Die deutschen Spitzensportlicher im Skispringen - Das war mal?!

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Jogi-Fan, 18 Dezember 2010.

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Was sind die Ursachen des ausbleibenden Erfolges?

  1. Mehr ist einfach nicht drin.

    5 Stimme(n)
    55,6%
  2. Die jungen Talente werde angesichts vergangener Erfolge zu sehr unter Druck gesetzt.

    1 Stimme(n)
    11,1%
  3. Die Meinungen von Weißflog und Thoma sollten nicht nur im TV gefragt sein.

    2 Stimme(n)
    22,2%
  4. Ein neuer Trainerstab muss her.

    1 Stimme(n)
    11,1%
  1. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Schade, dass noch gar kein Thema zum Thema Skispringen in dieser Saison eröffnet wurde. Wer weiß, vielleicht sind einige von euch doch (noch?) leidenschaftliche Fans der deutschen Skispringer und glauben an den zukünftigen Erfolg. Falls das der Fall sein sollte, würde ich mich gerne über eine konstruktive Diskussion über die Ursachen des fehlenden Erfolges und die Erfolgsaussichten freuen. Letztlich hat jeder eine Meinung dazu. Ist es einfach so, dass die "Alten" nicht mehr an die Spitzenleistungen Anschluss finden und die "Neuen" nicht an Hannawald & Co. zu messen sind? Schließlich spricht dafür der ausbleibende Erfolg bei der Vierschanzen-Tournee in den vergangenen Jahren. Oder liegt es abermals am Training, in denen wir den Rückstand auf die Spitze nicht ausbauen können? Oder aber, dass sich der Verband vor den Meinungen ihrer Kritiker, wie den ehemaligen Skispringern Dieter Thoma oder Jens Weisflog, verschließt?

    Hinweis: Unter Erfolg verstehe ich, wie im Fußball, nicht unbedingt Titel zu gewinnen, sondern schon allein zum engen Favoritenkreis zu zählen! ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 Dezember 2010
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  3. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Um mal den Anfang zu machen: Ich denke, dass man zu unkritisch ist. Ob das intern so ist weiss ich natürlich nicht, aber die Statements nach aussen werden immer peinlicher. Da redet man vor der Saison von einer perfekten Vorbereitung, dass alle topfit sind und bricht gleich beim ersten Wettkampf komplett ein. Und dann lässt man stets den Schmitt ans Mikro und die Kamera und bei dem kommt inhaltlich imemr dasselbe, dass es nicht (ganz) optimal war, er weiss, woran es liegt und man in Zukunft daran arbeitet. Nur besser wirds nicht.

    Meines Erachtens täte man gut daran, einen strengen generationenwechsel einzuläuten udn für die nächsten Jahre die Ansprüche drastisch runterzuschrauben. Auch und vor allem in der Öffentlichkeit.
     
  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Die Deutschen haben immer wieder mal Siegspringer (Thoma, Hannawald, Schmitt) und hatten halt einen Jahrhundertspringer wie den Weißflog aber danach gibt's immer wieder eine Lücke.

    Die anderen Nationen haben eine effizientere Nachwuchsföderung bzw. Skipringen hat bei denen einen höheren Stellenwert:

    Die Österreicher hauen in den letzten Jahren und Jahrzehnten einen Topspringer nach dem anderen raus v.a. dank ihres absolut professionellen Föderungs- und Ausbildungsapparats: Begonnen bei Vettori & Felder weiter über Goldberger, Schwarzenberger, Widhölzl, Horngacher und Höllwarth hin zu Loitzl, Morgenstern und Schlierenzauer. Es gab Weltcupspringen, die waren mehr eine österreichische Meisterschaft denn ein internationales Springen.
    Last but not least: Die Ösis hatten mit Innauer einen Supermann als Trainer & Sportdirektor, der ihnen den ganzen Aparillo auf die besten Beine stellte. Jetzt isser ja weg. Mal schauen, ob sich das nicht rächt.

    Bei den Norwegern und Finnen ist Skispringen die zweite Nationalsportart hinter den Langläufern und daher machen das wohl auch mehr Kinder Jugendliche und sie schöpfen so die Talente besser ab.

    Ich halte die Entwicklung also für relativ "normal".

    Ins Zweifeln komme ich erst, wenn die deutschen Bobfahrer/innen und Rodler/innen nicht mehr zu den ersten Sieganwärtern zählen. Bei den Rodlerinnen, dann schon, wenn sie mal das erste Weltcuprennen seit gefühlten 200 Jahren verlören ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 20 Dezember 2010
  5. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Wo isser denn hin?
     
  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Keine Ahnung. Er trat beim ÖSV zurück.
     
  7. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Achso ich dachte er sei von der Konkurrenz abgeworben worden. Gabs denn ne Aussage von Ihm, wieso er zurückgetreten ist? Am fehlenden Erfolg kann es ja nicht gelegen haben.

    Wäre der wirklich zu haben, wäre das natürlich ein Gewinn für die Deutschen Skispringer. Auf der anderen Seite weiß ich nicht wiviele KOhle der Verband übrig hat. Wernn man aber sieht, dass RTL die pringen teilweise überträgt, dann ist in Deutschland sicher Potential da, sieht man ja auch an den früheren Erfolgen von Hannwald und Schmitt. An fehlender Begeisterung der deutschen Fans wird es sicher auch nicht scheitern.
     
  8. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich weiß nicht warum er aufhörte.

    Klar, der Innauer wäre eine Granate aber ich befürchte das ging nicht so ganz gut. Der käme mit dem DSV und seinen verrosteten Strukturen wohl nicht ganz klar und ob der Bock auf die Querelen hat, ich weiß nicht.
     
  9. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Das Problem sehe ich auch, wenn dann müsste er schon alte Zöpfe abschneiden, aber daran wirds wohl dann spätestens scheitern, denn wer sucht sich schon seinen eigenen Henker selbst aus?
     
  10. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Soweit käm's gar nicht. Der Toni Innauer kennt den DSV sicher gut genug um zu wissen ob's überhaupt Sinn machte da anzufangen und genau das bezweifle ich, dass es Sinn machen würde.
     
  11. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Mir gefällt der Auftritt des deutschen Teams bei der Vierschanzentournee bisher besser, als in den vergangenen Jahren. Viele springen nun in etwa auf gleichem Niveau und es ist überhaupt eine Linie des Cheftrainers erkennbar: Auf der einen Seite sind zwei erfahrenere Skispringer (Schmitt, Uhrmann), die sich in der Mannschaft unterordnen und auf der anderen Seite sind viele jüngere, erfolgshungringe Springer (Wank, Bodmer, Freund, Freitag) dabei, die in den vergangenen an den Wettbewerb herangeführt worden sind. Mit Mechler, Neumayer und Hocke sind drei Sportler im Team, die immer dafür gut sind, für eine Überraschung zu sorgen.

    Ich sehe diesbezüglich keinen, der mit konstanten Topleistungen heraussticht. Die meisten von ihnen bewegen sich auf einen guten Level und sind aber trotzdem in der Lage sich gegen die Favoriten durchzusetzen. Das macht wesentlich mehr Hoffnung, als wenn die deutschen fans nur auf einen Mann hoffen können und die anderen mehr oder weniger Mitläufer sind.

    Was natürlich dabei auffällt ist, dass Werner Schuster immer versucht mit Gesten (Nach den Sprüngen die Faust zu zeigen) den Eindruck auch bei den Fans zu machen: Wir sind als Team auf dem richtigen Weg und gehen dafür kleinere Schritte. Er versucht wirklich, den jüngeren den Erfolgsdruck von den Schultern zu nehmen. Das gelingt ihm besser, als in den vergangenen Jahren und seinen Vorgängern.
     
  12. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Das sehe ich indes sehr verschwommen.

    Um sich mal durchzusetzen braucht es schon die "richtigen" Wetterbedingungen.

    Welche Ära bzw. welchen Zeitraum meinst du denn?
     
  13. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Findest Du? Meinst Du die Favoriten im Weltcup oder die dt. Favoriten?
    Gegen Erstere sind die dt. Springer ja überhaupt nicht in der Lage sich durchzusetzen - vielleicht, wenn die anderen der Wind verbläst, sonst: Keine Chance. Und selbst mit Windunterstützung, die die Österreicher mal aus dem Spiel nahm, kommen sie nicht an Ammann, Malysz oder Ahonen vorbei.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2 Januar 2011
  14. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Die deutschen Skispringer sind meines Erachtens nach aber in den vergangenen Jahren nicht deswegen an den hohen Erwartungen der Fans gescheitert, weil sie nur mit allerbesten Wetterbedingungen zu kämpfen hatten. Noch dazu kommt sicherlich, dass sie nicht so stabil sind, wie ein Janne Ahonen oder Jacobsen bei ihren letzten Tourneegewinnen.

    Sicherlich sind Hilde, Ammann und Co. aktuell nicht zu schlagen. Allerdings sehe ich immer noch die Skispringer, die für einige nur eine Nebenrolle spielen im Bezug auf den Sieg der Vierschanzentournee: Martin Koch, Anders Jacobsen, Anders Bardal, Robert Kranjec. Um nur ein paar Namen zu nennen. ;)

    In den vergangenen fünf Jahren machte mir zumindestens der Kader und ihre Leistungen nicht soviel Mut, wie in diesem Jahr. Trotz der Niederlage von Martin Schmitt am heutigen Tag. Erwähne nur mal Bodmer, Freitag und Freund. Ähnliche Weiten und tolle Platzierungen. Das hat man in den vergangenen Jahren weniger häufiger gesehen.
     
  15. bayer04_princess

    bayer04_princess Well-Known Member

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    Wie macht sich denn Martin Schmitt ? ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Januar 2011
  16. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Also wenn wir schon aufzählen, dann machen wir es gleich mal richtig.

    Über mehrere Springen sind für mich folgende Springer deutlich vor den besten unserer: Amman, Malysz, Morgenstern, Kofler, Hautamäki, Hilde, Loitzl. Auch der Schlierenzauer, so fit, kommt wohl noch vor unseren Springern. Heisst, dass man froh sein kann, wenn man sich regelmäßig in den Top-10 platziert. Und das ist was anders, als die Annahme, dass man in der lage sei, sich gegen die Favoriten durchzusetzen.

    Und was die Leistungen des Kaders anbelangt: Die sind für mich nur in der breite konstanter. In der Spitze hat sich nix geändert. Ebenso nicht in der Außendarstellung des Teams und der Teamführung.
     
  17. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Klar erkennbar ist definitiv die verbesserte Außendarstellung und die sportliche Gesamtleistung des deutschen Kaders. Hier hinterlässt der Bundestrainer seine Handschrift nach zweijähriger Arbeit, in dem der Generationswechsel sich mehr denn je ankündigt und voll im Gange ist. Bodmer (19), Freitag (19), Wank (22) und Freund (22) können zwar noch nicht so konstant es mit den von dir genannten Skispringern aufnehmen, aber das sollte eigentlich nicht so überraschend sein, dass man in Frustration zurückfallen muss. Sie befinden sich in einem Prozess, in dem sich die Abgeschlagenheit eines Thomas Morgensterns (24) oder Simon Ammanns (29) erst entwickelt und sie daraus die Erfahrung von mehreren Vierschanzentournee´s gewinnen. Ähnlich ist es schließlich auch einen Loitzl (30), Kofler (26), Hautamäki (29) oder Malysz (33) ergangen, als sie im selben Alter es nicht mit den Großen ihrer Zeit aufnehmen konnten.

    Insofern bin ich wesentlich optimistischer und freue mich über jeden guten Sprung der deutschen Talente. Es muss halt auch gelernt sein, die Erwartungen zurückstecken zu können und in Relation zu den Jüngeren wieder anzusetzen. ;)
     
  18. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nöö. Kann ich nicht erkennen. es wird weiter schöngeredet und mehr als 3 Leute unter den Top 50 hatten wir auch schon länger. Dass es jetzt mal 10 sind, wie in Obersdorf, liegt an der Turnee selbst. Ob das nachhaltig ist, wird man sehen. Immerhin ist ja ein Teil des Teams der Gastgeber-Bonus, zumindest für Obersdorf und Garmisch. Mal sehen, wie es in Bischofshofen aussieht oder nach der Turnee. In Innsbruch jedenfalls haben wir schon nur noch 6 Leute in den Top 50. Das ist nicht sonderlich mehr als in den vergangenen Jahren.
     
  19. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wer auf den Nachwuchs verweist, sollte aber nicht einen x-maligen Weltcupsieger vergessen: Den 20 jährigen Gregor Schlierenzauer.
    An dem beissen sich alle anderen Nachwuchshoffnungen auch wieder die Zähne aus.
    Bei den aktuellen Springern in v.a. in AUT und FIN wird für D nicht viel drin sein in den nächsten Jahren: Ein-, zweimal in der Saison auf's "Stockerl", mehr nicht.
     
  20. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Garmisch, Obersdorf und nun auch in Innsbruck bewies das deutsche Team Konstanz in ihren Leistungen, weil sich über 3/4 von ihnen immer qualifiziert haben. Dies ist im Vergleich zu den anderen Jahren in jedem Fall "sonderlich", weil es eben nicht drei Skispringer an der Zahl gab, die auf einem ähnlichen Niveau gesprungen sind.

    Gastgeber-Bonus als Wettbewerbsvorteil für das deutsche Team zu titulieren, ist für eine Vierschanzentournee einfach lächerlich. Es ist seit je her so, dass in Deutschland ein teil der Vierschanzentournee ausgetragen wird und es war mit Sicherheit nicht das Ärgernis von Alexander Pointner am vergangenen Samstag.
    Oder erklärst du dir den Erfolg der Österreicher in den vergangenen Jahren an den zwei heimischen Schanzen? :huhu:
     
  21. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Machen wir mal voriges jahr: Obersdorf 2 mal Top 30 beste Platzierung 12., dieses Jahr 7 mal Top 30, beste Platzierung 6.; Garmisch, 4 mal in den Top 30, beste Platzierung 16., dieses Jahr; 7 mal Top 30 (7.) Innsbruck, 3 mal Top 30, dieses Jahr 6 in den Top 50; Bischofshofen, 4 mal Top 30, dieses Jahr steht noch aus.

    In der Turnee 2008/09 hatten wir übrigens konstant 4 oder 5 im Finaldurchgang mit insgesamt 9 Top-10-Platzierungen und einem Gesamtvierten. Da sind wir heuer noch meilenweit hintendran.

    Bestenfalls bringen wir also mehr Leute in den Wettbewerb bzw. in den Finaldurchgang. Und wie gesagt, wie nachhaltig das ist, muss man noch abwarten. Selbst eine gute Turnee ist noch kein Maßstab für einen Aufwärtstrend. Immerhin hatten wir 2008 mit Schmitt einen Turnee-Vierten und davor auch schonmal mit Neumayer einen Zweiten. Und das ohne, dass das nachhaltig und trendbestimmend war.

    Und doch: Insbesondere 2008/09 hatten wir mit Uhrmann, Neumayer und Schmitt 3 Springer in der Turnee, die regelmäßig in die Top-10 gesprungen sind.

    Klar isses ein Vorteil, wenn du statt 8 Springer ganze 12 in die Quali schicken kannst.
     
  22. Brock_Lesnar

    Brock_Lesnar Active Member

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    Malysz war vor 10 Jahren schon Gesamtweltcupsieger, Weltmeister und Gewinner der Vierschanzentournee, hat den Skisprungzirkus teilweise sogar dominiert. Kofler hat vor vier Jahren schon zwei olympische Goldmedaillen im Team und eine Silbermedaille im Einzelbewerb geholt. Hautamäki hat ebenfalls vor 10 Jahren schon Olympia- und Weltmeisterschafts-Medaillen im Einzel- und Teambewerb geholt. Davon sind die von dir aufgezählten deutschen Nachwuchsspringer doch recht weit entfernt. ;)
     
  23. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Im Teamwettbewerb als junger Bursche eine Medaille in einem Spitzenteam, wie die Österreicher, zu gewinnen, bedeutet keinen Weitsprung gemacht zu haben. Ähnlich erging es schließlich auch schon Stephan Hocke (damals 19 Jahre), als er die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen. Damals zählten Hannawald und Schmitt zu den Entscheidungsträgern der deutschen Teamerfolge. Dies hat sich bis heute auch nicht bei den anderen Teams verändert. ;)

    Hast du vor der Vierschanzentournee ernsthaft Julian Musiol, Tobias Bogner und andere Skispringer aus dem Juniorenteam favorisiert? Als Wettbewerbsvorteil würde ich es für Bogner, Musiol & Co. nicht definieren, wenn sie als Junioren in Garmisch-Partenkirchen oder Oberstdorf springen. ;)
     
  24. Brock_Lesnar

    Brock_Lesnar Active Member

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    Falls du meinen Beitrag gemeint hast: hab ja extra dazu geschrieben, dass diese zwei (Hautamäki, Kofler) in jungen Jahren nicht nur im Team olympische Medaillen/WM-Medaillen geholt haben, sondern auch in den Einzelbewerben und von Medaillen in Einzelbewerben sind die von dir aufgezählten deutschen Nachwuchshoffnungen weit entfernt.
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der Vergleich mit Hocke ist ja gut :D

    Dann greif ich mal drei Österreicher raus, die in jungen Jahren auch mal Gold im Team bei Olympia gewannen, und an denen Du siehst, welchen Sprung die nach vorne machten:

    Morgenstern gewann als 19-Jähriger in Turin gleich zweimal Gold (Team und Großschanze), holte dann als 21-Jähriger den Gesamtweltcup, gewann in Vancouver wieder Gold im Team als 23-Jähriger und brachte es mittlerweile auf 19 Weltcupsiege.
    Schlierenzauer holte mit dem österreichichen Team als 17-Jähriger Gold bei der WM, wurde als 18-Jähriger Skiflugweltmeister, holte dann als 19-Jähriger den Gesamtweltcup und noch Gold im Team und Silber im Einzel bei der WM, gewann als 20jähriger Gold in Vancouver im Team und zwei Bronzemedallien im Einzel und brachte es mittlerweile auf 32 Weltcupsiege.
    Kofler holt als 21-Jähriger Gold im Team und Silber auf der Großschanze in Turin 2006, er gewinnt als 25-Jähriger 4 Weltcupspringen, gewinnt die Vierschanzentournee, wird Vierter im Gesamtweltcup und holt nochmal Gold im Team in Vancouver. Und das ist der, von dem die Trainer sagen, er habe am wenigsten Begabung.

    Hocke: 1 Weltcupsieg als 18-Jähriger 2001 und Gold im Team 2002.
     
  26. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Also dass die Jungheit des dt. Nachwuchses hinsichtlich der Steigerungsfähigkeit auf das Ödi-Niveau der "Alten" ein Vorteil sein soll, leuchtet mir auch nicht ein. Typischerweise sind nämlich beim Skispringen gerade die jungen Springer ausserordentlich gut. Oder eben - wie unsere - nicht, sondern nur Durchschnitt und werden es dann auch bleiben.

    Kann aber auch sein, dass Jogi-Fan meint, wenn unsere dann 28 sind, sind die jetzigen Alten nicht mehr aktiv und unsere werden dann automatisch durch die "Vergreisung" der jetzigen Elite nach vorne gespült.

    Das wiederum halte ich für einen Trugschluss. Sowas geht nur ganz selten auf. Und im Skispringen noch seltener.
     
  27. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nein, bei weitem nicht. Wie kommst du darauf?
     
  28. Brock_Lesnar

    Brock_Lesnar Active Member

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    Dass die jetzigen jungen deutschen Springer mal auf dem Niveau von Morgenstern, Schlierenzauer oder Ammann springen, glaubt er ja nicht, hat er auch extra dazugeschrieben, er wollte nur sagen, dass die Leute dahinter (Malysz, Kofler, Hautamäki) in diesem Alter (Anfang 20) ebenfalls keine Erfolge gefeiert haben und die Deutschen deshalb in ein paar Jahren auf dem Niveau springen könnten, auf dem diese drei jetzt sind. Dass es aber eben Blödsinn ist, dass diese drei vor 10 Jahren recht viel weniger erfolgreich waren als jetzt (sowohl in Team-, als auch in Einzelbewerben), weiß er jetzt hoffentlich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Januar 2011
  29. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das würde ich angesichts der anderen jungen Springer wie Schlierenzauer, Morgenstern, Thurnbichler, Larinto, Hilde, ... auch nicht unterschreiben.

    Meiner Meinung nach mangelt es den dt. Springern einfach an der Qualität um da dauerhaft vorne mitzumischen. Es bleibt natürlich da Hoffen, dass es einer doch packt, auch wenn ich's als unwahrscheinlich ansehe bei den Genannten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Januar 2011
  30. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Schöne Zusammenfassung. Aber wie du schon sagtest, bestreite ich nicht, dass die Österreicher in den vergangenen Jahren gute Einzeltalente hervorgebracht haben und diese Jahr für Jahr gute Arbeit leisten. Nichtsdestotrotz bedeutet dies nicht, dass sie ebenso einmal eine herbe Verletzung erleiden müssen, wie es Michael Uhrmann vor drei Jahren erging bzw. Maximilian Mechler vor ca. 5 Jahren. Von Sven Hannawald und Martin Schmitt ganz zu schweigen. All das sind Rückschläge, die die Jüngeren auch treffen könnten. Auch diese Faktoren trafen das deutsch Team im letzten Jahrzehnt ziemlich hart, weshalb es auch lange gedauert hat, bis das deutsche Team in der Breite wieder gut aufgestellt war.

    Mich persönlich interessiert eigentlich jetzt noch, welche vier Skispringer Werner Schuster für die Nordische Ski-Weltmeisterschaft nominieren wird. Das wird mit Sicherheit eine schwere Entscheidung werden.Ich schätze mal, dass Martin Schmitt, nachdem er die Qualifikation in Innsbruck nicht bewältigt hat, ein Wackelkandidat ist. Somit könnten sich die restlichen Namen durch Bodmer, Freund, Freitag und Uhrmann erübrigen. Aber wer weiß, Bischofshofen wird dafür entscheidend sein.
     
  31. Detti04

    Detti04 The Count

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    Was ein Quatsch. Malysz gewann sein erstes Weltcupspringen mit 18 Jahren, Kofler mit 21 und Hautamaeki mit 19. Nur Loitzl hatte mit dem Gewinnen lange Probleme, war aber immerhin schon als 21-jaehriger mal 7. im Gesamtweltcup; ohne die aktuelle Springerei zu verfolgen bin ich sicher, dass deutsche Springer von Plaetzen unter den ersten 10 im Gesamtweltcup ziemlich weit entfernt sind.