Die "Macht" der Fans...

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von HoratioTroche, 24 April 2011.

  1. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Magath warnt vor "organisierten Fans, die einen immer größeren Einfluss auf die Vereinspolitik nehmen wollen."
    Die taz nennt sie "Wutfans".
    Die wachsende Macht der Fußballanhänger: Die Wutfans kommen - taz.de
    Ich halte es für eine logische Konsequenz, wenn man den Fußball aus der Schmuddelecke der (ausser am Spiel an sich) desinteressierten Fans der 70er, 80er und 90er holt und in in der Gesellschaft etabliert. Damit setzte nicht nur eine Feuilletonisierung ein, sondern auch ein wachsendes Interesse vieler Fans an den Vorgängen in ihrem Verein. Das ist nicht anders als in anderen Bereichen, privat (sei es in Bürger- oder Stadtteilinitiativen) oder wirtschaftlich in AGs.
    Man kann das jetzt negieren und wieder in die Schmuddelecke stellen, oder man nimmt es ernst. Wird sich zeigen was der schlauere Weg ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 April 2011
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  3. Remember '78

    Remember '78 més que un Bock

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    Schön, dass man bei der taz auch schon die "11Freunde"-Ausgabe vom letzten Monat gelesen hat...:taetschel:
     
  4. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Die Warnung Felix Magaths ist eine gerechtfertigte. Sie intendiert gleichzeitig, dass die Vereinsführung weiterhin auf einer professionellen Basis durch beruflich Qualifizierte laufen sollte. Fangruppen sind an sich anerkannte Institutionen, die als Sinnbild für Begeisterung oder auch konstruktiver Kritik stehen sollten. Leider könnte der angestrebte Einfluss auf Vereinspolitik früher oder später wirklich ein Problem werden.
     
  5. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Warte mal: Fans , die sich nicht mehr mit der Vereinspolitik und dadurch auch mit dem Verein indentifizieren werden zu einem Problem? Da muss ich dir Recht geben, zum Problem werden sie, wenn sie dem Verein den Rücken kehren und dort nur noch Eventpublikum, wie z.b. bei der Nationalmannschaft, auf den Rängen sitzt.
    Die Aussage Magaths sagt alles über ihn aus und erklärt die PÜrobleme, die er auf Schalke hatte voll und ganz. Abkehr vom Dialog, Abschiebung der Fans eine Konsumentenrolle.
    Magath und Konsorten vergessen das Wichtigste: Einen fairen und vernünftigen Dialog zwischen Fans und Vereinsführung. Nur so kann ein Verein voran kommen.
     
  6. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Warum sollte die Vereinsführung bewusst die Stimme der Fans bei Transferfragen und dergleichen berücksichtigen, wenn sie demokratisch in ihr Amt gewählt worden? Ich sehe da keinen Zusammenhang, wodurch der Verein an dieser demokratischen Entscheidung kaputt gehen sollte.
     
  7. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Tja, wenn aus Sicht der Fans nen "Arschloch" auf der Bank sitzt und 11 weitere "Arschlöcher" spielen lässt, dann darf sich der Verein dann aber nicht wundern, wenn die Fans schnell pfeiffen, Protestaktion auspacken und sonst keine positive Stimmung machen. Es ging ja nun auch nicht darum, daß jede Entscheidung von den Fans sanktioniert werden muss, aber man muss schon in der Nähe der Fans sein, um zu wissen, was diese wollen und dieses auch mit ihn seine Entscheidung einfließen lassen.

    Und ausserdem, einmal gewählt, dann kann man machen was man will. Nun ja, wenn das dein Demokratieverständnis ist.....
    Nein, ein vernünftiger Dialog ist im Fußball, wie auch in allen anderen Bereich, das A und O für eine erfolgreiche Arbeit.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 April 2011
  8. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nur Subjektiv. Leider. Denn Fangruppen, die Einfluss suchen, sind nix anderes als Kundengruppen einer Dienstleistungsfirma, die sich organisieren, um Einfluss auszuüben.

    Ichsachmaso: Entweder man nimmt diese ernst, weil man sie für signifikant wichtig hält, oder man lässt sie links liegen, weil sie nur eine unbedeutend kleine Gruppierung sind. Sie aber ernst nehmen und sich deren Anligen gleichzeitig verbitten ist für mich schlicht nix anderes als Politik.
     
  9. Monti479

    Monti479 Annemie ich kann nit mih

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    Naja, demokratisch gewählt iss anders. Bei Alemannia dürfen Vorstand, Ältestenrat,Verwaltungsrat und Aufsichtrat, also die Leute die die Geschicke des Vereins lenken, zwar von den Mitgliedern gewählt werden, jedoch nicht vorgeschlagen werden. Vorschlagen dürfen nur die Gremien selbst. Pöstchenschieberei nenn ich das.
     
  10. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nu. Zunächst sollte man da womöglich zwischen wählendem bzw. wahlberechtigtem Mitglied des vereins und dem Kunden des Vereins unterscheiden lernen. Deine Frage ist nämlich genauso irreführend, wie wenn man diskutieren sollte, warum ein Kunde eines Elektrokikkonzerns Einfluss auf die Produktentwicklung nehmen können sollte, wo doch der Vorstand demokratisch (über 2-5 Ecken) von den Aktionären gewählt wurde.

    Ums gleich zu beantworten: Nein, der Vorstand bzw. die Vereinsführung ist weder gesetzlich noch satzungstechnisch daran gebunden, auf die Meinung der Fanschar (also einem Teil ihrer Kundschaft) zu hören bzw. diese in ihre Entscheidungen einfliessen zu lassen. Das sagt aber nix darüber aus, ob das dennoch vernünftig wäre oder nicht. Mit demokratischer Legitimation hat das aber nix zu tun, sondern eher mit Betriebswirtschaft, PR, Vereinspolitik, öffentlicher Ausstrahlung und dergleichen.
     
  11. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Sicherlich dient ein offener Dialog bzw. ein offenes Kommunizieren der Vereinsführung einem gesunden Klima im und um den Verein herum. Nichtsdestotrotz gibt es eine Vereinsführung, die demokratisch gewählt wurde, weil ihr Vertrauen entgegengebracht wurde. Zur Vereinspolitik zählt nicht nur ein Amt zu bekleiden, sondern auch professionell auszuüben. Dazu zählt am wenigsten, eine Stimme abzugeben. Dahingehend sind meiner Meinung nach die Vorstellungen seitens der Einstellung "Fans in den Vorstand" etwas zu einfach gestrikt. Schön wäre es natürlich sagen zu dürfen: "Den will ich hier sehen, den aber nicht. Und den erst recht nicht."
     
  12. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Feuilletonisierung gab es ja immer schon mal, da sehe ich keine neue Entwicklung.

    Aber: Die einbeziehung der fans sehe ich als wichtigen Schritt an, auch als Lösung für die andere momentane (gegenläufige?) Entwicklung, dass wieder mehr Krawallos das Stadion zur gesetzfreien Zone machen wollen. Die vernünftigen Fans einzubeziehen ist da sicher eine Lösung und Mitbestimmung ist immer zu begrüßen. Dass autoritäre Auslaufmodelle wie Magath und Hoeneß damit Probleme haben, ist natürlich klar, sollte aber nicht weiter verwundern. ich bin gespannt, welche Mitbestimmungsmodelle sich da etablieren.
     
  13. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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