" Einwurf " Zimmis WochenKurier-Kolumne

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von EL PADRE, 13 Juni 2006.

  1. EL PADRE

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    Gehört natürlich auch ins Soccer rein :prost:

    Rumopern bis zum Abpfiff! Nein, das ist keine Generalabrechnung mit den elektronischen Medien wegen ihrer Analysen der gerade getätigten Analysen. Das ist das Motto des in der nächsten Woche anstehenden Elbhangfestes.
    Wenigstens mal wieder was los in der fußballfreien Landeshauptstadt. Hier toben sich die meisten Fans jetzt auf privat organisierten Fußball-Parties aus. Schon am Mittwochabend fragen in Dresden wieder hunderte Gäste nach einem Weg zum gemeinsamen Fußball-Erlebnis Deutschland gegen Polen. Überall hierzulande wird das Gemeinsamkeits-Gefühl gepflegt, überall werden wie in München, Hamburg oder in Leipzig schon selbst erlebt, Emotionen freigelegt wegen dieses Balles. Deutschland präsentiert sich entgegen aller Unkenrufe als weltoffen und nicht so richtig spießig.
    Geht ja auch schlecht, wenn wie am Sonntag in Leipzig die Holländer die Stadt für einen Tag in Beschlag nehmen und einfach das Leben nur leben wollen.
    Entweder der Normalbürger ließ sich anstecken von der Freude oder aber er blieb gleich zu Hause. Dazu zählte halt auch, dass der Holländer den Deutschen Oranje schminken wollte. Und wenn der dann zu dick die Farbe im Gesicht trug, musste er diese vor dem Stadioneingang wieder abschminken. Das wiederum will die FIFA so. Die kann mit ihren Regularien ohnehin nicht dafür sorgen, dass diese Weltmeisterschaft eine der Superlative wird. Selbst, wenn Deutschland nicht Weltmeister wird! Wer erst einmal mit diesem verrückten Virus infiziert ist, zieht selbst ein argentinisches, brasilianisches oder italienisches T-Shirt an, um sich die Laune nicht verderben zu lassen. Bis zum 9. Juli wird der Wahnsinn anhalten. Selbst im Hochsicherheitstrakt Deutschland gibt es lächelnde Ordnungshüter und Polizisten. Die werden das doch nicht etwa nur deshalb tun, weil es von oben verordnet wurde? Nein, die tun es auch, weil sie an irgendeiner Stelle am eigenen Leib verspürt haben, dass sie noch leben. Selbst Gerhard Mayer Vorfelder teilte in einer Pressekonferenz mit, dass er FIFA-Chef Blatter um Verständnis für die Pfiffe in deutschen Stadien bittet. Schließlich erginge es ihm ebenso. Wichtig für das eigene Ventil.
    In Dresden dagegen steht die Luft, wird dick. Das ist in einem Tal nun einmal so.

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  3. Egge

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    Man kann ihn einfach nur lieben :top: :top: :top: :top: !
     
  4. EL PADRE

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    Der Mann ist einfach nur ein Traum , kennt Ihr den Zimmi eigentlich noch als Stadionsprecher ???
     
  5. M-Block

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    Der war doch noch zu Bundesliga bzw Regionalliga da oder?
     
  6. EL PADRE

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    Bis zur Bundesliga
     
  7. M-Block

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    Dann habe ich hin noch erlebt irgendwie!!:hail: :hail: :prost: :prost:
     
  8. EL PADRE

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    Haste die letzten EC Spiele noch miterlebt ?
     
  9. M-Block

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    Ne war ma so bloss bei der bundesliga!richtig dabei eigentllich seit ende der Regionalliga bzw seit der oberliga richtig mit allen spielen gerade auswärts!
     
  10. EL PADRE

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    Da müßen wir mal ein babelchen machen ! Was der Mitte bis Ende der achtziger auf die Beine gestellt hat , ist nie mehr zu toppen !!!!! :warn:
     
  11. M-Block

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    Ja das machen wie ma!:hail: Z.B. am Samstag bei Flöggchen und danach zur BRN?:gruebel:
     
  12. EL PADRE

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    Orrrrrrrrrrrr ............... Ihr Zecken :auslach:
     
  13. M-Block

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    Ja wegen den gehe ich hin!!:lachweg: :lachweg: :12a:
     
  14. EL PADRE

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    Stimmt , Zeckinnen ficken besser :prost:
     
  15. M-Block

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    Ach stimmt ja das kann man da och machen!:lachweg: :fress:
     
  16. EL PADRE

    EL PADRE Erfahrener Benutzer

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    So und nun Schluß mit dem rumgelaber in meinem Fred :motz: :prost:
     
  17. M-Block

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    ja Papps:hail: :hail: :hail:
     
  18. EL PADRE

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    Wochenkurier vom 21.06.06

    Tatort Leipzig, Straßenbahnlinie 15 vom Augustusplatz ins Sportforum. Tatzeit 19.45 Uhr letzten Sonntag. Vier Dresdner Fußballfans wollen nicht ins Stadion, sondern nur vor der WM-Schüssel Platz nehmen. Nein, sie wollen nicht randalieren, sie wollen einfach nur das Fluidum genießen. Natürlich wären sie gern drin in der Arena. Aber mehr als 150 Euro für eine Eintrittskarte haben sie sich nicht vom Munde abgespart. Die Schwarzmarktpreise liegen genau bei 300 Euro. Doch die Jungs sind nicht traurig. Sie lichten sich mit meiner Eintrittskarte in der Hand gegenseitig ab. Per Fotohandy. Und sie grüßen eine auf der Parkbank mit ihrem Kater sitzende Rentnerin, die sich sichtlich wohl fühlt inmitten des Trubels. Dann haben sie allerdings auch ein paar Fragen. Weshalb passiert eigentlich nichts in der Fußballhochburg Dresden? Bauen die jetzt wenigstens ein neues Stadion? Warum gibt es nicht eine Stelle in unserer Stadt, an der ein gemeinsames Fußballschauen möglich ist? Weshalb werden überall im Land noch mehr Public Viewing-Arenen errichtet, nur Dresden stellt sich quer? Wieso erzählen sie uns, dass genug los ist mit Frauenkirche, Zwinger und Grünem Gewölbe? Warum muss die Haltestelle auf dem Postplatz genau so teuer sein wie ein Stadion? Die Fragen kommen nicht aggressiv. Sie kommen eher verständnislos. Was wäre eigentlich passiert, wenn ich den Jungs noch gesteckt hätte, dass in Elbflorenz weiter ganz bewusst in Sachen Stadion-Neubau auf Zeit gespielt wird? Die irre Theorie der Abteilung Verhinderung in Reihen der CDU, das neue Stadion beliefe sich beim Zusammenziehen aller Unwägbarkeiten auf eine Summe von 150 Millionen wird ausgerechnet von einem Mann verkauft, der Flutgelder auf seinem Konto vergessen hatte. Fehlt jetzt eigentlich nur noch, dass die Lehrergewerkschaft weiter an ihrem Plan festhält, die Nationalhymne wegen der Vergangenheit nicht mehr singen zu lassen oder umzudichten. Langsam wird auch dem Letzten klar, weshalb Deutschland in der Pisa-Studie so weit hinten liegt. Merkelt hier wirklich keiner, wie schnell dank der überragenden Fußballstimmung auch noch Mehrwertsteuer und Krankenversicherungsgesetz auf die Reihe gebracht werden? Das mit dem Ventil funktioniert halt überall, nur bei uns in Dresden nicht. Glückwunsch zum 800.

    Ihr
    Gert Zimmermann

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  19. Floggit

    Floggit Moderator

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    :warn: mal kurz aufn punkt gebracht
     
  20. EL PADRE

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    Am 7. Juli ist es so weit. Nein, nicht das Endspiel der Fußball-WM. Es geht um die Sondersitzung des Dresdner Stadtrates. Thema: Bauen wir jetzt in der Stadt der Ahnungslosen ein Stadion oder nicht? Diesmal sind die Damen und Herren im Rathaus vor ihrer Sommerpause richtig in der Bredouille.
    Ein weiterer Fauxpas nach der Ausgrenzung ihrer Bürger in Sachen Gemeinschaftsgefühl während der WM-Tage sehen die meisten zwar nicht als so schlimm. Denn ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Deshalb sollten die Stimmungsverhinderer endlich darüber nachdenken, ob denn die Residenzstadt Dresden nicht den Antrag auf eine selbstständige politische Einheit stellen müsste?

    Die Jugendlichen haben sie mit ihrer Hinhaltetaktik und ihrem verstaubten Lebensstil schon lange verloren. Schön, denn schließlich werden wir ja schon 800. Und ein klein wenig spießig muss es schon zugehen in Elbflorenz. Diese innere Ruhe während der WM, das ist so recht nach dem Geschmack unserer Stadtväter. Nach bisher unbestätigten Meldungen soll im Rathaus sogar ein Arbeitspapier existieren, in dem von keinem Stadionbau geschrieben wird. Richtig lustig war es, als es selbst dem Sport-und Bäderamt zu peinlich wurde mit der trostlosen WM-Positionierung und schnell in der alten Eishalle nach einer Möglichkeit des Public Viewing gesucht wurde. Doch jetzt wollte kein Caterer mehr einsteigen. Und tschüß sagte der letzte Versuch.

    Wünschen wir wenigstens der Galopprennbahn am Wochenende mit ihrem Saisonhöhepunkt, dem Meeting ein besseres Gelingen. An den ersten drei Renntagen gab es ja nur Pleiten, Pech und Pannen. Zwei Pferde stürzten so unglücklich, dass sie eingeschläfert werden mussten. Da die Startmaschine nicht mehr die neueste ist, streiken immer häufiger die Vollblüter, brechen aus und sorgen für Verwirrung. Nicht nur der Zeitplan wird damit richtig durcheinander gebracht. Jockeys, die ihre Flüge gebucht hatten, gaben ihre Ritte ab, die Wettumsätze fielen. Hoffentlich geht es bald wieder aufwärts in Dresden-Seidnitz, damit die Sponsoren nicht auf andere Gedanken kommen.

    Der Führungswechsel war halt doch nicht so ganz ohne. Doch das kennen wir ja in einer führungslosen Stadt zur Genüge. Haut uns nicht mehr um!
     
  21. EL PADRE

    EL PADRE Erfahrener Benutzer

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    Am 7. Juli ist es so weit. Nein, nicht das Endspiel der Fußball-WM. Es geht um die Sondersitzung des Dresdner Stadtrates. Thema: Bauen wir jetzt in der Stadt der Ahnungslosen ein Stadion oder nicht? Diesmal sind die Damen und Herren im Rathaus vor ihrer Sommerpause richtig in der Bredouille.
    Ein weiterer Fauxpas nach der Ausgrenzung ihrer Bürger in Sachen Gemeinschaftsgefühl während der WM-Tage sehen die meisten zwar nicht als so schlimm. Denn ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Deshalb sollten die Stimmungsverhinderer endlich darüber nachdenken, ob denn die Residenzstadt Dresden nicht den Antrag auf eine selbstständige politische Einheit stellen müsste?

    Die Jugendlichen haben sie mit ihrer Hinhaltetaktik und ihrem verstaubten Lebensstil schon lange verloren. Schön, denn schließlich werden wir ja schon 800. Und ein klein wenig spießig muss es schon zugehen in Elbflorenz. Diese innere Ruhe während der WM, das ist so recht nach dem Geschmack unserer Stadtväter. Nach bisher unbestätigten Meldungen soll im Rathaus sogar ein Arbeitspapier existieren, in dem von keinem Stadionbau geschrieben wird. Richtig lustig war es, als es selbst dem Sport-und Bäderamt zu peinlich wurde mit der trostlosen WM-Positionierung und schnell in der alten Eishalle nach einer Möglichkeit des Public Viewing gesucht wurde. Doch jetzt wollte kein Caterer mehr einsteigen. Und tschüß sagte der letzte Versuch.

    Wünschen wir wenigstens der Galopprennbahn am Wochenende mit ihrem Saisonhöhepunkt, dem Meeting ein besseres Gelingen. An den ersten drei Renntagen gab es ja nur Pleiten, Pech und Pannen. Zwei Pferde stürzten so unglücklich, dass sie eingeschläfert werden mussten. Da die Startmaschine nicht mehr die neueste ist, streiken immer häufiger die Vollblüter, brechen aus und sorgen für Verwirrung. Nicht nur der Zeitplan wird damit richtig durcheinander gebracht. Jockeys, die ihre Flüge gebucht hatten, gaben ihre Ritte ab, die Wettumsätze fielen. Hoffentlich geht es bald wieder aufwärts in Dresden-Seidnitz, damit die Sponsoren nicht auf andere Gedanken kommen.

    Der Führungswechsel war halt doch nicht so ganz ohne. Doch das kennen wir ja in einer führungslosen Stadt zur Genüge. Haut uns nicht mehr um!
     
  22. EL PADRE

    EL PADRE Erfahrener Benutzer

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    In zahlreichen deutschen Gemeinden basteln die Vertreter an einem Geheimplan. Die zahlreich im Lande vertretenen Bismarck-Denkmäler sollen in Klinsmann-Gedenkstätten verwandelt werden. Die Inschrift wird Bestand haben: Dem großen Reformer - das dankbare Vaterland. Erstens kann dank dieses kleinen Kunstkniffs jeder Dorfsheriff behaupten, er hätte die Zeit nicht verschlafen. Zweitens bekommt er garantiert die Anerkennung seiner Bevölkerung, die zur Zeit nach aktuellen Umfragen mit 73 Prozent an der WM interessiert ist. Das sind Zahlen, von denen die Politiker träumen dürfen und die sie nie mehr erreichen werden. Wir haben in Dresden das einmalige Schauspiel erleben dürfen, wie unter der begeisternden Anteilnahme der Bevölkerung der Goldene Rathausmann wieder auf seinen Stammplatz gehievt wurde. So bescheiden ist man inzwischen in der Landeshauptstadt. Da bezahlen wir doch alle glatt mehr Parkgebühren. Bei solchen Höhepunkten sollten es gleich mal 5 Euro pro Minute sein. Das sind doch Vorschläge, die das Herz des Kämmerers schneller schlagen lässt. Da kann er sich doch auch ruhig mal ein klein wenig verrechnen. Irren ist halt menschlich. Und in Mathematik muss ja nicht jeder mit Note gut abgeschlossen haben. Hauptsache, wir können darüber noch lachen. Denn ab der nächsten Woche sollen schließlich frohgelaunte Bürger ihre Geschenke zur 800-Jahr-Feier vor dem Rathaus ablegen. Auf den Neubau eines Fußballstadions würden wir verständnisvoll verzichten. Denn 8 Millionen Euro in eine Ruine stecken, damit der Spielbetrieb überhaupt weitergehen kann, ist doch eine geradezu heroische Tat unserer Experten. Da ist das Geld mehr als gut angelegt. Macht ruhig so weiter, alle ziehen den Hut vor so viel Weitblick. Auch sollten wir mehr Vertrauen haben. Schließlich sind wir im Städte-Ranking wie in einer Hitparade von 0 auf 10 vorgeschnellt, liegen weit vor dieser verstaubten WM-Stadt Leipzig und haben in der Dynamik natürlich auch Chemnitz hinter uns gelassen. Also doch alles richtig gemacht. Nur wir Fußball-Kranken wollen das einfach nicht einsehen. Also habt alle Dank für die unschätzbaren Leistungen, die gebracht wurden und feiert bis in den Morgengrauen. Ein Glück, dass wir kein Bismarck-Denkmal unser eigen nennen.

    Quelle: Wochenkurier vom 5.7.06
     
  23. EL PADRE

    EL PADRE Erfahrener Benutzer

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    Wochenkurier vom 11.07.06

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    Schade aber auch. Die Nacht der Museen in unserem schönen Elbflorenz wurde ein Flop. Eigentlich völlig unverständlich, denn die Stadt hatte bei der Terminierung extra das WM-Endspiel-Wochenende herausgesucht.
    Weil doch Dresden überhaupt nichts für Fußball übrig hat, keine einzige Leinwand für Lärm sorgte, also dieser Termin. Unverschämterweise dringt dann doch der Torjubel aus geöffneten Fenstern. Einige Straßenmusikanten waren vollkommen verwirrt. Statt Minnegesang Ball-Lieder. Ekelhaft! Wo war eigentlich genau da das Ordnungsamt, um diese Gefühlsausbrüche der unverbesserlichen Krawallmacher zu verhindern, hart zu bestrafen. Da wir uns in unserer Stadt auch sehr musealisch in einem anderen Jahrhundert befinden, steht die Frage nach den guten, alten Nachtwächtern. Die könnten Fußballfans bei der Einreise in unsere selbstständige politische Einheit Dresden strikt umleiten. Wir müssen inzwischen sehr darauf achten, dass wir in unserer egozentrischen Ruhe nicht zu stark bedroht werden. Wie könnten wir es eigentlich schaffen, dass diese Ruine Harbig-Stadion von alleine zusammenfällt und für jeden nicht wahrnehmbar über Nacht entsorgt werden kann? Oder wollen wir etwa so werden wie der übrige traurige Rest von Deutschland? Unverantwortlicherweise haben sich dort Familien gegenseitig bemalt, haben sich fortbewegt in Zonen, wo noch mehr Gleichgesinnte schon auf sie warteten. Ist so eine Zusammenrottung nach Dresdner Grundgesetz überhaupt zugelassen. Natürlich nicht! Um uns wenigstens zu belohnen, kam diese schöne Idee. Doch die Bevölkerung ist undankbar. Nimmt dieses wohldurchdachte und natürlich kalkulierte Sonderangebot nicht an.
    Schon mal darüber nachgedacht, dass wir unser eigenes Leben leben wollen? Schon mal was von diesem Revoluzzer Klinsmann und seinen Ideen gehört? Kreuzgefährlich, dieser Mann. Muss ab sofort rund um die Uhr beobachtet werden. Sonst bekommen einige Bürger gar noch mit, was woanders geht. Wir sollten dafür sorgen, dass nicht solche Bilder über diese Westsender in unser trautes Heim flimmern. Hat ja schon einmal vor ein paar Jahren ganz gut geklappt. Runter mit den Parabolspiegeln, her mit der Aktuellen Kamera.

    :lachweg: :lachweg: :lachweg: :lachweg: :lachweg: :lachweg: :lachweg: :lachweg:
     
  24. Egge

    Egge Guest

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    Soooooooooooooooooooooo geil! DANKE ZIMMI !!!!!
     
  25. EL PADRE

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    Wochenkurier vom 18.07.2006

    Morgen ist also der große Tag der Entscheidung. Das Stadion muss gebaut werden. Dieser Beschluss wird richtungweisend sein für die Einwohner dieser Stadt.
    Auch wenn der Finanzbürgermeister zum Schluss seiner Argumentation sogar die Elefanten, Geier und Krokodile mit ins Spiel brachte, die wegen eines neuen Stadions nicht mehr zu retten seien. Wir haben inzwischen mit der CDU-Stadion-Verhinderungspolitik der letzten Jahre zumindest das Gedächtnis des Dickhäuters bekommen. Und wir wissen damit umzugehen. Hoffentlich können die Kollegen dieser Fraktion auch mit einer Niederlage zurechtkommen. Nicht, dass ihre Taktik auch noch in den nächsten Jahren alles hemmt, was Fortschritt bedeuten könnte. Und jetzt bitte nicht die Krokodilstränen mit Hilfe von Zwiebelschneiden herausquetschen.
    Auch für die Kindergärten und Schulen, für die wenigen überhaupt notwendigen, wird noch genug Geld übrig sein. Wenn man nur will. Aber wer nicht will, hat natürlich seine Gründe. Zuvor gibt es heute die Begehung zweier Herren der DFB-Sicherheitskommission. Diese werden eine Mängelliste erstellen und sie ganz schnell an die Stadtverwaltung weitergeben. In der würden die sofortigen Investitionen für die Regionalliga festgeschrieben. Ansonsten gäbe es keine Lizenz für Dynamo Dresden. Und genau hier hört garantiert auch der Spaß im Rathaus auf. Natürlich gerät auf einmal auch der Verein in die Zwickmühle. Der möchte nicht, dass die Bagger vor dem Pokalspiel gegen Hannover 96 angerollt kommen. Wegen der möglichen Einnahmen, versteht sich.
    Die kamen beim letzten Stadtfest-Wochenende gar nicht so reichlich wie erhofft. Viele Händler hatten mit mehr Zuspruch in der Residenzstadt gerechnet. Deren Ordnungshüter waren aber auch schon wieder darauf erpicht, mit Dezibel-Messgeräten auf die Lautstärke zu achten, die von den Bühnen auf die Besucher schwappte. Und sie achteten penibel darauf, dass schon vor Mitternacht auf dem Altmarkt die Geisterstunde eingeläutet wurde. Sozusagen als Partykiller waren die Beamten unterwegs. Logisch, dass sich die Jugend da nicht drängelt und auch kein Geld ausgeben will. Schon mal drüber nachgedacht, dass sich somit die Investitionen für Kitas und Schulen von selbst erledigen? 800 ist aber auch alt.

    :top: :top: :top: :top: :top: :top: :top:
     
  26. EL PADRE

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    22.08.2006

    Ganz schön hart, diese Landung der Dresdner Dynamos letztes Wochenende in Osnabrück. Nicht wegen der Niederlage. Das passiert. Wegen der Art und Weise des Versagens.
    Jetzt ist guter Rat natürlich schon wieder teuer. Sprich die Verstärkungen, die in die Bresche für die langzeitverletzten Würll und Kügler sowie den jetzt erst einmal gesperrten Abwehrchef Votava springen sollen. Für die aber kein Geld da ist.
    Der Trainer fordert Neuzugänge, um das vom Verein ausgerufene Ziel Wiederaufstieg realisieren zu können. Die Geschäftsleitung hebt die Hände wie der berühmte nackte Mann ohne Manteltaschen. Nicht umsonst wurden die Gehälter auf der Geschäftsstelle halbiert, damit Peter Pacult alle Wünsche erfüllt werden konnten. Zuletzt sogar ein bequemer Reisebus mit genügend Beinfreiheit für seine Kicker.
    Kein Mensch würde verstehen, wenn sich Dynamo kurz vor Beginn der Qualifikations-Saison für die einteilige dritte Profi-Liga wieder einmal verschulden würde. Denn ab kommenden Sommer werden alle Teams der Nord- und Südstaffel rigoros aufrüsten, um wenigstens im bezahlten Fußball dabei zu sein.
    Dynamo hat dieses Prozedere schon einmal durch. Als aus den Regionalligastaffeln Nordost und Nord eine eingleisige Liga geschaffen wurde.
    Damals gab es sogar Geld im Überfluss. Es wurde im hohen Bogen direkt aus den Fenstern der Geschäftsstelle hinausgeworfen. Die meisten Legionäre rannten damals schnell auf die Straße und sammelten es unbehelligt auf.
    Aus Fehlern lernt man halt, auch wenn das im Moment vom Gros der Fans sehr schwer zu verstehen ist.
    Zumal ausgerechnet nach der ersten Saison-Niederlage Dynamo-Coach Peter Pacult von österreichischen Zeitungen als Nachfolger des Rapid Wien-Trainers Zellhofer gehandelt wird. Pacult soll keine Ausstiegsklausel in seinem bis Ende Juni nächsten Jahres laufenden Vertrag stehen haben. Also würde sogar Real Madrid umsonst anrufen. Sagt Pressesprecher Tauber.
     
  27. EL PADRE

    EL PADRE Erfahrener Benutzer

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    29.08.2006 -

    Abschied nehmen von den Giraffen! Am Mittwoch, 30. August, ist es soweit. Gegen Bischofswerda wird zum letzten Mal das Flutlicht angezündet. Nach dem Spiel gibts ein großes Feuerwerk.
    37 Jahre standen die Wahrzeichen für erfolgreichen Dresdner Fußball auf ihren drei Beinen und brachten diese besondere Atmosphäre für unvergessene Kampfabende. Erinnerung an den ersten Flutlichtabend. Dynamo verlor gegen die Nationalmannschaft 2 : 3. Mit den Giraffen begann der internationale Aufstieg in den drei europäischen Cupwettbewerben.
    Gleichzeitig wurde diese Errungenschaft natürlich als Geburtstagsgeschenk zum 20-jährigen Republik-Jubiläum gefeiert. Eigentlich schade, dass zur 800-Jahr-Feier der Stadt immer noch keine Baufreigabe vom Regierungspräsidium erfolgt ist. Ist aber nicht so schlimm. Selbst wenn die Experten immer noch einen Grund für den Baustart-Verzug suchen, sie kennen noch nicht den Plan B. Und mit dem ist eine weitere Verhinderung inzwischen unmöglich. Überraschen lassen.
    Überrascht waren schließlich auch die Helden aus der erfolgreichsten Zeit ihres Vereins. Die kannten freilich schon Zuschauerzahlen um die 36.000, hatten aber noch nie einen Auftritt vor 300.000. So viele säumten die Straßen der Innenstadt am Sonntag. Und Bild Nummer 52 des Festumzugs gehörte der Traditionself.
    Die Dörner, Häfner und Kollegen hatten sich richtig schön gemacht, saßen im feinen Zwirn mit Krawatte im offenen Gefährt der Dresdner Stadtrundfahrt.
    Ein Glück, dass wenigstens noch zwei schwarz-gelbe Bälle aufgeblasen und zwei Winkelemente aufgehängt wurden. Ansonsten hätten die Zuschauer am Straßenrand gar nicht bemerkt, wer denn da unterwegs war.
    Wo war der FDGB-Pokal, wo die Meisterschale? Die Trophäen in schwarz-gelber Klamotte nach oben gereckt, über zwei Lautsprecher noch Reportagen aus vergangenen Tagen eingespielt, die Stadtfestbesucher hätten vor Freude geweint.
     
  28. Egge

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    Recht hat er! Nur ich habe mich trotzdem gefreut als ich sie im Zuge erblicken konnte und sie unter der Augustusbrücke am Terrassenufer das "DYYYNNAMMMOOOOO" ausgeschenkt haben! Danke Jungs :top: !
     
  29. EL PADRE

    EL PADRE Erfahrener Benutzer

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    Wochenkurier vom 5.9.06

    Was war das denn wieder für ein Theater! Spannend wie ein Krimi. Und das nur, weil im Fußball-Geschäft prinzipiell nie die Wahrheit gesagt wird.
    Natürlich wusste die Führung von Dynamo, dass ihr Trainer Peter Pacult letzten Freitag in Wien weilte, um über seinen neuen Vertrag bei seinem Lieblingsverein Rapid zu verhandeln. Der erste Kommentar lautete, von nichts zu wissen. Korrekt gehandelt, denn das wichtigste am Sonntagmorgen war, die drei Punkte aus Erfurt einzufahren. Gelungen!
    Doch inzwischen bat Pacult noch vor dem Anpfiff in Thüringen um Auflösung seines bis nächsten Sommer laufenden Vertrages bei den Schwarz-Gelben. Seinem Lieblingsverein mit den natürlich fast besten Fans der Welt. Denn die allerbesten gibt es jetzt in Hütteldorf, sind grün gekleidet. Und Rapid war ja schon immer die ganz große Liebe.
    Ist alles ein klein wenig wie in einer wunderschönen Seifenoper. Geht aber auch weiter, wenn der nächste Trainer an die Pforte des Harbig-Stadions klopft.
    Jedenfalls wurde lange getagt, bis der Wechsel endlich in trockenen Tüchern war. In Wien wollte freilich keiner so richtig ran an die Überweisung einer Ablösesumme. Denn Pacult hatte schon verlauten lassen, dass er ohne größere Probleme aus Dresden weg könne. Komischerweise geisterte die Meldung einer Ausstiegsklausel in seinem Dresdner Vertrag bei Anfrage aus seinem Heimatland Österreich schon im Mai durch die Nachrichtenagenturen der Alpenrepublik. Und weshalb sollte irgend jemand so etwas erfinden? Vor vierzehn Tagen dann die Nachwäsche. Und wieder der Hinweis auf die nicht vorhandene Klausel. Jetzt war Dresden in der eindeutig besseren Ausgangsposition. Auch wenn der Trainer inzwischen persönliche Gründe ins Feld führte. Seine von seiner Gattin geführte Sportlerkneipe in seinem Wiener Wohnviertel sollte wohl vom Pächter keine Verlängerungsfrist erhalten. Durchaus vorstellbar, aber halt nur der Nebenschauplatz.
    Was soll's? Der Nächste muss nur mit Pacults Spielern zurecht kommen und Dynamo abgöttisch lieb haben...
     
  30. EL PADRE

    EL PADRE Erfahrener Benutzer

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    Zimmi - Wochenkurierkolumne vom 12.09.2006

    Ganz wohl war Norbert Meier nicht. Der neue Dresdner Trainer bekam im Achat-Hotel auf der Budapester Straße seine Eintrittskarte für das Pokalspiel seiner neuen Truppe gegen Hannover überreicht. Aufgang 2, Reihe 2 auf der altehrwürdigen Zusatztribüne, mitten unter den Zuschauern.
    Die Vereinsführung wollte so eine Traubenbildung um den geheim gehaltenen Coach durch die VIPs verhindern. Denn die Presse sitzt gleich nebenan. Sehr zur Freude des Dynamo-Anhangs. Denn der bekam spätestens zur Halbzeitpause mit, wer denn hier pausenlos mit Mikrofonen und Kameras belästigt wurde. Und für Meier war der Empfang dann phänomenal. Schließlich schrieb der gleich Autogramme und ließ sich als der neue Heilsbringer feiern. Keiner fragte nach der Kopfnuss, die Meier ja gar nicht verteilt hatte gegen den Kölner Albert Streit. Für die Aktion der guten Schauspielkunst des Umfallens musste er bekanntlich seinen Job bei den Duisburger Zebras sausen lassen.
    Sein Mitstreiter Heiko Scholz erinnerte seinen Ex-Klub an der Elbe an seinen früheren Chef. Und siehe da, es klappte. Deshalb ist es auch nicht auszuschließen, dass beide irgendwann wieder zusammen auf der Bank Platz nehmen. Jedenfalls freut sich Meier, endlich wieder im Geschäft zu sein. Er hat auch keine Ausstiegs-Klausel in seinen bis Sommer 2009 laufenden Vertrag einbauen lassen.
    Gegen Urgestein Eduard Geyer soll es Vorbehalte gegeben haben. Nicht nur aus den eigenen Reihen, auch von ganz unwichtigen Politikern soll ein Veto gekommen sein. Ein Schelm, der da den Bau der neuen Arena, der ja immer noch nicht mit der Unterschrift des Regierungspräsidiums gesegnet wurde, wegen der Personalie in Gefahr sah.
    Übrigens kennt der Meier auch den zurzeit erfolgreichen Meyer, den Hans, aus früheren Gladbacher Zeiten. Und will dem natürlich nacheifern.
    Ach ja, der Pacult traf eine körperlich nicht austrainierte Rapid-Truppe an. Da weiß er wenigstens, dass er für seinen Mehrlohn erst mal Grundlagen legen muss. Leichtes Grinsen ist erlaubt.
     
  31. EL PADRE

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    19.09.06

    Es gibt Leute, die glauben sogar an den Weihnachtsmann und an den Osterhasen. Und sind so was von enttäuscht. Weil halt immer noch kein Bagger rund um das Rudolf-Harbig-Stadion gesichtet wurde.
    Geschweige denn, dass so ein Monstrum mit den Abrissarbeiten auch nur an einer Stelle der Ruine begonnen hat. Nein, das Regierungspräsidium hat inzwischen zwar keine Unterlagen aus dem Rathaus erhalten und trifft natürlich keine so sehnlichst erhoffte Entscheidung für den Neubau. Seit wann setzen wir in Dresden demokratisch gefasste und abgesegnete Beschlüsse um? Stattdessen haben diese ausgebufften Füchse in Nähe der Stauffenberg-Allee sich alle wissenschaftlichen Arbeiten über den Fußball und dessen Taktik-Regeln zukommen lassen. Und sind natürlich fündig geworden. Beim auf Zeit spielen. Jetzt haben wir den Salat. Alles wartet auf das Urteil gegen den amtierenden Oberbürgermeister und eröffnet dann natürlich seinen Wahlkampf. Und der könnte mit dem Stadionbau dann bereits eine neue Möglichkeit eröffnen, um wichtige Stimmen zu sammeln. Makaber zwar, doch es merkt ja keiner.
    Wie wäre es ansonsten möglich gewesen, dass selbst ein Mann namens Otto mit überwältigender Mehrheit in seinem Wahlbezirk Prohlis ins Dresdner Stadtparlament eingezogen wäre? Nur mal zur Erinnerung. Denn das menschliche Gehirn ist ja dank der täglichen Reizüberflutung gar nicht in der Lage, sich alles zu merken. Der Grund, weshalb der Daumen immer noch nicht nach oben ging, liegt ja in der Verweigerung einer Bürgschaft für das Bauunternehmen. Weil doch nicht einfach für nicht kommunale Zwecke Geld eingesetzt werden darf.
    Na, dann stellen wir uns doch mal schlau. Geben wir doch einfach der Kommune eine Chance. Wer stört sich denn darin, wenn der Sportstätten- und Bäderbetrieb der Stadt Dresden gemeinsam mit der Bau- und Betreiberfirma bei über der Hälfte Stimmanteilen von genau 51 Prozent das Unternehmen Stadionbau unter seine Fittiche nimmt? Die letzte Hürde wäre genommen, die letzten Ausreden würden verstummen.