Der Mann, den es nicht gibt – schwule Bundesliga-Spieler

Dieses Thema im Forum "Fussball Bundesliga" wurde erstellt von alditüte, 12 September 2012.

  1. osito

    osito Titelaspirant

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    Ach, und wenn sie es nicht machen? Dann sind sie wieder die Schwu**teln?
     
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  3. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Uli Hoeneß (FC Bayern) und Angela Merkel (DNM) und Wolfgang Niersbach (DFB-Präsi) ermuntern inzwischen zum Outing: Homosexuelle Fußballprofis - "Ihr müsst keine Angst haben" - Sport - sueddeutsche.de
     
  4. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Das wüsste ich jetzt auch mal gerne.
     
  5. osito

    osito Titelaspirant

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    Die haben alle leicht reden. Die muessen auch nicht vor 50.000 Leuten, mit ihrem sexuellen Outing, in einem von Maenner dominierten Sport, einem Ball hinterherjagen.
     
  6. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Ich denke, dass ist es immer die Frage wie "vertraut" man mit der Person ist. Wir hatten in der 10. Klasse einen Mitschüler der sich geoutet hat. Den kannte ich nunmal schon länger und kam immer gut mit ihm zurecht. So wie er dann Scherze gemacht hat er auch in der Güte was zurückbekommen. Ich für meinen Teil konnte halt damit umgehen. Klar war es anfangs ungewohnt, aber wir standen dann später auch mit anderen Mitschülern denen das nix ausgemacht hat unter der Dusche nach dem Sport. Ja mei.

    Leider gab's da auch das andere Extrem wo einige Affen (sorry, anders kann man's fast nicht ausdrücken) panikartig aus der Umkleide gerannt sind wenn der eine Mitschüler diese nur betreten hat. :schlecht:
     
  7. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Aus dem Abseits - Doku über schwule Amateurfußballer

     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 9 September 2013
  8. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Dann gib doch mal einen Tipp falls du magst, wie ich mich dem Thema nähern soll, um das nach deiner Meinung falsche Bild zu korrigieren.
    Ich kenne persönlich keinen Schwulen sondern nur die in der Öffentlichkeit stehenden. Ich male mir dann immer aus, wie sich Menschen wie zB Uecker, Westerwelle, Dirk Bach, Boy George oder Thomas Hermanns auf dem Fussballplatz bewegen würden. ( Wer grinst da ? ;) )
    Das ist die eine, rosarote Seite. Andere Schwule wie Kerkeling, Wowereit, Warhol oder Praunheim geben/gaben da schon ein anderes Bild ab, die ich mir durchaus als Fussballer vorstellen kann/konnte ( Warhol lebt ja nicht mehr ).
    Zu meiner rosaroten Sichtweise würde die Aussage passen, dass es gar keine prominenten schwulen Fussballer gibt und sich aus diesem Grund noch nie einer geoutet hat. So ignorant bin ich aber nicht.
     
  9. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Glaubst du. Dazu müsstest du aber von allen dir persönlich bekannten Männern wissen, dass sie Hete sind. Stattdessen gehst du einfach mal davon aus, was bei mehreren hundert Männern die du persönlich kennen dürftest rein statistisch äußerst fehlerbehaftet sein dürfte.
     
  10. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Ich muss dazu sagen, das das mein Onkel (von dem der Spruch kam), schon ein paar Bier intus hatte und eh ein Vorliebe für etwas zum Teil sagen wir mal "merkürdige" Spässe hat. Teilweise lustig, teilweise aber auch etwas seltsame bis peinliche Art von Humor.
    Trotzdem war es halt ziemlich daneben, grade weil besagter Cousin zum ersten mal seinen Freund dabei hatte.
     
  11. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Schon richtig, also wissentlich kenne ich keinen Schwulen. Von Männern, die ich kenne, hat bei mir noch nie jemand einen Eindruck dieser Art hinterlassen. Das kann aber auch daran liegen, weil er seine Neigung mir gegenüber nicht durchblicken lassen wollte. Jeder Mensch erzählt ja auch nur das, was er preisgeben will.
    Insofern ist dein Einwand berechtigt.
     
  12. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Überschrift : Fussball ist ein Männersport. Und nix für Tunten.
    So sehen es wohl sehr viele Leute. Schwul = Tunte in rosa Röckchen. Gut. Ist etwas zu hart und übertrieben ausgedrückt, triffts mMn aber auf den Punkt.
    Von daher ist und wird es für Schwule im Fuba immer schwer bis aussichtslos sein. Sich outen wäre der falsche Weg, da schwul sein nicht akzeptiert wird.

    Auch der Rassismus wird,so glaube ich, leider nie ganz aus den Fubastadien verschwinden.
    Von der Gewalt mal ganz zu schweigen.
     
  13. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Den eigenen Blick nicht nicht nur auf die "rosaroten" Schwulen richten sondern im Kopf haben, dass das eine Richtung ist, es aber weitaus mehr andere gibt.

    Ein paar Tatsachen, die dabei helfen könnten und die mir ganz spontan einfallen, bzw. die ich hat weiß, weil ich recht viele Schwule kenne:
    - Es gibt weitaus mehr Schwule, die rein äusserlich gar nicht als sog. schwul erkennbar sind, die schauen aus wie ganz normale Männer und verhalten sich auch so ohne "schi-schi".
    - Gerade unter den Schwulen sind auch mal gerne ziemlich erfolgreiche Geschäftsmänner, die im Geschäftsleben genau auch das sind, was das stinknormale Männerbild gerne propagiert: Knallhart
    - Das sind Männer, die auf Männer stehen bzw. Testosteron trifft auf Testosteron. Das hat öfter mal recht wenig mit Weichheit und Softness zu tun.
    - Geh mal mit ein paar Schwulen feiern. Das ist meilenweit von einer "Frauenparty" entfernt.
     
  14. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Danke, im Prinzip denke und handele ich auch so, in dem Bewusstsein, wie ich es auch schon oben zu HT gesagt habe. Deine Ausführungen passen ganz gut zur kommenden Aktion am WE zum Thema Fussball und Integration "Geh deinen Weg". Die Clubs verzichten auf jegliche Trikotwerbung und A. Merkel hat sich zum Spiel in Dortmund angekündigt. :)
    -> Quelle
     
  15. Rezo

    Rezo Weeaboo

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    Wurde doch schon hier geposted, Beitrag Numero zwo.

    Nicht direkt auf Homosexualität bezogen, aber das Klientel dürfte in etwa deckungsgleich sein -> Diesen Spass in Kaiserslautern letzte Saison. Man beachte auch die verharmlosende Haltung der Vereinsführung in manchen - nicht allen - dieser Fälle.

    Das es bei einem Profit-Outing nicht zu entsprechend aggressiven Reaktionen einer respektablen Anzahl der gegnerischen, und je nach Verein auch durchaus der eigenen Fans kommt ist angesichts solcher Dinge doch eher unwahrscheinlich.

    Nicht zu vergessen ist hierbei das bei Funktionären und Entscheidungsträgern nicht unbedingt mit Verständnis und Unterstützung gerechnet werden darf. Da gabs doch vor garnicht allzu langer Zeit diese Daum-Kommentare.
     
  16. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich verstehe uebrigens so Aussagen wie "Fussball ist Maennersport" nicht. Wieso sollte er das sein - weil Messi so bullig gebaut ist? Weil die spanische Nationalmannschaft aus lauter harten Jungs besteht? Weil sich ach-so-harte Maenner wie Effenberg geschaeftlich von ihrer Frau vertreten lassen mussten?

    Das Problem ist nicht, dass Fussball ein Maennersport waere, sondern dass Fussball idiotendominiert ist. Wie das eben ueberall ist, wo Leute in Massen aftauchen und wo ein Grossteil dieser Masse aus unerwachsenen Maennern besteht: Eine solche Gruppe findet als kleinsten gemeinsamen Nenner eben oftmals idiotisches Verhalten. Und weil das so ist, also weil Idiotie massenkompatibel ist, wird diese dann eben gerne auch von Medien (wie z.B. der Regenbogenpresse) passend befeuert. Aus diesem Grund halte ich es auch fuer nahezu unvorstellbar, dass sich ein aktiver schwuler Profi outen wird, denn dadurch machte er sich gegenueber der idiotischen Masse ja nur angreifbar.

    Oder anders: Wenn Fussballern von Arschloechern zuhause aufgelauert wird, weil sie schlecht Fussball spielen - was soll dann passieren, wenn ein Fussballer schlecht spielt und zusaetzlich als schwul bekannt ist?
     
  17. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Kein Wunder. Wenn du einen "Eindruck" (darf ich fragen wie der aussieht?) erwartest, würde ich es dir auch nicht auf die Nase binden. Das Erwarten eines schwulen "Eindrucks" ist in meinen Augen nämlich schon Ausdruck latenter Homophobie. Im günstigsten Fall nur Unbehagen vor dem Fremden.

    Sorry dafür.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 September 2012
  18. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Auch in etwa meine Meinung und dazu kommt dann noch, dass sich idiotisches Massenverhalten gerne in Aggression entlädt und die richtet sich eben auch öfter mal gegen das, bzw. in diesem Falle diejenigen, was man nicht kennt bzw. anders ist.
     
  19. Junker

    Junker Altborusse

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    Was interessiert es mich, wer , wie veranlagt ist. ist frau Merkel der bessere Mann, Uli Hoeness eine Tunte ? Niemand hier kann sich vorstellen, was es heisst niedergemacht zu werden, nur weil er schwul ist. Wir müssten gleichzitig über die Frauen reden, denn da weiss mensch eher , wer welche Partnerin hat. Es wird zwar nicht öffentlich gemacht, aber ich denke es ist nicht das Tabuthema wie bei Männern. In Frankfuter Frauenfussball tummeln sich die Lesben, na und ? Diese nach anderen schauen geht mir auf den Geist, in der Künstlerszene, bei Politikern ist das mittlerweile normal, wenn man einen Lebenspartner hat. Fehlen da die Sportler ? Nach den Fussballspieler, kommen dann Handballspieler, Ringer etc.pp ? Ich hab mir nur wenige beiträge durchgelesen, den ein oder anderen fand ich gut.
     
  20. Detti04

    Detti04 The Count

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    Eben. Es reicht ja schon aus, einfach nur identifizierbar zu sein, um in solchen Situationen Zielscheibe der Aggression zu werden. Ist man der einzige blonde Spieler im Team oder der einzige dunkelhaeutige, dann kriegt man den Massenunmut im Stadion eben als erster zu spueren - einfach aus dem Grund, weil man auch vom schlechtesten Platz im Stadion noch deutlich auszumachen ist. Daher waere es fuer einen Spieler um so bescheuerter, sich selber eine solche "Markierung" (als offen Schwuler) zu verpassen, wenn man ansonsten aus der Mannschaft nicht herausstechen wuerde und deswegen in aller Ruhe Fussball spielen koennte.
     
  21. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Mich, und ich schätze mal so manchen anderen hier, interessiert es auch nicht, ob ein Fußballer schwul ist aber das ist ja nicht der Punkt. Es gibt ganz offensichtlich die Angst, dass es eben genau diejenigen "interessiert" die aggressiv werden und dass dann genau diejenigen wiederum dem schwulen Fußballer das Leben zur Hölle machen. Genau deswegen gibt es dann "offiziell" kaum Schwule im Fußball. Darum geht's.
     
  22. Junker

    Junker Altborusse

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    Ja und Frau Merkel macht den schwulen Rettungsschirm auf oder wie ? Zigtausende Stadiongänger verhöhnen die Gegner mit Sprüchen wie "Schwule Holländer " " Du Schwuchtel "und , und, und . ich wette hier gibt es viele die da mitgesungen haben. Das Ende davon ist die körperliche Gewalt. Es wird weiter offiziell weiter wenig Fussballspieler geben, die sich outen. Gut so !
     
  23. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich hab keinen Plan auf was Du raus willst, Junker.
     
  24. GilbertBrown

    GilbertBrown Green Bay Packers Owner

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    Ich hab auch keinen blassen Schimmer :gruebel::weißnich:
     
  25. alditüte

    alditüte HSVer

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    Sorry, aber das ist doch Unsinn. Nur weil jemand gewisse Vorurteile hat (die jeder Mensch hat, dies ist bewiesen, anders entsteht der „erste Eindruck“ ja nicht), und einige darum auch Vorurteile bei Schwulen hat, ist derjenige doch nicht homophob. Vorurteile haben mit Diskriminierung nichts zu tun, sie sind schlicht menschlich.

    Zumal ich beim angesprochenen User hier nirgendwo irgendetwas annähernd homophobes feststellen konnte.
     
  26. Junker

    Junker Altborusse

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    Ich auch nicht :staun:;) ich verstehe nicht, was diese Nichtdiskussion soll. Alle wollen über schwule Fussballspieler reden und die melden sich nicht. Also reden wir über sie und haben keine Ahnung. :suspekt:
     
  27. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Richtig darum geht's.

    Sonst noch:
    Wir reden auch darüber warum meinetwegen Luuk de Jong nicht trifft und wissen es auch nicht mit letzter Sicherheit. Auch eine Nichtdiskussion? Wahrscheinlich dann schon.
     
  28. alditüte

    alditüte HSVer

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    Die Diskussion geht darum, dass schwule Fußballer ein (seelisch belastendes) Versteckspiel machen müssen, weil sie Angst haben (ob zurecht oder nicht sei dahingestellt), dass sie nach dem Outing von Presse und Fans zerrissen werden.
    Und dies in einer Zeit, in der Homosexualität (im Vergleich zu früher) in der Gesellschaft akzeptiert ist und es ohne große Probleme Outings in Politik, Kunst, Wissenschaft und anderen Sportarten gibt.

    Dies ist hier das Thema. Ich glaube, niemand kann sich hier vorstellen, was es für ein Druck auf einem Spieler ist, wenn er schwul ist und dies verstecken muss, nur weil er Fußballer ist.
     
  29. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Richtig. Daher ist es natürlich verständlich, das sich da kein Spieler outen möchte (wobei ich immer noch skeptisch bin, das es tatsächlich solch massive und schlimme Reaktionen geben würde).

    Die Reaktion von Vereinen, Verbänden und Fans sind aber nicht verständlich, wenn daraus eine Empfehlung abgeleitet wird, das Spieler sich aus diesen Gründen nicht einem normalen Leben nachgehen sollten. Sie (Fans, Vereine, Verbände) sollten lieber alles dafür tun, dass es den Spielern möglich wird, sich zu outen! Ja, da bin ich mal mit Uli Hoeneß einer Meinung, aber manchmal hat der eben auch recht. ;)
     
  30. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Das ist nicht vergleichbar, weil es bei Frauen gerade im Bereich Fussball eben nicht als Schwäche ausgelegt wird. Selbst von Gegnern der gleichgeschlechtlichen Beziehung. Auch wenn das in der einen Richtung der gleiche Blödsinn ist wie in der anderen.
     
  31. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Natürlich haben sie das. Sie sind die Grundvoraussetzung.