Eure zuletzt geschauten Filme + Bewertung!

Dieses Thema im Forum "Multimedia" wurde erstellt von André, 3 Dezember 2005.

  1. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Finsterling ist sicher nicht der richtige Begriff. Es war nur faszinierend wie Rush diesen Charakter so furchteinflössend und eiskalt gespielt hat. Immer im Hintergrund, aber immer anwesend. Was gut und böse betrifft, konnte man das in diese Zeit nur schwer voneinander abgrenzen. Mord, Mordanschläge und Totschlag waren ja als Teil des politischen Praxis an der Tagesordnung und man hat ja täglich mit der Ermordung der Königin gerechnet.

    Wieso gibt es eine solche Figur im "wahren" Leben nicht?
     
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  3. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    "Moon" hört sich nach Euren Rezensionen gefährlich nach Pflichtprogramm für mich an!

    Ist mir ebenfalls rätselhaft, wieso ich von dem bislang rein gar nix gehört hatte...
     
  4. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Das ist eine Frage der Integrität. Im wahren Leben ist bei den Betreffenden einfach immer zuviel eigene Vorteilsnahme dabei.
     
  5. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Liege ich richtig, dass "Source Code" in Richtung "Butterfly Effect" tendiert, während "Moon" eher die grobe "2001"-Richtung einschlägt?
     
  6. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    butterfly effekt habe ich nicht gesehen. Source code handelt von dem üblichen zeitreisenproblem in einem thrillerkontext auf Kammerspielraum (zug und zellenartiger raum), löst die dies aber recht "realistisch" soweit man das zu diesem thema überhaupt sagen kann, scheitert mMn aber dann doch mit dem schluss.

    moon dagegen beschäftigt sich eigentlich mit einem speziellen problem der individualität, mehr darf man zu dem film wirklich nicht verraten, sonst versaut man es dem zuschauer. nach dem sehen, wirst du verstehen warum.
     
  7. diamond

    diamond Well-Known Member

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    @pumpkin:
    Würde ich so nicht sagen. Butterfly Effect (hat mir gut gefallen) hat ein klares Thema: " Was wäre geworden , wenn". Bei Source Code wird ziemlich viel verwurstet, "deja vu", "avatar" und besonders " Ewig grüßt das Murmeltier". Ich habe den Film auch nicht richtig verstanden und habe ihn als nette Romanze genommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Oktober 2011
  8. Detti04

    Detti04 The Count

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    Soweit ich weiss, lief Moon letztes (oder doch schon vorletztes?) Jahr in Deutschland im Kino. Ich kann mich naemlich daran erinnern, ein Interview mit Duncan Jones, dem Regisseur des Films (und Sohn David Bowies), auf spiegel-online gelesen zu haben. Wenn Du Science Fiction magst, inbesondere wenn sie eine gewisse 70-er/80-er-Jahre Raumstation-Optik aufweisen (2001 laesst gruessen), dann ist Moon tatsaechlich Pflichtprogramm. Ist aber absolut kein Aktionspektakel.
     
  9. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Biutiful

    Unglaublich schöner Film. Ja, SCHÖN, auch wenn der Rahmen und die Geschichte eigentlich unendlich trüb und depressiv sind. Iñárritu schafft es, diese Geschichte fast schon auf bildhaft poetische Weise zu erzählen und wird dabei von einem unheimlich präsenten Bardem unterstützt. Dem Regisseur gelingt es dabei die eigentlichen Gegensätze (märchenhafte Atmosphäre vs. deprimierende Handlung) ineinander fließen zu lassen und so ein stimmiges Bild zu erschaffen.

    Hier mal der Link zum Trailer: Biutiful (2010) Trailer [HD] - YouTube
     
  10. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Ich habe heute Abend "Contagion" gesehen.
    Der Film ist mit Jude Lawe, Matt Damon, Kate Winslet & anderen hochgradig besetzt. Thematisch geht es um eine Pandemie mit einem hochansteckenden Virus.
    Ich fand den Film sehr interessant und kaum langatmig. Er hat 2-3 Szenen, wo man starke Nerven braucht.
    Mein Urteil: interessant, Spannung vorhanden, insgesamt sehenswert. Eine Empfehlung.

    Die Leute sind irgendwie getrügt aus dem Kino gegangen, obwohl der Film ein Happy End hat (mehr verrate ich nicht).
     
  11. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    World Invasion - Battle: Los Angeles (6/10)

    Mahlzeit!


    Ich könnte jetzt ja was über die Handlung schreiben, aber wer braucht schon eine Handlung? Den ganzen Film über kracht und rummst es... okay, ich versuche das mal.

    Ein alternder Marine reicht seine Kündigung ein. Dummerweise wird just an dem Tag die Erde von Ausserirdischen angegriffen, womit sich die Sache mit dem Ruhestand dann erledigt hat. Da bei seinem letzten Einsatz als Gruppenführer vier Marines draufgegangen sind, ist der Jungspund, der ihn in den Haufen bekommt und zu befehligen hat, wenig begeistert. Der Ruf eilt einem eben vorraus. Die Marines ziehen los um verbliebene Zivilisten aus dem schon mehr oder weniger ramponierten Santa Monica zu retten. Dabei geraten sie nach kurzer Zeit in schwere Gefechte gegen einen scheinbar übermächtigen Gegner. Und so geht das dann irgendwie immer weiter, bis sie versuchen die Basisstation der Aliens zu schrotten...

    Mehr Handlung gibbet da eigentlich nicht. Die Macher klauen begeistert bei "Black Hawk Down", "Starship Troopers" und "Independence Day", fügen noch einen Schuss "Aliens - Die Rückkehr" hinzu, und fertig ist die Laube. Es wird geballert was das Zeug hält, oftmals ohne Sinn und Verstand (Okay, was das angeht kann "Black Hawk Down" kein Vorbild gewesen sein, aber die Strassenschlachten erinnern einen durchweg daran). Das erste Alien muss mit geschätzten drei MG-Magazinen vollgepumpt, dann auseinandergenommen (auseinandernehmen meine ich wörtlich, die schälen dem armen Vieh ein Organ nach dem anderen raus, und es lebt trotzdem noch) und vier Minuten seziert werden, bevor es endlich draufgeht, und später fallen die Viecher teilweise schon nach drei Schüssen um. Ähm, ja. Die oftmals wackelige Handkamera lässt den Kram zwar noch actionreicher wirken, mir persönlich ist das dann teilweise aber schon wieder zu hektisch. Die Charaktere sind allesamt Pappnasen von der Stange, und bei soviel triefendem Pathos bekommt man ab und zu das Gefühl, der Film wäre vom US-Verteidigungsministerium finanziert worden (die haben ja seit der Irak-Lüge eh nicht gerade den besten Ruf). Oftmals wähnt man sich gar in einem Computerspiel, nur dass man nicht mitballern kann.

    Das liest sich jetzt alles schlimmer, als es ist. Bei Filmen dieser Sparte heisst es meistens nunmal "Hirn aus, und durch". Wenn man diese simple Betriebsanleitung beherzigt, macht der ganze Krawall nämlich trotzdem Spass.
     
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das gleichnamige XBox-Spiel kam ja auch schon vor 'nem halben Jahr raus.
     
  13. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Zu dem Film an sich muss ich hier natürlich nix mehr schreiben, das gehört mittlerweile zum Allgemeinwissen.

    Gestern habe ich ihn auf BluRay gesehen ( "Alien Anthology" - Box ) und bin begeistert! Es ist unfassbar, was die zuständigen "Restaurierer" aus diesem 32 (!!!) Jahre alten Film herausgekitzelt haben. Teilweise glaubt man, einen ganz anderen Film zu sehen - brillant!

    Teil 2 ("Die Rückkehr") hält fast dieses Niveau - ebenfalls toll überarbeitet.

    Teil 3 ist OK. Definitiv eine Verbesserung im direkten Vergleich mit der DVD - aber nicht ganz so atemberaubend wie 1 und 2.

    Teil 4 ("Die Wiedergeburt") ist als Bluray schon fast eine Frechheit: mit Sicherheit wurde das vorhandene Material unbearbeitet einfach auf die BD gerotzt. Qualitativ extrem schwankend aber in keiner Phase besser, als die DVD.
     
  14. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Und ich sach zu Heinrich noch, Heinrich sach ich, der Streifen sieht echt aus wie vonner Playstation...

    Bei Computerspielen bin ich auf dem Stand von keine Ahnung wann, das neueste ist Pro Evolution-Soccer 2009 für die PS2.
     
  15. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich komm da auch nur deswegen drauf, weil ich neulich in einer Kneipe an einem riesengroßen Plakat vorbeiging auf dem Werbung für das Zeug gemacht wurde und da wurde kenntlich, dass es ein Spiel und ein Film ist.
     
  16. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Kung Fu - Die Tochter des Meisters (6,67 / 10)

    Der Kung Fu-Film aus China startet mit einer Art Kampfturnier, in dem ein Typ, der mich entfernt an Al "Fuzzy" St. John erinnert, einem Samurai nach allen Regeln der Kunst dessen Grenzen aufzeigt, was aber strengstens verboten ist (warum hauen die sich dann überhaupt?). Der Kampf ist wirklich toll choreografiert, auch wenn das Bild bei den Zuschauern teilweise ziemlich übel ruckelt.

    Nach dem Vorspann sitzen vier weissgekleidete Menschen auf einem Haufen und betrauern einen Vater... nun weiss ich nicht, ob es sich dabei um Fuzzy handelt oder nicht, aber der Titel des Films läuft doch irgendwie darauf hinaus.

    Jo, isser. Schade, Fuzzy hatte es drauf. Seine Tochter beschliesst auf Reisen zu gehen um mehr über seinen Tod herauszufinden.

    Unterdessen prügeln sich die Samurai wieder auffer Bühne mit Einheimischen. Nicht ganz fair, was einen Freiheitskämpfer veranlasst mal ein bisschen aufzuräumen. Der unterlegene Samurai kann aber noch schlechter verlieren als die Vereinsführung des FC Bayern, und so gibbet ausserhalb der Showbühne weiter auffe Nuss. Der Samurai bekommt Hilfe von seinem Chef, der den Freiheitskämpfer mit unfairen Methoden (´ne Art Korkenzieher in der Faust) abmurkst.

    Wenn ihr euch wundert, warum ich keine Namen aufzähle: Das werden mir bei den Filmen immer viel zu viele, die ich mir nicht merken kann.

    Der Freiheitskämpfer war der Verlobte unserer (wahrscheinlichen) späteren Heldin, weshalb die nun mehr als angepisst ist, schliesslich ist ihr Vater ja auch gerade erst in den Düngerstatus übergegangen.

    Irgendwie kommen da jetzt irgendwelche wirren Verschwörungsgeschichten auf, aber da verliere ich angesichts des Namenswustes und der Ähnlichkeit der Schauspieler völlig den Überblick. Jedenfalls redet da ein Typ mit ´ner Trulla, und es kommt heraus, dass der Meister vom Filmstart von den nachtragenden Japsen vergiftet wurde, allerdings bin ich mir nun nicht mehr sicher, ob die Tante von vor drei Minuten die Heldin wird, oder die mit der der eine Heini jetzt gerade geredet hat. Bevor mein Kopf sich total verknoten kann, folgt der erste Werbeblock.

    Bis jetzt kann ich festhalten: Ich hab ´ne grobe Ahnung worum es da geht, und der Typ, der die Kämpfe choreografiert hat, versteht eindeutig sein Handwerk. Die Hauereien wirken irgendwie um vieles echter als in etlichen überdrehten Honkong-Prügelstreifen, in denen die Jungs mal eben über Häuser springen oder durch die Bäume fliegen, oder sonstwas wozu man ein Drahtseil am Rücken braucht veranstalten.

    (Kurzer Einwurf: Hat man dem ollen Fusselkopp Käpt´n Iglo den Kutter weggepfändet, oder warum verkauft der jetzt alten Abmurksgockel statt Fisch?)

    Film geht weiter, eine Tussi wird hysterisch und will ihre (ehemalige) Freundin verhauen, weil sie von einem japanischen Agenten aufgehetzt wurde.

    Szenenwechsel: Kung Fu-Schule. Man hampelt mit allerlei Zeugs herum, und ein alter Sack versucht den Chef davon zu überzeugen, sich den Japanern anzuschliessen, bzw. das Training vor dem Turnier gegen die Samurai mal sein zu lassen und mit Absicht zu verlieren. Die Bildqualität geht unterdessen ziemlich den Bach runter, gelbe Flimmerstreifen verderben einem kurzfristig etwas die Laune.

    Wieder Orstwechsel, einer trainiert, und ich hab ´ne grobe Ahnung, wer das ist: Der Rebell, der von dem Rebellen gerettet wurde, der dann den Löffel weggelegt hat. Unterdessen sitzt Madam am Grab und trauert, wird dort allerdings angegriffen und verteilt säbelschwingend ein paar Ohrfeigen. Der Trainingsheini wird auch angegriffen, allerdings stellen seine Gegner sich reichlich dämlich an, und hauen sich gegenseitig was inne Fresse, bevor sie von ihm verdroschen werden.

    Ich muss schon sagen, eine derartige Vermöbelungsdichte wie in diesem Streifen hab ich bisher selten gesehen. So viele Kämpfe wie hier in 25 Minuten haben andere Filme nichtmal in zwei Stunden zu bieten. Und man kann nicht behaupten, dass die Qualität der Kloppereien bisher abnimmt. Was mir jetzt gerade erst aufgefallen ist: Es wird auf übertriebene Geräuschkulisse völlig verzichtet. Keine aufgesetzten "Windgeräusche" bei Schlägen ins Leere, keine Bud-Spencer-Sounds bei Treffern. Nett.

    Okay, das grosse Turnier naht (oder auch nicht...), und ich blicke nun gar nicht mehr durch wer nun gegen wen und warum überhaupt. Jedenfalls dürfen die Chinesen nicht gewinnen, sonst gibbet Mecker. Die Kinder haben bei einem Volksfest jedenfalls mordmässig alberne Frisuren, deren Eltern müssen die wirklich hassen.

    Auch unsere wahrscheinliche Heldin treibt sich bei dem Spektakel rum, da frag ich mich doch ob das so schlau ist, wenn man politisch verfolgt wird. Ähm, nein, isset nicht, aber bevor die nächste Hauerei starten kann, kommt ´n Werbeblock.

    Teiter im Wext - äh, weiter im Text / Film: Madam wurde in einen hinterhältigen Hinterhalt gelockt, mögen die Spiele beginnen. Leider isset zappenduster, weshalb man kaum wat sieht. Jedenfalls hat sie es jetzt mit ´nem Obermotz zu tun und da keine Chance. Zum Glück kommt ihr Rebellenkumpel ihr zu Hilfe und die Schlägerei wandert netterweise nach draussen, wo man wat sieht. Die Bösewichte kriegen massenhaft was vor die Schnauze, aber irgendwo muss von denen ein Nest sein, die Kämpfer scheinen denen niemals auszugehen.

    Madam zeigt letztlich sogar Herz, und renkt einem vermöbelten Gegner das Bein wieder ein. Als Dankeschön erfährt sie nun die Wahrheit über Fuzzys Tod. Ein chinesischer Verräter will alle noch vorhandenen Wu Dang-Meister auslöschen, um selbst der einzig wahre zu sein. Das nennt man dann wohl Grössenwahn.

    Selbiger Fiesling macht miese Stimmung in der Bekanntschaft der Madam, weshalb ihre Freundin sich zu seinem Werkzeug machen lässt. Als sie das Spiel durchschaut, isset zu spät, aber die Heldin kann auch aus dieser Falle entkommen, und flitzt erstmal zu ihrer Oma. Von dort aus geht sie in die grosse weite Welt... Leider nicht unbemerkt.

    Ich frag mich gerade, wie oft bzw. selten man damals in China die Klamotten gewechselt hat. Die tragen da jeden Tag dasselbe.

    Tusnelda steigt dummerweise im selben Gasthaus ab wie ihre Häscher. Die Klopperei dauert diesmal aber nur sehr kurz, dann isse schon wieder unterwegs (und wird nicht verfolgt?! Hä?). Über Stock und Stein geht sie zu einem Meister ins Gebirge, wo sie sich für den finalen Kampf trainieren lassen will.

    Der Meister erfüllt wirklich alle Klischees, bis hin zum Halbmeterbart. Und zack - Werbung!

    (Noch´n kleiner Einwurf: Liebe Toyota Marketingabteilung, würdet ihr nach dem Yaris-Werbespot bitte kollektiven Suizid begehen? Danke...)

    Okay, Frau ist jetzt im Tempel und weint sich bei Rübezahl aus. Der ist erschüttert. Und nebenbei ihr Onkel. Sie bittet ihn also darum, sie in der Kunst der neun Tempel oder sowas zu unterrichten. Er ist etwas... ähm... widerspenstig. Aber, irgendwie denkt er sich auch: Wat mutt, dat mutt, und wenn der ganze Saftladen in Peking nur noch von Waschlappen regiert wird die den Japanern die Käsmauken küssen (Igitt!), muss man da wohl doch was machen.

    Jetzt trainieren da ein Haufen Typen im blauen Bademantel rum, zu wem die gehören weiss ich aber nicht. Onkel Rasputin erzählt irgendwelchen phylosophischen Schlumpf, und dann geht es mit dem Training los. Immerhin hat die Tante inzwischen neue Klamotten an. Da Bartman auch einen blauen Bademantal anhat, spekuliere ich mal drauflos, dass die komischen Gestalten da vorhin zu ihm gehört haben.

    Die Samurais trainieren inzwischen auch, kann ja nicht schaden... Sieht aber ganz schön albern aus, wie die da auf die Sandsäcke einmöbeln. Der Verräter schmiedet weiter fiese Pläne und ist insgesamt irgendwie ´n ganz schön arrogantes, schmieriges Sackgesicht.

    Tusnelda trainiert weiter, und Rauschebart sabbelt weiter in sinnlosen Sinnbildern herum, bevor uns die inzwischen vierte Werbepause auf den Sack geht. Dat ist ja genauso schlimm wie bei Super RTL, wenn Columbo läuft.

    (Die Programmvorschau verspricht für Samstag einen neuen Klassiker der Billigmonsterfilmabteilung: "Island of Beasts". Rekorder porgrammieren...)

    Madam prügelt immer besser auf wehrlose Holzbalken ein und schwingt das Schwert wild durch die Gegend. Bei einer ihrer Trainingseinheiten kommen zwie Häscher des Verräters, aber nachdem der eine von einem Schlag geplättet wurde, gehen die lieber gleich wieder stiften.

    Nun erfahren wir von Rübezahl auch die Story von Madams Mutter. Die hat sich nach einer Vergewaltigung selbst erstochen, mit dem Schwert, das sie selber jetzt gegen ihre Gegner schwingt. Danach geht unsere Heldin den Berg wieder runter, und mir dämmert, so langsam naht das Finale. Dann vielleicht ja auch mit dem Turnier, dass und schon vor ´ner Stunde versprochen wurde.

    Jau, geht los. Der Sieger bekommt 100 Unzen Silber, aber die Schüler haben ja bekanntlich nicht gerade perfekt trainiert.

    Unsere Heldin geht auf die Bühne, es kann losgehen. Nach kurzer Aufwärmphase kassiert der erste Samurai kräftig Backenfutter, da hilt ihm auch der olle Korkenzieher-Trick nicht weiter.

    Nun wird´s langsam unfair, drei gegen eine, und die Käsemesser werden rausgeholt. Das Publikum flüchtet, dafür tauchen die geläuterte Freundin vom Anfang und der Rebellenkumpel wieder auf. Die Heldin hat es endlich mit dem Oberverräter zu tun... ach nee, isse doch nicht, sondern ihre Freundin. Jetzt aber. Die Samurais gehen schwerst ramponiert feige stiften, und ich kann die restlichen Prügelbrüder / -schwestern nun gar nicht mehr auseinanderhalten. ist aber auch schnuppe, Hauptsache inne Schnauze.

    Dat Mädel ist treudoof genug, den Oberschurken leben zu lassen. Der wirft ihrem Freund daraufhin als Dankeschön ein Messer inne Brust, und wird doch noch totgeprügelt. Der Rebell stirbt an der Stichverletzung, die Japaner beschliessen zwischendurch den taktischen Rückzug, und ich bin von der Schlusskeilerei aber sowas von masslos enttäuscht, hat sich doch in keinster Weise das gehalten, was der Film zu Beginn versprochen hat.

    Ende

    In der zweiten Hälfte hat der Film wirklich stark abgebaut. Eigentlich ziemlich dämlich, da erlernt Tusnelda allerlei grandiose Kampftechniken, und dann kann sie die kaum einsetzen. Ihr Fight gegen den ersten Samurai beim Turnier hat länger gedauert als der gegen den Oberfiesling, also irgendwas ist da falsch.

    Trotzdem kann ich den Streifen allen Fans von älteren Kung Fu-Filmen empfehlen, die mal eine etwas andere Machart als die oft völlig übertriebenen Produkte aus Hong Kong sehen wollen.
     
  17. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Heute abend "Moon" - mein Urteil dann morgen an dieser Stelle.
     
  18. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Tja, vielleicht war die Erwartungshaltung dann doch etwas ZU hoch. Jedenfalls hinterließ mich "Moon" gestern abend ein wenig zwiegespalten...

    Ich empfand den Einstieg in den Film ( obwohl ich ja einige Grundinformationen schon besaß ) ziemlich sperrig. Das Gefühl, im Geschehen und vor allem am Ort des Geschehens zu sein, stellte sich erst verspätet ein. Mir persönlich ist diese Mondbasis als Ganzes auch zu steril, zu blass. Möglicherweise vermisste ich z.B. tropfendes Wasser von düsternen Decken, dunkle, schmutzige Gänge ... hab wohl am WE zu viel "Alien" geguckt. Seltsamerweise hat dieses Sterilität bei "2001" aber bestens funktioniert und MUSSTE sogar so sein...
    Auch die Beziehung Mensch / Roboter konnte bei mir in keiner Phase die angespannte Beklemmung auslösen, wie z.B. "2001" - durchaus tolle Ideen kamen mir unausgegoren durchgeführt vor. Die Programmierung von "Gerdy" leuchtet mir nach wie vor nicht ein...

    Als Sam dann die erste Begegnung mit ( wer "Moon" gesehen hat, weiß, was ich meine ) hat, fehlt mir ebenfalls die Dramatik, das Entsetzen. Alles entwickelt sich anschließend viel zu selbstverständlich, den einen oder anderen Konflikt mal ausgenommen.

    Damit wir uns nicht falsch verstehen: die Grundidee ist faszinierend und einmal dahintergekommen, was dort "oben" vor sich geht, nimmt einen der Film schon mit. Ich hätte mir nur die Ausführung dramatischer, intensiver und die Kulissen weniger steril gewünscht. Ein kleines Bißchen Hollywood vielleicht...

    Note: 7/10
     
  19. Detti04

    Detti04 The Count

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    Gerade den Zustand der Station fand ich genau richtig. Sie wirkt eben wie eine sterile Raumstation, der man die Jahre und die Abnutzung ansieht, ohne aber vergammelt zu sein. Meiner Meinung nach half das sehr um zu vermitteln, dass der Betrieb auf der Station zwar schon seit einer Weile laeuft, aber eben auch, dass diesem Betrieb gewissenhaft und geregelt nachgegangen wird.
     
  20. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Der Erstling der Coen-Brüder von 1983 ( was man vor allem den Klamotten und Frisuren anmerkt! :))

    Über die gesamte Länge eine gelungene Mischung aus Film Noir und Komödie, wobei die komödiantischen Aspekte aus heutiger Sicht auch ungewollt sein könnten.
    Coen-typisch ( man denke an "The man who wasn´t there" oder "No country for old men" ) sind die Dialoge kurz und abgehackt - der Film stellt Mimik, Gestik und Gesamtatmosphäre in den Vordergrund. Hier und da darf auch mal gelacht werden.
    Zur Story sei soviel verraten: Frau flüchtet vor ungeliebtem Mann, Mann ist eifersüchtig und heuert Killer an, Killer spielt aber sein eigenes, falsches Spielchen...

    Nach heutigen Maßstäben unspektakulär, aber atmosphärisch gelungen und darstellerisch überzeugend, kann der Film gut unterhalten und überzeugen. Was für "1mal-Gucken"...


    Note: 8/10
     
  21. diamond

    diamond Well-Known Member

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    True Grit 5/10

    Da fällt mir gar nichts mehr ein. Großspurig angekündigt als moderner Western, sehr gut besetzt und dann so ein langatmiges blutleeres bockloses Laienspiel; die Story und dieses Mädchen nervt die ganze Zeit. Bei den Coen Brüdern ist eben doch öfters mal richtiger Schrott dabei. "No country for old man "war noch das beste in letzter Zeit, aber auch da hat man keinen ordentliches Ende hingebracht.
     
  22. Pumpkin

    Pumpkin Heimatlos und viel zu Hause Moderator

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    Kann ich in keiner Weise bestätigen. Im Gegenteil fand ich "True Grit" von Anfang bis Ende erfrischend, großartig besetzt und niemals "blutleer".


    Das Ende von "No country..." ist im übrigen genau so gewollt und passt auch genau so, wie es ist, zu diesem Film.
     
  23. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Da scheiden sich dann die Geister. Trotz einiger guter Szenen ging mir das permanente beliebige Geschwafel irgendwann auf den Wecker, das dann auch nur von handlungsarmen Szenen unterbrochen wurde.

    "No Country" hat mir hervorragend gefallen, überragende Schaulspielerleistungen, nur das Ende war ziemlich unvermittelt, hat den Film aus meiner Sicht abgewürgt, ohne dass ich mich jetzt über den Sinn des Endes schlau gemacht hätte. Rein als Konsument wurde ich da enttäuscht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Oktober 2011
  24. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Tim und Struppi 5,5/10

    Story ist sehr simpel. Es geht um einen Schatz, den Tim und Co im Wettlauf mit den Bösen finden wollen.
    Die Figuren sind wunderschön, keine Frage und es gibt auch wirklich köstliche Szenen wie das Motiv " Schulze und Schulze und der Taschendieb". Der Rest ist leider ein klamaukhaftes Aktionszenario, ein einziges nervtötendes Getöse.

    Ich habe mir da viel mehr erwartet, nachdem an dem Film Jahre gearbeitet wurde.
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 Oktober 2011
  25. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Walsingham hat das ja auch nicht aus selbstlosen Stücken gemacht. Er kam aus einer angesehen protestantischen Beamtendynastie und er war von den Anschlägen auf die Königin angewidert.
     
  26. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Perfect Getaway 8/10


    Ein Killer macht in Hawai Jagd auf Pärchen, die sich durch die Landschaft schlagen. Simple Story, aber brutal gut und spannend mit einfachsten Mitteln umgesetzt. Ideal für einen spannenden TV-Abend ohne sich groß die Birne anzustrengen.
     
  27. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Departed ( 5/10)


    Irgendwie habe ich es gerochen, dass der Film nichts taugt, wurde aber hier und da hochjejodelt, so dass ich neugierig wurde.
    Es ist ein Remake des phantastischen und rasanten "infernal affairs" und kommt nicht ansatzweise an dessen Klasse heran.
    Da haben sich wieder einige Topdarsteller die Taschen voll gemacht. Besonders Jack Nickolson ist unerträglich wie er lallend und mit einem dämlichen Hut auf dem Kopf einen Paten darstellen soll. Gänzlich unsehenswert.
     
  28. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Tom Sawyer
    Story sollte bekannt sein. Schöne Umsetzung und gut gespielt von Joachim Król als Muff Putter, Benno Führmann als Indianer Joe etc.

    War als Kind großer Fan von der Serie mit Frau Horney als Tante Polly und bin es heute noch. Aber die Heike Makatsch macht das auch gut.
     
  29. Detti04

    Detti04 The Count

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    Wir sind hier fast einer Meinung, wobei ich "The Departed" nicht wirklich schlecht fand. Trotzdem ist der Film natuerlich nicht mal halb so so gut wie das von Dir erwaehnte Original, und zwar weder in der Handlungsfuehrung noch stilistisch-optisch; und die Ausschmueckung von Jack Nicholsons Rolle haette man sich tatsaechlich sparen sollen. Aber so ist das eben, wenn ein Film hollywoodisiert wird: Dann wird er amerikanisiert und dem Mainstream zugaenglich gemacht.
     
  30. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Gestern Abend/Nacht lief mal wieder Charade in der ARD. Fand ihn jetzt auch beim dritten oder vierten Mal Sehen spitze, auch wenn er in der Originalfassung doch noch mehr Charme hat. Eine tolle Besetzung mit Größen wie Audrey Hepburn, Cary Grant, George Kennedy, Walter Matthau oder James Coburn und so viele Szenen, die sich ins Gedächtnis gebrannt haben...Cary Grants Kampf mit "Eisenhand" George Kennedy, die Falltüren in der Theaterbühne, die Jagd durch die Pariser U-Bahn, der Showdown in der Säulenhalle. Hat jedenfalls Lust darauf gemacht, endlich mal meine Hitchcock-Box zu "verkosten" (Charade würde sich auch in Hitchcocks Vita nicht schlecht machen) .
     
  31. diamond

    diamond Well-Known Member

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    Ich weiß nicht, ob man das jetzt einfach auf Hollywood schieben kann, es liegt wohl m.E. mehr an Scorese, der schon lange keinen guten Film mehr auf die Reihe gebracht hat.

    Gab es nicht auch mal ein Remake mit Gere und Garcia, das ganz ansprechen war ?