Bye bye DSL-Flatrate

Dieses Thema im Forum "Multimedia" wurde erstellt von André, 22 April 2013.

  1. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wenn sie das dann auch tut... Bei der Bahn sieht man, dass sie es nicht in ausreichendem Maße tut. Das mit der Wartung.
     
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  3. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Danke. Darauf wollte ich hinaus. Entworgungsunternehmen hast du noch vergessen. Es kann nämlich auch nicht sein, dass private Unternehmen sich die lukrativen Teile einer Branche unter den Nagel reissen und die öffentlichen auf den kostenintensiven sitzenbleiben. Ein Brief von Mannheim nach Ludwigshafen kostet das gleiche wie einer von Berchtesgaden nach Sylt. Und das muss auch so sein.

    Aber das ist nur ein anderer Aspekt dieses Themas.
     
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  4. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    zu a) Da hilft es dann nur, das transparent zu machen und die Kosten aufgeschlüsselt preiszugeben. Wenn dem wirklich so sein sollte, muss man halt irgendeine Lösung finden. So ist das halt komisch, wenn es erst Flatrates gibt und auf einmal nicht mehr. Da hilft die alleinige Behauptung, irgendwas wäre für den Anbieter teurer geworden, für mich nicht mehr aus.

    zu b) Das wäre aber technisch machbar. Beschweren kann sich ja ruhig jeder, ich kann mich auch darüber beschweren, das meine DSL-Flat zu teuer ist, weil ich nur einmal in der Woche meine E-mails abrufe. Oder weil ich lieber eine DSL-Flatrate hätte, die gar nichts kostet. Sich über etwas beschweren ist keine Kategorie oder inhaltliches Argument dafür, ob etwas gerechtfertigt ist oder nicht.
     
  5. Detti04

    Detti04 The Count

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    Wie willst Du denn den "Fernsehverbrauch" bei einem terrestrischen Signal messen? Der Peilungswagen der GEZ ist schliesslich nur ein Ammenmaerchen. Man koennte bestenfalls in den Endgeraeten selber messen, aber auf die hat die GEZ keinen Zugriff - es sei denn, Du willst einfuehren, dass der GEZ-Mann einmal im Jahr vorbeikommt, um den Zaehlerstand bei allen im Haus befindlichen Fernsehern und Radios zu messen, natuerlich inklusive saemtlicher Mobilgeraete. Der aktuelle Zaehlerstand muesste zusaetzlich auch dann gemeldet werden, wenn ein Geraet weiterverkauft oder ausser Betrieb genommen wird...
     
  6. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Zum Beispiel, aber das ist eine Diskussion, die mich nicht besonders interessiert. (Man könnte es einfach so machen, wie auch die Quoten berechnet werden: Ein Gerät registriert genau, was man wann gesehen hat.) Das war ja nur ein Beispiel dafür, das "Flatrates" - oder besser: Pauschalgebühren - durchaus üblich sind. Gibt es auch im Fitnessclub: ich zahle einen Beitrag von X, egal ob ich jeden Tag komme oder gar nicht. Oder Komasaufparties oder... Und ist auch kein Argment für oder gegen eine Flatrate.

    Die 2 Hauptargumente dagegen habe ich oben genannt. Ganz streng genommen - und das wurde ja auch schon angesprochen - hängt es aber sowieso von der Grenze des Kontigents ab. Und die Bewertung und auch Akzeptanz einer solchen neuen Gebührenordnung hängt von der Tranzparenz der Kosten ab. Ist aber wohl von der telekom nicht zu erwarten.

    Und überhaupt: Infrastruktur gehört in öffentliche Hand! (siehe auch weiter oben)
     
    Zuletzt bearbeitet: 26 April 2013
  7. Detti04

    Detti04 The Count

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    Von diesen Geraten bzw. den entsprechenden Familien gibt es in Deutschland ein paar Tausend Stueck. Wollte man aber alle GEZ-Gemeldeten mit sowas austatten, dann braeuchte man solche Zaehler fuer den Grossteil der 40 Mio Haushalte in Deutschland - und nicht nur einen pro Haushalt, sondern einen pro Endgeraet. Wie gesagt, auch fuer die mobilen Endgeraete: Viel Spass beim Joggen mit radio-faehigem MP3-Player, wenn Du dabei noch den Zaehler mitnehmen darfst.
     
  8. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Als Technikfreak mag Dich das ja interessieren, mich dagegen nicht. Aber ok, dann muss man frei empfangbares Radio und Fernsehen eben abschaffen, weil es nicht möglich ist, diese nach Verbrauch zu bezahlen, auch gut. :weißnich: Aber das ist nicht natürlich nicht der Grund, warum es nicht gemacht wird, sondern eben weil es ein zugesprochenes Recht auf eine Grundversorgung gibt. Und die sehe ich eben auch bei beim Internet (und den anderen genannten Infrsstrukturen).
     
  9. Detti04

    Detti04 The Count

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    Aber im Geschaeft mit dem Endkunden ist die Telekom nicht Monopolist. Ob Telekom dem Endkunden nun gekappte oder ungekappte Vertraege anbietet, das wird ja kaum was an den Abkommen zwischen der Telekom und "Mietern" des Telekomnetzes aendern. Mal ganz davon abgesehen: Ist Telekom als Netzbetreiber eigentlich noch Monoploist oder hat Vodafone inzwischen ein eigenes Festnetz? Und was ist mit Kabel Deutschland?
     
  10. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    "Im kleinsten Tarif wird der Anschluss beispielsweise ab 75 heruntergeladenen Gigabytes so langsam, dass sich gerade noch E-Mails ohne Anhänge verschicken lassen, viel mehr aber auch nicht."

    "75 Gigabyte, das sind, so rechnet es die Telekom vor, 16 Stunden Online-Gaming, zehn Filme in normaler und drei in hoher Qualität, dazu 60 Stunden Radio übers Internet und 400 Fotos. Und der durchschnittliche Kunde verbrauche gerade mal 15 bis 20 Gigabyte."

    Das neue Geschäftsmodell der Telekom: Tschüss, Flatrate - taz.de

    So die Behauptung der telekom.

    Auch wer "nur" Clouding und Internetradio nutzt, dürfte da auch schnell an seine Tarifgrenzen stoßen.
     
  11. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Hallo.

    Die Telekom verschleppt doch schon seit Jahren den Ausbau, wobei das Hauptargument (zumindest im ländlichen Raum wie dem nördlichen Saarland) immer wieder war, dass keine ausreichende Nachfrage gegeben sei, um den Invest reinzubekommen.
    Komisch nur, dass, wenn man diese Argumentation ernst nimmt, seit etwa drei Jahren eine kleine Firma aus Saarlouis immer mehr Gemeinden kontaktiert und dazu bekommt, ein eigenes Netz einzurichten. Und eine Bandbreite von bis zu 100 GBit wird niemand anbieten, wenn er sich der Kunden nicht sicher sein kann. Folge ist, dass es mittlerweile einige Orte gibt, in denen es keinen einzigen Telekom-Kunden mehr fürs Internet gibt.
    Und ich kann selbst ein Lied davon singen: Lange Jahre für einen Anschluß mit 368 kbit den vollen Preis latzen müssen, immer wieder bezüglich des Ausbaus vertröstet. Dann bin ich umgezogen, angefragt bei der Telekom: Geht nur gleiche Bandbreite. Beim Mitbewerber (Nutzung gleicher Leitungen) angefragt: Doppelte Bandbreite stabil kein Problem, für 10,- € weniger je Monat für die gleiche Dienstleistung. Dreimal darf man raten, wen ich genommen habe. Und das Spiel hat die Telekom über Jahre getrieben...

    Wenn die Telekom zumindest gestaffelte Tarife anbieten würde, dass man sich dann das passende Paket raussuchen kann. Aber dazu sind sie ja nicht in der Lage - wundern sich aber dann, wenn immer mehr Kunden aus den Verträgen raus wollen und gehen. Die Übernahme für Bestandskunden trauen sie sich ja nur wegen des Sonderkündigungsrechts nicht, sonst würden sie es dort auch noch versuchen. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass die Telekom diesen Entschluss ab Mai zu spüren bekommt.
     
  12. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Das Problem sehe ich darin, das die T-Com vermutlich irgendwann sogar die 75 GB kappen wird. Natürlich nicht einfach so - denn dann würden die Leute ja erst recht auf die Barrikaden gehen. Aber z.B. in Verbindung mit einem neuen Tarifmodel. Dann gibt es ein "Spaartarif" (*lol*) mit z.B. 50 GB der nur wenige Euro weniger kostet als der zukünfige 75 GB Preis.
     
  13. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Man kann alles als Chance sehen. Vielleicht fangen die Software- und Netzwerkcracks jetzt dann mal an sich darum zu kümmern die Datenmenge zu reduzieren.
     
  14. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Das geht schon, will der User aber nicht.

    Beispiel Webdesign: Schlicht = Wikipedia.

    Viele Firmen hingegen bezahlen hunderttausende Euros für Ihre Webauftritte an Agenturen, und die wollen natürlich was geniales was auffallendes, irgendein animierter Flashhintergrund, Videos die bei Mouseover abspielen etc. pp.

    Dazu die Werbeformate. Früher hatte man einen Standard Banner. Dann irgendwann animierte Gif-Banner die blinken um mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen, und heute laufen auf diesen Bannerflächen oft ganze Videos ab, oder Flashspiele die man im Banner interaktiv mitspielen kann.

    Das Interesse ist also eher entgegengesetzt vorhanden.

    Wäre also ähnlich, man würde beim Fernsehen jeglichen Fortschritt aussetzen und zum Schwarz-Weiß TV zurückkehren um Ressourcen zu sparen.

    Kabel Deutschland drosselt aktuell Nutzer, wenn diese mehr als 60 GB an einem Tag verbrauchen (Drossel dann für den Rest des Tages). Bei der Telekom soll man damit in Zukunft einen ganzen Monat hinkommen.
     
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  15. Detti04

    Detti04 The Count

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    Fuer Dich muesste die Abschaffung einer Flatrate dann doch sogar von Vorteil sein, weil das (vermute ich zumindest) mit der Schaffung unterschiedlicher Tarife einhergehen wird. Wenn Du Dank lahmer Verbindung sowieso nie an irgendwelche Volumencaps herankommst, dann kannst Du ja problemlos auch kleinere Vertraege nutzen. Momentan bist (bzw. warst) Du ja wohl ein Querfinanzierer fuer Powergamer und Dauersauger.
     
  16. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Es geht aber ja eben nicht drum, das ganze für Wenig-Verbraucher günstiger zu machen, sondern für Viel-Nutzer teurer. Wie schon gesagt, nach Skype und What´s App die SMS killen muss man sich halt was anderes einfallen lassen.

    Dass nur 2 -3 % betroffen sind halte ich für ein Gerücht. Meine Eltern die gucken im Monat für 2 Stunden ins Net und checken einmal pro Woche ihre Email. Diese Leute ziehen den Schnitt dann natürlich extrem nach unten. Aber für die wird es sicher nicht günstiger. In Wirklichkeit, sind dann wohl wesentlich mehr Anschlüsse und Haushalte betroffen, als nur die 2 -3%.

    Außerdem wenn man schon solche Pläne macht, wo ist das Problem die Mehrkosten zu veröffentlichen? Geht es bei mir um 10 Euro pro Monat, 50 Euro pro Monat oder 100 Euro pro Monat, die ich mehr zahlen muss?
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich meinte jetzt auch gar kein "back to text only" sondern eben, dass sich die Softwareentwicklung bzw. die Netzwerk- & Protokollcheffes mal Gedanken machen wie man Daten besser komprimiert überträgt, nicht immer alles auf die clients schickt, etc. pp.
    Was weiß ich, was da ggf. möglich wäre.
     
  18. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Aber sicher nicht, wenn man für einen Tarif mit Volumenbegrenzung das gleiche zahlt wie jetzt für eine "echte" Flat. :suspekt:
     
  19. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Die Aufregung kann ich nicht so wirklich nachvollziehen. Wer das nicht möchte kann doch zu einem anderen Anbieter wechseln. Es sind ja auch nur Neuverträge betroffen, wer also schon bei der Telekom ist hat auch kein Problem.
    Und das Argument Informationsfreiheit wird eingeschränkt sehe ich auch nicht so. Um sich zu Informieren oder Online Banking über das Internet brauche ich keine 40 -50 GByte im Monat. Die brauche ich zum runterladen und zocken.

    Mal anders herum gefragt warum soll ein User der nicht viel runter läd und nicht über Internet zockt den Netzausbau für schnelles Internet mitfinanzieren? Sollen da nicht diejenigen die mehr Nutzen auch mehr bezahlen? Finde ich gerechter.
    Und Raten jenseits der 50GB sind schon eine erhebliche Menge.

    Mann sollte auch die "Geiz ist Geil" Mentalität mal überdenken. Die Telekom hat die Netzbetreibungskosten, viele Kunden laufen zu den Billiganbietern, was soll die Telekom denn ansonsten machen. Gegen Anbieter die nur ein Callcenter und eine Rechnungsabteilung haben kann die Telekom doch nun wirklich nicht konkurieren.

    Summa Sumarum ist dieser Schritt és blöd aber nachvollziehbar
     
  20. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Und Du glaubst die Untermieter des T-Com Netz müssen dass dann später nicht an Ihre Kunden weitergeben?

    Denkste, Puppe:

    Vertrags-Trick: DSL-Drossel auch für Bestandskunden - News - CHIP Online

    Und Dein Verhalten wird sich auch niemals ändern, und all die Möglichkeiten die sich ergeben, auf die verzichtest Du freiwillig? Ich wette 2005 haste deutlich weniger Traffic gehabt als 2013, selbst wenn Du die gleiche Zeit online gewesen wärest, alleine wegen dem Fortschritt.

    Ok dann kann man für diese User ja ein 5 Stunden, oder 10 Stunden Paket anbieten, welches deutlich günstiger ist als die Flat, weil die ja eh nicht soviel brauchen. Diese Kunden werden sicher begeistert sein.

    Wer 18 Milliarden Gewinn vor Steuern erzielt, hat hier nun wirklich kein Mitleid verdient.

    Ich bin der letzte der Leistung und Service nicht angemessen bezahlt, ich bin ja selbst auch aktuell bei der Telekom obwohl es günstigere gibt. Hier wird aber eine Zukunftstechnologie eingeschränkt, die meiner Meinung nach viele Dinge und Entwicklungen blockieren wird, und den Wirtschaftsstandort Deutschland noch uninteressanter macht. (Wer weiß denn heute schon was 2016 möglich wäre)

    Einen echten Engpass gibt es nicht, sonst wäre dass Netz ja jetzt aktuell oft am Limit wo jeder noch eine echte Flat hat. Es geht hier schlicht um Gewinnoptimierung unter einem Vorwand. Würde der Telekom Lieschen Müller wirklich am Herzen liegen, würde Ihr Anschluss nämlich günstiger, statt der vom bösen Nachbarn teurer, was Lieschen letzlich gar nichts bringt.
     
  21. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Hmm, in der Regel ist das so, wenn jemand in diesem Fall die T-Com bei soetwas den ersten Schritt macht, ziehen die anderen nach. :suspekt:
    Und ob 50 GB wirklich soo viel ist. Ich bin kein grosser Online Gamer und "Vieldownloader". Ich habe mir gestern aber mal spasseshalber ein Tool installiert, das den Datentransfer misst. Seit gestern (späten Nachmittag) habe ich aktuell 420 MB verbraucht.
     
  22. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Und selbst wenn, es gibt immer noch Alternativen Kabel Deutschland / Unitimedia /Internet über Satelit / Handyanbieter.


    Kann sein, kann aber auch sein, das das so einfach nicht geht, da kann ich ggf aber immer noch wechseln

    Und die Entwicklung geht nicht weiter? Früher musste man Dateien noch 1:1 kopieren. Heute wird gezippt. Weniger Daten für den gleichen Inhalt

    Das wird ein Tarifdschungel wie beim Handy

    Wenn das das einzige ist, was den Standort Deutschland wirtschaftlich verschlechtert wäre ja noch OK. Hier vergleichst Du aber wirklich Äpfel mit Birnen. Die Ökosteuer hat die Firmen viel mehr im Monat gekostet als eine teurere Flat jemals kosten wird.

    18 Milliarden ist das erwartete Betriebsergebniss, nicht der Gewinn und das über alle Sparten Handy/DSL/Festnetz/Entertain. Interessant wäre hier nur das DSL Geschäft zu betrachten

    Natürlich es geht immer um wirtschaftlichen Gewinn
     
  23. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    500MB pro Tag macht 15GB im Monat oder andersrum 50GB / 30 macht 1,6GB täglich.

    ist aber nur ein Beispiel da wir nicht genau wissen, ob wo die Bremse greifen soll
     
  24. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Mir ist das zu halbgar und v.a. viel zu intransparent. Keiner weiß so richtig, was er verbraucht und daher kann man die einfachste Rechnung nicht machen, nämlich: Was zahle ich für ein GB Download?
    Klar auch, das die TKom kein gesteigertes Interesse daran hat, dass der Verbraucher das hinterfragt :D
     
  25. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Ich habe das Tool grade mal knapp 24 Stunden laufen, in dieser Zeit keinen gröseren Download durchgeführt. Nicht Stundelang auf Youtube gesurft und wie gesagt ich bin kein Onlinezocker.
    Für mich werden die 15GB also vermutlich reichen, aber ich kann mir da vorstellen, das es gar nicht so wenige gibt, die an diese Grenze stossen, auch ohne ständig Videos und Musik zu saugen.
     
  26. Detti04

    Detti04 The Count

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    Hier in NZ (wie gesagt, hier ist alles mit Obergrenze) hat man als Kunde die Moeglichkeit, sich den eigenen aktuellen Monatsverbrauch anzeigen zu lassen. (Die eigenen "historischen" Verbraeuche gibt es auch.) Im Extremfall muss man sein Surfverhalten also mal anpassen, wenn die Kappung droht... Man kann aber auch einfach waehrend des laufenden Monats auf einen hoeheren Tarif wechseln, allerdings muss man diesen dann auch fuer einen Monat halten. (Wie man sieht, sind solche Sachen in NZ viel einfacher als in Deutschland.)

    Noch als Anmerkung fuer "was passiert in der Zukunft"-Bedenken: Diese Obergrenzen sind hier im Laufe der Zeit groesser geworden. Wir haben hier seit einiger Zeit den dicksten Vertrag mit Drosselung: Vor ein paar Jahren war das eine Begrenzung auf 20 GB, bevor ich die Telecom auf einen 40 GB-Vertrag hochgequatscht habe. (Den gab es eigentlich nicht mit Drosselung, sondern nur mit Extrazahlung fuer zusaetzlichen Verbrauch, aber ich hab die Telecom eben dazu gebracht, mir diesen Vertrag mit Drosselung einzurichten.) Irgendwann wurde dieser Vertrag bei gleichen Kosten von der Telcom auf 60 GB erweitert, und inzwischen haben wir 150 GB, glaube ich, immer noch bei gleichen Kosten.

    Was ich aber grundsaetzlich nicht verstehe: Wenn der Netzbetreiber meinen Traffic messen kann, wieso bietet er dann keine GB-genaue (oder 100 MB-genaue) Abrechnung an, also quasi wie bei Telefon, Wasser, Strom, Gas o.ae.? Also - nur als Beispiel, Zahlen beliebig - 10 Euro als Grundgebuehr (mit 3 GB Freivolumen) plus 3 ct pro 100 MB? Das waere doch fair fuer alle, oder?
     
  27. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Flatrates sind immer so berechnet, das am Ende der Anbieter gewinnt. Zumindest zum Tag der Einführung. Wenns nicht mehr passt muß halt nachgebessert werden, entweder mit höherem Preis oder, wenn der nicht durchsetzbar ist mit einer Begrenzung.

    @ Simtek habs nicht gemessen aber ich denke bei mir würde es auch reichen. Aber wie ich schon mal schrieb: warum soll jemand der mehr verbraucht nicht auch mehr zahlen?
    Und ich finde eine Drosselung wesentlich besser als Zusatzkosten. Stell dir mal einen Tarif vor, der dir 50GB frei gibt und danach berechnet. Das gibt dann ein böses erwachen, wenn die Rechnung kommt.
     
  28. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Wieso soll jemand der noch viel weniger braucht nicht einfach weniger bezahlen?

    Die Drosselung bedeutet für einen Großteil an Haushalten wohl Zusatzkosten. ;-)

    Hier mal grob überschlagen was die Telekom für Kosten hat:

    Damit liegen die Kosten für den DSL 16.000 Anschluss mit 75 GB Traffic bei max. 0,30€ pro Monat, wenn die Telekom ihr Netz Drittanbietern nicht zu Verfügung stellt. Von den 19,66€ die zur Verfügung stehen werden als 0,30€ Kosten abgezogen, womit wir bei 19,36€ währen die noch über sind. Die Telekom hat natürlich auch Gemeinkosten (Verwaltung, Vertrieb, Servicemitarbeiter usw.) und muss das Netz bis ins Haus des Kunden warten (und irgendwann mal ausbauen). Doch ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese Kosten pro Haushalt 19,36€ betragen. Diese Annahme bestätigt auch die Aussage von dem Business-Routerhersteller Viprinet, lt. Golem:

    "'Die Begründung, dass die Drosselung eingeführt werde, damit die Backbones nicht überlastet werden', sei unglaublich, so Viprinet-Geschäftsführer Simon Kissel. 'In Deutschland gibt es gigantische Backbone-Überkapazitäten', der Datenverkehr sei dort zu Spottpreisen zu realisieren. 'Bei einem DSL-Zugang macht das in der Gesamtkalkulation des Providers nur Cent-Beträge aus.'"

    Was bedeutet die Abschaffung der Telekom Internet-Flatrates? » Jan Karres

    @KGBRUS: Arbeitest Du zufällig bei der Telekom oder einem Tochterunternehmen, oder bist Du Aktionär, oder Bayernfan und hoffst dass die Telekom demnächst noch paar Millionen mehr beim FCB reinbuttert?

    Falls einer der 3 Punkte zutrifft, kann ich Deine Argumentation durchaus verstehen. ;)
     
  29. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Also André bitte, natürlich alle drei Punkte .......

    Ich weiß ja nicht ob ich nicht lesen kann aber nach dem Geschäftsbericht der Deutschen Telekom weisen die einen Fehlbetrag aus. Oder? http://www.geschaeftsbericht.teleko...moegens-und-finanzlage-des-konzerns/index.php

    Und man müsste die drei Sparten Festnetz/Breitbandanschlüsse/Mobilfung getrennt betrachten.
    Kann ich aber nicht. Deshalb rechne ich ganz einfach die Kosten von 9,6 Milliarden prozentual aufgeteilt auf die drei Sparten: Festnetzanschlüsse 32 Mios / breitband Anschlüsse 17 Mios / Mobilfunk Anschlüsse 123 Mios. Also der Anteilige Umsatz fürs Breitband liegt bei 10%. 10% von 9,6 Milliarden sind ca 1 Miliarde. geteilt durch 17 Mios Anschlüsse sind 100 € also 8,-€ Monatlich.
    natürlich kann man das so nicht rechnen, das ist schon klar. Ich wollte auch nur deutlich machen, das man für eine Rechnung: (was kostet die Telekom ein Breitbandanschluß?) Alle Kosten, die nur das Breitband Anschlüsse betreffen haben müsste.

    Ist aber auch egal wie man es dreht und wendet, kommt immer auf das selbe hinaus:
    1. Wenns mir nicht passt, kann ich wechseln
    2. Informationsfreiheit besteht weiterhin, auch mit Drosselung.
    3. Verbrauchs gekoppelte Lösungen sind gerechter
     
    Zuletzt bearbeitet: 30 April 2013
  30. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Steht doch alles im Artikel, aber lesen musst Du es schon selbst, Du Bayernsau ;):

    Gehen wir wie oben wieder vom Tarif Call & Surf Basic mit DSL 16.000 und ab dem 02. Mai 75 GB Inklusivvolumen für 29,95€ pro Monat aus (Link zu den Tarifen). Wenn man die Mehrwertsteuer/Umsatzsteuer einmal abzieht, da die folgenden Angaben Nettowerte sind, bleiben der Telekom noch 25,17€ zum Bereitstellen des Internets und für den Gewinn. Schaut man sich die Bilanz der Telekom aus dem Jahr 2012 an, so kann man aus diesem für die Geschäftstätigkeiten der Telekom in Deutschland einen Umsatz von 22.388 Mio. € und einen Gewinn von 4.683 Mio € lesen. Das bedeutet, die Telekom macht in Deutschland durchschnittlich 21,92% Gewinn. Rechnen wir diesen pauschalisierten Gewinn von den 25,17€ weg, so hat die Telekom für die anfallenden Kosten 19,66€ zu Verfügung.

    Dass die Telekom weitere Kosten hat ist klar steht aber auch im Artikel, aber sicher keine 20 Euro pro Monat pro Haushalt. Zumal Technikerstunden ja vom Kunden nochmal zusätzlich bezahlt werden.
     
  31. Detti04

    Detti04 The Count

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    Die Rechnung verstehe ich nicht: Erst wird aus der Konzernbilanz geschlossen, dass die Telekom pro DSL-Kunden 21% Gewinn macht, d.h. dass von den eingenommen 25,17 Euro pro Kunde 19,66 Euro fuer die Kosten aufkommen muessen - und anschliessend wird genau diese Rechnung in Frage gestellt, weil 19,66 Euro Kosten angeblich viel zu hoch sind. Was denn nun?

    Abgesehen davon: Andre, es gibt sicher auch jede Menge Techniker, die nicht zum Endkunden nachhause kommen, aber trotzdem bezahlt werden muessen. Laut wiki hat die Telekom alleine in Deutschland uebrigens 120.000 Mitarbeiter.