Eure Lieblingsjahre in Sachen Musik?

Dieses Thema im Forum "Musik" wurde erstellt von Nestor BSC, 16 Dezember 2009.

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Ich höre gerne Songs aus den Jahren...

  1. aktuelle Hits

    16,2%
  2. *

    2005 - 2009

    27,0%
  3. 2000 - 2004

    10,8%
  4. 1995 - 1999

    24,3%
  5. *

    1990 - 1994

    24,3%
  6. 1985 - 1989

    40,5%
  7. 1980 - 1984

    45,9%
  8. 1975 - 1979

    27,0%
  9. 1970 - 1974

    29,7%
  10. 1965 - 1969

    21,6%
  11. 1960 - 1964

    8,1%
  12. 1955 - 1959

    2,7%
  13. davor irgendwann

    2,7%
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  1. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Gefühlsmäßig die 90er.
    Eben weil ich in diesem Jahrezehnt zwischen 9 und 19 Jahre alt war.
    Da bewertet man vielleicht auch mal schlechte Lieder etwas besser. Man verbindet mit denen eben etwas.
    Aber ansonsten gefallen mir aus allen Jahrzehnten seit den 60ern eine Menge Lieder.
     
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  3. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Endlich normaaaale Leute! :D
     
  4. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Klar ist mir Led Zeppelin ein Begriff ("Whole Lotta Love"), habe die Melodie noch im Ohr. Auch die Vorgänger Gruppe Yardbirds waren mir geläufig ("For Your Love", "Shapes Of Things"), ohne die sich Led Zeppelin nicht gefunden hätten.
    Erwähnt werden muss aber noch unbedingt Iron Butterfly mit "In A Gadda Da Vida", ein 17-minütiges Stück, was stilistisch zu Led Zeppelin passt, wenn es auch zeitlich ein paar Jahre eher rausgebracht wurde. Noch nicht erwähnt wurde die Rockgruppe The Who mit dem unglaublichen Drummer Keith Moon, dem Bassisten John Entwistle, dem alten Mann Pete Townshend ("Hope I'll die before I get old") und dem Tausendsassa Roger Daltrey, der vor Energie nur so sprühte. Die Rockoper "Tommy" habe ich damals rauf und runter gehört, mein Lieblingsstück ist -> Pinball Wizard
    The Who kennt übrigens jeder, der die CSI-Serien kennt. Alle CSI Titel-themen stammen von ihnen. Ausserdem werden The Who die Halbzeitshow beim Superbowl 2010 rocken.
     
  5. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Find ich gar nicht. Ausgerechnet seit Mitte der 70er, da war doch das beste schon vorbei. ;)
     
  6. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Von mir aus. Ich versteh halt nicht, wie man ein bestimmtes Jahrzehnt aussuchen und dann mit voller Montur verteidigen kann.
    Auch das elitäre Gerede über ABBA ("Abba-Fans kenne und kannte ich dagegen kaum, obwohl die unsäglichen Schweden damals nun wirklich alle Kommerzhebel in Bewegung setzten, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber vielleicht verkehr(t)e ich halt einfach nicht in den Kreisen, die sich davon beeindrucken lassen...) kann ich nicht nachvollziehen. Ich hab mir sagen lassen, dass es durchaus ABBA-Hörer gibt (zum Beispiel mein Onkel, der auch gerne mal Lemmy live zusieht), denen einfach die Musik gefällt. Ich glaub's denen sogar.

    Genauso stört mich dann Dettis Gerede von wegen die Beatles wussten, wie man Songs schreibt und Led Zeppelin hat nur für sich selbst vor sich hin geklimpert. Als gäbe es nur eine Weise gute Songs zu schreiben.

    Man muss sich nur darauf einlassen, dann gibt es in jedem Jahrzehnt viele klasse Bands zu entdecken, auch in den 80ern. Da gab es genug Bands, denen man wahrlich nicht das Etikett "Material Band" anheften konnte. ;)

    Was ich sagen will: Frieden auf Erden. Horizont erweitern! :D
     
  7. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ich kenn eben nun mal kaum Abba-Fans, tut mir leid. Und mein Onkel, Gott hab ihn selig, stand eher auf Richard Wagner... ;)

    Im übrigen hab ich dir ja schon mal darauf geantwortet, falls du es nicht mitbekommen hast (mein erster Satz).

    Selbstverständlich gab es in jedem Jahrzehnt gute Musik. Und wie du aus der 80er-Dima wissen müsstest, gefällt mir auch vieles aus den 80ern.

    Deshalb darf ich mich doch trotzdem gegen die Bemerkung wehren, in den 70ern hätte man die schlechteste Musik gemacht.
     
  8. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Klar darfste das, ich selbst hab Detti ja auch erwähnt, aber das muss ja dann nicht darin enden, dass man "zurückschlägt". ABBA mehr oder weniger nur auf ein durch Promotion gepushtes Phänomen zu beschränken, ist mir zu billig, auch wenn's nicht mein Fall ist.

    Wenn ich den Wechsel zwischen Dir und Detti anschau, liest sich das wie: "Bäh, find ich doof, ich zeig Dir mal was gut ist!" gefolgt von "Bäh, find ich doof, ich zeig Dir mal was gut ist!" ;)
     
  9. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Dann hast du irgendwas von meinem Posting nicht ganz kapiert. Ich fand jedenfalls, dass meine Antwort ziemlich differenziert war. :)
     
  10. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Na dann. Ich wollte euch nur mal Feedback geben. :)
     
  11. Detti04

    Detti04 The Count

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    @huelin: Ich mag jetzt nicht Deinen gesamten Beitrag zitieren, deshalb mache ich es so. Ich denke, es gibt ein paar grundsaetzliche Unterschiede zwischen uns, und zwar:

    - In der Rezeption von Musik (mal ganz generell ausgedrueckt)
    Ich wuensche mir von der Musik ein fertiges Stueck, d.h. sowas wie eine Komposition. Oder anders gesagt, fuer mich besteht die eigentlich Kunst eines Musikers in der Komposition, (denn das ist der kreative Part), nicht im fehlerfreien Beherrschen seines Instruments, (denn das ist fuer mich Handwerk). Mal hart ausgedrueckt. Fuer mich ist ein Musikstueck also eher wie ein Gemaelde: mir geht es um das fertige Endprodukt, nicht um die (live)-Reproduzierbarkeit desselben.

    - In den Radiosendern, die wir taeglich hoeren
    Ich hoere hier Sender, die hauptsaechlich Rock spielen. Zwangslaeufig hoere ich dort dann z.B. viel Led Zeppelin (das von Dir verlinkte "Houses of holy" laeuft da praktisch taeglich), aber z.B. keine Beatles, obwohl die ja auch viel haerter bzw. rockiger sein koennen als vieles aus den 70-ern (ich sag nur, "Helter skelter"). Ich finde das nervig.

    - Ich finde den "Classic rock" aus den 70-ern ueberhaupt nicht hart
    Und da sind wird wieder beim Problem mit den Radiosendern: wenn dort etwas gespielt wird, was echt "hart" sein soll, wird's entweder sowas wie Led Zeppelin oder Indie/Alternative aus den 90-ern. Das es aber auch z.B. Metal und Punk gab, und da nicht nur jede Menge Schrott, sondern auch reichlich gutes Zeug (vieles deutlich haerter als Classic Rock oder Alternative), weiss man bei diesen Radiosendern anscheinend nicht. Von elektronische Musik wie The Prodigy u.ae. ueberhaupt nicht zu reden.


    Am meisten geht mir aber diese Selbstbeschraenkung auf eine bestimmte Zeit oder ein bestimmtes Genre auf den Geist. Deswegen reagierte ich auch auf Deine "70-er ueber alles"-Postings doch etwas gereizt, und weil bei Dir z.B. elektronische Musik gar nicht auftaucht.
     
  12. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Das kann ich eigentlich alles wortwörtlich unterschreiben. Ich selbst war als Musiker sogar eher der Typ Komponist als der Typ Virtuose (dazu war ich auch immer viel zu faul ;) ).

    Da gibt es also überhaupt keinen großen Unterschied zwischen uns. Außer vielleicht, dass ich eben sowohl die Beatles als auch Led Zeppelin als sehr kreative, kompositorisch starke Band ansehe.

    Ich höre eigentlich relativ wenig Radio, und wenn, dann hauptsächlich im Auto. Mein Lieblingssender ist RNE3, ein Sender, der eine sehr große Bandbreite an Musik bietet.

    Dass deine Sender keine Beatles bringen, finde ich im übrigen aber genauso unsinnig wie du.

    Was sind denn das für Radiosender? Es wird ja wohl doch Sender geben, die vernünftigen Metal oder Punk bringen. :weißnich:

    Und wenn du das mit dem "hart" auf mein letztes Posting beziehst, musst du da was missverstanden haben. Ich habe lediglich geschrieben, das "Houses of the Holy" eines der härteren Stücke von Zeppelin war. Natürlich ist nur wenig des sogenannten Classic Rock wirklich "hart", aber "Härte" an sich ist auch nicht unbedingt ein Kriterium dafür, ob mir Musik gefällt.

    Und auch hier liegst du wieder falsch. Ich höre keineswegs nur Musik aus der damaligen Zeit, auch wenn ich vielleicht eine gewisse Vorliebe dafür habe.

    Ganz im Gegenteil, ich mag es überhaupt nicht, wenn Leute in meinem Alter in den 70ern stehen geblieben sind und sich nicht für die neueren Entwicklungen interessieren. Daher höre ich bis auf Operette und Schlager auch so ziemlich alles, auch wenn ich das in diesem Thread vielleicht nicht so zum Ausdruck gebracht habe. Gerade die elektronische Musik mag ich eigentlich ziemlich gerne, vor allem zum Entspannen, wobei ich mich da zugegebenermaßen nicht besonders auskenne.

    Allerdings fällt es mir schon seit längerer Zeit aufgrund der Fülle an Musik nicht mehr so leicht, die Spreu vom Weizen zu trennen. Und diese Besessenheit, die ich noch als Jungspund hatte, unbedingt alles über eine Band wissen zu müssen, wenn ich mal was gut von ihr finde, ist naturgemäß auch nicht mehr so ausgeprägt.
     
  13. Detti04

    Detti04 The Count

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    In aller Regel hoere ich hier die Privatsender "The Rock" und "Radio Hauraki". Diese sind in dem Sinne Spartensender, als dass sie dauernd Rock spielen, muessen aber auch mainstreamig genug sein, damit man mit ihnen noch Geld verdienen kann; zwangsaeufig landet man dann beim kleinsten gemeinsamen Rock-Nenner, wie auch das deutsche Formatradio immer beim kleinsten gemeinsamen Pop-Nenner landet. Sender, die ausschliesslich Metal oder Punk spielen, gibt es hier nicht, aber ein solcher Sender waere mir letztlich eh zu oede. (Wie gesagt, Selbstbeschraenkung mag ich nicht, und die waere bei einem solchen Sender ja noch staerker.)

    Vor vielen, vielen Jahren war das Radio in Deutschland noch besser, als Radiosender zu unterschiedlichen Uhrzeiten unterschiedliche Musik spielten. Beim HR gabs damals 'ne Metalsendung und sogar 2 Stunden Country die Woche, das fand ich immer sehr interessant. Aber diese Zeiten sind ja leider vorbei, denn heutzutage muss ein Sender zu jeder Tages- und Nachtzeit gleich klingen, damit man ihn sofort erkennt, wenn man ihn beim Sendersuchen findet. Meiner Meinung nach ist das eine unglaublich aetzende Entwicklung. Zusaetzlich sind ja auch die Playlists kuerzer geworden, seitdem die Musik vom Computer kommt und keine Platten mehr aus dem Archiv angeschleppt werden muessen.
     
  14. Jonas

    Jonas Gooner

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    Keine Ahnung, ob du jetzt aufs "Küchenradio" oder Autoradio versteift bist.. oder was für ein Radio du hast (eine Bekannte von mir hat ein Radio, mit dem ich die gesamte Musik anhören kann, die je per last.fm aufgezeichnet wurde von mir) aber vllt. probierst du mal eines der Radios auf Last.fm aus.. oder du meldest dich mal an. Wenn du da deine Musik ne Weile gehört hast, kannst du ohne Probleme etwa empfohlene Künstler als eine Art Radio abspielen. Wenn du etwa besonders viel AC/DC hörst, spuckt er ein Radio aus mit Titeln von Motörhead, KISS, Guns N' Roses etc.. Oder du klickst einfach (auch unangemeldet) auf ein Genre/ähnliche Künstler wie Band XY, von da bin ich schon so manches mal zu einer neuen Entdeckung gekommen.

    Empfehlen kann ich auch die Radios von BBC; z.B. die Sendung mit Bruce Dickinson finde ich ganz gut.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Januar 2010
  15. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich meine schon das ganz klassische Radio im Regal. Streaming ist auf Arbeit praktisch nicht moeglich (ausserdem muesste ich da ueber 'nen Kopfhoerer hoeren, was ich nicht so mag), und internettechnisch ist NZ eh etwas hinterm Mond. Normale Flatrates sind z.B. alle volumenbgrenzt, da muss man mit stundenlangem Streaming also vorsichtig sein. Vor allem, wenn man noch Mitbewohner hat.

    Bei einem meiner beiden Sender gibt (oder gab?) es auch eine Sendung mit Alice Cooper. welche vermutlich von einem amerikanischen Sender eingekauft wurde. Diese Sendung war ebenfalls ziemlich gut, denn Alice tendierte dazu, tatsaechlich weniger gehoerte Sachen zu spielen.
     
  16. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    @Detti, noch mal zum Thema "komponierte" vs. "dahingespielte" Musik:

    Für mich sind auch viele Soli Teil der Komposition, des "Gesamtkunstwerks", wie du es bezeichnest. Bestes Beispiel dafür ist das Stück "Another Brick in the Wall" von Pink Floyd (1979), bei dem das Gitarrensolo von David Gilmour einen unverzichtbaren Teil des Ganzen darstellt.

    Überhaupt haben es Pink Floyd damals als eine der wenigen "Supergruppen" aus dem ersten Jahrfünft der 70er geschafft, weiterhin ihren Stil beizubehalten und doch etwas Neues zu bringen, was auch in die Zeit passte.

    Andere drifteten zu sehr ins Kommerzielle ab (Genesis, v.a. Phil Collins) oder konnten nicht mehr an die früheren Erfolge anknüpfen (Yes, EL&P), weil einfach kaum noch jemand ihren komplizierten Sound hören wollte.
     
  17. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Ist das zwangsläufig verwerflich oder wird dadurch die Musik unbedingt schlechter?
    Kann immer nur den Kopf schütteln, wenn ich so eine Plattitüde gegen eine Gruppe/Musikrichtung lese.
    Als würde durch deren stärkere Ausrichtung aufs Geldverdienen gleich alles fürn Eimer.
     
  18. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Nö, weder zwangsläufig noch verwerflich aber die Mucke wird halt oft öder und austauschbar.
    Prominentes Bsp.: Metallica
     
  19. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich bin nicht so der Freund von Soli, weil es eben ein Mannschaftssport ist, wenn man als Musiker in 'ner Band spielt. Das ist so aehnlich wie Okocha-artige Dribblings beim Fussball: die sind manchmal ganz hilfreich, aber Spielzuege sind mir eben deutlich lieber. (Drum bin ich ja auch Freund des hollaendischen Fussballs und kann den brasilianischen Fussball nicht sonderlich leiden.) In dem Sinne sind Soli manchmal ganz nett, meistens aber eher Mittel der Selbstdarstellung und Selbstzweck.
     
  20. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Hättest du jetzt Comfortably Numb genommen... :rolleyes: Das ist ein Solo. Ich finds ja immer schade, wenn PF erwähnt und dann das zu Tode gespielte anotherbrickinthewall als Beispiel genannt wird.
    Kann ich fast nicht mehr hören, fast so schlimm wie Stairway to Heaven. Nicht ganz. Liegt wohl daran, dass selbst die Gitarrenidioten im Schlosspark wissen, dass sie für Pink Floyd zu schlecht sind. :D
     
  21. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Überhören kann man sich alles. Nichtsdestotrotz ist The Wall ein Meilenstein der Rockgeschichte. Abgesehen davon ist Musik eh immer Geschmacksache...

    Hätte natürlich auch ein anderes Solo als Beispiel nehmen können, was mir seit jeher gefallen hat, z.B. das auf "We Will Rock You" von Queen.
     
  22. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Sicher sind Soli in vielen Fällen Selbstdarstellung und Selbstzweck, aber häufig eben auch nicht, sondern Teil des Ganzen. Auch bei einem guten Solo muss das Spiel der gesamten Band aufeinander abgestimmt sein. Das ist wie bei einem Tor, dass durch einen herrlichen Pass und eine herrliche Direktabnahme entsteht. Z.B. das hier (wenn wir schon beim holländischen Fußball sind, den ich auch sehr schätze):
    YouTube - Dennis Bergkamp WK 1998 (commentaar Jack van Gelder)
     
  23. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Ich habe da keinen Lieblingszeitraum. Ich glaube ich habe aus fast jedem Jahr seit 1967 (The Piper at the Gates of Dawn) mindestens eine großartige Platte. Pink Floyd macht die Zeit bis 79 ja schon fast dicht :zahnluec: Wobei die neueren Sachen (90er bis jetzt) nicht immer typisch für den jeweiligen Zeitraum sein müssen. Z.B. ist der Punkrockanteil eher neueren Datums und nicht so bekannt. Ich finde sowieso, dass man nicht vergangenen Musikzeiträumen nachtrauern sollte. Im Gegenteil. Die Bandbreite ist doch heute viel größer. Man darf halt kein Radio hören. Und man sollte offen sein für neues. Ein mir bekannter Kleinkonzertveranstalter beklagt z.B. dass zu einer Ramones-Coverband 250 Leute kommen, zu einer guten neuen Band aber keine 20. Wobei die oft besser sind. Er nennt die dann alte Punker-Spießer :zahnluec:

    Ich kann die Platten zur Abwechselung ja mal chronologisch ordnen.

    Ist es eigentlich Zufall, dass das erste Album vieler großer Bands so heißt wie die Band?
    Led Zeppelin, Ramones, The Clash, Iron Maiden, Queen, Black Sabbath, Motörhead.. sind jetzt nur die die mir spontan einfallen.
     
  24. Jonas

    Jonas Gooner

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    Manche Bands werden kommerziell? Ist das nicht jede, die ihre Musik verkauft?

    Metallica wurde nicht kommerziell (zumindest nicht im Wortsinn, ich verstehe schon, was ihr meint, ich alter Korinthenkacker), sie machen einfach eine andere Art von Musik. Das letzte Album sollte wieder an die alten rankommen, war aber schäbig produziert und das Songschreiben können sie ohne Cliff wohl nicht so gut. Zudem ist es eine Schande, Hetfield beim Versuch des Singens zuzuhören. Über den (meiner Meinung nach natürlich) noch schlechteren Unsinn davor brauchen wir nicht zu reden.

    Gute Soli haben meiner Meinung nach nix mit Selbstdarstellung zu tun. Klar, es gibt z.B. Gitarristen, die auf der Bühne mal abgefahrene Techniken benutzen, um der Show willen, aber bei den meisten Bands ist das eher seltener der Fall. Da muss man sich schon Gitarreninstrumentalisten a la Steve Vai reinziehen, der auch mal mit 3 Hälsen spielt (durchaus musikalisch)
    Apropos gute Soli.. einer meiner Lieblingssongs von Motörhead wäre da ein gutes Beispiel, Smiling Like A Killer ( YouTube - Motorhead - Smiling Like A Killer ). Das Solo kickt einfach, übrigens ist es meines Wissens auch von Vai eingespielt, da ist ein sehr großer Kontrast zu seinen Solowerken.
     
  25. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Wahrscheinlich ist gemeint, die passen ihre Musik dem Mainstream an, um in die Charts zu kommen.

    Musik quasi als Zweck zum Geldverdienen und nicht, weil das Komponieren, Texten, Spielen und Vortragen Spaß macht.
     
  26. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Geschmackssache. Ich finde, dass '...And Justice For All' ihr bestes Album ist und da hat Burton nur einen Credit bei 'To Live is to Die'. Generell hat Burton, mit Ausnahme 'Ride the Lightning' nicht viel komponiert.
    Klar hat so ein Mann immer nen indirekten Einfluss auf die Kompositionen, aber daß er maßgeblich für die Qualität der Metallica-Alben verantwortlich war/ist, halte ich für unwahrscheinlich.
     
  27. drunkenbruno

    drunkenbruno Keyser Söze

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    Sry, hier widerspreche ich aber vehement, was deine Einschätzung des letzten Metallica Albums angeht. Das Album war in keinster Weise schäbig produziert. Es entstand leider auf dem Höhepunkt des sogenannten "Loudness Wars". Es war einfach zu hoch ausgesteuert und die Aufnahme klingt einfach zu laut.Das ist das einzige, was ich an der Platte kritisiere. Die Songs könnten ohne weiteres der legitime Nachfolger der "And Justice For All" sein und das knapp 20 Jahre später. Seit 17 Jahren endlich wieder ein Album, welches mir auf Anhieb zugesagt hat. Mehr noch, sie haben mich als Fan wieder zurück gewonnen und mich sogar zum Konzertbesuch getrieben.

    Mir ist es ein absolutes Rätsel, wie du darauf kommst, das Metallica das Songschreiben seit dem Tod von Cliff Burton verlernt hat? Cliff verunglückte im September 1986! Das hieße, dass sie seit 24 Jahren keine vernünftigen Songs mehr geschrieben hätten. Das kann doch wirklich nicht dein Ernst sein, oder? Ich könnte dir dutzende Songs aufzählen, die nach dieser Zeit entstanden sind, die jeder Heavy Fan zu seinem Hymnen zählt.... (zur Erinerung: One, Enter Sandman etc.pp.) und die großes Songsschrieben beinhalten.

    James Stimme und das ist wirklich der einzige Punkt, bei dem ich dir halbwegs zustimme, war vor 20 Jahren um einiges besser, aber ihn so abzuqulifizieren ist nahezu grotesk. Vielleicht solltest du dir öfter einmal ein paar Sachen anhören und nicht so pauschal um sich schlagen.

    Man kann sich über die Load, Reload und St.Anger streiten. Sie gehören wirklich zu den schlechtesten Alben der Band. Aber wer dabei Songs wie: The Memory Remains, The Unforgiven II, The Outlaw Torn, Until it Sleeps, Frantic, St.Anger oder auch Bleeding Me schreibt und sich diese auf den schlechtesten Alben befinden, der kann nicht so einen schlechten Job gemacht haben.

    Komischerweise, nach meiner etwas mehr als 10 jährigen Auszeit als Fan, gefallen mir gerade diese Songs jetzt unheimlich gut, obwohl ich sie vor Jahren noch gemieden habe. Sie haben sogar den Weg auf meinen iPOD geschafft.

    Auf der jetzigen Tour konnte man sich auch überzeugen, dass diese Songs aus dieser Ära auch live absolut genial sind......

    Aber du hast tatsächlich recht.... Geschmäcker sind halt verschieden. Aber unkommentiert konnte ich das so nicht stehen lassen.....
     
  28. drunkenbruno

    drunkenbruno Keyser Söze

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    Das stimmt absolut nicht! Cliff war tatsächlich ein Herzstück der Band.in deren Anfangszeit. Ich könnte jetzt noch mehr dazu schreiben, da ich gerade eine schöne Metallica Biographie lese.... Cliff hat weitaus mehr zu den Songs beigetragen als man gemeinhin denkt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 7 Januar 2010
  29. Jonas

    Jonas Gooner

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    Woah, sowas wollte ich garnicht auslösen. Zu den "Loudness Wars": ist dafür nicht auch der Produzent verantwortlich? Jedenfalls klingt es mies, weil alles viel zu übersteuert ist.

    Ich sagte nicht, dass die Band nicht mehr Songs schreiben kann. Nur, dass sie es mit Cliff eindeutig besser konnten. Ist jetzt schon was her, aber ich meine mich zu erinnern, dass er den Anderen auch mal etwa Bach oder Beethoven vorgespielt hat und mit ihnen die Strukturen da durchgegangen ist, was großen Einfluss hatte

    Klar gibt es immer mal wieder sehr gute Songs, z.B. One (in der rare Version noch besser), aber für mich (!, das meiner Meinung nach sollte übrigens für das ganze Post gelten ;-) ) kommen diese Titel nicht oder nur selten an die der alten Alben ran.
    Hab übrigens vor ein paar Jahren ziemlich viel Metallica gehört, von daher weiß ich eigentlich schon, wovon ich für mich spreche.

    Zu Hetfields Gesang:
    Halt, so meinte ich das nicht. Hetfields Stimme passte immer zu Metallica, NUR: Er hat zu Anfangszeiten nicht wirklich so gesungen, wie jetzt. Er müht sich jetzt öfters mal clean ab, wo er meiner Meinung nach nicht seine Stärken hat. Guter Vergleich wäre da Dave Mustaine, der hat auch sone rotzige Stimme drauf und kann schlecht singen, klingen tut er trotzdem gut. Nur sind mir in letzter Zeit für meinen Geschmack zuviele Cleangesänge bei Metallica vorgekommen, sogar bei alten Klassikern wird ja teilweise der "normale" Gesang durch clean ersetzt.
     
  30. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    weil ich es gerade rausgezogen habe:

    1980: Girlschool - Demolition
    1981: Krokus: Hardware

    Sag noch einer was gegen die 80er ;)
     
  31. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Wie heisst die Bio denn?
    Ich hab mich nie näher mit dem Werdegang der Band beschäftigt, sondern mich nur auf die Fakten, die die CD-Cover hergeben beschränkt und da taucht der Name Burton hauptsächlich bei der 'Ride the Lightning' auf.
    Steht in der Bio denn auch was darüber, inwiefern Burton noch an '...And Justice For All' beteiligt war?