Christoph Daum als Trainer zum VfB Stuttgart?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 11 Oktober 2010.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Christian Gross wackelt bedenklich beim VfB als Trainer. Angeblich streckt man beim VfB Stuttgart schon seine Fühler nach einem möglichen Nachfolger aus, und dieser könnte mit Christoph Daum ein alter Bekannter sein.

    Ist natürlich alles hoch spekulativ, aber interessant wäre das für einen Außenstehenden schon. Hat Daum nach Gewinn der Meisterschaft bei den Fans eigentlich einen ähnlichen Gottstatus wie bei den Köln-Fans?

    Was will der Stuttgart-Boss von Christoph Daum? - Sport - VfB Stuttgart - Fußball Bundesliga - Bild.de
     
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  3. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Gross ist ein guter Trainer, deshalb sollten sie an ihm festhalten. Irgendwann platzt der Knoten, warum nicht schon auf Schalke ? Der VfB ist in den letzten Jahren dadurch aufgefallen, dass sie jeweils in der Rückrunde eine tolle Serie hingelegt haben, das war unter Babbel auch schon so.
    Lehmann und Khedira sind weg, diese beiden Persönlichkeiten können nicht von heute auf morgen ersetzt werden. Da muss sich erst jemand herauskristallisieren ( Delpierre ? ). Gross wegzuschicken und Daum zu holen wäre ein Fehler auf Kosten der Seriösität des Vereins. Daum ist ein Gaukler und ist schon mal beim VfB gescheitert.
     
  4. Aiden

    Aiden Kölsche Fetz

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    Hat er doch gar nicht. Bei Harry Potter darf man Lord Voldemort nicht aussprechen. In Köln ist Christoph Daum der dunkle Lord.
    Desweiteren ist er schon lange kein überdurchschnittlicher Trainer mehr, der würde den Schwaben kein Stück helfen.
     
  5. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Mit Gross sehe ich ähnlich. Was ich nicht verstehe, ist, dass der VfB einiges an Qualität abgegeben hat, aber kaum was dazu gekauft hat, soweit ich das als Außenstehender beurteilen kann. Oder gibts da wenn, von dem man sich viel versprochen hat, der aber nichts gebracht hat, denn dan habe ich das wirklich verpasst.
     
  6. Budmaster_Bundy

    Budmaster_Bundy Well-Known Member

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    Die aktuelle Krise sehe ich gar nicht mal so tragisch, was mich aber wirklich ankotzt ist die Tatsache, dass man in der Vereinsführung aus den letzten Jahren nicht gelernt hat.

    Der Trainer kann für die aktuelle Situation am wenigsten, das Problem liegt viel weiter oben in der Vereinsstruktur. Dort sitzen die Personen, die komme was wolle in erster Linie drauf bedacht ist das Geld zusammen zu halten. Der VfB Stuttgart hat seit Juni des letzten Jahres 70 Millionen Euro nur durch die Abgaben von Gomez und Khedira sowie der Teilnahme an der Champions League eingenommen, Erlöse aus anderen Transfers sowie das Einsparen von hohen Gehältern gar nicht mal einbezogen. Den Fans wird in dieser Zeit immer wieder erzählt, dass man sämtliche Erlöse auch wieder in die Mannschaft gesteckt hätte, was wohl ziemlicher Blödsinn ist. Klar, Pogrebniak hatte seinen Preis, Kuzmanovic auch, ebenso Molinaro und die ein oder andere Vertragsverlängerung, das Leihgeschäft mit Alex Hleb dürfte auch nicht billig gewesen sein. Dennoch kommt man unterm Strich im Leben nicht auf die eingenommenen 70 Millionen.

    Der VfB saniert sich mit dem Verkauf seiner besten Spieler selbst ohne gleichzeitig für adäquaten Ersatz zu sorgen. In dieser Saison kamen Audel, Bah und Degen, während ehmalige Leistungsträger wie Lehmann, Khedira, Hleb, Hitzlsperger oder Magnin nicht mehr im Verein sind. Solche Namen sind nicht nur spielerisch, sondern auch von ihrem Status, ihrer Persönlichkeit wichtig für die Mannschaft. Dass man mit diesem Kader nicht um den Titel mitspielen wird war wohl jedem hier in Stuttgart schon vor der Saison klar. Spätestens seit der Geschichte um Petric, wo man nicht bereit war den Schnäppchenpreis von sechs Millionen (sondern nur dreieinhalb) zu zahlen dürfte der Kurs der Vereinsführung bekannt sein.

    Rückblickend war es das größte Pech überhaupt, dass die letzten beiden Rückrunden so positiv verlaufen sind. Die Vereinsführung merkt, dass es auch mit dem bisherigen Sparkurs und dem traditionellen Trainerwechsel im Späterbst am Ende noch zum internationalen Wettbewerb reicht und sieht in der Folge auch keinen Grund irgendetwas an der Strategie des Vereins zu ändern.

    Der VfB wird am Samstag auf Schalke keine Chance haben. Zwar ist es das Duell zweier Krisenvereine, aber die bisherigen Spiele haben die Schalker "besser" verloren als die Stuttgarter, bei denen es zur Zeit in allen Mannschaftsteilen kriselt, jeder mit sich selbst beschäftigt ist, keine Mannschaft auf dem Platz steht und auch sonst nicht viel zusammenläuft.
    Ich hoffe, dass man die Saison mit Gross zu Ende spielt, ganz egal wie schlimm es noch kommt. Ein Klassenerhalt am letzten Spieltag wäre für den Verein um Längen besser und mir um einiges lieber als ein Trainerwechsel mit anschließendem Sprint in die Europa League.
     
  7. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Hä? Die Meisterschaft 1992 nennst du Scheitern? :suspekt:
     
  8. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Na okay, die nicht, aber in der Folgesaison musste er wegen des Wechselfehlers im Europapokal herbe Kritik einstecken, weil der VfB dadurch aus dem Wettbewerb ausschied, bzw. er ihn garnicht erst erreichte. Aber das weisst du ja. Ich sehe das mal so, dass er den Verein damals nicht freiwillig verlassen hatte sondern gehen musste.
    Wenn man ihn jetzt zurückholte, hätte er aufgrund dieses Umstandes verdammt gute Verhandlungskarten. Wenn meine Firma mich entliesse und dann doch wieder haben wollte, müssten sie schon ein Schüppchen drauflegen.
    ;)
     
  9. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wohl mehr dass er ein Jahr später auf Platz 13 liegend und nach dem Leeds-Debakel entlassen wurde.
    Interessanterweise nach einem 4:0 gegen den MSV :D
     
  10. Budmaster_Bundy

    Budmaster_Bundy Well-Known Member

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    Wenn ich das richtig einschätze hat Daum hier in Stuttgart imme noch einen recht guten Ruf und würde im Großen und Ganzen akzeptiert werden. Wenn wir denn einen neuen Trainer brauchen sollten. Dies ist aber nicht der Fall, da in Fankreisen die Schuld nicht beim Trainer, sondern beim Vorstand gesucht wird.
     
  11. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Nun meldet sich auch Markus Babbel aus Berlin zu Wort. klick Ich kann zwar nicht einschätzen, ob er inhaltlich richtig liegt, ich halte es jedoch nicht für galant, sich zu Vorgängen in anderen Teams einzumischen.
     
  12. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Stimmt. Dabei hat er wahrscheinlich sogar wirklich recht.
     
  13. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Christoph Daum ist auf jeden Fall ein Trainer mit starker Persönlichkeit, der auf eine erfolgreiche Bilanz zurückblicken kann. Ich hielt ihn schon beim 1. FC Köln für gut "aufgehoben", der mindestens so viel aus dem Verein herausholen kann, wie es aktuell Soldo versucht. Insgesamt finde ich es sehr gut, dass er Ansprüche stellt an seinen zukünftigen Arbeitgeber, um zum einen vom Anfang an ein klares Verhältnis zwischen Vorstand und Trainer aufzubauen und zum anderen um langfristig an seine Aufgaben gebunden zu werden. Und das wäre Daum in der Funktion eines Trainers und Managers auf alle Fälle.

    Was der VFB Stuttgart ganz dringend brauch, ist einen erfahrenen Trainer zu haben, der sich langfristig an die Mannschaft binden will, der von allen Seiten Rückendeckung bekommt und die Philosophie des VFB kennt. Falls Jens Keller im Laufe der Saison zur Debatte stehen sollte, dann wird Christoph Daum wohl die erste Alternative sein. Meiner Meinung nach zurecht.
     
  14. kthesun

    kthesun Guest

    Witzig ist, dass dieser Herr Keller bei den meisten schon "verschissen" hat bevor überhaupt das erste Spiel unter ihm gespielt war. Mit diesem nachträglichen Lästern über Gross hat er sich bei mir direkt so unbeliebt gemacht, dass ich ihm jetzt fröhliches Scheitern wünsche ;)
     
  15. Budmaster_Bundy

    Budmaster_Bundy Well-Known Member

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    Nimmt man mal die Fakten als Grundlage: in den letzten drei Jahren hatten wir in Stuttgart jeweils einen Trainerwechsel zur Winterpause. Dieser hatte jeweils bewirkt, dass die Talfahrt beendet und ein Durchmarsch nach vorne geschafft wurde. Zur neuen Saison wiederholte sich das Ganze dann wieder bis zur nächsten Trainerentlassung und so weiter.

    Daher wäre es doch ideal, Keller schafft genauso wie seine Vorgänger die Wende und wird dafür im Sommer entlassen, um mit einem neuen Trainer eine neue Konkurrenzsituation zu schaffen. Ein anderes Szenario, das einen erneuten Fehlstart in die Saison 2011 vermeidet kann ich mir nicht vorstellen.
    Wenn dieser neuer Trainer zur Saison dann Daum heißt hätte ich damit kein Problem. Wichtig ist vorerst nur, dass man im Sommer einen neuen Trainer installiert, ganz egal wie erfolgreich der jetzige die Saison zu Ende bringt. Traurig aber wahr.