Bundestagswahl (27. September 2009)

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Holgy, 15 April 2009.

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Bundestagswahl: Wen wählt ihr?

Diese Umfrage wurde geschlossen: 17 Oktober 2009
  1. SPD

    10 Stimme(n)
    14,7%
  2. CDU

    6 Stimme(n)
    8,8%
  3. Grüne

    7 Stimme(n)
    10,3%
  4. Linke

    12 Stimme(n)
    17,6%
  5. FDP

    9 Stimme(n)
    13,2%
  6. andere Partei

    9 Stimme(n)
    13,2%
  7. Nichtwähler

    4 Stimme(n)
    5,9%
  8. Unentschlossen

    11 Stimme(n)
    16,2%
  1. AlexK

    AlexK Schachspieler

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    Du bist wirklich aalglatt!!!
     
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  3. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Die Lücken wollte ich nciht auf dich beziehen.
    Die SED war eine Absplitterung des linken Flügels der SPD+KPD, was ja auch stimmt.
    Die Linke im Westen ist sicher auch keine Absplitterung der SPD, genausowenig wie die Linke im Osten. Irgendwelche Verknüpfungen haben die Parteien alle, sind aber alle eigenständig.
     
  4. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Gut, ich hoffe wir sind jetzt fertig mit dem polemischen Gebabbel. :floet:
     
  5. Balla

    Balla Well-Known Member

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    Ich denke, man muss sich hier nicht groß streiten.
    Jeder hat für sich Recht, wenn er die jeweils für ihn richtige Partei gewählt hat.
    Und jeder hat ja auch einen Grund für seine Wahl.
    Nur sollte niemand mit seinem Kreuz ein gutes Gefühl verbinden. Damit meine ich z.B., dass niemand glauben sollte, weil er links/grün gewählt hat, nun besonders sozial gehandelt zu haben.
    Was zählt, das sind nicht Worte, sondern Taten.
    Es würde mich nicht wundern, wenn sich so manch ein Linker in einer Geheimabstimmung als Lidl-Käufer outen würde, was sich in meinem Weltbild nicht vereinbaren lässt.
    Oder wohl möglich noch 19-Euro-Flüge gebucht / absolviert hat.
    Was ich gewählt habe, sage ich nicht, denn ich habe es als Millionärskind, das das Erbe mit zwei Dutzend Mitstreitern teilen muss, auch nicht einfach. Ich muss sogar noch arbeiten gehen bis zur Rente.
    Ich sehe hier im Thread nur eine generelle Verurteilung von SW-Gelb-Wählern, ohne deren Beweggrund zu reflektieren.
    Wie wäre es mit etwas mehr Toleranz?
     
  6. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Toleranz is watt für Bielefelder und ist meistens nur zweitklassig ;)
     
  7. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Vergleiche mich eher mit dem Meier Seppel, und da bin ich um Klassen besser.
     
  8. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    achja, hab dann eben meinen Austritt aus der SPD vollzogen. Auch unter der Berücksichtung der Umstände in Thüringen.
     
  9. Schröder

    Schröder Problembär

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    Sorry, aber das ist der Witz des Jahres. Heutzutage schleppen sich die Leute doch sogar mit Fieber und anderen, teils schweren Krankheiten auf die Arbeit, weil der Chef sonst mit Entlassung droht. Die Mitarbeiter sind das Kapital, richtig. Und das muss möglichst gewinnbringend arbeiten, genau wie die Maschinen. Unterschied ist: Wenn die Maschine kaputt ist, muss für teuer Geld eine neue gekauft werden. Kaputte Mitarbeiter aber können ohne großen Verlust durch neue Arbeiter ersetzt werden, vor allem bei den einfachen Arbeiten.

    Rein von daher ist es den Unternehmen egal, wie es den Mitarbeitern geht. Sie haben zu funktionieren, sonst fliegen sie raus. Ist ja genug arbeitslose Menschenmasse da.
     
  10. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Was natürlich nicht stimmt. Die SED entstand aus der (zwangs-)vereinigung der SPD und KPD.
     
  11. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Deshalb waren es trotzdem der linke Teil der SPD und die KPD die da zusammengingen. :gruebel:
     
  12. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Nee, das war die komplette SPD. Oder meinste in der sowjetisch besetzten Zone war der linke Teil der SPD und in der von den Westaliierten besetzten Zone der rechte Flügel der SPD?
     
  13. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Der Geschichtsuntericht ist zwar schon ein Weilchen her, aber meines Wisses warend as nur Teile der SPD, die da mit reingegangen sind.
    Die Ost-Westaufteilung meine ich damit nicht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Oktober 2009
  14. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Und wo ist dann der andere Teil geblieben? In der DDR gab es keine SPD. Und keine DKP. Denn die haben sich zur SED vereinigt. Die ganze DKP und die ganze SPD.

    Man kann das aber auch einfach nachlesen, entweder im geschichtsbuch oder im internet...
     
  15. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    War wohl doch die Ost-SPD, der linke teil, der SPD war ja in gewisser Weise schon die KPD :floet:
     
  16. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    In jedem Fall ist damit ja wenigstens geklärt, dass in Wirklichkeit die SPD die bösen sind, also verantwortlich für Stasi, Mauerbau, Trabbi usw.
     
    Zuletzt bearbeitet: 3 Oktober 2009
  17. Philipe

    Philipe Guest

    Der Matschie hat damit der SPD in Thüringen ein schönes Grab gegraben... und anscheineind scheint der wirklich rein gar nicht zu verstehen, jetzt warnt er auch noch die Bundes-SPD und die SPDs anderer Bundesländer mit den Linken zusammenzuarbeiten:

    Krise der SPD - Matschie: "Ein Linksruck hilft der SPD überhaupt nicht" - Politik - Hamburger Abendblatt

    Matschie ist für mich inzwischen schon fast zu seiner Symbolfigur für den Untergang der SPD geworden, zum großen Teil Selbstverschuldet und nicht in der Lagen zu soetwas wie Selbstreflektion.
     
  18. Philipe

    Philipe Guest

    In diesem Fall schnallst der Matschie nicht. Damit hat sich die SPD in Thüringen aus der Politik verabschiedet. Die Sachsen-SPD läßt grüßen... die Wähler wollten in Thüringen einen Wechsel, Grüne, SPD und Linke wollten die CDU ablösen, deshalb wurden diese Parteien zum großen Teil gewählt.

    Übereinstimmung der Partei- und Wahlprograme Linke und SPD in Thüringen: ca. 70%... SPD und CDU ca. 20%... die Linke war bereit auf das Amt des Ministerpräsidenten zu verzichten, obwohl sie von diesen drei Partein klar die stärkste ist. Die Grünen waren bereit als Juniorpartner mitzumachen um die CDU zu verhindern... keiner der SPD-Wähler mit ein bißchen Verstand, wird das nächste mal in Thüringen SPD wählen... die 20% werden bei der nächsten Thüringenwahl schon auf Linke und Grüne verteilt... und das geschieht der SPD ganz recht.

    Matschie ist in die Ypsilanti-Falle gefallen. Wär es ihm um die SPD gegangen und nicht um sich selbst, wäre er jetzt zurückgetreten und hätte damit in Thüringen den Weg für Rot-Rosa-Grün frei gemacht.
     
  19. wupperbayer

    wupperbayer *Meister 20xx*

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    Lafontaine-Schwachsinn? Der Mann dürfte in Wirtschaftsfragen deutlich kompetenter sein als so manch anderer. Besonders als die von der Steuersenkungsfraktion.

    Oder hat er nicht kurz vor der Wende gewarnt, dass die blühenden Landschaften wohl so doch nicht ganz eintreffen werden und uns die Wende sehr teuer zu stehen kommt. Damals war er Vaterlandsverräter, heute redet keiner mehr darüber, dass er Recht hatte.

    Unter Schröder ist er dann unter Anderem aus der Regierung ausgeschieden, weil er Kontrollen der Banken durchzusetzen wollte, von denen man jetzt merkt, dass sie vielleicht doch ganz brauchbar gewesen wären. Ein gutes Wort in Richtung Lafontaine? Nee. Da wird er lieber noch als Feigling bezeichnet, weil er weggelaufen ist. Nur, weil er noch Rückgrat hatte (das gibt man ja als Politiker normalerweise automatisch ab) und sich nicht verbiegen lassen wollte.

    Der Mann mag ja ein Populist sein. Aber er hat Ahnung. Von daher bleibt die Frage, wer der größere Populist ist: Er oder doch diejenigen, die Versprechungen machen, von denen sie eigentlich wissen müssen, dass sie nicht erfüllbar sind. Das müssen gar nicht die blühenden Landschaften des Dicken sein. „Mehr Netto!“, diese geniale Kampagne der CSU, wäre da auch so ein Beispiel…
     
  20. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Ru, da frage ich jetzt doch mal nach:

    Warum ist denn dann der Kündigungsschutz ein derartig goldenes Kalb? Doch wohl nicht, weil (hinreichend große) Kleinunternehmen und Mittelständler unter normalen Umständen ihre Arbeitskräfte gerne (weiter-)beschäftigen, wenn's der Umsatz erlaubt.

    Es ist doch eher so, jedenfalls aus meiner Sicht, dass dem Arbeitnehmer ein Mindestmaß an Sicherheit gegeben werden soll, (weiter-)beschäftigt zu werden. Und genau das schafft man mit einer nahezu gänzlich von den betriebswirtschaftlichen Gegebenheiten abgekoppelten Regelung über die Anzahl der Beschäftigten.

    Gäbe es diese nicht, dann wären die Arbeitnehmer doch viel eher und grundsätzlich 'Freiwild'. Gleich, wie man im Einzelnen verfahren wird: Der Kündigungsschutz wird nicht abgeschafft, sondern gelockert, so dass die Anwendbarkeit des Gesetzes ab einer Arbeitnehmerzahl von - wasweißichwas, sagenwa 20 - beginnt. Damit sind alle Arbeitnehmer weiterhin geschützt, die bei Konzernen und den allermeisten mittelständischen Unternehmen arbeiten.

    Den Kleinklitschen, also denjenigen, die zuallererst unter konjunkturellen Schwankungen leiden, gibt das mehr Spielraum. Aber nach meiner Erfahrung - nennen wir es beruflich geprägte und wohl auch ein Stück weit soziale Kompetenz - sind diese Kleinklitschen aber nicht diejenigen, die scheinbar systematisch die Kostenstelle Personalkosten verschlanken, um "dem Chef" das nächste Haus auf den Malediven zu ermöglichen; in diesen Kleinunternehmen ist es eher so, dass man sich lieber die Eier abschneidet, als Mitarbeiter zu entlassen, weil man in Kleinunternehmen noch sowas wie Verantwortung kennt.

    Hebt man die Mitarbeitergrenze zur Anwendbarkeit des KSchG, dann meine ich, dass diesen Klitschen entgegengekommen wird, während z.B. die Daxstürmer mal schön weiter, nämlich justitiabel ohne Rücksicht auf vermeintliche wirtschaftliche Kompenenten, gezwungen werden müssen.

    Ich meine: Jeder, der dieses Argument nicht wenigstens zur Kenntnis nimmt, hat noch nie auch nur einen Cent für den Arbeitslohn eines anderen Menschen bezahlt und für einen Menschen und dessen Leben insoweit auch keine Mitverantwortung übernommen.

    Hat man das aber, dann meine ich, dass das schon ein Stückchen Verantwortung ist, welches man dem Gemeinwesen gegenüber ausgeübt hat - und dann kommen "Klassenkampfparolen" - die von Dir erkennbar nicht geschwungen werden - einfach nur beschissen an.

    Und dies nicht etwa aus dem Grund, weil man sich oder seinen kleinen Teil der Mitverantwortung nicht genug gewürdigt sehen würde - nein, man bekommt einfach einen Megahals, weil man wirklich aus der Gesamtschau der sogenannten Argumente der Gegenseite den Eindruck vermittelt erhält, der eigene politische Standpunkt sei so ziemlich das Hintervorletzte und wenn man ma ein paar Schweinehälften getragen habe, würde man schon anders denken.

    Es ist, wie Itchy schrob: Viele machen sich erkennbar nicht mal mehr die Mühe, wenigstens mal kurz nachzudenken und über die Motive der anderen Seite zu reflektieren.

    Man hat hier von mir - bis jetzt - noch nie Hammerparolen gelesen, was ich aus meiner Sicht und für meine Position einfach Mist finde.

    Ich finde es z.B. beschissen, dass wir für's Kind im Kindergarten richtig Schotter zahlen müssen UND noch nicht mal die Wahl für die für unsere Verhältnisse genehme Betreuungsform hatten, während andere, die faktisch den ganzen Tag ungehindert persönlich betreuen könnten, ihre Kinder ganztags für Nüsse durch fremde betreuen lassen und sogar Wahlplätze blockieren.

    Ist Kommune. Bis zur Kommunalwahl mit absoluter schwarzer Mehrheit, nun knapp darunter.

    Oder dass Mittel für die Kindergärten u.a. nicht zur Verfügung stehen, weil unsere Kommune einen Wohnungsbestand von von über 6.000 öffentlich geförderten Wohnungen unterhält, die sicher nicht für die Heuschrecken dieser Welt bestimmt sind.

    Ist Kommune. Bis zur Kommunalwahl mit absoluter schwarzer Mehrheit, nun knapp darunter.

    Oder, oder, oder...

    Ich wähle also etwas, was mir subjektiv auch Nachteile bringt. Ich lasse mir daher von einigen Kameraden hier nicht länger vorhalten, mir fehle sinngemäß der Blick für's Ganze, nur weil ich lieber Fritten wende als Schweinhälften zu transportieren.

    So. Dein Betrag war mehr Initial als Aufhänger aber jetzt geht es mir besser.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Oktober 2009
  21. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Für die zwei Sätze und eine Frage danke ich Dir.

    Eben darauf kommt es an. Was der Einzelne tut, bewirkt selten viel. Was die Masse der Einzelnen tut, dagegen schon.
     
  22. Schröder

    Schröder Problembär

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    Das geht dann wohl an mich.

    Mir geht es aber nicht um die Klein- und Familienunternehmen mit 5-20 Mitarbeitern. Natürlich soll keiner in den Ruin getrieben werden. Ich selbst werde im neuen Job ab November auch erstmal unter dem von mir geforderten Mindestlohn von 7,50 / Stunde verdienen, weil halt das Unternehmen noch ziemlich neu und wenig Geld da ist.

    Mir geht es um Unternehmen, die ihren Profit u. a. dadurch steigern wollen, dass sie ihre Hilfskräfte (in der Regel eben Zeitarbeiter) sogar zum Gesetzesbruch anstiften, indem sie z. B. versprechen, diese nach 2 Monaten fest anzustellen, falls der Zeitarbeiter nie krankist und immer zur Arbeit kommt. Ein Kollege von mir hat sich daraufhin selbst mit über 38 Fieber in die Kühlhäuser geschleppt, obwohl ihm der Rotz aus allen Löchern lief, ein Unding, weil die dort Fleisch verarbeiten.

    Als er dann nach 2 Monaten wg. Festanstellung nachfragte, haben sie ihn rausgeschmissen.

    Mir geht es um Unternehmen wie Schlecker, die ihren alten Arbeitnehmern betriebsbedingt kündigen, und dann die neuen über eine betriebseigene Zeitarbeitsfirma in Ostdeutschland einstellen, um die niedrigen Ostlöhne als Tarif zu bekommen. Davon sollen die Arbeiter aber in z. B. München die Miete zahlen. Und Schlecker stand nun wirklich nicht kurz vor dem Konkurs.
     
  23. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Eben. Betriebsbedingt mit bestehendem Kündigungsschutz. Das Problem ist also nicht der bestehende Kündigungsschutz und auch nicht, dass dieser möglicherweise gelockert wird.
     
  24. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    NETZEITUNG POLITIK NACHRICHTEN: HRE-Aktionäre, «was soll das Geschrei?»

    Die Regierung verstaatlicht banken! Ist der Kommunismus noch aufzuhalten? :D
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Hu, alter Falter, jetzt hab' ich die Luft angehalten als ich Deinen Beitrag las und mir v.a. zuerstmal gedacht "Ohwei, jetzt wird der Frittenwender nicht doch angefressen sein, weil ich auf dem Justitiablen rumritt und mal wieder meine Abneigung dem Jus als einzigen Maßstab deutlichst zum ausdruck brachte." aber jetzt so nach 4, 5 Minuten bin ich zur Überzeugung gelangt, dass Du nicht angefressen bist, sondern nur planst Deine exquisiten Kartoffelsticks mit nun mehr 7 Mann unter's Volk zu bringen und Dir dann da halt Deine Gedanken machst.

    Was mich betrifft:
    Ich habe zur Zeit sogar ein Beispiel vor Augen, wo der derzeitige Kündigungsschutz dazu führt, dass die betreffende, aufstrebende Softwarefirma keine weiteren Leute festanstellt sondern auf Freiberufler und externe Partner zurückgreift, weil sie schlicht nicht wissen, ob's mit'm Projektgeschäft auch über mehrere Jahre klappt oder schon wieder nach 2, 3 Monaten aus ist. Hab mich da auch mal gefragt:
    Was ist jetzt besser? Sollen die auf Verdacht 2 Leutchen mehr anstellen und dann in die Ungewissheit schlittern, ob sie dann, wenn's nicht läuft aufeinmal in die Schwierigkeiten zu kommen ihr Kerngeschäft nicht mehr bestreiten zu können und dann gleich 7, 8, 9 Leute auf der Nase liegen? Oder sollen sie versuchen ihr neues Geschäft zuerst mal über Nicht-Festangestellte abzuwickeln und damit a) auch andere Menschen unter Brot setzen und b) ihre eigene Firma viel geringer belasten bzw. gefährden.
    Ich sag Dir was: Variante zwei halte ich sozial wie wirtschaftlich für die bessere.
     
  26. Schröder

    Schröder Problembär

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    Zum Kündigungsschutz hab ich mich nicht geäußert. Mir geht es in 1. Linie um den Mindestlohn (der für dich sicher auch Vorteile hätte in deiner Pommesbude. Ich glaub nicht, dass die Mehrheit deiner Kunden aus der gehobenen Einkommensschicht besteht. Kannst mich aber gerne korrigieren, falls ich mich irre) und darum, den Arbeitgebern und Abteilungsleitern wieder vor Augen zu führen, dass hinter den Kostenstellen auch Menschen stecken (deswegen die Schweinehälften, und eben auch wg. des Vorfalls mit meinem Arbeitskollegen). Bei dir ist das sicher nicht nötig, du siehst deine Angestellten wahrscheinlich jeden Tag und begrüßt sie persönlich. Und wenn einer krank ist, rufst du an, weil du wirklich an ihrer Gesundung interessiert bist, und nicht nur an ihrer Arbeitsfähigkeit.

    @ Rupert: Für solche "Projektfälle" gibt es die Probezeit, in der sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer jederzeit ohne Angabe von Gründen das Arbeitsverhältnis beenden können. Oder, falls die Testphase länger laufen sollte, zeitlich befristete Arbeitsverträge. Da braucht man den Kündigungsschutz nicht lockern.
     
  27. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Nein, gibt es nicht - Du hast nicht verstanden, was ich mit Projektgeschäft meinte, bzw. was es bedeutet Projektgeschäft im Softwarebereich aufzuziehen.

    In meinem Beispiel muss der Kündigungsschutz auch nicht unbedingt gelockert werden, denn es ist sinnvoller und auch sozial verträglicher hier auf Freelancer zurückzugreifen bzw. unterzubeauftragen.
     
  28. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Scheinselbständige? Oha !
     
  29. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Gor nix scheinselbständig.
     
  30. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    "Gor nix", weil man das in Deinem nicht veröffentlichten konkreten Beispiel noch nicht genauer beleuchtet hat?

    Oder weil es nur zufällig bei den von Dir konkret gedachten Freelancern nicht der Fall ist?
     
  31. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Letzteres - aber das "nur zufällig" musste streichen.