EU-Freihandelabkommen

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von pauli09, 7 März 2014.

  1. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

    Beiträge:
    14.238
    Likes:
    1.901
    wenn die eu dieses abkommen unterzeichnet, werde ich eu-gegner.
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/so...fentlichen-geheimes-eu-dokument-a-957503.html
     
  2. Anzeige für Gäste


    um diese Anzeige auszublenden!.
  3. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.160
    Likes:
    3.173
    Die unterzeichnen aktuell deswegen schon nicht, weil der EU-Vorschlag weit über den US-Vorschlag hinaus ging was den Abbau der Zölle betraf.
     
  4. derblondeengel

    derblondeengel master of desaster

    Beiträge:
    4.555
    Likes:
    1.736
    Die EU wäre eigentlich ne tolle Idee, wenn die Ottos da nicht immer völlig gegen den Willen der Bürger entscheiden würden... :schlecht:
     
    theog und pauli09 gefällt das.
  5. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

    Beiträge:
    14.238
    Likes:
    1.901
    was mich allerdings weniger interessiert!
    mich interessiert deren gen-s*heiße!
    was soll ich mit monsanto in unseren herrlichen EU-gefilden?!
    prosciutto und serrano aus mit gen-mais gefütterten tieren?
    die sollen in den usa ihre s*heiß burger fressen und fertich.
     
  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.160
    Likes:
    3.173
    Ich will gar nicht wissen, bei der Serrano- und Parmaflut, die über Europa hereinbrach, mit was und unter welchen Umständen diese Schweine heute schon gemästet werden.
     
  7. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

    Beiträge:
    14.238
    Likes:
    1.901
    dann wollen wir es aber mit monsanto doch nicht verschlimmern!
     
  8. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.160
    Likes:
    3.173
    Ich will gar nix verschlimmern; ich ess' das Zeug heute schon kaum - auch ohne Genmais.
    Die Schlemmerzeiten in Europa sind eh schon mindestens seit 30 Jahren perdu.
     
  9. Detti04

    Detti04 The Count

    Beiträge:
    11.633
    Likes:
    1.390
    Was ist doch gleich das Problem beim Genmais?
     
  10. GaviaoDaFiel

    GaviaoDaFiel Last Dino Standing

    Beiträge:
    6.691
    Likes:
    1.042
    Er konsumiert es schon seit Jahren, hats nie bemerkt, und es frisst sein Gehirn auf... emoticon-zombiehead.gif
     
  11. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

    Beiträge:
    7.375
    Likes:
    436
    1.) die Geschäftspraktiken der Eigentümer des gvä Mais, also der, der damit Geld verdient
    2.) erworbene Resistenzen von Schädlingen bzw. die Wirkung des eingebauten Giftes auf die Umwelt
    3.) die Übertragung auf Felder mit nicht gentechnisch veränderten Pflanzen
     
  12. Detti04

    Detti04 The Count

    Beiträge:
    11.633
    Likes:
    1.390
    Punkt 1 ist der einzige Punkt, bei dem ich zustimme, aber ein solches Szenario gibt es ja z.B. schon lange bei Kartoffeln, ganz ohne Gentechnik.

    Punkt 2 sollte nicht anders sein, als wenn der Mais mit einem Pestizid behandelt wird, denn wenn man ein solches lange genug spritzt, dann koennen Schaedlinge auch dagegen Reistenzen entwickeln. Die Umweltbelastung des Genmais ist vermutlich sogar kleiner, denn waehrend dort der Wirkstoff gleich in der Pflanze steckt, muss man ihn beim Spritzen von aussen aufbringen, wobei ein Grossteil nauerlich auf dem Acker (oder sonstwo) landet oder gleich als Schwebstoff in der Luft bleibt.

    Punkt 3 ist witzlos, denn das ist bei jeder herkoemmlichen Zuechtung genauso. Jeder Zuechter einer neuen Rosenart gefaehrdet existierende Rosenarten in derselben Form, wie der Genmais anderen Mais gefaehrdet.
     
  13. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

    Beiträge:
    19.922
    Likes:
    1.053
    Naja Detti.....ich denke mal, man schätzt (unter der Gegnerschaft von genmanipulierten Pflanzen und Tieren) eine "erzwungene", aber dennoch im bioligischen Prozess natürlich verlaufende Züchtung als weit harmloser ein, als wenn man den Zuchterfolg via Erbanlage vorgibt.

    Ersteres führt (im Denken derer) nämlich dazu, dass währens des Züchtungsprozesses die Natur quasi von selbst checkt, ob das alles so funktioniert oder eben nicht. Verlaufen ja nicht alle Züchtungen erfolgreich.

    Ums mal plakativ zu sagen: Wenn ich will, dass eine gewisse Pflanze, nehmen wir das Schneeglöckchen, blaue Blüten bekommt, kann ich das versuchen hinzuzüchten, komme aber möglicherwiese zu keinem positiven Ergebnis, weil der natürliche Prozess sowas nicht vorgesehen hat und deswegen trotz aller (derzeit möglichen) Bemühungen nicht hervorbringt.

    Wenn ich selbiges mittels Genmanipulation als Erbanlage vorgebe, komme ich deutlich sicherer zum Ziel, auch denn "die Natur" eigentlich was dagegen hatte.

    Und genau dann - so stelle ich mir vor, ticken die Gegner - stellt sich immer die Frage nach den Nebenwirkungen auf die Umwelt, das Biotop, die Menschheit, die Natur etcpp.

    Und weil das eben nicht geklärt ist, sind sie dagegen.
     
  14. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

    Beiträge:
    7.375
    Likes:
    436
    Punkt 3: Für die Bauern, die es betrifft und deren Abnehmer ist es alles andere als witzlos, denn diese wollen ihre Äcker frei davon halten, ob irrational oder rational ist doch da erstmal zweitrangig. Ich kenne mich nicht so gut aus, aber welche Handhabe haben diese Bauern gegen die aus ihrer Sicht "Kontamination" ihrer Äcker bezogen auf die jeweils nächste Generation bzw. Fruchtfolge.
    Es gibt gentechnisch veränderte Pflanzen, die fortpflanungsunfähig sind, ist das der Weisheit letzter Schluss?

    Punkt 2: Mag stimmen, auch wenn ich nicht weiß, ob über Spritzmittel zugesetztes Pesitzid Einfluss auf die genetische Ausstattung zukünftiger Fruchtfolgen nimmt. Aber es ist doch insofern eine Aufrüstung, dass das zugesetzte Pestizid in seiner Wirkung gesteigert werden muss. Was hat man letzten Endes damit gewonnen, abgesehen von Einnahmen für die Verkäufer und Eigentümer der Pestizide und des gvä Saatguts? Gibt es Alternativen mit weniger Pestiziden auszukommen und eine hohe Biodiversität herzustellen, was ja aus gesundheitlichen und ökologischen Gründen denke ich besser wäre.

    Punkt 1: Auf gentechnisch veränderte Organismen und Saatgut können Patente angemeldet und diese auch bei nicht hinreichend belegten Verdachtsfällen aus Kostengründen für die Beklagten durchgesetzt werden. Patente werden relativ rasch und eher weitläufig erteilt und es dauert sie anzufechten. Zusätzlich engen sie den Handlungsspielraum der Landwirte ein. Außerhalb der Gentechnik sind "Biopatente" weniger weit verbreitet. Wie ist es bei den Kartoffeln, die du ansprichst?
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 März 2014
  15. Detti04

    Detti04 The Count

    Beiträge:
    11.633
    Likes:
    1.390
  16. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Wer das unterschreibt, dem solle die Hand abfaulen.
    Da kann dann in Zukunft jeder Investor ´ne Chemiefabrik in die deutsche Botanik oder gar Umweltschutzzonen setzen, und wenn der Staat oder das Bundesland das nicht genehmigen will, zieht der Investor vor ein internationales Gericht, das in 1. Linie seine Interessen "höchstmöglich liberal" zu verteten hat. Ergebnis wäre eine Verhandlung, bei dem das Budget den Sieger bestimmt. Und da können sich einige deutsche Kommunen aus Kostengründen nicht drauf einlassen, immerhin winken dem Investor im Zweifelsfall Milliarden an Schadenersatz für mögliche entgangene Gewinne.

    Dann können wir unsere Verbraucherschutz- und Umweltgesetze auch gleich in die Tonne kloppen.
     
    pauli09 gefällt das.
  17. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

    Beiträge:
    43.748
    Likes:
    2.755
    Cool, kann ich dann auch umgekehrt hier endlich irgendwelche Firmen auf Millionen von Euro verklagen, weil irgendwas absurdes (Katze nicht in die Mikrowelle!) in der Betriebsanleitung fehlt? :D
     
    Zuletzt bearbeitet: 12 Mai 2014
  18. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Nein. Das Gesetz gilt nur dem Schutz der Investoren, nicht der Verbraucher. ;)
     
    pauli09 gefällt das.
  19. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Dürfen sie auf Druck der USA ja anscheinend gar nicht. Warum wohl, wenn die doch nur Ziele verfolgt, die der Allgemeinheit weiterhelfen? Und das 95 % der Gespräche mit Industrie und Wirtschaft geführt werden, während Umwelt- und Verbraucherschützer außen vor bleiben, lässt auch tief blicken.
     
  20. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Jep. Was die dem Kongress mitgeteilt haben stimmt natürlich mit dem überein, was sie dann in den Verhandlungen fordern werden... :D
     
  21. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.160
    Likes:
    3.173
    Oh Gott, Schröder, nicht schon wieder, bitte.
    Man bringt Dir eine Informationsquelle und anstatt die mal anzuschauen, heisst's gleich: Braucht man sich nicht anschauen, ist eh gelogen.
    Dann beerdigen wir das Thema halt wieder. Ist auch nicht weiter wild, weil für die Europawahl sowieso nur ein Thema unter vielen.
     
    Princewind gefällt das.
  22. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.160
    Likes:
    3.173
    Im Allgemeinen, egal um welche Verhandlungen es sich handelt, lässt man bei keiner Verhandlung der Welt live die Welt zusehen. Das würde auch jede Verhandlung ad absurdum führen.
    Was man der EU ankreiden kann, ist, dass sie nicht gescheit über Zwischenstände informiert und nicht regelmäßig zu strittigen Punkten Stellung bezieht. So entsteht nämlich genau das, was gerade passiert: Die beste Gerüchteküche und keiner weiß so richtig woran er ist.
     
  23. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Ob du es glaubst oder nicht: Ich hab mir das durchgelesen (allerdings ist mein Englisch nicht so gut, das ich alles verstanden habe). Ich glaube auch nicht, das die Quelle lügt. Ich glaube halt nur nicht, das die Industrie (und das gilt nicht nur für die Amerikanische sondern für solche Konzerne generell) den Kongress in den USA bzw. die EU über alle ihre Pläne genau informiert hat.

    Oder glaubst du, das z. B. Müller Milch die Behörden, die für die Verteilung von Fördergeldern zuständig sind, von der geplanten Schließung des Betriebs in Niedersachen informiert hat, bevor sie die Millionen für den Aufbau ihres neuen Standorts im Osten bekommen haben?
     
    pauli09 gefällt das.
  24. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.160
    Likes:
    3.173
    Natürlich haben sie das nicht - aber was hat das jetzt mit der Verhandlung dieses Abkommens zu tun?

    Dieses Abkommen wird ja nicht nur von Konzernen verhandelt; die haben ihre Interessen, und deswegen geht's ja auch darum deren Interessen und die der weiteren Beteiligten und Betroffenen zu verhandeln.
     
  25. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Wenn denn die weiteren "Beteiligten" wie Verbraucherschutz- und Umweltverbände gleichermaßen Gehör finden würden, hätte ich damit auch weniger ein Probelm. Es sind aber zu 95 % Industrie und Wirtschaft, mit denen geredet wird. Evt. Bedenkenträger werden komplett ignoriert. Und wie ich die Deppen in der EU kenne, lassen die sich mal wieder schön über den Tisch ziehen.
     
  26. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.160
    Likes:
    3.173
    Kapier ich jetzt nicht so wirklich, wann die "Deppen in der EU" letztens "über den Tisch" gezogen wurden.
     
  27. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Also wann es das letzte mal war, kann ich dir nun auch nicht sagen. Bei der Währungsunion haben sie es aber geschafft, sich selber über den Tisch zu ziehen. Der "Stabilitätspakt" war dann am Ende doch das Papier nicht wert, auf dem er draufstand: Statt die Kriterien einzuhalten und Vergehen zu bestrafen, haben ausnahmslos ALLE (sogar Deutschland!) dagegen verstoßen, bestraft wurde keiner und am Ende ist eine Schuldenunion daraus geworden. Nicht gerade das, was man den Bürgern vor Einführung des Euro versprochen hat, oder?
     
  28. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.160
    Likes:
    3.173
    Wenn Du mich fragst, ist die Währungsunion, also der Euro, gerade für 'schland ein Erfolg.

    Was die Verschuldung der einzelnen Länder mit dem Euro zu tun haben soll, kapiere ich nicht. Hätten sie mit einer eigenen, nationalen Währung per se mehr Geld gehabt und somit weniger Schulden aufgenommen?
     
  29. Rupert

    Rupert Je suis soleil

    Beiträge:
    36.160
    Likes:
    3.173
    Desweiteren empfinde ich von allen EU Entscheidungen die Einführung des Euro als komplett richtig; auch wenn das eine oder andere Land sich damit mehr Zeit hätte lassen sollen.
     
  30. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Hab nicht gesagt, das die Verschuldung der einzelnen Länder auf den Euro zurückzuführen ist, die war vorher auch schon hoch. Umso erstaunlicher, das dann ein Stabilitätspakt ausgehandelt wird, um den Bürgern die Angst vor einer Inflation und dem Wertverlust ihrer Sparguthaben zu nehmen, und dann wird laufend ohne Konsequenzen dagegen verstoßen. Warum wird dann sowas überhaupt beschlossen? War doch von Anfang an klar, dass das nicht eingehalten wird.
     
  31. Schröder

    Schröder Problembär

    Beiträge:
    10.889
    Likes:
    971
    Geht nicht um "richtig" oder "falsch", sondern darum, das die EU gerne mal Verträge und Richtlinien aushandelt, an die sich dann aber keiner hält. Vor allem zugunsten der Wirtschaft wird gerne mal ein Auge zugedrückt, und gleiches befürchte ich beim Freihandelsabkommen.