Bundesliga: Kommerzliga Nummer 1

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Holgy, 9 Juni 2011.

  1. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Und wieder mal haben die Deutschen das meiste Geld gemacht. Die Bundesliga ist mit einem Gewinn von 138 Mio Euro Europas profitabelste Liga. Damit ist die Bundesliga die Kommerzliga Nummer 1 :jubel:

    Fußball - Newsticker - Bundesliga - Bundesliga erneut Europas profitabelste Liga
     
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  3. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Artikel und Titel dieses Threads passen nicht unbedingt. Die Tatsache, daß man den höchsten Gewinn erzielt, bedeutet nicht automatisch, daß man auch alles auf Teufel komm raus zur Ware gemacht hat, was das Wort "Kommerz" ja impliziert.

    Schaue ich auf Verkauf der Fernsehrechte und deren Folgen, Namensverkäufe, betriebene Trikotwerbung, habe ich das Gefühl, daß da in anderen Ländern dem Konsumenten schon mehr zugemutet wird.
     
  4. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Kommerz(iell) heißt lediglich gewinnorientiert. Und wer den meisten Gewinn macht ist demzufolge am kommerziellsten. :idee:
     
  5. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Kommerz ist aber ein Begriff, der mittlerweile einen deutlich abfälligen Touch hat.

    Und wo bitte liegt die Logik, daß der, der am gewinnorientiersten agiert, auch den höchsten Gewinn erzielt.

    Einfach, es hatte auch schon mal einer mit einem Tippschein einen 6er im Lotto, während ein anderer mit
    20 Tippscheinen nur zwei 4er hatte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Juni 2011
  6. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Tippen ist aber kein Handel und Kommerz bezieht sich auf gewinnorientierten Handel inkl. Dienstleistung wie es Fußball ja nun mal ist (Abt. Entertainment). Ein Banküberfall ist ja auch nicht kein Handel, ebensowenig wie Tippen.

    Dass es Leute gibt, die Kommerz eine negative Konnotation beimessen und das auch noch je nach Gusto, mag ja sein, ist aber nicht weiter relevant, da sich deren Kriterien jenseits jeder nachvollziehbaren Logik bewegen.

    Fußball ist eine gewinnorientierte Veranstaltung (im doppelten Sinne :D) und wer am meisten Gewinn macht, ist die Nummer 1! Und damit der Kommerzkönig!
     
  7. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Nochmal: Maximiertes gewinnorientiertes Handeln und maximalen Gewinn erzielen können, müssen aber nicht deckungsgleich sein. dafür spielen noch andere Faktoren mit und sei es Glück oder Pech. Von daher falsch.

    Nach Deiner Logik wäre jeder Arbeitslose selbst schuld, weil er nicht wirklich versucht, in Arbeit zu kommen.
     
  8. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ich weiß nicht, wie du darauf kommst, dass das irgendjemand gesagt hätte. Und mit Arbeitslosen hat das schon mal gar nichts zu tun. Wer keine Produktionsmittel besitzt, kann auch keinen gewinnorienten Handel betreiben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 10 Juni 2011
  9. Itchy

    Itchy Vertrauter

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    Weiß ja nicht, was Du rausliest.

    Sagen ich will, maximaler Erfolg nicht zwangsläufig ist Folge maximaler Anstrengung. So schwer das ist?
     
  10. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Nö, schwer ist zu verstehen ist lediglich, warum du das anführst. Wer hat denn behauptet, das maximale Anstrengung zu maximalem Ergolg führt? Ich jedenfalls nicht und ein anderer Diskutant hat sich bisher ja nicht eingefunden.

    Die Behauptung im Eigenagsthread ist: Wer am meisten Gewinn eingefahren hat, hat den besten Kommerz (im Sinne von gewinnorientiertem Handel) betrieben. Ob das nun anstrengend, glücklich oder zufällig war: wumpe! Wichig ist, was hinten rauskommt! :D
     
  11. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Genau DAS in Klammern haste aber nicht dazugeschrieben im Eingangsbeitrag. Und deswegen kann man auch verstehen, dass du meinst, dass derjenige, der am meisten Gewinn macht, auch am geschäftlichsten ist. Im Sinne von Aktivität bzw. Generierung von Erlösen.

    Schlicht eine Definitionslücke bzw. ein Definitionsunterschied.

    Aber gut, dass du geschrieben hast, was genau du meintest.

    Im Übrigen wird, wenn man die Kommerzialisierung des Fussballs beklagt, nicht beklagt, dass die Truppen Gewinn machen, sondern, dass die Strukturen und die Arbeitsweisen sich immer mehr denen von Konzernen annähern, sprich, die einnahmeorientierten (nicht unbedingt gewinnorientierten) Aktivitäten werden beklagt. Das Gewinn"streben" halt. Wobei dann wieder anzumerken ist, dass der Gewinn kein Gradmesser für das Gewinnstreben ist.

    Hierzu passt auch die urprüngliche Bedeutung des Begriffes Kommerz und auch ie von Kommerzialisierung, die beide nicht auf Gewinn an sich basieren, sondern auf "Geschäftigkeit".
     
  12. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Für mich sind das einfach nur Vorurteile, die da immer wiedergekäut werden und völlig unlogisch das eine als "böser Kommerz" und das andere als "guter Kommerz" (heißt dann aber nicht so sondern dann ist es auf einmal irgendwas geschäftliches) gewertet wird, aber gleichzeitig auch Schulden als böse und Gewinne als gut gesehen wird. Der Fußballfan, das unlogische Wesen. Kommerz, die pawlowsche Vokabel.
    Aber das nur nebenbei.

    Denn eigentlich finde ich interessant: da fordern gewisse Leute in der Liga immer wieder höhere Fernsehgelder u.ä., weil die anderen Ligen Europas ja angeblich so viel mehr verdienen und die BuLi deswegen sportlich abhängen, in Wirklichkeit macht die Bundesliga aber den höchsten Gewinn.
     
  13. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Naja. Da haste schon recht. Und wenn ich mir ansehe, dass Barca z.B. trotz Meisterschaft UND Champions-League-Gewinn 25 Millionen Verlust macht, dann weiss ich auch Bescheid. Alleine beim CL-Finalgewinn, wenn man dies gesondert abrechnet, waren die Einnahmen geringer als die Ausgaben. Das muss man sich mal vorstellen. Ind Deutschland ist sowas nahezu undenkbar. Klick