Eure Lieblingsjahre in Sachen Musik?

Dieses Thema im Forum "Musik" wurde erstellt von Nestor BSC, 16 Dezember 2009.

?

Ich höre gerne Songs aus den Jahren...

  1. aktuelle Hits

    16,2%
  2. *

    2005 - 2009

    27,0%
  3. 2000 - 2004

    10,8%
  4. 1995 - 1999

    24,3%
  5. *

    1990 - 1994

    24,3%
  6. 1985 - 1989

    40,5%
  7. 1980 - 1984

    45,9%
  8. 1975 - 1979

    27,0%
  9. 1970 - 1974

    29,7%
  10. 1965 - 1969

    21,6%
  11. 1960 - 1964

    8,1%
  12. 1955 - 1959

    2,7%
  13. davor irgendwann

    2,7%
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  1. Nestor BSC

    Nestor BSC Der Hauptstadt-Patriot

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    Hallo Leute!

    Aus welchen Jahren (Jahresspanne von fünf Jahren) hört ihr gerne Musik?

    Ich höre eher queerbeet, bevorzuge aber schon die späten 70er Jahre sowie die 80er Jahre!

    Ich höre aber auch gerne die 60er Jahre sowie die aktuellen Songs.

    Grüße von Nestor
     
    Zuletzt bearbeitet: 16 Dezember 2009
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  3. Westfalen-Uli

    Westfalen-Uli Frühaufsteher

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    Bei mir sinds nicht eigentlich die Jahre... mehr die Gruppen... und die die ich bevorzuge gab es über mehrere Jahre, z.B. Deep Purple, Yes, Neu, La Düsseldorf, Michael Rother, Klaus Schulze, Judas Priest etc).
     
  4. odie

    odie Zeitzeuge

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    Ganz klar, die 80er Jahre! :top:
     
  5. Junker

    Junker Altborusse

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    Die Siebziger :prost::top::hail:
     
  6. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Bei mir sind's gerade die 80er am allerwenigsten - nur die 50er gefallen mir noch weniger. Da finde ich eigentlich nur Chuck Berry gut. Mit Elvis oder Sinatra kann man mich dagegen jagen - und gerade dieser Schwulst-Sound wurde ja in den 80ern wieder Mode.

    Die beste Zeit war für mich eindeutig 1965-1975, und das beste Jahr davon 1969. Ab Mitte der 70er begann mich der Disco-Sound zu nerven, und mit Punk konnte ich zu Beginn auch absolut nichts anfangen.

    Erst die Nachfolge-Bewegungen des Punk, wie Alternative, Hardcore und auch Grunge, gefielen mir dann wieder besser. Daher fand ich auch die 90er gar nicht so schlecht, insbesondere die zweite Hälfte des Jahrzehnts.

    In den 2000ern gab es ja eigentlich überhaupt keine neue Richtung, alle bestehenden Richtungen wurden nur wiedergekäut. Entsprechend arm ist auch das kreative Potenzial der Musik des ausgehenden Jahrzehnts - von Ausnahmen natürlich abgesehen.
     
  7. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    90er.

    Das liegt aber hauptsächlich daran, dass ich erst in dieser Zeit überhaupt ein gewisses Interesse für Musik aufgebaut hab. Für mich war damals vieles einfach neu, und wenn ich die alten Scheibletten von Blind Guardian höre (Tales of the twillight world, Somewehre far beyond), oder Lacrimosa (Stille, Inferno), dann isset einfach ein ganz anderes Feeling als bei der Mucke, die heute rauskommt. Was früher spannend und neu für mich war, ist heute geklaut, wenn die Band früher eine neue Platte rausbrachte, dann war das was einzigartiges, während man sich heute an den Sound einfach gewöhnt hat, und diese besonderen Momente ausbleiben.

    Deshalb denke ich, dass diese ganze Sache einfach von dem abhängt, wann man anfing sich für Musik zu interessieren. Okay, es gibt Leute, die finden z.B die 60er grandios, obwohl damals ihre Eltern noch innen Kindergarten gegangen sind. Für mich klingt ein Grossteil der alten Klamoten trotz aller Verdienste allerdings nach Spinnweben in den Boxen. Genau wie meine Mucke für viele Jungspunde heute, wahrscheinlich. Ausnahmen bestätigen die Regel.
     
  8. theog

    theog Guest

    jap! :top: :top: :top: :top:
     
  9. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Gibt keine speziellen Lieblingsjahre für mich. Jede Zeit hat ihre guten Songs.
     
  10. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Den zweiten Satz kann ich voll unterschreiben, aber deshalb gibt es doch Tendenzen, d.h. Jahre, in denen einfach MEHR Musik gemacht wurde, die mir gefällt.

    Noch zu den 80ern: ich verbinde mit diesem Jahrzehnt nicht nur musikalisch ziemlich viel Negatives. Ich denke da an Yuppies und Popper, an "Ich gib Gas, ich will Spaß", an Fifties-Schmalz-Revival und an potthässliche, eckige Autos...

    Vor allem aber wurde in jener Zeit die Grundlage für viele Plagen der heutigen Zeit gelegt. Der Medienhype kreierte die ersten abgedrehten Superstars, wie Maradona oder Matthäus, die nichts mehr mit den früheren "Stars zum Anfassen" wie Pelé oder Uwe Seeler gemeinsam hatten.

    Madonna sang "I am a material girl" - und damit ist eigentlich schon alles gesagt über den Geist jener Zeit. Auch die Finanzkrise hat für mich letztendlich ihren Ursprung in der völligen Hinwendung zum Materialismus in den 80ern und der Abkehr von den eher geistigen Werten der 60er und frühen 70er.
     
  11. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    55-74 gabs unendlich viel gute musik.
    anfang der 80er war die NDW witzig.
     
  12. drunkenbruno

    drunkenbruno Keyser Söze

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    Ich habe für die 80er gestimmt! Und dafür gibt es genau 4 Gründe:

    Kill´em All
    Ride The Lightning
    Master Of Puppets
    And Justice For All

    Auch wenn sie heute ein wenig Power verloren haben, sie sind und bleiben für mich die absoluten Könige des Heavy Metals!

    Wenn ich aber ganz ohne meine obigen Präferenzen mein Lieblingsjahrzehnt benennen sollte, dann wären es aber dann ganz klar die 70er. Dafür gibt es mehr als 4 Gründe!!!

    Pink Floyd, Deep Purple, Led Zeppelin, Black Sabbath, Queen, Genesis, etc.pp.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 Januar 2010
  13. Ziege

    Ziege Pferdehasser

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    ich fand die neunziger gut. bin auf dancefloor richtig abgefahren.

    aber in welchem jahrzehnt man auch rumsucht, es gibt überall musikrichtungen, die mir gefallen
     
  14. Westfalen-Uli

    Westfalen-Uli Frühaufsteher

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    Hinzu kommt dann noch so ein Müll wie Popstars und so eine Schei..e!

    Das ist dann wirklich ganz, ganz arm......

    :motz:
     
  15. Schröder

    Schröder Problembär

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    Die 80er, ganz klar. Die besten Platten von Iron Maiden, Böhse Onkelz, und AC/DC stammen aus dieser Zeit, die Scorps haben mich mit "World wide live" auf den Geschmack der härteren Musik gebracht, Alice Coopers "Poison" und Helloweens "Live in U.K." konnte ich gar nicht oft genug hören. Metalllica brachte "Ride the lightning" sowie "Master of Puppets" auf`n Markt, Manowar war mit "Fighting the World" und "Kings of Metal" am Start und Guns `n Roses (Paradise City) durfte auf keiner Party fehlen. Auch die 90er hatten durchaus noch was zu bieten, aber viele Bands sind da schon auf "massenkompatibel" umgeschwenkt oder spielten nur noch einen Abklatsch früherer Scheiben.

    Zu erwähnen noch aus`m Punk-Sektor die Toten Hosen mit "Damenwahl" (Hier kommt Alex, Wort zum Sonntag).
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 Dezember 2009
  16. Jonas

    Jonas Gooner

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    Da mein Musikgeschmack sehr weit gefächert ist jahremäßig, kann ich eigentlich vieles ankreuzen.. allerdings würde ich sagen, dass ich ohne die 80er (Metal in diversesten Formen, Gitarrenvirtuosen) wohl kaum zum Gitarrenspielen und von dort zu meinem jetzigen Musikgeschmack gekommen wäre.
     
  17. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Klugscheissmodus AN: Auf Damenwahl ist "Hier kommt Alex" aber nicht drauf. Das kam zwei Platten später (wenn man die Live mitzählt).
     
  18. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Die Achtzger waren natürlich super was Metal, Punk und Hardcore betrifft. Aber es hat mir auch gut gefallen wie sich diese Genres in den Neunzgern weiterentwickelt haben und in den späten Sechzgern und den Siebzgern gab's auch schon etliche Bands, die ich zu den Besten überhaupt zähle und ohne die es wohl kaum Metal und Rock in der Form gegeben hätte: Led Zeppelin, Deep Purple, Pink Floyd, Stones, Jimi Hendrix, etc. Was sonst noch für die Siebzger/Achtzger spricht sind Queen und die angehende Disco-Welle.

    Sprich ich kann mich nicht entscheiden ob Siebzger, Achtzger oder Neunzger. Am meisten Mucke habe ich wohl in Neunzgern gehört, die prägendsten Bands der Lautmusik kommen aus den Achtzgern und die lässigsten Bands und abgedrehtesten Typen aus den Endsechzgern und Siebzgern.
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 Januar 2010
  19. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Hä? Damit begann doch erst der Niedergang... :suspekt:
    Zum Tanzen grad noch akzeptabel, aber musikalisch meist völliger Schrott - bis auf ein Stück:

    YouTube - Don't Let Me Be Misunderstood - Santa Esmeralda

    Immerhin: mit diesem Satz hast du dein Posting wieder gerettet. ;)
     
  20. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich war ja noch ein bisschen zu jung um da um die 70er/80er Wende mitzappeln zu können - aber ich hab' das ganze Disco-Zeux danach immer gerne gehört und es brachte jede Menge Spaß und gute Laune darauf rumzuhüpfen.
    Irgendwann hat nämlich auch der musikalische Wahn der Siebzger genervt mit seinen Gitarren und Orgeln und psychodelischen Geschrammel. Da wurde es höchste Eisenbahn, dass Disco, Punk, Metal, etc. mal mehr Power entwickelten.
    Ausserdem habe ich noch eins vergessen wegen lässig: Mit die Lässigsten wurden in den Endsiebzgern bekannt und den Achtzgern groß: Freddie und Lemmy
     
    Zuletzt bearbeitet: 4 Januar 2010
  21. Schröder

    Schröder Problembär

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    Jaja, is schon Recht. Aber selbst "Ein kleines bißchen Horrorschau" war noch in den 80ern.
     
  22. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Da ist natürlich was dran. Mitte der 70er war die Rockmusik, die selbst jahrelang mit frischer, unkomplizierter Power geglänzt hatte, etwas zu kompliziert und intellektuell geworden, zumindest bei den bekannten Bands wie Yes, Genesis, Emerson Lake & Palmer usw.

    Aber genauso wie du, hab auch ich das eben damals auch aus einer ganz bestimmten, subjektiven Perspektive gesehen, d.h. mir war das, was ich gerade formuliert habe, keineswegs so bewusst.

    Wobei ich meine relativ geringschätzige Haltung zum Disco (außer als Tanzmucke) auch heute noch vertrete, während ich zu Punk am Anfang überhaupt kein Zugang fand, ihn erst später richtig "verstand".

    Und Metal? Naja, als alter Led Zeppelin-Fan mochte ich das immer ganz gern, fand es aber auch nicht übermäßig innovativ, dafür zum Teil einfach ein wenig zu überdreht. Und so sehe ich das heute eigentlich immer noch.
     
  23. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich finde, die 70er sind so ziemlich das schlechteste Musik-Jahrzehnt ueberhaupt, zumindest was typische 70-er Musik wie Pink Floyd u.ae. angeht: elend lange Stuecke, in welchen - wenn eben moeglich - noch dazu jedes Bandmitglied ein Solo unterbringen muss. Das ist musikalische Selbstbefriedigung, sonst nix - und als Zuhoerer nur zu ertragen, wenn man bis unter die Haaarspitzen zugekifft ist oder besser gleich auf 'nem LSD-Trip haengt. Gut, das taten damals ja viele, deshalb war diese Art Musik damals eben erfolgreich.

    Der Club-Techno der 90-er funktionierte uebrigens nach einem ganz aehnlichen Prinzip; im Gegensatz zu den 70-ern waren hier aber nicht die Stuecke als solche lang, sondern konnten stattdessen zwanglos ineinander ueberblendet werden. Und schon hat man wieder ein quasi endloses musikalisches Grundrauschen, auf welchem man unter Zuhilfenahme psychoaktiver Substanzen sauber abspacen kann.

    Grundsaetzlich isses aber so, dass es in jedem Jahrzehnt und jeder Stilrichtung gute und schlechte Musik gibt (finde ich zumindest). Der Trick besteht darin, die guten Sachen zu finden. Extra fuer huelin, ein guter funky Disco-Song:
    YouTube - Rose Royce - Car wash
    Wer erinnert sich dabei an "Sport im Westen"?
     
  24. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    In den 70ern haben KISS ihre besten Platten rausgebracht. Ansonsten wüsste ich jetzt nichts, was mich davon begeistern könnte. Ausser "Bat out of Hell" von Meat Loaf.

    P.S.: Und natürlich diversen Heldentaten von AC / DC.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Januar 2010
  25. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Oh nee, jetzt kommt die Leier mit der Kiffmusik... :aua:
    Was ist los mit dir da unten, das ist ja fast so sinnfrei wie, dass Radioaktivität keine Grenzen überschreiten würde... :suspekt:

    Mein Musiklehrer Anfang der 70er, selbst ein hervorragender Musiker und ca. Jahrgang 1920, also sicher frei von jedem Verdacht, je gekifft zu haben, war damals begeistert von Pink Floyd, eine der innovativsten Bands aller Zeiten.

    Jedes Bandmitglied ein Solo - was für ein hanebüchener Unsinn! Das ist eher für den Jazz typisch, und zwar schon seit den 30er Jahren. Bei Floyd gab es Gitarrensoli, wie bei allen Bands bis zu den 80ern, und vielleicht auch mal ein Keyboardsolo, aber Schlagzeug- oder gar Bass-Soli? Daran kann ich mich wirklich nicht erinnern...

    Die Musik von 1965-1975 war sicher ein absoluter Höhepunkt des Jahrhunderts und wird noch zu den Klassikern gehören, wenn kein Mensch mehr wissen wird, was Disco ist.

    Jou, genau, als Trailer für eine Sportsendung im Fernsehen gerade mal gut genug. Der funkige Rhythmus ist ja nicht so schlecht - aber mit diesen schwülstigen Geigenteppichen kannst du mich echt jagen!
     
  26. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Meintwegen.
    Miles Davis' Musik gehörte sicher auch zu den Höhepunkten dieses Jhd.; Rachmaninow auch; Karajan und Bernstein interpretierten Musik sicher auch so, dass es ein Jahrhunderterlebnis war.

    Du erinnerst Dich halt ganz speziell an die Klassiker der Sechzger/Siebzger aber ich bezweifle aber, dass Led Zeppelin hier im Forum der Mehrheit so bekannt ist und ich nenne jetzt mit Absicht wohl die bekannteste Band.
     
  27. Detti04

    Detti04 The Count

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    Frag doch einfach mal 'nen Zwanzigjaehrigen, welche Songs er denn so von Led Zeppelin u.ae. kennt. Danach weisst Du, wie weit her es mit Deinen Klassikern ist. Und wenn Du schon dabei bist, frag auch nach den von Dir so verhassten ABBA.

    Ganz ernsthaft: das meiste 70-er-Zeug ist gnadenlos ueberbewertet (vermutlich, weil viele Musikkritiker in Funk und TV in den 70-ern sozialisiert wurden). Pink Floyd ist ja tendenziell noch okay, aber die meisten Sachen sind doch eher wenig komplex. Nur mal so als Beispiel fuer eingeschlafene Fuesse (okay, das Lied ist von 1969):
    YouTube - Led Zeppelin -- Dazed and Confused
    Jeder spielt so ein bisschen vor sich hin, fuer gut 2-3 Minuten spielen auch mal alle irgendwie zielgerichtet zusammen, und fertig ist das 9(!)-Minuten-Lied. Dein Verweis auf den Jazz kommt da schon sehr hin, denn den (genauer: den Free Jazz) kann ich aus demselben Grund der musikalischen Selbstbefriedigung naemlich auch nicht leiden.

    Ich weiss, es ist unfair, aber trotzdem: vergleich den Led Zeppelin Song mal mit einem Song der Beatles, der sogar aelter ist:
    YouTube - A Day in the Life
    Er ist halb so lang (obwohl er ungewoehnlich lang fuer die Beatles ist), aber viel komplexer und dramatischer. Das liegt eben daran, dass die Beatles tatsaechlich sowas getan haben wie Songschreiben; bei Led Zep wirkt es so, als haetten die Jungs mal ein bisschen miteinander gejammt und das dabei entstandene "Ereignis" als Stueck auf Platte gepresst.
     
  28. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Weiß nicht, ob Led Zeppelin so unbekannt sind; ich kenne jedenfalls persönlich genug Jüngere, die sie durchaus kennen und den Sound sogar mögen. Abba-Fans kenne und kannte ich dagegen kaum, obwohl die unsäglichen Schweden damals nun wirklich alle Kommerzhebel in Bewegung setzten, um auf sich aufmerksam zu machen. Aber vielleicht verkehr(t)e ich halt einfach nicht in den Kreisen, die sich davon beeindrucken lassen...

    Abgesehen davon: Mir geht es doch gar nicht um den aktuellen Massengeschmack, sondern um die musikhistorische Bedeutung, die du der damaligen Zeit so vehement absprichst. Nicht umsonst bezeichnet man die Musik aus jener Zeit schon heute als "Classic Rock". Das bedeutet für mich nichts anderes als: zeitlos, für alle Zeiten bedeutend, genau wie Bach, Mozart oder Beethoven. Disco dagegen ist musikalisch ungefähr so bedeutend wie der Twist Anfang der 60er – eine lustige Modeerscheinung, auf die die Teenies damals gerne abtanzten, mehr nicht.

    Im Gegenteil, ich halte sie mittlerweile sogar eher für unterbewertet. Nicht umsonst werden heute MTV-Redakteure schon mit Ende 20 gefeuert, denn das große Geschäft sind die Jungen, deren Geschmack viel berechenbarer und steuerbarer ist. Also werden die aktuellen Hits gnadenlos gepuscht, während über die alten Bands offiziell kaum noch jemand redet, außer vielleicht in irgendwelchen nächtlichen Oldiesendungen im Radio.

    Das Ganze begann mit der Kürzung der meisten Stücke auf das Standardformat von 2:30 bis 3 Minuten – natürlich ohne störende Soli, ohne schwierige Rhythmen oder gar Rhythmuswechsel. Kompakt und schnell wollen die Kids seit Ende der 70er konsumieren, und ein tolles Video darf da natürlich nicht fehlen. Daher ist seitdem die Färbung der Haare, Klamotten, Tattoos und der ganze optische Firlefanz viel wichtiger als das Hören selbst. Früher hat man sich noch Zeit zum Zuhören und Träumen gelassen – und zwar nicht nur bekifft. (Ich selbst habe z.B. meinen ersten Joint erst Ende 1973 geraucht, da war die "Klassik"-Phase fast schon vorbei, aber ich war seit fast 5 Jahren begeisterter Hörer und Selberspieler dieser Musik gewesen).

    Ach so, auf einmal. :) Vorher hieß es noch (ich zitiere) "Ich finde, die 70er sind so ziemlich das schlechteste Musik-Jahrzehnt ueberhaupt, zumindest was typische 70-er Musik wie Pink Floyd u.ae. angeht"

    Naja, ich denke, um die Mitte der 70er wurde es sogar eher ZU komplex, wie Rupert weiter oben ganz zutreffend bemerkte. Trotzdem gab es bis dahin viele Bands, die ich gerade wegen ihrer Komplexität liebte, wie z.B. die hier:

    YouTube - Gentle Giant - Mister Class And Quality

    Ok, Dazed and Confused war jetzt auch nie mein Lieblingsstück von Led Zeppelin, wie überhaupt ihre erste Platte, von der das Stück stammt, noch nicht so ganz "rund" war. Und diese Live-Version ist tatsächlich ziemlich daneben und sehr langatmig. Die Studioversion dauert aber nur 6:27, und dass da "jeder vor sich hin spielt", kann ich trotzdem nicht finden, auch wenn ich die Komposition nicht so besonders gelungen fand.

    Eines ist aber auf jeden Fall klar: Led Zeppelin haben Maßstäbe gesetzt für Generationen von Musikern nach ihnen, insbesondere Schlagzeuger John Bonham und der geniale Jimmy Page an der Gitarre. Ich persönlich höre zum Beispiel noch gerne die "härteren" Stücke wie dieses hier – da kann ich selbst im Sitzen nicht stillhalten:

    YouTube - Led Zeppelin - Houses Of The Holy

    Jazz ist nicht gleich Free Jazz (den ich auch nicht mag). Aber schon im klassischen Jazz à la Louis Armstrong spielte jedes Instrument sein Solo, und die Stücke dauerten ihre Zeit. Und überhaupt: lange Stücke sind in der Musik seit jeher Tradition, schau nur auf die Klassik, da findest du keine kompakten, konsumfertigen 3-Minuten-Häppchen, so wie heute...

    Bin eigentlich auch kein großer Jazz-Fan, bewundere aber die Fähigkeiten vieler Jazzmusiker und die Komplexität ihrer Musik, weshalb ich es auch ganz gerne live sehe. Und ungefähr so ähnlich geht es mir auch mit klassischer Musik.

    Die Beatles sind eine der wichtigsten Bands und eine der Vorreiter der "klassischen Ära", das ist klar. In den 60ern war die Musik allerdings eher weniger komplex, direkter, einfacher – was man positiv oder negativ sehen kann. In der ersten Hälfte der 70er wurde dagegen eigentlich mehr komponiert und weniger "gejammt", wie du es nennst.

    Es gab allerdings tatsächlich einige Bands, die wirklich nichts anderes machten, als ellenlang vor sich hin zu dudeln. Und hier schließt sich der Kreis wieder, denn das waren genau die Bands, die ihren Anhängern zeitweise sogar empfohlen, LSD-Trips zu ihrer Musik zu werfen - vermutlich weil man sie sonst nicht lange aushielt. Dazu gehörten zum Beispiel Bands wie Grateful Dead oder Jefferson Airplane. Hier mal ein Beispiel:

    YouTube - Grateful Dead - Wharf Rat 7/18/1976
     
  29. Jonas

    Jonas Gooner

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    Gehöre ich mit 19 zu den Jüngeren? Ich kenn sicher mehr Led Zep Songs als ABBA Sachen ;-) Halte die 70er auch eher für unterbewertet. Überbewertet sind meiner Meinung nach eher die 80er, z.B. der Metal, der heute schön weichgespült präsentiert wird und trotzdem natürlich mit der "guten alten harten Zeit" verglichen wird. Oder die ganzen Bands mit pseudo Punkimage.

    Es gibt durchaus Leute, die mit "Rumgedudel" in ihrer Musik Abwechslung, Kontraste und mal einige weniger höhepunktreiche Takte unterbringen wollen. Musik ist immernoch Geschmackssache, und selbst wenn sich einer vor die amerikanische Botschaft stellt und im 4/4 Takt so laut rumtrommelt wie er kann, kann das immernoch ein musikalisches Statement sein. Muss zwar nicht wirklich jedem gefallen, (ich würde als politisches Statement evtl. Hendrix' Interpretation der US Nationalhymne favorisieren ;-) ) aber Ausdruck hätte es möglicherweise.

    Klar gibts auch Leute, die wirklich NUR dudeln und keinerlei Höhepunkte in der Musik haben, vor allem Live, wenn man mal wieder improvisieren muss und jeder noch sein ellenlanges Solo haben muss.

    Aber man sollte vielleicht nicht zu schnell etwas verurteilen, gerade auch, weil ich der Meinung bin, dass einzelne Songs oft erst im Gesamtwerk des Albums Sinn ergeben. Übertriebener Vergleich: Du hörst dir ja auch von einer Klassiksinfonie nicht nur das Menuett an und rufst dann: "Watt? Dat ist doch eintönige Tanzmusik.."
     
  30. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Kann ich gar nicht abstimmen. Rückblickend hatte jede Zeitspanne ihre Musik, die mir gefallen hat. Seit Mitte der 70er. Merke ich daran, daß aus jeder Zeit immer wieder was aufliegt. Mal dieses, mal jenes mehr.
     
  31. Westfalen-Uli

    Westfalen-Uli Frühaufsteher

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    Das war für mich eine der grössten Bands dieser Zeit:

    Yes (Band) ? Wikipedia

    Beim Livekonzert hatten die eine drehbare Bühne in der Mitte....
    und dann dieser Sound.... Wer's erlebt hat wird das nie vergessen...

    :hail: