Doping mal anders

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Holgy, 24 Dezember 2008.

  1. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Die einen nehmen Medikamente, um ihre Leistung zu steigern, aber das ist verboten. Die anderen sind schlauer, die lassen sich einfach operieren, um einen Vorteil gegenüber ihren Gegnern zu haben. Besonders die Golfprofies lassen sich die Augen lasern um so deutlich besser zu sehen:

    Medizin: Der gelaserte Athlet - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - DER SPIEGEL

    Tja, ich weiß auch nicht, aber normal ist das nicht... bzw. ist die grenze zum Doping da nicht mehr weit bzw. schon üüberschritten?
     
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  3. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    die Frage könnte hier sein, gehen dort Nachteil beheben und Vorteil verschaffen ineinander über....
     
  4. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Hab den Artikel nur überflogen, da weninig Zeit.

    Das ist das Probkem. Ich meine, wenn sich jetzt ein Schwimer, Kiemen oder Schwinnhäute einpflanzen lässt dann wäre das eindeutig. Aber hier? :suspekt:
    Er hatte einen eindeutigen Nachteil, ausserdem dürfte/ ist das sicher nicht der 1. der sich an den Augen operieren lässt.
    Aus dem Motorsport fällt mir z.B. ein Jacques Villeneuve ein, der zu seinen Indy Car Zeit bis 1995 noch mit Brille fuhr (ich glaube auch noch in seinem 1. F1 Jahr 96 :suspekt: ) und sich später an den Augen operien lies.
     
  5. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Dann kläre ich das mal etwas weiter auf.
    Zitat aus dem Artikel:

    Also völlig normal. Würde man jetzt argumentiren, das 0,7 ein Nachteil gegenüber der Konkurrenz sind, dann könnte man sagen: ok, ein OP rechts ist ok um auf 1,0 Dioptrien zu kommen.

    Aber diese OPs werden gemacht, auch wenn die Dioptrienzahl im Normalbereich ist, und sie liegt dann nach der OP z.T. bei 2,0! Ist also deutlich höher als bei "normalen" Menschen.
    Zitat:
    Hier wird also mit Hilfe der Medizin eine "unnatürliche" Leitungssteigerung erworben, eben nur nicht mit Medikamenten, sondern mit einer OP. Das ist dann aber auch der einzige Unterschied zum Doping.
     
  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Dann hat er sich ordentlich weitsichtig operieren lassen. Viel Spaß bei späteren Leseversuchen.

    Du schmeisst hier den Ausdruck "Visus" und "Dioptrie" durcheinander.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 Dezember 2008
  7. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    ja stimmt, ist aber ja auch egal, da ja klar ist, was gemeint ist: Es wird durch eine OP eine "übernatürliche" Leistungssteigerung herbeigeführt. Meiner Meinung nach ist das nix anderes als Doping.
     
  8. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wenn sie damit betrügen würden, ja. Aber es ist ja ganz offensichtlich und verstößt offenbar auch gegen keine Regel oder Vorschrift.
     
  9. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    na klar, aber das müsste man dann mal ändern oder doping auch erlauben, weil das ergebnis ist ja dasselbe. ist doch schwer nachvollziehbar, dass das eine erlaubt ist, das andere aber verboten.
     
  10. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Da müssen wir Bayern jetzt 2-3 Meistertitel aberkennen, denn der Breitner war während seiner aktiven Laufbahn auch gelasert.
     
  11. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Da gab's schon Augenlaser? Und wenn ja, dann wären es 5 Meistertitel! Plus diverse andere.
     
  12. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Nee alle Titel und Zwangsabstieg in die Bayernliga - wenn schon dann richtig ;)
     
  13. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Der Breitner ist gelasert, aber wann er es gemacht hat weiß ich nicht.
    Vielleicht waren es in der aktiven Zeit nur Kontaktlinsen. Aber das wäre auch Doping, weil du mit Sehhilfen immer besser siehst als ohne. Alles kleiner, aber schärfer! Brille wäre auch Doping.
     
  14. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    das wäre halt die frage, wo da die grenze ist. wenn ich sehstörungen habe und eine brille mich auf den normalen stand bringt, dann wäre das für mich kein doping.

    wenn ich aber keine pathologische sehstörung habe und ich nach der laserung weit über der normalsichtigkeit liege, dann fängt für mich schon langsam das doping an.

    ich würde sogar sagen, dass, wenn ich aufgrund von schmerzen nicht spielen kann und dann ein schmerzmedikament nehme (mit dem ich dann spielen kann), das auch unter doping fallen müsste. (dann hätte Klasnic auch noch seine niere...)
     
  15. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Fragt sich, warum es dann Leute mit Sehschwächen gibt (einige arbeiten ja sogar als Schiedsrichter beim DFB :D ). Einfach eine Brille oder Kontaklinsen verpassen und gut is. :gruebel:
     
  16. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Das ist wirklich eine interessante Sache.

    Ich meine, dass Mittel jedenfalls DANN unerlaubt sind und als Doping qualifiziert werden sollen, wenn für ihren Einsatz KEINE medizinische Indikation (ist das jetzt das richtige Wort?) besteht, also vereinfacht anders dargestellt, wenn einem gesunden Körper etwas nicht Erforderliches zugeführt wird. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der "Stofflichkeit" des Hilfsmittels.

    Operative Eingriffe hingegen halte ich beim ersten Hinsehen für unbedenklich, was aber auch damit zu tun haben kann, dass ich mir in den wenigsten Fällen eine leistungsfördernde Wirkung vorstellen kann. Oder meint jemand, Hrubesch wäre mit einer Metall-Stirnplatte erfolgreicher gewesen? Oder Ullrich mit verkürzten Beinen, um die Trittfrequenz steigern zu können?

    Also: Im Falle der Sehschwäche ist ein körperlicher Makel vorhanden, bei dem es nach ethischen Gesichtspunkten bedenkenlos erscheint, ihn zu verbessern. Ansonsten, meine ich, dürfte man beispielsweise auch gerissene Kreuzbänder nicht durch Einsatz von Fasern aus der Oberschenkelmuslkulatur heilen und müßte Brüche nur konservativ behandeln, um die jeweilige Heilbehandlung nicht als Doping qualifizieren zu müssen.

    Und deshalb schein sich die Geister wohl auch bei dem unterschenkelamputierten Südafrikaner, der sich mit seinen Prothesen für die olympischen Spiele qualifizieren wollte: Da erschien es den Herren eben so, dass die "Stofflichkeit" des Hilfsmittel Prothese - im Vergleich zu Schrauben, Platten etc. bei Brüchen - zu weit ging.

    So wenig Verständnis ich für diese Überlegung aus sozialpolitischen Gesichtspunkten habe, umso mehr Verständnis sollte man aufbringen, wenn man berücksichtigt, unter welchem Aspekt die vorliegende Diskussion eröffnet wurde. Es ist nämlich tatsächlich fraglich, ob nicht diese Prothesen in ihrer Funktionsfähigkeit, auf die der Athlet leider und traurigerweise angewiesen ist, die Funktionsfähigkeit eines unversehrten menschlichen Körpers vielleicht noch nicht jetzt aber möglicherweise doch irgendwann in der Zukunft tatsächlich übertreffen können.
     
    Zuletzt bearbeitet: 9 Januar 2009
  17. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ich hatte den Artikel so verstanden, dass sich auch Sportler lasern lassen, deren Stehstärke im normalen Bereich liegt.