Das verzerrte Weltbild der katholischen Kirche

Dieses Thema im Forum "Powertalkez" wurde erstellt von Venus, 13 April 2009.

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  1. DeWollä

    DeWollä Real Life Junkie

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    es gibt Menschen, die haben diese Probleme nicht....sogar völlig differenziert, die machen diese Probleme um selbst keine Probleme zu haben....mehr sag ich wohl nicht mehr....hehe


    bei mir ist das allerdings nochmal umgekehrt, ich habe weder diese noch die anderen Probleme...das ist die Umkehr, wie ich sie erkannt habe...kehrt um, tut Buße.....aber was umkehren?

    Tja, eben all das, was nervt....:top:
     
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  3. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Vorweg, ich bitte um Verzeihung für meinen langen Beitrag. Ich kam a bisserl spät zum mitdiskutieren. Nettes Thema. :D Gerad' an Ostern zuhause was ähnliches diskutiert. In einer Familie wo die eine Hälfte lutherisch (hier mit einer Pfarrerin als Tante) und die andere Hälfte katholisch (hier mit der Pfarrgemeinderatsvorsitzenden als Tante) macht das besonders viel Spass. :D


    Ach der Mixa.
    Ich glaube, dass der Mixa nach der Sendung "Menschen bei Maischberger" vor 1 Woche - wo er der Kallwass gegenüber saß - noch angefressen sein muss. Die Kallwass hat sich in der Sendung als Atheistin geoutet und dem Mixa ihre Abneigung gegenüber der Kirche deutlich gemacht hat.
    Tja, dann gleich bei der erst besten Gelegenheit die Retourkutsche.

    Nene :nene: am Feiertag der Auferstehung, unter der Nichtbeachtung von so Grundsätzen wie: "Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?" Mt 7,3 (Bergpredigt :D ), labbert der sowas. Mixa hätte besser seine Klappe gehalten. :nene: :vogel:

    Ich stimme da völlig Venus zu. Von Karl dem Großen bis zum Beginn des 18. Jh. (Zeitalter der Aufklärung) zieht sich die Verbreitung des Christentums mit dem Schwert wie eine Blutspur durch die Geschichte, auch und insbesondere der römisch-katholischen Kirche. :(
    Mixa muss wohl völlig den 30-jährigen-Krieg ausgeblendet haben. Eigentlich völlig unglaublich, den dieser Religionskrieg, der zum dem von bayrisch-böhmischen-Katholiken begonnen wurde – hatte stärkere Gesamtauswirkungen für Deutschland als die beiden Weltkriege. Auch die Zerstörung von Magdeburg im 30-jährigen-Krieg war ein Fanal. :(
    Einschränkend muss man hier aber anmerken, dass christlich-motivierte Gewalt vor allem ein Phänomen des westeuropäischen Christentums ist. Die orthodoxe Geschichte kennt lediglich einen Krieg, wo die Gegenoffensive religiös-motiviert war: der letzte römisch-persische Krieg im frühen 6. Jahrhundert. :opa:
    Jedoch, und hier muss ich Mixa zustimmen, seit dem 18. Jh. hat hier im Westen eindeutig staatlich-motivierte Gewalt das Ruder übernommen. Und Nationalsozialismus und die sozialistischen Regime waren definitiv alles andere als christlich geprägt. :rolleyes:



    Stimmt, Jesus hat sich gegen Machtstreben gewandt und dennoch hat er nicht alle Gesetze oder Regeln aufgehoben. Vieles davon steht in der Bergpredigt. Selbst gegen die Sklaverei hat er öffentlich nichts gesagt. Jedoch hat er Handlungsempfehlungen gegeben.
    Durch die Berufung des Petrus als Führer der Jünger, hat er der Gemeinschaft eine Struktur gegeben. Nogly hat das auch schon geschrieben.

    Bei diesem Thema muss man auch wieder Geschichte betrachten:
    Ich stimme durchaus zu, die Institution der Römisch-katholischen Kirche hat nicht mehr viel mit dem Ursprung gemein. DAS kann man durchaus kritisieren. Luthers Reformen und Kritik waren und sind diesbezüglich wichtig.
    Dass es aber so gekommen ist, ist kein Zufall. Das Christentum hat sich unter dem Verfolgsdruck des Römischen Reiches Strukturen geben müssen, um das Überleben zu sichern. Das Christentum wurde aber letztendlich dann doch noch zur Staatsreligion des Römischen Reiches geworden. Reich/Staat und Religion/Kirche sind eine Symbiose eingegangen. Fortan konnte die Kirche ohne Druck die Strukturen ausbauen und verfeinern. Oberster Christ damals war: der römische Kaiser. Das Weströmische Reich ist bekannterweise Ende des 5. Jh. untergegangen. Der oströmische Kaiser, der auch de jure Kaiser im Westen war, hat sich nicht oder kaum mehr um den fremden Westteil gekümmert.
    Dem Bischof von Rom (der Papst) – gestützt auf die Nachfolge von Petrus und Paulus – ist dann dadurch automatisch mehr Autorität zugefallen. Der Einflussbereich des Papsttums ist ständig gewachsen. Erst mit der Erneuerung des weströmischen Kaisertums durch die Krönung von Karl dem Großen – mit Zustimmung des Papstes – haben die Päpste im Westen wieder einen Gegenspieler bekommen. Im oströmischen Reiches gab es diese Entwicklung nicht. Der Patriarch von Konstantinopel hat nie die Stellung erreicht wie der Bischof der Rom. Ostrom blieb bis zum Ende 1453, kaiser-orientiert.
    Tja, auch das erneuerte weströmische Reich (Römisches Reich Dt. Nation) ging 1806 unter. Die Römisch-Katholische Kirche hat dieses Ende auch schon wieder 200 Jahre überlebt.
    Die Römisch-Katholische Kirche ist die einzigste Institution des Römischen Reiches, die nach wie vor besteht. 2.000 Jahre hatte sie Zeit um ihre Organisation auszubauen.
    Kein Wunder, dass sie diesbezüglich nun wenig mehr gemeinsam hat, wie in der Anfangszeit.

    Kann die Katholische Kirche auch weitere 2.000 Jahre bestehen?

    Wenn sich die Menschen nicht selbst atomisieren oder durch einen Meteor weggerammt werden – ja, dann absolut! Was diese Institution schon alles durch gemacht hat, ist kaum zu toppen. Selbst schwerste Unterdrückung konnten das Christentum nicht auslöschen, sondern haben das Gegenteil bewirkt. Das Christentum ist vielmehr eine Religion, das in der Krise seine Stärke hat.
    In Zeiten des Wohlstandes aber – welche wir derzeit haben – leidet das Christentum. Der Mensch geht eben lieber den leichten Weg und passt sich der Situation gerne an. In guten Zeiten, was braucht man da an Religion? In schlechten Zeiten aber, rennen sie alle in die Kirche und suchen nach dem Sinn des Lebens oder Trost.


    Nein, die Katholische Kirche braucht sich nicht dem Zeitgeist anpassen – der sich sowieso ständig ändert. Nach 2.000 Jahren Geschichte wird alles langsamer angegangen.
    Zum Teil bin ich aber auch der Meinung, dass es einige Anpassungen braucht:
    1. Aufhebung des Zölibats: Priester sollten ausnahmslos heiraten dürfen (hier gibt es sogar in den Katholischen Teilkirchen unterschiedliche Regelungen. Für Bischöfe sollte das Zölibat weiter gelten.
    2. Frauen als Bischöfe: ja, aber nur, wenn das in einem Ökumenischen Konzil (alle apostolischen Kirchen) beschlossen wird.
    3. Freigabe der Nutzung von Kondomen. Meiner Meinung nach, das kleinere Übel für die Kath. Kirche.
    4. Aufhebung des Primat des Papstes, stattdessen wieder „primus inter pares“.

    Für eine Genehmigung Homoehe oder Abtreibung wird es mit dem Katholischen Kirche nie geben (da kann sie sich sogar getrost auf Jesu Aussagen stützen).

    Was auch nicht vergessen werden darf, das Christentum/Kirche ist in vielen Regionen/Länder ein wesentlicher Träger der jeweiligen Kultur. Mein Meinung nach das beste Beispiel: Griechenland. Ohne der Orthodoxen Kirche, die die griechische Kultur während der osmanischen Zeit bewahrt hat, gäbe es das heutige Griechenland so definitiv nicht! ;)



    Ein wahres Wort.

    Mangelndes Selbstbewusstsein. Ich kenne keine Leute.
    Tja, meine Mutter hat sich schon daran gewöhnt, dass ich auch bei Wandlung stehen bleibe – nicht selten bin ich der Einzigste in der Kirche. Ich warte schon drauf, bis einer mal was sagt. Die Antwort habe ich schon parat. :zahnluec:


    Das ist etwas, womit selbst die Katholische Kirche gut leben kann.
    Denn die Physik hat bisher nicht – und wird höchstwahrscheinlich nie beantworten können – was am absoluten Anfang war. Sie lässt „zwangsweise“ den Raum zu glauben. Die Wahrscheinlichkeit, dass Gott – in welcher Form auch immer – liegt exakt bei 50,0%. Der Mensch kann sich für die einen 50% als auch für die anderen 50% entscheiden. Diese Frage muss jeder Mensch selbst entscheiden.



    Sehr richtig. :top:


    Btw, frohe Ostern noch! :huhu:
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 April 2009
  4. Mister-X

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    Ja besonders Japan.
     
  5. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Frech ist es ja eigentlich auch, Atheisten mit Nazis in einen Topf zu schmeißen. Im NS hat die katholische Kirche ja auch ordentlich mitgemischt. Und die Kommunisten werden auch gleich noch mit reingerührt. Ist ja alles dasselbe.

    Da lobe ich mir Don Camillo! Der hatte einen nachvollziehbaren pragmatischen Ansatz! :D
     
  6. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Unsinn. Du rührst doch immer alles willkürlich immer in einen Topf, damit es in dein primitives Weltbild passt. Les mal was Markus geschrieben hat und bleib weiter bei Don Camillo.
     
  7. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ich finde, Holgy hat völlig recht. Atheisten und Nazis in einen Topf zu schmeißen, ist ein schlechter Witz. Du solltest dich vielleicht mal ein wenig mit der Geschichte der katholischen Kirche hier in Spanien beschäftigen. Die stand immer fest auf der Seite der Macht, und ganz besonders auf der Seite der Faschisten um Franco.
     
  8. Schlechinger

    Schlechinger Member

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    Ich unterscheide sehr krass zwischen Kirche und Glauben. Das pauschale Vorurteil, dass sich Glaubende automatisch den Gewalt- und Herrschaftsmechanismen der Kirche anschließen, kann ich für mich verneinen.
    Als Beispiel für die Alltagstauglichkeit des Glaubens mag die Kritik aller Religionen an der Gier dienen, die zu Macht- und Ausbeutungsgelüsten führt, also Leben unterschiedlich bewertet.
    Wie soll der Normalsterbliche etwas Anderes als sein anerzogenes und im Religionsunterricht erlerntes christliches Glaubensbild haben, das die Essenz des von der Kirche und den Sachverständigen vereinbarten Lebensrahmens darstellt.
    Seit Jahrhunderten wird gedeutet, gefachsimpelt und politisch manipuliert, was und wie die Schäflein glauben sollen. Daher gibt es den Volksglauben und den Expertenglauben.
    Folgt man z. B. einem kleinen Hinweis auf die Galaterbriefe ist man gleich desillusioniert.
    http://www.fba.uni-wuppertal.de/katholische_theologie/welt_der_bibel/nt/p_pics/05PGalrechtf.pdf
    Überschrift: "Die Rechtfertigungstheologie des Galaterbriefes im Streit der Interpretationen".
    Ich empfinde die Theologie als ausgesprochen kalte Wissenschaft. Mixa und auch Benedetto sind strenge Vertreter der Lehre und erscheinen uns daher so weltfremd.
    Also lebe ich als Simpel nach den Geboten und den Prinzipien der Bergpredigt und ansonsten mit Gottvertrauen. Wenn Gott uns liebt, muss das reichen.
     
  9. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Mixa sprach vom agressiven Atheismus, der totalitäre Syteme hervorbrachte. Damit wirft er keinen heute lebenden friedlichen Atheisten mit Nazis in einen Topf. Das ist geradezu absurd und abebteuerlich, das heraus lesen zu wollen.Aber Holgy konstruiert sich das zusammen, was er möchte.
     
  10. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Wo denn?
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Zwischen den Zeilen. Geht wohl mehr nach dem Prinzip "Don't read the words, listen to the message." - schätz' ich mal.
    Deswegen sollte sich dann auch kein Katholik angepieselt fühlen, wenn's heisst: "Die katholische Kirche..." Es geht ja um die aggressive Form des Christentums nicht um die friedliche :floet:
     
  12. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Aso....verstehe...
     
  13. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    und die liebt uns alle! :umarm: und das sogar immer "ohne"!;) :D
     
  14. Gablonz

    Gablonz Well-Known Member

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    Absurd und abenteuerlich sind Mixas polarisiernde Ergüsse.

    Menschenverachtende Regime und Taten gab und gibt es schon immer mit und ohne religiöse Gesinnung/Beteiligung.

    Mugabe wurde streng katholisch erzogen und besuchte mehrere Jesuitenschulen.

    Mixa Aussage bekennender Atheismus begünstige oben Genanntes ist nichts als diffamierende Polemik.
     
  15. Mister-X

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    Dieser Post ist m.E. reine Polemik. Was sind eigentlich polarisierende Ergüsse?
     
  16. Gablonz

    Gablonz Well-Known Member

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    Mixa polarisiert. Siehst du das anders?

    Mixa diffamiert recht unverhohlen durch seine Äußerungen bekennende Atheisten. Siehst du das anders?

    Mixa äußert sich scharf, direkt und persönlich eine andersgläubige Gruppe angreifend (mithin polemisch) zur Untermauerung seiner Sicht in Glaubensfragen. Siehst du das anders?
     
  17. Mister-X

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    Ja sehe ich nicht so.
    Findest du nicht , dass es Polemik ist irgendeinen afrikanischen Diktator hier anzuführen, wo es um grundlegende Linien geht. Ich schlepp hier auch nicht irgendeinen Mörder an, atheistischen Glaubens, den sie in einer deutschen Großstadt gefasst haben.
     
  18. Gablonz

    Gablonz Well-Known Member

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    Du nicht, aber Mixa verkündet Vergleichbares.
     
  19. Mister-X

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    Jetzt sag bloß, du fühlst dich durch die Worte Mixas verletzt? Du bist doch Agnostiker und kein Atheist!:lachweg:
     
  20. Gablonz

    Gablonz Well-Known Member

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    Nein, ich fühle mich nicht verletzt.

    Ich äußere im vorliegenden thread zu Mixa Aussagen nur, dass diese polarisierend, in der Tendenz diffamierend und polemisch sind.

    Was so ziemlich jeder unvoreingenommen an diese Aussagen herangehende Leser (ziemlich egal welchen Glaubens) eigentlich erkennen sollte.
     
  21. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Und ich stellte nur fest, dass Atheisten und Nazis nicht in einen Topf geworfen werden, was jeder Leser feststellen sollte, der nicht unnötig Stimmung machen möchte.
     
  22. Gablonz

    Gablonz Well-Known Member

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    Es ist Mixa der Stimmung macht, nicht ich:

    „Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen“

    Das ist aber so dermaßen "in einen Topf geworfen", da ist der Jesuitenschüler Mugabe vergleichsweise harmlos (wenn auch zugegebenermaßen ähnlich tendentiös wie Mixas Verkündigungen).

    Aussagen, wie die Mixas zu kritisieren hat nichts mit "Stimmungsmache" zu tun. Wesentlich befremdlicher ist, derartigen Mumpitz zu verteidigen.
     
  23. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    1. Sprach Mixa von "agressiven Atheismus" und
    2. Wird da gar nix in einen Topf gerührt. Schon gar nicht, dass ein Atheist= Nazi sei. Das kann man so nicht interpretieren. Nur wenn man böswillig ist.

    Das ist wie wenn jemand sagt, dass die Kreuzzüge viel unschuldige Opfer verursacht haben und man jetzt den Schluss zieht, dass Christen und Mörder in einen Topf geworfen werden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 28 April 2009
  24. Gablonz

    Gablonz Well-Known Member

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    Ich habe die Osterpredigt nicht im Original gehört.

    In allen auf die Schnelle auffindbaren Quellen, findet sich allerdings bei den Redetext-Auszügen nirgends der Terminus vom "agressiven Atheismus"; Mixa sprach angeblich vom "praktizierten Atheismus", welcher unmenschlichen Regimen im vergangenen Jahrhundert zu Grunde lag und damit impliziert er m.E. schon, dass das Praktizieren einer atheistischen Gesinnung das Geschilderte zumindest begünstige. Da muss man nicht viel interpretieren. Und ich denke, das wollte er auch ausdrücken. Zumindest passt es sehr gut zum Tenor etlicher anderer seiner Aussagen.

    Aber lass uns nicht Haare spalten; ob nun "aggressiv" oder "praktiziert".

    Fast bedenklicher finde ich, dass ein Hetzer wie Mixa auch "in der Gegenwart Andersdenkende" diffamiert.

    "Wo Gott geleugnet oder bekämpft wird, da wird bald auch der Mensch und seine Würde geleugnet und missachtet."
    Aha, die Existenz eines Gottes in Frage zu stellen (zu leugnen) macht einen also über kurz oder lang zum Missachter der Menschenwürde? Das ist Hetze gegen Andersdenkende!

    "Wer den Glauben an den menschgewordenen, am Kreuz gestorbenen und von den Toten auferstandenen Christus leugne, wende sich letztlich gegen das Heil des Menschen."
    Wer nicht an die Mythen der Auferstehung glaubt ist unmenschlich? Das ist Hetze gegen Andersdenkende!

    "Auch in der Gegenwart würden durch gottlose Verhaltensweisen in allen Teilen der Welt Menschen wirtschaftlich und moralisch ausgebeutet, ..."
    Ausbeutung, Zwang zur Prostitution und Kindersoldaten. Alles resultiert für Mixa aus der "Gottlosigkeit". Das ist vereinfachend, pauschalisierend und Hetze gegen Andersdenkende!

    Nicht die Interpretation von Mixas Sprüchen ist böswillig. Es sind Mixas Sprüche selbst und deren Verteidigung!
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der Richtigkeit halber, er sprach von der "Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus" - zumindest den Quellen entsprechend, die mir google liefert.
    Da kann nun jeder verstehen, was er interpretieren will und kann.
     
    Zuletzt bearbeitet: 29 April 2009
  26. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    "Wo Gott geleugnet wird.." Womit er uneingeschränkt Recht hat. Du verstehst es falsch, weil du alles auf dich persönlich beziehst. Niemanden greift den "banalen" Atheisten an, der sich in seinem bürgerlichen Leben eingerichtet hat und sagt:" Ich glaub nicht an Gott, weil ich ihn nicht gesehen habe". Das ist unbedeutend. Es geht um die unmenschlichen Terrorregime, die auf Selbsterlösung gründen, und daher jeden Gott verdammen und daher zu tiefst atheistisch sind.
     
  27. Mister-X

    Mister-X Active Member

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    Krude Atheismus-Kritik: Ein Bischof sieht purpurrot - taz.de
     
  28. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Tut mir leid. Das lese ich so nicht raus. Für mich ist ein Gottesleugner schon jemand, der nicht nur nicht dran glaubt, sondern seine Haltung auch argumentativ untermauern zu wollen.
     
  29. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der Artikel ist ja selbst voll von Zitaten mit dem "praktizierten Atheismus."
    Beispiel im 3. Absatz: ""Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen"
     
  30. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    wieso ist das erforderlich?
    meinst du, eine beweislastumkehr sei gegeben?
    ich bestreite das mit nichtwissen! das reicht.
     
  31. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    er vermied zu erwähnen, dass "Die Unmenschlichkeit des praktizierten Katholizismus in den vergangenen Jahrhunderten die Kirche unter Beweis gestellt hat."
     
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