Der Mann, den es nicht gibt – schwule Bundesliga-Spieler

Dieses Thema im Forum "Fussball Bundesliga" wurde erstellt von alditüte, 12 September 2012.

  1. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Homosexualität im Fußball: US-Nationalspieler outet sich - SPIEGEL ONLINE
     
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  3. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Gute Sache.
    Nur schade, dass er gleichzeitig seinen Rücktritt vom aktiven Fußball erklärt.

    - - - Aktualisiert - - -

    Der Lanz ist ja echt ne ...................
    Ach das lass ich besser. Aber toll ist der nicht.
    Nur sensationsgeil. Ich hoffe das da nicht einer zwangsgeoutet wird, in den nächsten Wochen.
     
  4. alditüte

    alditüte HSVer

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    EM - News : Schwuler Profi Rogers schreibt Sportgeschichte in MLS

    Siehste, in Amerika (nicht gerade für sonderlich große Liberalität bekannt) gibt es BEIFALL für schwule Fußballer. Ich glaube, allmählich sind wir in einer Zeit, in der auch ein Fußballer in Deutschland sagen kann, was er ist, und dafür von der Mehrheit unterstützt wird, zumal Schwulenfeindlichkeit in Deutschland ja eh kein großes Thema mehr ist.
     
  5. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Doch, isses, war ja erst neulich am Tag gegen Homophobie zu hören. Es hört nur kaum einer davon, weil halt kaum jemand davon berichtet.
     
  6. alditüte

    alditüte HSVer

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    Was es nicht alles für Tage gibt.

    Jedenfalls halte ich im Stadion die Homophobie für nicht relevant höher als in anderen Teilen des Lebens, und das würde ja im Grunde schon reichen für ein Outing, oder nicht? Na ja, wär ich ein schwuler Bundesliga-Spieler würde ich mich aber glaub ich auch nicht outen, aber wohl eher deswegen, weil ich der erste wär. Wenn einer sich outet heißt das ja nicht, dass dann lauter andere Spieler nachziehen, schließlich hat sich in der MLS auch weiterhin kein zweiter geoutet.
     
  7. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Wie ich das so mitbekomme, in den Stadien und in meinem Umfeld, ist die Meinung zu dem Thema Homosexualität im Fussball doch recht unterschiedlich. Anerkannt - nein. Isses nicht.
    Geht man in die Fankurven, da wohl erst recht nicht. Da isses ein Tabu-Thema.
     
  8. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Das kommt ja wohl ganz auf "die Fankurve" an.
     
  9. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Kann sein. In den Fankurven, in denen ich mich öfters mal befinde, isses halt so. Ohne das jetzt weiter ausführen zu wollen.
     
  10. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Ist halt die Frage, ob das wirklich so ist, oder ob man nur die wahrnimmt die am lautesten sind.
     
  11. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ein Bekannter von mir ist seit 30 Jahren Lehrer, und er meinte, unter den Jugendlichen hätte die Schwulenfeindlichkeit in den letzten Jahren eher zugenommen.
     
  12. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Zuletzt bearbeitet: 17 Juli 2013
  13. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Van Gaal bei Schwulenparade

    Man will ein Zeichen setzen. ..........Und das ist gut so.
     
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  14. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Nun ist der Leitfaden raus und an alle Vereine verteilt worden. Optimaler Zeitpunkt für ein Coming out: nach der Saison. "Aufgrund der Schnelllebigkeit der Gesellschaft und der "medialen Halbwertszeit" einer solchen Neuigkeit hat sich nämlich die mediale Lage bis zum Beginn der neuen Spielzeit beruhigt". Na mal sehen, ob sich jemand traut. Ich glaube es eher nicht.

    http://www.dfb.de/uploads/media/Informationsbroschuere_Fussball_und_Homosexualitaet_01.pdf

    DFB - Deutscher Fußball-Bund e.V. - *News-Meldung


    Außerdem:

    Auf Initiative der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld sind am 17. Juli Ehrengäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Vereinen eingeladen, um gemeinsam die Berliner Erklärung „Gemeinsam gegen Homophobie. Für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport“ zu unterschreiben.

    "Als Akteurinnen und Akteure und Partnerinnen und Partner des Sports fühlen wir uns dessen integrativer Kraft in unserer Gesellschaft verpflichtet: Der Sport steht für Vielfalt, er verbindet Menschen unterschiedlichster Herkunft, Weltanschauung und Persönlichkeitsattribute. Zentrale Werte im Sport sind Respekt, Toleranz und Fair Play. Nachdrücklich anerkennen wir die bedingungslose Umsetzung dieser Werte im Sport.

    In weiten Teilen des Sports sind homophobe Tendenzen dennoch nach wie vor stark ausgeprägt, homosexuelle Sportlerinnen und Sportler fühlen sich diskriminiert und in ihren Entfaltungsmöglichkeiten eingeschränkt. Zudem wird das Attribut der (vermeintlichen) homosexuellen Orientierung gezielt für Anfeindungen, Verunglimpfungen und Herabsetzungen sowie als Ventil für eigene Ängste, Frustrationen und Aggressionen im Sport eingesetzt.

    Wir setzen uns von daher für ein aktives Vorgehen gegen Homophobie auf allen Ebenen des Sports ein. Wir unterstützen Maßnahmen zur Förderung eines vorurteilsfreien Klimas sowie zur Schaffung einer Kultur gelebter Vielfalt auf der Basis gegenseitiger Wertschätzung und Achtung. Solche Maßnahmen sollten vor allem auch auf Jugendliche und junge Erwachsene ausgerichtet sein, um entsprechende Haltungen im Zuge ihrer Identitätsentwicklung zu stärken. Um diese Maßnahmen möglichst adressatengerecht anbieten zu können, sind empirisch belastbare Daten zur Homophobie im Sport unabdingbar.

    Wir unterstützen von daher entschieden die Intensivierung der wissenschaftlichen Forschung auf diesem Gebiet. Das Zusammenwirken möglichst vieler Einrichtungen des Sports und der Zivilgesellschaft für Vielfalt, Respekt und Akzeptanz im Sport bietet die besten Voraussetzungen für einen nachhaltigen Wandel im Denken und Handeln aller Beteiligten."

    Fußball für Vielfalt

    BMJ - Medien - Prominente Unterstützer der Berliner Erklärung der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld
     
    Zuletzt bearbeitet: 17 Juli 2013
  15. Schröder

    Schröder Problembär

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    Also ich weiß nicht... Gerade in der Sommerpause wo es außer Transfers nicht viel zu berichten gibt, wird doch aus allem ein Mordsdrama gemacht. Ich halte eh nix von einem "offiziellen" Coming Out mit Pressekonferenz etc., weil es der Sache mehr Bedeutung gibt, als es wert ist. Wenn man Homosexualität im Fußball als etwas "normales" betrachtet sehen will, ist jeder selbst erzeugte Rummel zuviel.

    Also wenn, dann vor einem großen Turnier, an dem der Spieler aber idealer Weise nicht selbst teilnimmt. Nicht wegen Homophobie, sondern weil der Medienrummel die Vorbereitung stören würde.
     
  16. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Da Homosexualität mittlerweile in der Gesellschaft immer fester verankert ist, stelle ich mal vielmehr die Frage, ob ein Coming out denn zwingend notwendig ist. Für wen ist das wichtig? Wer will das wissen und welchen Informationsgehalt hat ein solches Coming Out für die Gesellschaft? Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich irgendwann öffentlich hingestellt habe und meine Heterosexualität herausposaunt hätte, wozu auch?
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Es geht ja auch "nur" darum, dass niemand Versteck spielen muss, wenn er nicht will - genauso wie Du das mit Deiner Heterosexualität auch nicht tust.
     
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  18. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    So ist es, Rupert. Wenn ein heterosexueller Spieler in der Öffentlichkeit mit seiner Frau Händchen haltend durch die Gegend läuft, interessiert das kein Schwein. Tut dies aber ein homosexueller Spieler mit seinem Freund, stürzt sich sicherlich sofort die ganze Presse darauf. Bei einem Coming Out kann der Betreffende wenigstens Form und Zeitpunkt des Bekanntwerdens bestimmen, und mit der Zeit würde sich die Aufregung dann auch legen.
     
  19. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Jeglicher Fokus auf die Neigung eines Spielers zu legen ist mmn völlig überflüssig. In einer Zeit, wo jeder nach seiner Facon leben kann und auch soll, ist dies eigentlich kein Thema. Die Presse schmeisst sich auch nur drauf, weil es viel zu viele Konsumenten gibt, die sich diesen Müll reinziehen und andere über eine solche Schiene auch noch bewerten. Abartig sowas. Von mir aus ist die ganze Bundesliga schwul, mein Leben und meine Einstellung zu diesem Thema ändert sich dadurch nicht. Und jene, die heterosexuell sind, haben zudem nicht selten noch ganz andere Fassade in petto.
     
  20. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Da hast du natürlich recht. Aber das ist nun mal die Realität, und nur die zählt für die Betroffenen. :isklar:
     
  21. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Natürlich - juckt mich selbst recht wenig, ob meine Mitmenschen auf's andere oder auf's gleiche Geschlecht stehen.
    Es juckt aber viele andere, im negativen Sinne, schon, ob jemand heterosexuell oder homosexuell oder irgendwas dazwischen ist und genau einige von denen fangen dann mit Beleidigungen und Repressalien an und genau um diese Klientel geht's.
    Es kann ja wohl nicht sein, dass sich jemand fürchten muss, nur weil er als Mann sexuell nicht auf Frauen steht und deshalb Versteck spielen muss.
     
  22. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    ... und genau dieses Klientel wird ja auch immer wieder bedient, duch wen? Sicherlich seltenst durch den Nebenmann im Stadion, sondern zuerst erstmal durch die Bündelung von vermeintlicher Wichtigkeit eines solchen Themas in Öffentlichkeit und Presse.
     
  23. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ja, die Presse ist schuld, man kann's auch einfach hinnehmen und gar nicht darüber berichten.


    Noch 'ne Anmerkung: Wäre mir neu, dass Homophobie ihre Ursache in der Presse des 20. und 21. Jhd. hat.
    Diese Klientel bedient sich selbst, denn sie lassen ihre Abneigung, ihren Hass gegen Nicht-Heteros ganz von alleine raus.
     
  24. Schröder

    Schröder Problembär

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    Hat sie auch nicht. Wird ja über das Privatleben anderer auch genug (meines Erachtens viel zu viel) berichtet. Sieh dir doch einfach mal an, was da bei den van der Vaarts los war. Guck dir einfach mal an, wieviel "Yellow Press" im Umlauf ist. Die A-C Promis können sich doch nichtmal im Urlaub in Ruhe ´ne Badehose anziehen, ohne das ein Paparazzi im Gebüsch hockt und den Schniedel fotografiert. Das "Skandal"bild wir dann noch durch -zig TV-Sendungen gereicht.

    Ich würd den ganzen Quark verbieten. Privatleben ist eben Privatleben und hat in der Öffentlichkeit nix zu suchen, egal ob nun Prinz von Proll und Protzi von seiner Yacht ins Wasser pinkelt oder eben ´n Fußballspieler mit seinem Freund händchenhaltend durch die Stadt rennt. Geht keinen was an - muss keiner wissen.
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich schrieb bloß über Homophobie und nicht über A-X promis.
     
  26. Schröder

    Schröder Problembär

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    Natürlich. Mir gings ja nur darum, dass wenn eh schon jeder Mist in die Öffentlichkeit getragen wird, ein offizielles Outing halt noch höhere Wellen schlägt. Was ist z. B. für die Presse schon die eher banale Besenschrank-Affäre von Boris Becker im Gegensatz zu einem vielleicht noch sehr bekannten Fußballer, der sich öffentlich zur Homosexualität bekennt? Selbst wenn da halbwegs neutral drüber berichtet würde, die Aufmerksamkeit diverser Medien wäre enorm und würde keinesfalls "bald wieder abebben".
     
  27. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Dann sind wir uns ja einig: Es ist etwas sehr faul in der Fußballgesellschaft, wenn es nicht möglich ist, dass ein Fußballspieler nicht heterosexuell sein kann.
    Dann muss man sich nur noch fragen: Warum ist das so?
    Und da bleibt mir dann nur noch als Erklärung übrig: Weil er Angst hat vor den homophoben Vorbehalten der Fußballgesellschaft.
     
  28. Schröder

    Schröder Problembär

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    Das wäre auch ohne homophobe Fußballgesellschaft enorm schwierig. Machen wir uns nix vor: Ein homosexueller Fußballstar wäre eine größere "Sensation" als z. B. bei einem Tennisspieler oder Musiker. Immerhin ist das ein Sport für "ganze Kerle" und in Deutschland Sportart Nr.1. Der Medienrummel wäre auch ohne Homophobie enorm. Hättest du Lust, dich in x Talksendungen zu erklären und das zuhause das Telefon wg. dieser Anfragen nicht mehr still steht? Du bist dann als Fußballstar vielleicht rotiniert genug, mit Pressekonferrenzen etc. umzugehen. Aber würdest du das deinem Freund antun wollen, derart ins Rampenlicht gezerrt zu werden, das der nichtmal auf den Balkon gehen kann, ohne im Blitzlichtgewitter zu stehen? Das ihm die Reporter auflauern, sobald er das Haus verlässt?
     
    Zuletzt bearbeitet: 22 Juli 2013
  29. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    A) Warum wäre das so sensationell, wenn es keine Vorbehalte gibt?
    B) Dann wäre es schlicht eine positive Sensation.
    C) Ist das eine Scheinargumentation, weil die Jungs schlicht Angst haben vor der, ich wiederhole es gerne, homophoben Reaktion.
     
  30. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Gibt ja mit Robbie Rogers nun nen aktiven geouteten Fußballprofi (sogar mal Nationalspieler gewesen). Hat zwar erst seine Karriere nach dem Outing beendet, aber dann doch wieder angefangen zu spielen. Wär gut, wenn sich noch ein paar anschließen würden in nächster Zeit, dann sind wir auf dem Weg, dass es mal Normalität werden könnte.
    Einfach wirds sicher nicht, aber vielleicht finden ja noch welche den Mut, damit es für andere mal besser wird. :)
     
  31. Schröder

    Schröder Problembär

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    A) Es wäre sensationell, weil es das eben bisher nicht gab.
    B) Warum ist Homosexualität denn neuerdings positiv? Es sollte doch eher gleichgestellt sein.
    C) Natürlich haben sie das. Ich bezweifle auch gar nicht, das es die geben würde. Nur, das auch ohne diese Reaktion dann plötzlich alle schwulen Fußballer sich öffentlich outen würden und ihre Beziehungen dieses dann unbeschadet überstehen. Es sei denn, die würden sich absprechen (sofern sie voneinander wissen) und dann alle gleichzeitig in die Öffentlichkeit gehen. Da würde sich der Rummel auf mehrere Schultern verteilen.