Diskussion um die Pendlerpauschale

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Rupert, 4 Mai 2011.

  1. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Schnellmerker. :D
     
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  3. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Wie gesagt ein Pendler bekommt ja nichjts, er zahlt nur weniger Steuern. Und jemand der 3.000 Euro Kosten hat und 3.000 Euro absetzen kann, hat immer noch heftige Kosten.

    Da er lediglich das zu versteuernde Einkommen um 3.000 Euro senkt. Macht dann vielleicht 700 - 900 Euro aus, die er spart, hat aber Kosten von 3.000 Euro. Dazu kommt die Fahrtzeit.

    Ich war jahrelang Pendler und selbst mit der Pendlerpauschale hat sich das nicht gelohnt, im Gegenteil ich bin ca. 10 Jahre meines Lebens nur für Tankstellen und Autofirmen arbeiten gegangen, weil ich so blöd und flexibel war, während unflexible Leute das geld versoffen haben, oder sich als EK für ein Haus auf Seite gelegt haben.

    Das Bild was Ihr hier von nem Pendler zeichnet ist in der Regel völlig falsch.

    Ich bin froh dass ich kein Pendler mehr bin und bin auch froh dass ich nicht mehr auf die Pendlerpauschale angewiesen bin, denn die ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein und deckt bei weitem nicht alle Kosten. Aber die Leute hier noch als Schmarotzer darzustellen ist schon sehr weltfremd, besonders wenn es wirklich um schwächere Regionen geht, wo man eben fahren muss.

    Das sind dann doch eher die Businesskunden, die nun bloß noch 7 % Märchensteuer auf Ihre Hotelübernachtungen zahlen müssen.

    Klar man kann ja umziehen. Wenn man aber irgendwo aufgewachsen ist und seine Freunde und Familie da hat, dann ist das eben auch nicht so leicht. Als Städter lässt sich das natürlich hier leicht rausposaunen. ;)

    Und ja ich bin umgezogen, auch wegen meinem Beruf. Nur, wer ersetzt mir denn das Geld für den Babysitter, wenn ich nun in einer fremden Stadt wohne und Oma und Opa 200 km weit weg sind und nicht auf die kleinen aufpassen können?
     
  4. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Babysitter? Bleibt doch mit dem Hintern zuhause. Spart in der Regel auch Geld.
     
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Dann kommt's also doch nicht drauf an, welche "Kosten" der Einzelne hat; denn für den ist "privat veranlasst", weil er eine Wohnung braucht oder "arbeitsbedingt veranlasst", weil er zur Arbeit muß, völlig unerheblich: Es sind unausweichliche Kosten.

    Ausserdem stellst Du's ja so dar, als ob es eine staatliche Verpflichtung ist, eine Pendlerpauschale zu zahlen - isses aber nicht.
     
  6. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Nu aber, ich brauche eine wohnung, weil ich zur Arbeit muß. Sehrrrr doitsch.
     
  7. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Ob das so wirklich stimmt?
    Im Spiegel von letzter Woche, gibt es einen Artikel übers Dörfersterben.
    Der bezieht sich vorrangig auf Westdeutschland und ist einigermaßen erschreckend.

    Für mich persönlich ist die Pendlerpauschale übrigens auch wichtig. Und das, obwohl mein Dienstort wesentlich kleiner ist, als mein Wohnort.
    Es gibt für mich eben keine Alternative in meiner Stadt.
     
  8. Detti04

    Detti04 The Count

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    Kleinstaedte im Umfeld von Grossstaedten sind ja auch was anderes als Doerfer. Ich stelle jetzt einfach mal die Behauptung auf, dass in - sagenwamal - 30 km Umkreis von Frankfurt in den letzten Jahrzehnten kein Ort einen Einwohnerschwund zu verzeichnen hatte (ausser vielleicht Frankfurt selbst).

    Das Doerfersterben findet, wenn ueberhaupt, vermutlich in strukturschwachen (= vormals landwirtschaftlich gepraegten) Regionen statt. (Ich komme ja aus so einer, naemlich aus HSK.) Dort ziehen die Leute aber nicht deshalb weg, weil sie zuwenig verdienen wuerden (was ja durch die Pendlerpauschale z.T. gelindert werden koennte), sondern weil es insgesamt zu wenige Jobs gibt, d.h. weil man dort gleich gar nichts verdient. Und ohne Job hilft auch keine Pendlerpauschale was.

    Und wo wir schon beim Vergleich Land vs. Stadt sind: Mein Cousin hat damals fuer eine 2-Zimmerwohnung mit allem Drum und Dran, also z.B. inklusive Parkplatz, weniger bezahlt als ich fuer mein WG-Zimmer in der Stadt. Ist fuer mich nur schwer einzusehen, wieso ich ihn dann noch subventionieren sollte.
     
  9. Monti479

    Monti479 Annemie ich kann nit mih

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    -Klugscheißmodus ein-

    Man wollte nicht abschaffen, sondern kürzen. Dadurch wurden Kurzpendler gegenüber Weitpendler benachteiligt. Man beriff sich hier auf das Diskirminierungsverbot.

    -Klugscheißmodus aus-
     
  10. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Naja, ist halt eine Frage der Betrachtungsweise. Ich für meinen Teil sehe das gar nicht als "Subvention". Oder - wenn man das konsequent zu Ende denkt, dann subventionieren wir alle auch den Dienst-Mercedes vom EON-Chef, die Aktentasche von Ackermann und das Geschäftsessen von Ron Sommer.

    Für mich ist schlicht nicht überzeugend, wieso man Kosten, die man nur hat, weil man "den" Job hat, nicht absetzen können sollte. Das können "alle" anderen, also Unternehmer, Unternehmen und Freiberufler auch. Und zwar sogar unabhängig davon, ob sie sinnvoll, also unvermeidbar waren.
     
  11. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Nicht seltsam, sondern das Autofahrer- und Autoherstellervölkchen. Da muss viel pendeln natürlich entsprechend belohnt werden.
     
  12. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Dir ist aber bewußt, daß es diese Pauschale unabhängig ist, ob Auto oder öffentliche Verkehrsmittel?
     
  13. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Mittlerweile gilt die Pauschale ja auch für den ÖPNV, wie ich mir einbilde, den's aber natürlich weit draussen nicht sehr ausgeprägt gibt.

    Aber ich teile da auch Deine Ansicht, dass es sich, zumindest in den Anfangszeiten, um einen Anreiz handelte, das Auto attraktiver zu machen.

    Ausserdem, nur um mal meine Ansicht geradezurücken: Für mich persönlich käme ein Wegzug aus der Stadt auch nicht mit erhöhter Pendlerpauschale in Frage. Ich fühle mich, auch mit den exorbitanten Mieten, pudelwohl in der Stadt und möchte da nix missen; ich will auch nicht diskutieren, dass ich einen Mietzuschuß brauche, falls da jetzt der Eindruck entstanden sein sollte. Meine Miete zahle ich schön selber :)

    Ich stelle nur in Frage, warum es einen Zuschuß für Bewegung braucht, obwohl es die freie Entscheidung eines jeden Einzelnen ist, wo er wohnt und arbeitet.
     
  14. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Möcht nur mal wissen, warum es einen Zuschuss für neue, größere EDV, hochwertiges Kazleiinventar, ein neues Handy, teureres Kopierpapier, eine noble Firmenzentrale oder einen größeren Firmenwagen für den Selbständigen (oder das Unternehmen) braucht, wenn es die freie Entscheidung eines jeden Solchen ist, ob er dies wirklich unbedingt benötigt.
     
  15. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Aber genau das ist der Punkt. Wärst Du in der Eifel groß geworden würdest Du Dich hier vielleicht auch pudelwohl fühlen. Da es kaum öffentlichen Nahverkehr gibt ist man auf die Pendlerpauschale angewiesen, die wie gesagt keine schenkung vom Staat ist, sondern nur bedeutet dass man auf Betrag x keine Steuern zahlen muss. Leute die im Homeoffice arbeiten können ja auch anteilsmäßig Telefeon und Heizöl fürs selbige abrechnen ist doch irgendwo genau das gleiche.

    Alternativ könnte der Staat natürlich auch die Pendlerpauschale streichen und dafür auch in strukturschwachen Regionen einen vernünftigen öffentlichen Nahverkehr anbieten. Ich fürchte nur, da ist die Pendlerpauschale wesentlich günstiger für den Staat. ;)
     
  16. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Weil es eben keine freie Entscheidung mehr ist, wenn Du für mehr als Dich selbst verantwortlich bist.

    Familie ernähren und ihr trotzdem die Möglichkeit geben, im gewohnten Umfeld wohnen zu bleiben, ist für den ein oder anderen beispielsweise auch sowas wie Lebensqualität.

    Lernt Ihr vielleicht ja auch noch irgendwann kennen.
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Nun, dann ist es halt unterstützte Lebensqualität, von mir aus.
     
  18. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    ja, mir ist aber ebenso bewusst, wie das Verhältnis von Autofahreren zun ÖV-Benutzern ist.

    Wieso ist das keine freie Entscheidung? Ich pendle übrigens selber.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6 Mai 2011
  19. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nee, auch das nicht. Es ist schlich ein Weniger an Steuerlast. So wie bei jedem Unternehmer auch.

    Schau: Ein Unternehmer wird vom Finanzamt im Voraus entsprechnd seines Vorjahresgewinnes zu Steuervorauszahlungen verpflichtet. Hat er nun bei gleichem Umsatz höhere Kosten (aus welchem Grund auch immer), sinkt also sein Gewinn, dann bekommt er die zuviel gezahlten Steuern auch zurück.

    Das ist auch kein "Zuschuss". Auch dann nicht, wenn ihm bspw. einfällt, sich für sein Büro einen neuen Rechner anzuschaffen, obwohl der alte es auch noch bringt. Da könnte man dann nämlich genauso argumentieren, dass die Ausgabe (hier in Form von Abschreibungen) an sich unnötig (und damit ausschliesslich mit "Lebensqualität" begründet) und damit eine "freie" Entscheidung des Unternehmers war. Gleiches gilt für jede mögliche andere Kostenart, sei es ein teureres Fahrzeug, oder Restmittelkäufe an Büromaterial oder Werbepräsente am Jahresende, die zuweilen auch nur den Zweck haben, den Gewinn zu senken und damit die Steuerlast.

    Und bevor das Argument kommt, der Unternehmer könne ja beantragen, vorab weniger zu zahlen: Das kann ein Pendler auch. Indem er sich einen Freibetrag eintragen lässt. Dann bekommt er nämlich keinen "Zuschuss", sondern zahlt sofort weniger.

    Kein Mensch käme in der freien Wirtschaft auf die Idee, das Wechselgeld, oder noch besser einen Rabatt, als "Zuschuss" zu bezeichnen. Und auch bei einkommensabhängigen Gebühren oder Beiträgen kommt keiner drauf, die Differenz zwischen dem Beitrag, der bei höhrem verfügbaren Einkommen und dem niedrigerem verfügbaren Einkommen zu zahlen ist, als "Zuschuss" zu bezeichnen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Mai 2011
  20. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Das dient aber besser zur Stimmungsmache. ;)
     
  21. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Und warum soll ein Pendler grundsätzlich weniger Steuern zahlen als ein Nichtpendler? Leuchtet mir aus genannten Gründen nicht ein.
     
  22. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Weil der Pendler bei gleichem Bruttoeinkommen (und auch sonst gleichen Bedingungen) schlicht weniger Geld für seinen privaten Lebenswandel hat als ein Nichtpendler.

    Oder wieder mit einem vergleich zurückgefragt: Warum sollte ein Inhaber einer Verkaufsstätte mit aufwändigem Inventar weniger Steuern bezahlen als ein anderer Inhaber mit weniger aufwändigem Inventar, wohlgemerkt bei sonst gleichem Umsatz bzw. Rohertrag?

    Ich finde, der Werbungskosten (bzw. Betriebsausgaben) Begriff ist da in der Grunddefinition ziemlich einfach: Werbungskosten (bzw. Betriebsausgaben) sind Ausgaben, die durch den Betrieb veranlasst sind. Fertig. Ob sinnvoll oder nicht, ob vermeidbar oder nicht, ob zu hoch oder nicht, danach fragt keiner, auch nicht das Finanzamt. Das fragt nur, ob es einen Zusammenhang zwischen den Kosten und der jeweiligen Einkunftsart gibt. Das geht soweit, dass man sogar seine Miete absetzen kann, entweder zum Teil, wenn man ein Arbeitszimmer hat und benötigt oder ganz, wenn man eine Zweitwohnung unterhält. Auch Hotelübernachtungen, sogar für längere Zeit, können Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben sein, obwohl man da auch meinen könnte, derjenige könnte sich je eine Wohnung mieten, auch für kurze Zeit. Oder gar ganz umziehen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Mai 2011
  23. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Die Bedingugen sind aber eben nicht grundsätzlich gleich. Das ist doch gerade die Krux an der Sache, das dieses unterstellte Axiom falsch ist. Denn viele ziehen auf's billigere Land. Haben also schlicht mehr Geld für den privaten Lebenswandel als ein Nichtpendler.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Mai 2011
  24. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Dann isses aber nicht konsequent, denen die Kosten zu streichen, die sie nunmal haben. Vielmehr wäre es konsequent, die Miete (oder die Zinsen plus Nebenkosten) auch steuerlich zu begünstigen. Das wiederum wird aber nicht gemacht, weil man meint, Kosten der Wohnung seien privat veranlasst und stehen nicht im Zusammenhang mit einer Einkunftsart, so vom Grundsatz her.

    Dass man dadurch natürlich in den Bereich kommt, in welchem das ausgenutzt wird, liegt in der Natur der Sache bzw. im "Geiz" des Menschen. Soll heissen: Klar gibt es welche, die raus ziehen und ihre höheren Fahrtkosten zu einem Drittel vom Finanzamt "zurückbekommen". Dass aber damit ein "Geschäft" gemacht wird, würde ich mal schlicht bezweifeln. Es wurde ja schon vorgerechnet. Bei 3000 Euro Fahrtkosten im Jahr zahlt man vielleicht 1000 Euro weniger Steuern. Die 2000 Euro, die dann hängenbleiben, machen die Mietersparnis auf dem Lande und das Plus der Lebensqualität mit Sicherheit nicht wett.
     
  25. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Eben. Wird aber nicht gemacht, sondern eine Gruppe einseitig bevorzugt. Und aus anderen Gründen ist die Pendlerpauschale ebenfalls abzulehnen, immerhin fördert sie den Verkehr (und damit die entsprechend negativen Folgen) und die Zersiedlung des Umlandes. Darum, dass jemand "ein Geschäft mit macht", geht es mir überhaupt nicht (dieser aspekt ist mir auch völlig egal).

    Steuerlich fördern sollte man dann lieber die wohnliche Nähe zur Arbeitsstelle und meinetwegen die Nutzung des ÖV. Oder sonst was sinnvolles, aber keine pauschale Pendlerei.

    und nebenbei nochmal: soweit ich weiß, kann ich als auofahrer weit mehr absetzen als als Bahnfahrer, oder liege ich da falsch?
     
  26. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Was viel zu sehr übersehen wird sind auch die Wartungskosten und Neuanschaffungskosten. Ich habe mir in 10 Jahren als Pendler 2,5 neue Autos kaufen können weil ich nach je 3 Jahren über 200.000 Km auf dem Tacho hatte.

    Dazu durfte ich 3 mal im Jahr 600 Euro für Inspektion und Zahnriemenwechsel löhnen. Dazu 310 Euro Steuer, und jedes Jahr einen Satz Winterreifen und einen Satz Sommerreifen. . Rechne mal ein neues Auto nur mit 15.000 Euro. Kannst Dir ja ausrechnen was ich mit der Fahrerei "verdient" habe, ganz abgesehen von 12 Stunden Fahrzeit pro Woche die andere als Freizeit hatten.

    Bilanz meiner 10 Jahre als Pendler


    Ist jetzt nur mal ein grobes Beispiel, hab die Zahlen natürlich nie so wirklich aufgeschrieben etc.

    3 Autos a 15.000 = 45.000 Euro
    Reifen = 8.000 Euro (800 Euro pro Jahr je 1 Satz Winter- und Sommerreifen)
    Inspektionen = 18.000 Euro
    Steuer = 3.100 Euro
    Versicherung = 6.000 Euro
    Benzin (3.200 l / anno) = 48.000 Euro

    Gesamt= 128.100 Euro

    Da darf dann aber auch nichts dazwischen kommen, kein Unfall kein Motorschaden, einfach nix.

    Als Werbungskosten musste ich auf 6.000 Euro keine Steuern zahlen.

    Habe also grob gerechnet bei 12.810 Euro Kosten pro Jahr 2.000 Euro Pendlerpauschale erhalten.

    Die anderen 10.000 Euro blieben an mir hängen, die 50 Stunden Fahrzeit pro Monat ebenso.

    Ohne Pendlerpauschale, hätte ich auf dem Arbneitsamt wohl mehr zum leben übrig gehabt.

    So und jetzt nochmal, auf 10 Jahre habe ich ca. 20.000 Euro weniger Steuern aufgrund der Pendlerpauschale bezahlt.

    Jetzt rechne mal die Mehrwertsteuer auf Auto, Reifen, Werkstattbesuche, die Autosteuer, die Spritsteuer, Ökosteuer, und dann sag mir mal bitte wer hier das Geschäft macht, der kleine Arbeitnehmer, der froh ist zur Arbeit zu kommen, oder der Staat?

    Achja vergessen habe ich auch noch TüV und ASU etc...

    Wer hier behauptet die Pendler würden Geld scheffeln mit der Pendlerpauschale, der hat wohl noch nie selbst ein Auto unterhalten.

    Jeder der kein Pendler ist, sollte froh sein, dass er es nicht ist. Ich bin jedenfalls heilfroh dass ich auf die Pendlerpauschale nicht mehr angewiesen bin, denn seitdem ich die nicht mehr bekomme bzw. benötige, geht es mir finanziell wesentlich besser. Und mit der Zeit weiß ich auch besseres anzufangen, als in Staus zu stehen.
     
  27. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ja ist ca. 25 % weniger.

    Mein Arbeitskollege in Bonn hat pauschal 100 Euro fürs Jobticket bezahlt und ca. 300 Euro pro Monat zurückbekommen, für den war es ein gutes Geschäft. Leider hatte ich die Möglichkeit nicht, da bei uns kein ÖPNV vorhanden ist / war.
     
  28. Detti04

    Detti04 The Count

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    Eben, diese Zuschuesse braucht es naemlich auch alle nicht. Welches Interesse soll der Staat an z.B. der EDV eines Selbststaendigen haben? Wieso muss er sie dann bezuschussen?

    Und bevor Du jetzt mit irgendeinem Juristenquatsch kommst: Die Existenz entsprechender Gesetze bedeutet ja noch lange nicht, dass diese auch sinnvoll sind.
     
  29. Detti04

    Detti04 The Count

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    Jungejunge, was fuer eine Versorgungsmentalitaet. Papa Staat soll also sicherstellen, dass Du nur ja nicht aus dem bequemen Nest raus musst?
     
  30. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Papa Staat kann dies ja mal komplett einstellen, was meinste wer dann mehr jammert, die Pendler, oder aber die Unternehmen, die dann auch Subventionen gestrichen bekommen.
     
  31. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Was hat das bitte mit Versorgungsmentalität zu tun?

    Das klingt mir so in Richtung Westerwelles Dekadenzanmerkung in Richtung Hartz IV - Empfänger.