Bundestagswahl 2013 - Wer gewinnt?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Holgy, 10 Dezember 2012.

  1. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das hatt er wunderbar erklärt: "Ich persönlich glaube, es ist besser, man gibt einem Lebensmittel einen Wert, so dass allen bewusst ist, dass das etwas kostet."

    Wer da den Knall noch nicht gehört hat, der hört ihn nie.
     
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  3. Zottel123

    Zottel123 New Member

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    Im Prinzip stimmt das schon. Jedes öffentlich zugägngliche Gut muss einen Wert haben, sonst droht das Allmende-Dilemma. Ich persönlich finde es jedoch besser Grundversorgung und Infrastruktur in öffentlicher Hand zu behalten, weil hier ein freier Wettbewerb wie bei anderen Gütern und Dienstleistungen nicht möglich ist. Adam Smith, Vater des Liberalismus, hatte das ebenfalls so gesehen, egal was die Neoliberalen heute von sich geben.
     
  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Prinzipiell sage ich dazu folgendes:
    1) Wasser hat per se einen Wert - ohne Wasser ist es nach 3 Tagen aus mit dem Menschen.
    2) Wenn Nestlé den Wert des Wassers festlegen will, dann sollte es wohl klar sein, wozu dieser Wert dienen soll bzw. wie er gestaltet ist: Dem Mehren der Werte Nestlés, sprich Umsatz, Gewinn und Shareholder Value und wer diesen Wert nicht zahlt, bekommt auch nix vom wertvollsten Rohstoff.

    - - - Aktualisiert - - -

    Bah, das Thema nervt mich :)

    V.a. weil es so klar ist, wo der Wert des Wassers dann unerschwinglich hoch ist und Rendite explodiert: Bei denen, die eh kaum Wasser haben aus von der Natur vorgegebenen Gründen.

    Welcome @ Nestlé Water supply: 1$ für die Gallone.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 März 2013
  5. Zottel123

    Zottel123 New Member

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    Wasser hat einen Wert aber keinen Preis. Kennst du das Wasser-Diamant Paradoxon? Wasser ist, wie du schon sagtest, lebensnotwendig, aber in vielen Ländern kostenlos. Diamanten haben, abgesehen von der industriellen Nutzung, nur den Nutzen als Schmuck und damit per se keinen Wert, aber einen nahezu unbezahlbaren Preis.

    Wir müssen Wasser einen Preis geben, damit dem Konsumenten der Wert bewusst wird und er damit verantwortungsvoll und sparsam umgeht. So weit stimme ich dem Chef von Nestlé zu. Doch weil Wasser lebensnotwendig ist, darf auch kein gewinnorientierter Konzern wie Nestlé diesen Preis festlegen, sondern diese sogenannte Daseinsvorsorge muss einzig und allein in öffentlicher Hand bleiben. Darum sollte die Politik auch ein Privatisierungsverbot fordern, was auch zu der neuen EU-Gesetzgebung konform wäre.

    Ich würde zumindest denjenigen wählen, der ein Privatisierungsverbot fordert...
     
  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das begreife ich schon auch; es ist auch nicht einzusehen, warum in Las Vegas 1000 Kubikmeter Wasser pro Springbrunnen vor sich hinsprudeln; nur treffen wird dieser Preis eben leider v.a. die Menschen, die eh keinen Cent in der Tasche haben und die über 2, 3 Liter sauberes Wasser am Tag schon froh wären und denen hat man das halt auch kostenlos zur Verfügung zu stellen, denn die wissen bestens um den Wert des Wassers.

    Was die Nicht-Privatisierung betrifft, stimme ich Dir voll und ganz zu.
     
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  7. Schröder

    Schröder Problembär

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    Es regt sich EU-weiter Widerstand gegen die Privatisierung von Wasser.
    Wer mithelfen will -Hier bitte:

    http://www.right2water.eu/de

    Hier eine etwas humorvollere Aufarbeitung des Themas:

    http://www.youtube.com/watch?v=KqWBxqUcQdc
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 März 2013
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  8. Raffelhüschen

    Raffelhüschen Forennutzer

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    Oder es sind spezifische Bedingungen vorhanden, dass man es institutionell auf gemeinschaftlicher genossenschaftlicher Ebene lösen kann. Das Allmende-Dilemma greift lediglich im institutionell freien Raum ohne geregelte Verfügungsrechte. Ein Wert, im Sinne eines Preises, ist nicht zwingend hierzu von Nöten.
     
    Zuletzt bearbeitet: 8 März 2013
  9. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Was ist mit der CDU los? Wird das C bald durch ein S oder gar ein K ersetzt? :staun:

    Arbeitsmarktpolitik: CDU und CSU wollen Mindestlohn | Wirtschaft | ZEIT ONLINE
    Union will an Managergehälter ran: Merkel geißelt "Maßlosigkeit" - n-tv.de
    Bundesregierung will Transaktionssteuer so schnell wie möglich

    Oder alles nur populistisches Wahlkampfgetöse?
     
  10. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Können und wollen sie doch eh alles nicht durchsetzen; von daher kann man's ja mal einfach fordern.
     
  11. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Die Frage, wer gewinnt, stellt sich für mich nicht. Wenn ich nur mal reflektiere, was sich seit 1990 unter den unterschiedlichsten Koalitionen in elementaren Bereich im Sinne des Volkes, ergo der Wähler geändert hat, dann fällt mir dazu nahezu nichts ein. Bildungspolitik, Finanzpolitik, Sozialpolitik, Gesundheitspolitik, Innenpolitik, Aussenpolitik. Halt doch es gibt eine Gruppe für die sich seit 1990 durchaus etwas zum Poistiven geändert hat. Die oberen 10%. Sind vielleicht jetzt nur noch 7 %, dafür aber eben um so wohlhabender.
     
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  12. Raul Marcelo

    Raul Marcelo Well-Known Member

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    eigentlich wählt das volk den der ihre interessen am besten durchsetzt, doch wo wird das noch gemacht? es wird nicht mit sondern über das volk entschieden, daran ist es aber selber schuld.
     
  13. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Tja, heute sollte man eben das geringste Übel wählen oder denjenigen, "in dem man sich am ehesten wiederfindet". Fühle ich mich nun eher zur Pest oder eher zur Cholera hingezogen, immerhin habe ich ja die Wahl.
     
  14. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Es gibt nicht "das Volk", das ein Interesse hat. Ein Arbeiter hat andere Interessen als ein Bankmanager oder die Gebrüder Albrecht. Eine alleinerziehender Mutter hat andere Interessen als ein selbständiger Handwerker. Ein Hausarzt mit eigener Praxis hat andere interessen als ein Arbeitsloser oder ein Scheinselbständiger oder ein Freelancer oder ein Rentner oder.... Entsprechend wählen die auch verschiedene Parteien. uUnd dann haben viele auch noch ganz unterschiedliche Werte: die einen sind christlich, die anderen ökologisch, die nächsten rechtsradikal. Die wählen auch nicht dasselbe. (oder doch? :D)
     
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  15. Raul Marcelo

    Raul Marcelo Well-Known Member

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    das volk wählt dennoch? oder is das ne verlosung gewurden ;)

    das volk als masse mit verschiedenen eigenarten gibt es doch :D
     
  16. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Nein, das Volk wählt auch nicht. Es wählen einzelne Leute aus der Bevölkerung. Viele wählen auch gar nicht (Bundestagswahl 2009: 29,2%).

    Das Volk als Masse gibt es auch nicht. Ist mir jedenfalls noch nirgends begnet. Ist auch nirgends genug Platz, um die mal an einen Ort zu bringen. Was sollte das auch?
     
  17. Raul Marcelo

    Raul Marcelo Well-Known Member

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    stell dich nicht so an
     
  18. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ich stell mich nicht an, ich sag nur, wie es ist.
     
  19. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Na ja, im GG heißt es doch so schön dass alles Staatsgewalt vom Volke ausgeht, und das Volk ist die Summe seiner einzelnen Bewohner. Irgendwie habt ihr also beide recht.

    Das Problemaber aus meiner Sicht, dass das "Volk" bzw einzelen Teile davon nicht aktzeptieren will dass diese verschiedenen Interessen unter einen Hut gebracht werden wollen sondern immer beleidigt darüber jammern dass wir hier keine Demokratie haben bloß weil eine Entscheidung gegen die eigenen Interessen oder gegen die eigene Überzeugung getroffen wird. Gilt für die große Politik genau wie bei Entscheidungen über die Auftstellung eines Parkverbotes.

    Im übrigen wollen wir keine stromlinienförmigen Politiker, sagt einer mal unverblümt seine Meinung wird aus ihm eine Witzfigur gemacht. Wir stellen mittlerweile so hohe Anforderungen an unserer Politiker, dass die gar nichts mehr richtg machen können.

    Was nicht heißt dass ich alles gut finde was in Berlin, Stuttgart oder anderswo passiert, aber manchmal wundere ich mich schon was alles von den Medien zum Skandal hochgekocht wird und wie begeistert dann das "Volk" einsteigt und kräftig mit draufhaut
     
  20. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Und das völlig zu recht. Schließlich tragen die eine immense Verantwortung.
     
  21. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Dabei haben die Politiker immer weniger Einfluss, die wahre Macht liegt bei den Großkonzernen - und zwar weltweit. Denen können nationale Gesetze doch schon lange nichts mehr anhaben... :(
     
  22. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Stopp, stopp, stopp, die Anforderungen sind natürlich hoch, es ist ja auch eine sehr maßgebliche Aufgabe, die die gewählten Volksvertreter, auch Politiker genannt, erfüllen zu haben: Rechtliche Weichen zu stellen in denen sich ein Land und dessen Bevölkerung so gut wie möglich entwicklen kann.
    Dazu bedarf es aber eben Menschen u.a. mit 1) Intelligenz 2) Überzeugung und 3) (Lebens)Erfahrung 4) Ideen 5) Willen zu entscheiden und nun ganz wichtig 6) Energie Entscheidungen durchzusetzen.

    So, und nun meine "Anklage": 3-6 sehe ich bei den sog. Berufspolitikern, die nichts aber auch gar nichts kennen als einen Studienabschluß und dann jahrzehntelanger Parteipolitik und -karriere meistens nicht gegeben.

    - - - Aktualisiert - - -

    Deswegen muss man sich auch vom rein nationalstaatlichen Denken mal teilweise verabschieden. Man kann mit international agierenden Gruppen nicht auf rein nationaler Ebene zusammenarbeiten, geschweige denn ihnen Regeln vorgeben.
     
  23. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Rupert, ich geb dir ja im Grunde recht, mir gings auch eher um die Ansprüche der Bürger an den Staat im Allgemeinen, das hab ich vllt etwas unklar ausgedrückt.

    Du beklagst dass zu viele Berufspolitiker im Parlament sitzn, ok. Stellt sich halt die Frage nach den Alternativen. Um ins Parlament zu kommen musst du entweder einen aussichtsreichen Listenplatz bekommen oder in einem Wahlkreis kandidieren. Für beides braucht du die Unterstützung der Parteien und musst entprechend vernetzt sein. Im übrigen weiß ich gar nicht wie viele der Abgeordneten noch nie in einem Beruf tätig waren, und viele sind ja nebenher noch tätig, was zum Teil auch zu Recht kritisiert wird.
    .
     
  24. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Manche wird es vielleicht schocken: • Berufe der Bundestagsabgeordneten (16. Wahlperiode) | Statistik

    Wir haben ein Parlament von Juristen und Lehrern! Oder noch krasser gesagt: von Beamten!!


    Ist vom letzten Bundestag, der aktuelle wird aber nicht viel anders sein.
     
  25. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Ieeehhh, Beamte, der *entfernt - Holgy* schlechthin :suspekt:
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 13 März 2013
  26. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Öhem. Hüstel.
     
  27. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Wie Recht du hast! Nur scheinen das die wenigsten überhaupt kapiert zu haben, denn es wird weiterhin kaum was getan in dieser Hinsicht. :weißnich:
     
  28. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Nur zur Erklärung, ich darf über Beamte schimpfen, bin ja selber einer!
     
  29. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das kann ja jeder behaupten! ;)

    Interessant an der Berufsverteilung im parlament ist ja vor allem, dass es in keinster Weise die Verteilung der Berufe in der Bevölkerung wiederspiegelt.

    Oder man könnte auch sagen: Die Bundestagswahl gewinnen wieder die Lehrer und Juristen!
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 März 2013
  30. fabsi1977

    fabsi1977 Theoretiker

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    Is aber so:huhu:

    das jetzt die Juristen an Platz 1 stehn wundert mich nicht
     
  31. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Oh, der rote Dani hält schwarz-grün für eine realistische Option!

    Realos wollen schwarz-grüne Tür offenhalten