichef befielt daraufhin Alex den / einen Narbenmann auszuliefern, damit seine Seele Ruhe finden kann (also auch um seinen Arsch zu retten).

    Erin will zurück zu ihrem Vater (der hat ihre Schwester teilweise auf dem Gewissen, aber egaaal). Sie will aber dafür sorgen dass alle wissen dass Alex unschuldig ist, wie gütig.

    Ihr Dad will unterdessen seine Verbindung zum Polizeichef kappen, der findet das allerdings ganz schön doof und setzt Paps ganz schön unter Druck. In dem Moment kommt Erin nach Hause, und es passiert... nix. Ein oller Wasserhahn tropft doof rum, unter dem Waschbecken ist ein Blutansammlung... und Papa liegt mit Kopfschuss inner Badewanne. Ups.

    Gevatter Anwalt hat inzwischen rausgefunden dass der ganze Zirkus wohl was mit der Nackedeibude von vor ´ner halben Stunde zu tun hat, von wegen Geldwäsche und Drogen und all sonnem Tüddelüt. Dann platzt Erin rein und erzählt von ihrem toten Vater. Also sucht Alex den Saftladen auf und senst dem Türsteher ´n paar vor die Schnauze. Anschliessend befreit er eine Tänzerin mit diversen Einstichlöchern am Arm vonner Stange und quatscht sie voll von wegen "Leben einen Sinn geben". Der Pullezeichef knallt unterdessen den Anwalt über den Haufen und schnappt sich Erin.

    Alex hat im Stripclub Visionen von Laurens Anwesenheit und weiss nun, warum sie sterben musste: Sie hat gesehen wie die Bullen einen Typen kaltblütig abgeknallt haben. Es folgt.. Werbung.

    Der cineastische Durchfall soll noch ´ne halbe Stunde gehen. Schade, eigentlich könnte man dem Quatsch auch locker in zehn Minuten ein Ende setzen. Jeder weiss jetzt was wie und warum, und so grossartig dass man da jetzt noch ´ne grandiose Erin-Rettungsaktion und dramatisches Ende von Alex im Heldentod-Chose draus machen müsste ist der Senf nun wirklich nicht. Immer noch sind sämtliche Figuren so nichtssagend wie ein querschnittsgelähmter Goldfisch und die Story so fesselnd wie ´ne Lakritzschnecke.

    Die bösen Buben warten schon auf Alex, und decken ihn mit einem Kugelhagel ein. Was dämlich ist bei einem, dessen Wunden schneller heilen als ein Piekser beim Blutzuckermessen. Mit dem Mute der Verzweiflung jagt ein Bulle den halben Schuppen in die Luft und tötet dabei ´nen Narbenheini. Die Krähe geht stiften, weil ihr Job erfüllt scheint, wodurch Alex seine Unverwundbarkeit verliert. Allerdings entdeckt er den Mord an seinem Anwalt und sucht daraufhin den Polizeichef auf, weil er meint dort Erin zu finden. Es kommt zum Handgemenge, bei dem Alex in den Schwitzkasten gerät. Es gibt noch ein paar Rückblenden, und letztendlich scheint Alex erledigt.

    Aaaber... Erin hat noch das Herz anner Kette, das Alex ihr auf dem Friedhof gegeben hat. Das erweckt Alex wieder zum Leben, weil die Krähe es ihm rüberschmeisst. Im anschliessenden Getümmel wird die Krähe angeschossen, aber sie überlebt.

    Erin wurden übrigens die Lippen zugenäht, und Alex sollte ausgestopft werden. Himmel, was für eun Scheiss...

    Alex macht Jagd auf den Polizeichef, der Jagd auf die entwischte Erin macht. Die klaut dem die Pistole und schiesst ihn an, schafft es aber nicht ihm aus einem Meter das Licht auszuknipsen (AUA!). Dann sind die Kugeln alle, und der Typ schleppt sie im Auto weg. Da taucht aber Alex auf, und man sieht die richtigen Narben am Arm des Polizeichefs. Alex hat seinen Auftrag erfüllt, und geht, nachdem er sich von Erin verabschiedet hat, ins Reich der Toten, wo er Lauren knutschen darf.

    Damit ist der Quatsch zuende. Ich kann nur sagen: Endlich!

    Bewertung: Eine lieblos hingeschissene Rächerstory, blasse Darsteller, die diesen Mist wohl wirklich nur des Geldes wegen gemacht haben (Fred Ward war im Land der Raketenwürmer um einiges besser aufgehoben), Figuren bei denen man einfach nur emotionslos zuguckt wie sie sich gegenseitig abmurksen, und ein paar ganz nette Effekte, die den Doofsinn absolut nicht mehr retten können. Ganz übel isset beim Hauptdarsteller. Mit dem sollte man eigentlich wohl mitfiebern / mitfühlen, so wie der laut Drehbuch inne Pfanne gehauen und umgebracht wurde. Stattdessen isset einem letztendlich völlig wuscht, ob der den Senf nun überlebt oder nicht. Mit sowas steht und fällt nun aber mal ein Film, und der hier säuft dabei gnadenlos ab. Der Typ ist weder cool noch schafft er es irgendeinen tragischen Moment passabel rüberzubringen oder sowas wie richtige Wut zu vermitteln. Da passiert rein gar nichts. Schlimm wiegt auch der komplett fehlende Ansatz von Humor, selbst der unfreiwillige. Bei anderen Filmen kann man sich zumindest über blöde Ideen oder zumindest ´n paar lustige Sprüche amüsieren. "The Crow III" hat da nichts zu bieten. Man verlässt sich einfach darauf dass es immer irgendwie knallt. Nur ist dieses Rezept auf Dauer schlichtweg öde.

    Fazit: Geistiger und dramaturgischer Rohrkrepierer der gut getricksten Sorte, leidlich unterhaltsam und hoffentlich ohne weitere Fortsetzung.

    3 von 10 Punkten

    Nachtrag: Bitte nehmt die Wertung mit viel Vorbehalt. Ich hab gerade gelesen, dass die Deutsche Version des Films auf´s übelste geschnitten wurde, weshalb wichtige Handlungsstränge verloren gingen (unter anderem fehlt fast das komplette Ende). Das erklärt natürlich viel fehlenden Charakter bei den Figuren und den Eindruck des zusammenhanglosen Action-Baukastenprinzips.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 April 2013
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  20. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Shark Man - Schwimm um Dein Leben

    Es gibt wirklich Filme, die sind so grenzenlos bescheuert, dass man ihren Machern schon wieder gratulieren muss. So einer läuft gerade auf Tele5.

    Aaalso (mal gucken was ich inner Werbepause zusammenkriege): Dr. Kings Sohn hat vor fünf Jahren Nierenkrebs bekommen und drohte daran zu sterben. Weil Haie keinen Krebs kriegen (ich weiss nicht woher das kommt, aber gehört hab ich davon schon öfter), hat Dr. King auf einer einsamen Insel die DNA mehr oder weniger entschlüsselt und daraus dann in einem Haufen wissenschaftlichen Blablas Stammzellen gezüchtet, um seinen Sohn zu heilen. Also bekam der Junior in den letzten Jahren ordentlich Hammerhai-Gene verabreicht, was so rein optisch und auch von Verhalten her nicht so ganz spurlos an ihm vorbeigegangen ist. King (inzwischen mehr als nur ziemlich durchgeknallt) hält den ganzen Mutantenkram inzwischen für eine ziemlich coole Sache, wenn der Sohnemann doch nur ein kleines bisschen menschlicher wäre. Der verknuspert inzwischen nämlich ganz gerne seine ehemaligen Artgenossen...

    Ein Industrieheini hat von Kings Forschungen Wind bekommen und inzwischen damit die eine oder andere Kopeke verdient. Während King seinem Junior zu Trainingszwecken (und um ihn zur Fortpflanzung zu animieren) mit irgendwelchen Drogen oder sonstnem Zeugs vollgepumpte Frauen innen Übungsdschungel zur Verfügung schickt (die Lebenserwartung der Mädels ist dementsprechend eher gering) oder andere Frauen mit Mutanten schwängert, kommen der Geschäftsmann, seine Assistentin (die früher die Geliebte von Kings Sohn war), deren derzeitiger Macker und ein paar andere Mutantenfutterazubis auf Kings Einladung hin auf seine Insel. Die sind von seinen Forschungsergebnissen eher wenig angetan und halten ihn ehrlich gesagt für völlig panne inner Birne. King verkündet daraufhin deren Todesurteil (abgesehen von Juniors Ex, die soll sein Sohnemann zur Fortpflanzung nutzen) und lässt seine Wachmannschaften und seinen Sohn Jagd auf die "Gäste" machen. Dabei werden allerdings nicht nur die Besucher aufmümpfig, sondern auch einige von Kings Personal Opfer seines gefrässigen Sprösslings. Und der Sohn ist nicht der einzige Mutant auf der Insel.

    Also bisher ist das Filmchen eine absolute Trashgaudi. Die Tricks sind teilweise völlig daneben, teilweise aber auch richtig gelungen (die "Geburt" eines Mutantenbabys ist so richtig schön eklig). Der Film ist (obwohl wahrscheinlich geschnitten) oftmals sehr blutrünstig, inklusive herausgerissener Gedärme. Das Monster (so wie es aussieht glaube ich oftmals Mann im Gummianzug) selbst sieht teilweise doch ziemlich albern aus, aber trotzdem noch um einiges besser als viele andere seiner Zunft. Die Story hingegen ist sowas von komplett hirnverbrannt (inzwischen ist noch ein Hauch Rambo hinzugekommen), daraus drehen andere vier bescheuerte Filme. Die Schauspieler machen sich dementsprechend auch nicht irgendwelche Mühe den ganzen Unsinn irgendwie ernst rüberzubringen. Das ist abgedrehter Quatsch, und das wissen die auch (ich kenne keinen einzigen davon).

    Okay, das Ende hätte ein bisschen besser sein können, das wirkte irgendwie krampfhaft abgewürgt. Schien mir aber auch geschnitten zu sein.

    Insgesamt ein grosser Spass für Fans des gepflegten trashigen Horrorunsinns.

    7 / 10 Punkte
     
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  21. JayJay

    JayJay Well-Known Member

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    Ich mag es, wie du schreibst, Dilbert!

    Ich hätt direkt Lust, diesen Mist zu gucken aber so hab ich den Inhalt in ebenso unterhaltsamer Form serviert bekommen. :D
     
  22. jonni

    jonni New Member

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    Habe vor ein paar Tagen "The Sightseers" geshen, eine sehr schwarze britische Komödie. Kannte den Trailer, wusste also was auf mich zukommt, war dennoch erschrocken, aber auch amüsiert. Es geht um ein Paar, das Urlaub macht. Der Mann ist ein Mörder und hat sich selbst nicht unter Kontrolle. Er killt immer wieder andere Urlauber. Irgendwann zieht er dann seine Freundin da mit hinein bzw. sie bekommt es heraus. Erstaunlicherweise hat sie selbst nichts dagegen und fangt auch an, Menschen umzubringen. Prädikat: Sehenswert aber gewöhnungsbedürftig!
     
  23. Rossi

    Rossi Berliner Nachteule Moderator

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    Wir haben uns am WE den Belgischen Film (2011) "Hasta la Vista" angeschaut. Hat so gar nix mit dem berühmten Arnold-Zitat zu tun. :D

    Die drei Freunde Lars (Gilles De Schrijver), Philip (Robrecht Vanden Thoren) und Josef (Tom Audenaert) lieben genau zwei Dinge: Wein und Frauen. Obwohl alle drei bereits in ihren Zwanzigern sind, hatten sie noch nie Sex. Um diesen Zustand so schnell wie möglich zu ändern, planen die drei eine Wein-Tour durch Spanien. Doch ihr Vorhaben in die Tat umzusetzten ist gar nicht so einfach. Lars sitzt im Rollstuhl, Phillip ist vom Hals abwärts gelähmt und Josef ist fast komplett blind. Ihre Eltern verbieten dem außergeöhnlichen Trio den Trip, da sie Angst um ihre körperlich beeinträchtigten Schützlinge haben. Doch die drei sind fest entschlossen und begeben sich kurzerhand auf eigene Faust nach Spanien. Es beginnt ein turbulenter Roadtrip. Mit der humorvollen Fahrerin Claude verlassen sie ihre wohlbehütete belgische Heimat und fahren an die spanische Küste um ihre Träume Wirklichkeit werden zu lassen.

    Sehr komisch, aber auch partiell traurig irgendwie. Ein bisschen wie "Ziemlich beste Freunde", der mir auch schon arg gefallen hat. Sehenswert!

    8 von 10 Punkten von mir ;)
     
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  24. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    "RoboCop" (Directors Cut)

    Die Story dürfte den meisten bekannt sein. Alex Murphy arbeitet bei der Polizei in Detroit, welche vom Grosskonzern OCP übernommen wurde. Die Stimmung ist denkbar schlecht: Die Kriminellen haben längst die Überhand gewonnen, die Stadt zerfällt und soll nach den Plänen von OCP durch das megamoderne Delta City ersetzt werden. Geld regiert, ein Menschenleben bedeutet fast nichts mehr. Die Cops sind kurz davor zu streiken.

    Der Vizepräsident Jones von OCP will dem Verbrechen (in das er selbst tief genug verstrickt ist) mit einer neuen Waffe entgegentreten: ED 209. Diese Roboter-Kampfeinheit soll zukünftig auf den Strassen mit purer Feuerkraft für Ordnung sorgen. Dummerweise versagt das Ding schon bei der ersten Probevorführung, was einen Mitarbeiter höchst blutig das Leben und den Konzernchef sein schönes Modell von Delta City kostet. Nachdem der Chef Jones rund gemacht hat, tritt Bob Morten auf den Plan: Er hat eine eigene Idee zur Verbrechensbekämpfung, das Robocop-Projekt. "Wann können sie loslegen?" - "Sobald ein armer Irrer sich freiwillig meldet..."

    Nun ist "freiwllig" ja immer im Auge des Betrachters. Alex Murphy gerät zusammen mit seiner Partnerin nach einer Auto-Schiesserei auf einem alten Fabrikgelände in einen Hinterhalt. Während Lewis mit ein paar Blutergüssen durch einen Sturz aus zehn Metern Höhe davonkommt, wird Murphy von Clarence Bottiger und seiner Bande regelrecht in Stücke geschossen. Was von ihm übrig bleibt lebt noch irgendwie bis er in die Notaufnahme im Krankenhaus kommt. Dort schliesst er scheinbar für immer seine Augen und wird für tot erklärt.

    Einige Zeit später... gerade eben noch sah man aus Murphys Sicht die letzten Sekunden seines Lebens - jetzt sieht man aus seiner Sicht die ersten Sekunden seiner Wiedergeburt. Erst nur kurze Bildsequenzen, später längere.

    Robocop ist "geboren". Mit gelöschtem Gedächtnis, einem Computer im Hirn und einem mechanischen Körper räumt er in Detroit mit dem Verbrechen auf. Morton ist hellauf begeistert von seiner Schöpfung und wird zum Vizepräsidenten der Sicherheitsabteilung ernannt. Dabei wird er allerdings etwas übermütig und legt sich mit Jones an, der sich vom Versagen seines ED 209 offensichtlich noch nicht erholt hat. Seine grosse Klappe und der Wesenszug von Jones, nicht verlieren zu können, wird Bob später zum Verhängnis.

    Robocop begegnet auf dem Revier Lewis, die ihren alten Partner wiedererkennt. Mit dem Ausspruch "Murphy, sie sind es" bringt sie ungewollt den Blechkameraden nachhaltig durcheinander. Robocop fängt an von Murphys Tod zu träumen, und als er einen seiner Mörder bei einem Tankstellenüberfall verhaften will und der "Ich kenn dich. Wir haben dich getötet!" ruft, beginnt Robocop sich ernsthaft für sein altes Leben zu interessieren. Durch den verhafteten Emil bekommt er im Polizeicomputer unter vermuteten Komplizen die Namen seiner Peiniger heraus, welche von nun an ein schweres Leben führen.

    Nachdem Robocop bei einer Drogenrazzia Clarence aufgegriffen hat, rutscht diesem aus Angst um sein Leben heraus, dass er für Jones arbeitet. Robocop will Jones daraufhin verhaften, beim Versuch schmiert allerdings sein System mehr oder weniger ab, weil OCP in seinem Programm einen geheimen Passus eingebaut hat, der es ihm verbietet Vorstandsmitglieder der Firma zu verhaften. Zu allem Überfluss hat Jones auch noch einen funktionstüchtigen ED 209 als Wache, und so geht es dem Helden jetzt an den Kragen. Er schafft es zwar ED 209 zu besiegen, nachem er selbst etliche Beulen abgekriegt hat, im Parkdeck wartet jedoch schon der Sicherheitsdienst, der den Befehl bekommen hat Robocop zu vernichten. Nur mit Hilfe vom Lewis gelingt schwer beschädigt die Flucht.

    Während Murphy sich mit Lewis Hilfe nach und nach selbst wieder zusammenflickt, tritt die Polizei in den Streik. Und mit ihr anscheinend auch die anderen Justizbeamten, denn die schon verhaftete Bottiger-Bande ist plötzlich wieder auf freiem Fuss. Bottiger hat von Jones den Auftrag und das Material bekommen, Robocop endgültig zu zerstören, schliesslich könnte eine Zeugenaussage von Murphy Jones in Teufels Küche bringen, hat der doch im Gefühl des sicheren Sieges gestanden den Mord an Morten angezettelt zu haben.

    Auf dem alten Fabrikgelände kommt es zum Showdown.


    Bewertung: Der Directors Cut unterscheidet sich nicht stark von der Kinoversion. Erklärende oder Handlungsentscheidende Szenen fehlen nicht, und von den Dialogen nur ein kurzer Satz (der hier auch in Originalsprache belassen wurde). Die einzige grosse Veränderung: Es geht um einiges blutiger zu. Murphy stirbt schon in der normalen Version nicht gerade sanft, hier sieht man noch wie ihm die Hand als erstes abgeschossen und er wirklich komplett von Kugeln durchsiebt wird. Auch der OCP-Mitarbeiter, der vom kaputten ED 209 bei der Vorführung erschossen wird, geht um einiges brutaler drauf. Emil wird beim Finale im Stahlwerk regelrecht zu einem Matschhaufen.

    Die Tricks wirken aus heutiger Sicht zumindest was ED 209 angeht schon charmant antiquiert, wurde der Blechheini doch im Stop-Motion-Verfahren animiert. Von den restlichen Szenen her muss sich Robocop aber nicht vor den meisten heutigen Produktionen verstecken, ganz im Gegenteil. Ich hab Filme ohne diese ganzen Computerexplosionen und Tricks, bei denen man sofort sieht dass sie aus dem Computer stammen um einiges lieber als den genzen völlig übertrieben dargestellten Hightech-Quatsch von heute. Die Splatterszenen sind gelungen, auch wenn Murphys abgeschossene Hand bevor sie zu Hackfleisch wird nicht so ganz echt aussieht.

    Was bleibt noch... RoboCop ist teilweise eine bitterböse Medien- / Gesellschaftssatire. Mit sowas ist Prosuzent Paul Verhoeven ja eh nie zimpoerlich umgegangen (siehe Starship Troopers). So kommt mitten in den Nachrichten plötzlich Werbung für ein Familienspiel (!) in dem man gegeneinander zum lustigen Atomkrieg antritt. Der OCP-Konzern wird als machthungrig und quasi omnipräsent dargestellt, er kontrolliert eigentlich die ganze Stadt, und will diese ja auch abreissen um Delta-City zu bauen. Ein Menschenleben mehr oder weniger ist da völlig egal, und auch der Tod des Kollegen bei der Präsentation von ED 209 wird eher als Geschäftsproblem gesehen, als dass da wirklich einer um den armen Kerl trauert, der gerade zersiebt wurde. Dummerweise hab ich oft das Gefühl, dass wir in der heutigen Zeit gar nicht so weit davon weg sind...

    Fazit: RoboCop ist trotz seines Alters und seiner nicht mehr zeitgemässen Machart immer noch ein sehenswerter Film, der von mit 8 von 10 Punkten bekommt.

    Es folgten danach noch zwei Kinofortsetzungen, die aber an das Original nicht rankamen. Völlig für´n A... waren die Fernsehserie und eine Art Neuauflage aus kanadischer Produktion (RoboCop - Prime Directives), die als Miniserie in vier Folgen in Spielfilmlänge lief.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 April 2013
  25. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Ein schon etwas älterer Film von 1999 mit den noch sehr jungen Matt Damon und Ben Affleck.

    Ich hatte schon viel ( Gutes ) davon gehört, kam aber erst jetzt dazu, ihn mir anzusehen.
    Es geht grob um zwei bei Gott in Ungnade gefallene Ex-Erzengel, die sich in der heutigen Gegenwart herumtreiben und eines Tages erfahren, dass ein katholischer Priester Besucher mit dem Versprechen in seine Kirche lockt, ihnen würde bei Eintritt alle Sünden vergeben. Dies sehen die beiden als Chance, doch noch in den Himmel zu gelangen. Haken an der Geschichte: würde ihnen dies gelingen, wäre Gottes Unfehlbarkeit widerlegt und alle Existenz würde erlöschen...
    Vor diesem Hintergrund versuchen also eine frustrierte verlassene Frau, die nebenbei erfährt, dass sie Jesus letzter lebende Nachkomme ist, zwei "Propheten" und ein schwarzer 13. Jünger, der wegen seiner Hautfarbe nicht in der Bibel erwähnt wurde, dies zu verhindern.

    Klingt abgefahren und grotesk ... und das ist es auch! Der Film lebt von urkomischen Situationen und Dialogen, das Ganze gewürzt mit einer starken Prise blasphemischer und / oder religionsphilosophischer "Wahrheiten". Wir erfahren z.B., dass auch Jesus schwarz war, uns das aber verschwiegen wird, weil es nicht ins Weltbild passt. Oder dass Gott weiblich ist...

    Insgesamt erleben wir eine amüsante, abgedrehte und mit Kultdialogen gespickte Odyssee ... mein einziger Kritikpunkt ist, dass der Film an einigen Stellen dann doch seeehr in die Länge gezogen wird und das eine oder andere Mal zu sehr in Richtung Kitsch und Albernheit abdriftet. Da wollte man zu viel, übertreibt es aber.

    Dennoch: wer z.B. Monthy Python mag, muss hier zuschlagen! Cooler Film!

    Note: 8,5 / 10
     
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  26. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Corpse Bride - Hochzeit mit einer Leiche

    Tim Burton. Der Name sagt eigentlich fast alles.

    Victor ist der Sohn einer aufstrebenden Fischhändler-Familie, und soll nun Victoria heiraten, eine Tochter einer angeblich reichen Adelssippschaft, die (was keiner weiss) inzwischen selbst nicht mehr weiss wie finanziell sie durchs Leben kommen soll, und in die Hochzeit nur eingewilligt hat weil sie sich davon die finanzielle Rettung erhofft. Dummerweise kennen sich die Verlobten noch gar nicht. Das passiert erst zufällig beim Antrittsbesuch in der Villa von Victorias Eltern, und wie das Leben so spielt, sind beide sehr voneinander angetan.

    Leider vergeigt der hypernervöse Victor die Generalprobe mit dem Hochzeitsritual vor dem Priester etliche male, weshalb dieser irgendwann aufgibt und den Probelauf entnervt abbricht. Victor flüchtet verzweifelt in den Wald und übt dort weiter, und als er den Hochzeitsspruch tatsächlich fehlerfrei hinkriegt und den Ring einem vermeindlichen Ast aufsteckt, hat er plötzlich seine neue Ehefrau Emily an den Hacken kleben. Die ist zwar an sich wirklich reizend, aber auch schon tot. Und jetzt geht für Victor der Trubel erst richtig los...

    Tim Burton ist einer der genialsten Filmemacher überhaupt. Der im Stop-Motion-Verfahren mit Puppen realisierte Film stellt die Welt der Lebenden als absolut trostlose, graue Veranstaltung voller Zwänge, Bosheit und Gier dar, in der Gefühle keinen Platz haben. Dagegen geht im Reich der Toten völlig die Post ab. Die Toten sind grösstenteils von all ihren Leiden und Zwängen befreit, da wird gesungen und getanzt bis die Kuh über´n Tresen fliegt. Trotzdem geht nie die eingebundene Tragik verloren, so wächst einem von den ganzen seltsamen Figuren gerade Emily im Laufe des Films irgendwie ans Herz.

    Die Trickabteilung hat ganze Arbeit geleistet, die Puppen sind genial schräg und jede liebevoll ihrem Filmcharakter entsprechend gestaltet. Der Humor pendelt zwischen derb und hintersinnig, ohne einfach nur in Klamauk abzufallen.

    Fazit: Sollte man gesehen haben, leider ist der Spass mit 74 Mnuten sehr kurz. 9 / 10 Punkte.
     
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  27. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    So Leute,

    freies Wochenende, das Baby ist nach einem harten "Ich will aber nicht einschlafen!!!"-Kampf endlich inner Falle, ich hab ´ne Rolle Kekse, ´n Bier und ´nen Billigfilm.auf Tele5 vor der Nase. So langsam wird´s gemütlich...

    Der Schwachsinn des Tages: "Deadly Water" (der Originaltitel verspricht irgendwas mit ´ner Monsterkrake, ob der wohl das "Niveau" des Hai-Streifens von vor ´nem Monat halten kann?)

    Aha, Rückschau, irgendwas 1982, zwei Klöterköppe knutschen auf´m Segler rum, der Sohnemann liest dazu passend "20000 Meilen unter dem Meer", hat schon was von Ironie, das die wahrscheinlich gleich gefressen werden.

    Ein Gummiarm reisst derweil an Daddy herum und zerrt ihn ins Wasser. Und Muddern gleich hinterher, wat ´ne Gemeinheit.

    Der Vorspann läuft, von den ganzen Schaupielnasen kenne ich mal wieder keinen einzigen, wird wohl Zeit das Bier aufzumachen...

    So, ein Haufen mehr oder weniger gutaussehender Ozeanografiestudenten / -tinnen (?) knutscht auf´m Schiff rum und wird vonner Leiterin ermahnt doch mal nicht nur ans Pimpern zu denken. Nebenbei finden die auch noch ´nen längst abgesoffenen Kahn von vor 100 Jahren oder so. Auf dem befindet sich auch sowas wie ein alter Schatz, und plötzlich spielt die Kamera verrrückt, weil irgendwas daran zieht. Ein alter Knacker wird vom Kabel an Deck eingequetscht, bis ihm vom Drahtseil die Rübe abgetrennt wird (welche im hohen Bogen ins Wasser fliegt, sehr spassig). Und der Krake hat seinen ersten richtig sichtbaren Auftritt. Also so wirklich echt sieht dat Vieh ja nu nicht aus.

    Der Vorfall kommt in den Nachrichten, und ein junger Typ wird aufmerksam... mich soll ´n Hamster beissen, wenn das nicht der überlebende Sohn vom Filmbeginn ist.

    Der reist also an und findet natürlich innerhalb von einer Minute ´nen Job bei den Ozeanografen. (Meine Kekse sind gleich alle...) Mir stellt sich die Frage ob die Frauen da alle keine T-Shirts besitzen, weil die nur im BH rumlaufen.

    Also, der Knabe kann Fotos machen, Motoren reparieren (innerhalb von 30 Sekunden) und kochen, kein Wunder dass die eine Tante wohl bald auf den abfahren wird. Man gurkt zur Stelle wo der Opa geköpft wurde, und geht dann nach einigem "Ich will mit"-Gelaber auf Tauchstation. Das Wasser da ist ´ne ganz schön trübe Brühe... Oh oh, oben seh ich einen schlechten Computertrick über unsere beiden Schatzsucher hinwegschwimmen...

    Neben einer schönen Goldmaske finden die beiden ein Bein vom toten Opa, und Madamchen gerät in eine missliche Lage, als sie beim Versuch die Maske zu bergen eingequetscht wird. Der "From Zero to Hero"-Heini kann sie zwar retten, aber da taucht der Riesenkrake auf. Beide sehen schnell zu dass sie Land / Boot gewinnen, können aber dabei immerhin die Masken mitgehen lassen. Es folgt langweiliges Gelaber über die Herkunft der Visagentarner und die unvermeidbare Andeutung der wohl folgenden Liebesgeschichte... und die Werbung.

    Also... bisher ist das mal ganz grosser Scheissdreck. Nicht so schlecht gemacht, dass man herzhaft darüber lachen könnte, nicht gut genug um sich halbwegs davon fesseln zu lassen, die Figuren sind allesamt so originell wie ´ne Bratwurst inner Fritttenbude... Und Humor ist schon gar nicht vorhanden. Na ja.. Prost!

    Hmm njam njam, Schloß Pils aus der Dose...

    Man gurkt zurück in den Hafen, wo schon ein Haufen Unsympathen wartet, der seine "Hilfe" anbietet. Ich würde mal sagen, die drei sind Krakenfutter. Ui, und die Tante hat doch sowas wie´n T-Shirt.

    Der Anführer der Bösewichte beauftragt seinen Handlanger mit irgendwas, nachdem er bei der Bootstante keine Schnitte hatte. Die rennt kurz darauf im Hotel mal wieder leicht bekleidet rum, scheint ihr Hauptjob in dem komischen Streifen zu sein.

    Ein Päärchen geht im Dunkeln angeln, und muss wohl um sein Leben bangeln. Jedenfalls finden sie den Tauchroboter des Forschungsteams, können nur dummerweise davon niemanden mehr was berichten weil sie kurz danach vom Krakomaten gefressen werden.

    Die Bootstante und unser Aushilfs-MacGyver sind inzwischen mal Essen gegangen (es gibt Calamaris, ha ha ha...). Die beiden anderen vonner Bootsbesatzung scheinen schon etwas weiter zu sein, zumindest sind sie halb besoffen in irgendeinem abgewrackten Musikschuppen mit der Anbahnung auf späteres Gefummel. Der Handlanger des Bösewichts lässt den einen Typen seine Faust schmecken und rückt anschliessend mit Kohle raus, anscheinend ist der so eine Art Spion.

    MacGyver und die Bootstante unterhalten sich über völlig ununteressanten Schatzsucher-Archeologen-Quatsch, und ich finde den ganzen Kram so langsam wirklich sehr blöde. Ach ja, ihr könnt die bissigen Hamster wieder wegstecken, der Typ ist natürlich der Sohn vom Filmbeginn. Als die Beiden in einen Schlürfschuppen einkehren kommt Maxwell (der oberste Pösewicht) angeschleimt und labert sie voll. Sein hanslanger hat wohl unterdessen das Boot unserer Helden mit ´nem Kawummskasten ausgestattet, weshalb der Kahn sich mal eben in seine Einzelteile zerlegt. Da hätte MacGyver ja den Motor nicht reparieren müssen.

    Der Forschungstante werden daraufhin die Mittel gestrichen, erinnert so´n bisschen an die bescheuerten "Betrugsfälle"-Storys aus unseren ungeschätzen Privatsender-Nachmittagsverblödungen. da geht auch immer alles erst komplett katsastrophal den Bach runter, ehe die unverhoffte Wende kommt.

    Hier kommt nu erstmal wieder Werbung. Diese Ausgeburt des verfilmten Schnarchanfalls voller gesichtsloser Hauptcharaktere, blasser Nebenpappköppe und absolut vorhersehbarer Baukastenhandlungsstränge soll tatsächlich noch über ´ne Stunde dauern, also mir kommt es jetzt schon so vor als würde der Gammel länger laufen als die gesamte "Herr der Ringe"-Trilogie. Ich hab noch nicht einmal gelacht. Und - Oh Graus - Mein Bier und meine Kekse sind alle!!!

    Weiter im Text (haben die dafür eigentlich ein Drehbuch geschrieben?). Die Bösen sind auf ihrem eigenen Äppelkahn und stehen anscheinend gar mächtig unter Zugzwang, jedenfalls redet der Schmierchef davon dass man ohne den Schatz wohl nicht mehr lange zu leben hat.

    Unterdessen kommt Ray (MacGyver) mal eben mit ´nem neuen Boot für die Forschungstusnelda umme Ecke. Der Tag ist gerettet, auch wenn der Judas mit an Bord geht.

    Die Gauner sind unterdessen am Ziel angekommen, und unter ihnen spaddelt auch schon der Kollege Achtarm herum. Das hindert dem Schmierlappen jedoch nicht daran sein Team in die Fluten zu schicken, also ob die nun noch lange zu leben haben wage ich mal ganz stark zu bezweifeln. Der erste wird dann auch gleich mal gefuttert, und das sieht dann wirklich so grottig aus, dass der Film auch das letzte bisschen cineastischen Anstand inne Tonne kloppt.

    Unsere Forscher greifen nun auch wieder ins Geschehen ein, auf der Suche nach dem Opal, und den es hier eigentlich den ganzen Kackfilm über geht. Sie werden allerdings vom Team Maxwell unter Wasser angegriffen, und das Boot selbst wird von selbigem geentert. Wat für ´n hundsgemeiner Pösewicht.

    Inzwischen kann vermeldet werden, dass der Opal gefunden wurde, wobei die Schurken unter Wasser versuchen das Ding gleich mal an sich zu bringen. Einer von ihnen wird von MacGyver harpuniert und anschliessend Krakenfutter. Der Achtärmige Bandit greift dann auch in die weitere Unterwasser-Hauerei ein, wobei MacGyver, der Handlanger und die Forscherin es als einzige schaffen dem Computerbiest vorerst zu entkommen. Als Madam und Handlanger auftauchen ist das Boot der Guten weg und der Schmierlappen hat schnell mal ein paar Gefangene gemacht. MacGyver hat sich unterdessen im Wrack vor der Krake versteckt. Der Judas wird erst enttarnt und dann erschossen, als er sich heldenhaft in die Kugel wirft die für seine Freundin bestimmmt war. Der Krake kommt nach oben und frisst schonmal einen von den Fieslingen auf, bevor er den Kutter rammt und den Gefangenenknast dabei leckschlagen lässt.

    So, was macht man, wenn das eigene Schiff kurz vor´m Absaufen ist? Genau, man übergiesst das andere mit Benzin... Aber dämlich seid ihr nicht, oder?

    Vor´m nächsten (und wohl auch letzten) Werbeblock taucht aber schon unser Held wieder auf.

    Danach geht das gerade gekaufte Boot unserer Freunde per Leuchtkugel in Flammen auf, passenderweise in einem schlechten Computertrick und zwei Minuten bevor der Äppelkahn der Bösewichte ´nen Maschinenschaden erleidet.

    MacGyver wird beim Rettungsversuch vom fiesen Handlanger überrascht. Die darauf folgende Keilerei wird vom Kraken beendet, und der Trick wie der Tentakel von hinten durch den Hals des Handlangers gestochen wird ist sowas von abartig beschissen dass man über eine Klage nachdenken sollte.

    Es kommt zum Pistolen-Patt zwischen dem Schurken und den Guten, wobei erstgenannter mit einer Geisel das Weite suchen will. Beide werden ratzfatz vom Kraken verputzt. Der will den Opal nämlich wiederhaben. Nachdem auch die Heldin ins Wasser gezerrt wurde schafft es MacGyver das Vieh irgendwie inner Winde einzuklemmen und dann per Maschinengewehr scheinbar zu erlegen. Das Gewicht des toten Kraken lässt das Schiff absaufen, und - wer hat damit wohl gerechnet? (alle) - die Heldin taucht wieder auf und rettet sich zu MacGyver ins Beiboot.

    Okay, also alle Freunde und Feinde sind tot, der Opal ist wieder auf dem Grund, da kann man doch mal herzhaft lachen und rumknutschen... Jetzt warte ich noch auf die übliche Ankündigung der nächsten Monstergeneration... und da isse schon. Etliche kleine Kraken versammeln sich um den Opal, danach ist der Streifen zuende.

    Also... Ein Held mit dem durschschnittlichen Charisma eines schlafenden Regenwurms, Nebenfiguren die einem wirklich völlig am A... vorbei gehen, Fieslinge die sich so blöd verhalten dass man dafür schon wieder Mitleid aufbringen könnte wenn sie nicht so elendig öde wären, ein Monster das zwischen schlechtem Gummi und noch mieserem Computertrick schwankt, eine Story so vorhersehbar wie die Meisterschaft des FC Bayern nach 25 Spieltagen dieser Saison... Jo, da ist dem Produzenten aber mal ein ganz grosser Wurf auf der cineastischen Dackelkackeskala gelungen. Wenn man wenigstens noch drüber lachen könnte, sei es nun gewollt oder unfreiwillig... aber nee.

    Fazit: Eine komplette Live-Übertragung vom 50 Kilometer Gehen in der Seniorenklasse "Rollator" dürfte in etwa genauso unterhaltsam sein.

    2 / 10 Punkten
     
    Holgy und Rupert gefällt das.
  28. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Irgendeinen Vorteil muss es ja haben, wenn man von der alljährlichen Magen-Darm-Grippewelle dahingerafft wird. Zum Beispiel kann man sich ungestraft bis spät in die Nacht schlechte Filme angucken, ohne Angst haben zu müssen deshalb am nächsten Tag völlig verschnarcht zum Dienst zu latschen.

    In dem Sinne: Tele5 sei mit mir!

    "Dragon-Storm - Die Drachenjäger"

    Von der Darstellerriege sagt mir allenfalls John Rhys-Davis etwas...

    Es beginnt mit supermiserablen Computertricks, die am völlig unecht aussehenden Saturn vorbei auffe Erde zuklötern, und in Asteroiden verborgene Dracheneier sein sollen. Diese brechen nach der Landung dann auch ratzfatz auf und die geflügelten Kollegen machen sich feuerspeiend über eine eher mittelalterlich angehauchte Umgebung her, in der die Menschen noch mit Lanzen und Speeren um sich schmeissen. Jedenfalls bietet die benachbarte Festung eine Menge geeignetes Feuerholz. Nur ein tapferer Reiter entkommt dem Inferno, und reitet zu einer Burg aus Steiin (immerhin gibbet sowat schon). Dort will er die Leute warnen, und kriegt als Dankeschön von des Königs Schergen erstmal was vor´s Fressbrett, und ein paar miese Drohungen ("Ich fress deine Klöten zum Frühstück" - Na, ich will nicht wissen wie lange die Dinger schon nicht mehr gewaschen wurden) gratis obendrauf.

    Der König hadert unterdessen mit seinem seiner Ansicht nach unfähigen Küchenpersonal (gibbet da auch gut abgehangene "Eier"?). Der unliebsame Botschafter wird inne Butze geschubst, und der König lacht sich ob der Warnung vor Drachen erstmal kringelig. Dem vemeindlichen Lügenbold soll gerade die Rübe angehauen werden, als von oben unheimliche Geräusche kommen und die Drachen ihre Flammenwerfer anschmeissen. Okay, Klöten werden da jetzt mehr als genug gegrillt... Der König pisst sich in die Katakombem ver und lässt feige sein Personal nacheinander niedermetzeln. Nachdem er und der klägliche Rest seiner Belegschaft in den Wald geflüchtet sind, geht das gesamte Schloss in einer wirklich grottenmiesen Tricksequenz in Flammen auf, was bei dem vorherigen Allgemeinzustand der Bruchbude auch keine grosse Verschlechhterung mehr darstellt.

    Im Wald kommt eine Art Robin Hood-Verschnitt mit Pfeil und Bogen durch den Schnee gestampft, und lässt sich vom König nach kurzer Diskussion bestechen um ihn durch den Wald zum nächsten Schloss zu bringen. Wegen einer kleinen Flunkerei ist die ganze Mannschaft dann ein wenig sauer auf den Knaben, lässt ihn aber doch von dannen ziehen.

    In der Hütte sieht es schon etwas zivilisierter aus. Zudem latscht die Tochter des Schlossherrn herein, und weil die optisch gar nicht mal so grässlich daherkommt, dürfte die weibliche Hauptrolle auch geklärt sein (und damit auch die Trulla, die am Ende vom Waldmenschen abgeschleppt wird).

    Der andere König stellt für seine Hilfe erstmal ein paar Bedingungen, schliesslich hat der Typ mit der abgefackelten Butze eher den Ruf eines Leuteschinders als den eines gerechten Schlossherrn. King Kokelkopp is not amused, aber so ganz viel Spielraum für Verhandlungen hat der wohl nicht mehr. Es folgt die Werbung.

    Wow, soviel hirnerweichenden Unsinn und grottige Schauspielerei in so kurze Zeit zu packen ist wirklich rekordverdächtig...

    Der "nette" König will die Drachenstory nicht so recht glauben. Unterdessen trampelt der Bogenschütze wieder durch den Wald und wird von der Trulla und ihrer Mannschaft gestellt, weil er sich auf Privatbesitz aufhält. Ein paar von den Deppen kann er plattmachen, als diese ihm ans Leder wollen, aber Tusnelda die Dichnichsohässliche kann ihn mit Hilfe überwältigen. Der Kotzbrockenking hat seinen vorher als Belohnung abgetretenen Ring so bald wieder, und tischt irgendwelche Lügengeschichten auf von wegen "wurde geklaut", weshalb Bogen-Robin nun erstmal inner Tinte sitzt. Ein Drachenkopp oder sowas wird inne Burg gebracht und vom Hauswissenschaftler in sein Labor befohlen.

    Szenenwechsel: Ein paar Jungspunde und Mädels tapsen nachts übermütig im Wald rum, saufen sich die Zunge pelzig, und geraten dabei dummerweise genau in eine Drachenhöhle. Ende der Party.

    Okay, Robin wird aus´m Knast geholt, weil er im Wald vorher was gefunden hat. Und weil das ja so´n bisschen gefährlich sein könnte, soll er bei der Jagd danach zusammen mit Tusnelda helfen. So langsam komm ich mit dem ganzen wirren Idiotenkram da nicht mehr hinterher, wer nun mit oder gegen wen. jedenfalls kommen jetzt noch ein Kung-Fu-Kämpfer (!!!!) und ein bärtiger Kleiderschrank ins Spiel, die nach einer angezettelten Klopperei auf dem Wochenmarkt als Drachentöter engagiert werden... also zumindest der Glatzkopp aus´m Osten.

    Den Sozialismus in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf... Aber was ist, wenn der Ochse vorher vonnem Drachen gefressen wird? So geschehen gerade auf´m Kornfeld.

    König Kokel und sein Schergen befinden unterdessen, dass man Robin doch einfach mal umme Ecke bringen sollte, irgendwie isser ja lästig. Warum weiss ich nu ehrlich nicht, soll er doch die Drachen mit abmurksen. Tusnelda zeigt erstmal Robin und Glatze stolz ihre Balliste, eine Art Speerschleuder in Form einer riesigen Armbrust auf Rädern. Damit soll den Feuerspuckern der Garaus gemacht werden. Tusnelda und Robin kappeln sich unterdessen so herzhaft miteinander, dass... kommt gleich wirklich der Gag mit dem gespaltenen Pfeil? Ne, zum Glück nicht... ..also dass man inzwischen sicher sein kann, dass die beiden am Ende zueinander finden. Wenn die Sprüche jetzt noch ansatzweise lustig wären, hätte es schon was.

    Okay, Abmarsch zur Drachenjagd! Über Stock und Stein geht es mit schief sitzenden Perücken (Karl May-Filme reloaded) in die nächste Werbepause.

    Ich glaub, ich bin für diesen Film einfach viel zu nüchtern. aber wenn sich einem eh ständig der Magen umdreht, sollte man die Bierdose lieber im Kühlschrank lassen.

    Oh, da ist noch ´ne zweite Frau dabei, die sieht irgendwie besser als die Tusnelda aus, wird aber wohl den Film leider nicht überleben dürfen. Schliesslich hat sie bisher noch kein Wort gesagt.

    Die Drachen greifen pünktlich zur Frühstückszeit an, zumindest einer davon.Dem ersten Jäger wird gleich mal der Umhang verkokelt, und was macht der Idiot. Rennt weiter durch den Schnee (!), anstatt sich auf den Rücken zu werfen. Wer so doof ist darf dann auch den Filmtod sterben. Tusnelda knallt als Revanche mit ihrer Riesenzwille den Drachen ab, und will Robin zum Cheffe machen, der hat darauf aber gar keinen Bock.Was für´n Frechdachs.

    Unterdessen tauchen die restlichen Drachen auf, die komischerweise die Ziele genau vor Augen haben, aber sehr sparsam mit ihren Flammenwerfern umgehen. Die Riesenzwille kostet einem weiteren Drachen wortwörtlich den Hals, seine Kumpels verzehen sich dann erstmal.

    Auf dem Schloss vertreibt man sich unterdessen die Zeit mit Wein, Weib und Gesang.

    Uiuiui, Tusnelda macht sich ansatzweise nackig (eindeutig eine der besseren Szenen dieses "Films")... ach soo, nur zum baden.

    König Kokel schmiedet auf dem Schloss finstere Pläne, die alle darauf hinauslaufen, dass Robin doch bitte schnellstmöglich ins Gras zu beissen hat.

    Der verfolgt irgendwen gerade durch den Wald. Warum? Ja, das frag ich mich auch. Wahrscheinlich lebt er nach der Devise "traue niemandem", was bei dem Drehbuch auch nicht die verkehrteste Taktik ist. Anschliessend erschiesst er sich in einer volkommen dämlichen Traumsezuenz selbst. Wer den Sinn findet, darf ihn behalten.

    Uiuiui, der Chinese kommt mit seinem Schiesspulver angeschissen, was der westliche Kollege erst albern findet, aber nach einem kräftigen Kawumms isser dann doch davon überzeugt.

    Zurück im Wald trifft man auf die schlafenden Drachen, die mit den selbstgebastelten Handgranaten erst aufgescheucht werden, und dann mit der Balliste und Explosionsgeschossen kaltgemacht werden sollen. Einen kann man so immerhin abknallen, dafür geht aber auch ein Jäger drauf. Die Drachen können nämlich nicht nur Feuer spucken, sondern auch mit ihren Krallen schiessen. Anschliessend geht auch die Balliste durch Ladehemmung hoch, wobei auch die Hübsche (ich hab´s geahnt) und ein weiterer Jäger ins schneebedeckte Gras beissen.

    Werbung... die Tricks werden nicht eben besser, die Story immer blöder, und die Schauspielerischen Leistungen passen sich dem Niveau des Drehbuchs an. So echt wie Sylvie van der Vaarts Auftritte bei DSDS...

    Robin kämpft tapfer mit Pfeil und Bogen weiter (dauert der Stuss wirklich noch ´ne halbe Stunde?). Wenn jetzt der Chinese noch so´n Riesenviel mit ´nem Handkantenschlag plattmacht, lach ich mich endgültig kaputt.

    Robin kann einen Drachen anschiessen, bekommt aber eine Kralle in den Rücken. Ein anderer Jäger wird einfach aufgefressen

    Jetzt wird bei Rambo geklaut. Der Chinese brennt Robins Wunde mit Schiesspulver aus. Aua Aua Aua...

    An anderer Stelle sitzt noch én Gruppe rum und bekommt ´ne Nachricht. Warum? Weiss ich nicht.

    Der Anführer der Drachenjäger will unterdessen Robin abschiessen, weil der König sonst seine Frau abmurksen will. Tusnelda rettet Robin mit der Armbrust, und ich hab so eine Ahnung dass King Kokel am Ende dafür büssen muss.

    Von der stolzen Drachnjägercrew sind nun nur noch der Kung-Fu-Panda, Tusnelda und Robin übrig. Der komische Haufen von gerade eben ist unterdessen im Schloss angekommen, was auch immer die da wollen. Kokelkopp hat die auf seine Seite gezogen, und nun macht er sich zum König des Reichs von Tusneldas Vaddi. Wat ´n blödes, undankbares Arschloch...

    Die Drachenjäger haben inzwischen gepeilt, dass sie nun Rebellen sind, und versuchen das Schloss zurückzuerbobern. Der alte König ist in nicht einmal zwei Minuten befreit (was für geniale Sicherheitsmassnahmen), während der neue sich noch über ein angebliches Geschenk seiner neuen Untertanen freut (sieht für mich wie´ne Riesenrosine aus und stinkt laut seinem Kumpel wie ´ne Kuh aus´m Enddarm, aber gut..). Auf dem Schloss entbrennt nun ein Kampf zwischen beiden Königreichen, bis der letzte Drache auftaucht. Dem einen Heini wird mal eben der Kopp abgebissen, ein paar anderen (unter ihnen König Kokel) der Pelz abgefackelt. Robin erledigt den letzten Drachen und bekommt dafür seine Feiheit und (TATAAA!) auch Tusnelda.

    So, und weil es bei so einem Film sein MUSS kommt noch ein Meteorit durch´s Weltall gesegelt... Abspann.

    Da stellt sich einem doch die Frage: Wer zum Deibel denkt sich so einen zusammegewürfelten Quatschkäse aus? Eine Mischung aus Robin Hood und Dragonheart kann man sicherlich sinnlos aber unterhaltsam gestalten, wenn man sich zumindest etwas Mühe gibt. Bei dem Schund hier kommen aber nicht einmal die Kostüme teilweise an dem Klassiker mit Errol Flynn aus den 50er Jahren heran. Die Computertricks sind teilweise sehr ordentlich, oftmals aber auch extrem billig. Den Schauspielern merkt man in jeder Sekunde an dass sie wisssen was sie da für eine Scheisse spielen müssen, so geht deren Leistung je nach Darsteller irgendwo zwischen gelangweilt und zynisch übertrieben schlecht durch. Die Story ist sowieso der letzte Kiffwurz, weder Menschen noch Drachen könnten sich so abgrundtief dämlich verhalten... okay, wenn man heutzutage so Nachmittags die Glotze anstellt: Menschen können sogar noch dämlicher sein.

    Insgesamt passt sich der Filmversuch dem wortwörtlichen Zustand meines allgemeinen Befindens an: Ziemlich übel.

    Fazit: Für den Mut so einem Mist überhaupt auf die Menscheit loszulassen, und weil es wegen der totalen Blödheit ja doch irgendwie lustig war, vergebe ich

    3 / 10 Punkte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Mai 2013
  29. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

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    Regisseur evtll. Uwe Boll ?
     
  30. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Nee, Stephen Furst.
     
  31. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Hach ja, so´n Feiertag fördert so einige fast vergessene Klassiker des Gurkenkinos zurück an´s Tageslicht...

    "Over the Top"

    Trucker und Amateurarmdrücker Hawk (Stallone) wird gebeten, seinen ihm entfremdeten Sohn
    von der Militärakademie abzuholen, weil die von ihm getrennt lebende Mutter schwerstkrank inner Klinik rumliegt. Ihr reicher Vater war nie so ganz begeistert von ihrer Liebschaft mit dem Mann aus der Arbeiterklasse, und versucht deshalb alles um Hawk aus seinem Familienleben rauszuhalten.

    Junior Michael ist erstmal ´n bisschen irritiert weil sein Vater, von dem er seit Jahren nichts gehört hat, ihn mit einem ziemlich veralteten Truck abholt. Er ist ausserdem der Meinung, dass sein Vater sich nie für ihn interessiert hätte, und hegt deshalb erstmal eine gewisse Abneigung. So nach und nach kommen sich die beiden auf der Fahrt dann doch näher, was Schwiegerpapa gelinde gesagt zum Himmel stinkt. Als dann noch die Mutter stirbt und er entführt werden soll (was Hawk verhindern kann), gehen mit Michael völlig die Gefühle durch, zumal er seinen Vater für einen Lügner hält, als der ihm erzählt er hätte ihm oft geschrieben und Geschenke geschickt.

    In der Villa von Cutter (Schwiegervater) ist Hawk als armer Mann ausdrücklich unerwünscht, und so ist Michael erstmal allein in seinem goldenen Käfig. Während er sich an allem zweifelnd auf die Suche nach irgendwelchen alten Botschaften von seinem Vater macht, verhökert Hawk für ´ne geringe Summe seinen geliebten Truck um bei der Arm-Wrestling-Meisterschaft in Las Vegas teilnehmen zu können. Das Preisgeld von 100000 Dollar sowie den nagelneuen Volvo-Truck für den Sieger will er gern mitnehmen. Die gesamte Kohle für sein altes Gefährt (7000 Dollar) setzt er dann auch noch auf den grössten Aussenseiter, also sich selbst.

    Michael findet schliesslich eine Tasche mit den ganzen vor ihm versteckten Briefen seines Vaters, und weiss nun, dass Opa wohl ´n ziemlich verlogenes Arschloch ist. Was liegt da näher als abzuhauen, zumal ihm Daddy auf der Rückfahrt das Auto fahren beigebracht hat. Natürlich ruft auch keiner die Bullen, als ein 13-jähriger (warum ein 13-jähriger überhaupt zur Militärakademie gegangen ist, erschliesst sich mir ehrlich gesagt nicht so wirklich - ziviler Ungehorsam kann es bei der Lusche vom Anfang wahrlich nicht gewesen sein...) im Geländewagen am Flughafen vorfährt und dem verdadderten Parkheini die Schlüssel zuwirft. Opas Schergen sind ihm zwar auf der Spur, aber verhindern können sie seinen Abflug nicht. Aber wozu hat Opa einen Privatjet, das Ziel "Ick will zu Vaddern" des Ausreissers dürfte klar sein. Nix wie hinterher (oder vorweg, je nachdem welche Mühle schneller ist).

    Hawk kämpft sich unterdessen durch die Vorrunden. Die richtigen Stars der Szene sehen dann natürlich genauso aus, wie man sie sich allgemein vorstellen kann (soll). Oftmals ungewaschene aufgeblasene Muskelberge, die "HURG!" - "GRONF!" für ´ne intelligente Unterhaltung halten, brennende Zigarren fressen und Motoröl aus der Dose saufen. Prost Mahlzeit...

    In einer Kampfpause lässt der inzwischen angekommene und selbstverständlich in einer Luxussuite mit Dachterrasse wohnende Opa Hawk zu sich kommen. Der weiss zwar noch nicht dass Michael geflitzt ist, bekommt aber trotzdem vorbeugend das Angebot von einem 500000 Dollar-Check und einem hochmodernen Truck für die Gegenleistung aus Michaels Leben zu verschwinden. Hawk lehnt aber selbstverständlich ohne zu zögern ab, der Gutmensch muss ja bewahrt bleiben. Auf dem Weg zurück in die Wettkampfhalle macht er zudem noch Opas Schutzgorilla platt, der ihm den Weg versperren will.

    Nachdem er sich trotz leichter Verletzung bis ins Finale gearmdrückt hat, kommt Michael daher um seinem kurzeitig zweifelnden Vater die Leviten zu lesen von wegen "Niemals aufgeben, hast du mir selber gesagt blablabla...". Bei soviel triefendem Klischee kommt einem langsam aber sicher das Mittagessen wieder hoch, ist doch zudem Hawks Gegner auch noch der seit 5 Jahren unbezwungene Oberchampion, der ganz nebenbei auch noch ao aussieht als würde er in seiner Freizeit eine Dampfwalze mit einer Hand stoppen und nebenbei ´ne Planierraupe zum Frühstück verspeisen.

    Der Kampf geht los. Hawk scheint gerade zu verlieren, da rutschen die Hände der Kämpfer auseinander, und es wird von vorn gestartet, diesmal mit Schlinge. Nach einem schier unendlichen Gegrunze und Gegröhle wendet Hawk seinen "Spezialgriff" an, der ihn scheinbar unbesiegbar macht, und der glatzköppige Brüllwurfel auffer anderen Seite des Tisches muss sich zähneknirschend geschlagen geben. Als Opa dann sieht wie Hawk mit Michael auf dem Arm feiert, leuchtet auch in seiner verkorksten Birne ein kleines Licht der Einsicht auf.

    Am Ende gründen Hawk und Michael das Unternehmen "Hawk & Sohn". Toll, oder..?

    Ähm, nein, gar nicht toll. Was dieser hirnerschütternde Schrott alles an grenzdebiler Schmierigkeit und unglaublich übertrieben gezeichneten Schablonencharakteren auf den Zuschauer prasseln lässt, geht wirklich auf keine Kuhhaut. Der reiche, herzlose Geschäftsmann, der meint wirklich alles kaufen zu können, und der den kleinen Bürger gern mit Füssen tritt, dann der erst eher verzogene Bengel, dessen Herz nach und nach aufweicht als er erkennt dass sein hart arbeitender Vater ja vielleicht doch nicht so´n doofer Versager ist, dann die im sterben liegende Frau, deren letzter Wille es ist dass Vater und Sohn zueinander finden, und letztendlich natürlich der ehrliche Arbeiter aus dem Volk, der niemals aufgibt, und aus dem das Gute und die Tapferkeit nur so heraussprudeln wie Wasser aus einer Bergquelle. Die Krone setzen dem ganzen Bullshit dann nur noch die oben beschriebenen Stars der Arm-Wrestling-Szene auf, von denen einige wirklich rüberkommen, als hätten sie erst vorletzte Woche den aufrechten Gang für sich entdeckt.

    Die Story, die Filmmusik und das Drehbuch hätte auch ´n Achtjähriger nicht einfallsloser schreiben können. So ungefähr müssen sich IKEA-Kundendienstler fühlen, wenn sie ein Billy-Regal aufbauen sollen, das ist dann auch in zehn Minuten fertig.

    Da stellt sich die Frage, warum man trotzdem immer wieder zuguckt. Ist das vielleicht so schlecht, dass es irgendwo schon wieder lustig ist?

    3 / 10 Punkten
     
    kleinehexe gefällt das.