Bundeskartellamt lehnt DFL-Plan für die TV-Vermarktung ab

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Rupert, 24 Juli 2008.

  1. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Da, schauen, bitte.

    Inhaltlich ist es mir ja mal wieder Latte, denn ich finde die Fußballübertragungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen ja ohnehin überdenkswert.

    Sehr erfreut mich aber der DFB, der gleich mal die Keule rausholt nun bleibe die Nachwuchsföredrung auf der Strecke und die U19 ins Feld führt. Natürlich unschlagbar ist wieder der Herr CEO aus der Säbenerstr., der gleich mal in Frage stellt, ob das Bundeskartellamt die marktwirtwirtschaftlichen Prinzipien kennt :lachweg:

    Hoffe, das Theater geht noch über viele Extra-Runden :D

    Edit: Tolle Überschrift ausserdem, ordnet doch da mal einer die Wörter bitte. Ist ja grausam.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 24 Juli 2008
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  3. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Hm? ich habe nur rausgelesen, dass sie Sportschau bleiben muss (=Zusammenfassung samstagsspiele vor 19:00 im free-tv), dann ist alles andere ok. also viel lärm um nix.
     
  4. Budmaster_Bundy

    Budmaster_Bundy Well-Known Member

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    Ohne den Artikel gelesen zu haben: warscheinlich ist genau das der springende Punkt, welcher den Pay-Tv'lern wichtig ist.
     
  5. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Das Urteil ist nicht ohne Brisanz, weil es wie das Bosman Urteil Mitte der 90er zu einer völlig anderen Rechtslage im Profi-Fussball führen könnte.
    Wenn die DFL dazu übergeht, jedem einzelnen Profi Club zu erlauben, seine Interessen einzeln zu vermarkten, dann ist Ende im Gelände mit Solidarität.
    Dann wird eine Schere klaffen, die noch weiter auseinander geht als jetzt sowieso schon. Arme Clubs brauchen dann gar nicht erst zu versuchen, an das Tor der BuLi zu klopfen. Denen wird von Rummenigge oder Watzke oder auch Hoeness à la Kaya Yanar die Tür ( im übertragenen Sinne )gewiesen: "Du kummst hir nit rein !" X(
     
  6. Detti04

    Detti04 The Count

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    Von mir gibt's dafuer ein herzliches "Dankeschoen!" an's Kartellamt. Und die im Beitrag namentlich erwaehnten DFL- und DFB-Vertreter zeigen mal wieder, was diverse Lippenbekenntnisse betreffs der Wahrung der Interessen der Fans Wert sind: naemlich einen Scheiss.

    Mal etwas vom Thema abschweifend: in letzter Zeit stelle ich gehaeuft fest, dass ich den Entscheidungen diverser Gerichte bzw. Behoerden (Bundesverfassungsgericht, BGH, jetzt das Kartellamt) sehr dankbar bin. In letzter Zeit scheinen mir diese Institutionen oft das letzte, mit Bedacht handelnde Korrektiv in einer in Markt- oder Sicherheitsfragen zunehmend radikaler agierenden Gesellschaft zu sein. Dass diese Behoerden oftmals tatsaechlich unabhaengig (im Sinne von "unbeeindruckt") von Politik und Wirtschaft entscheiden, ist fuer mich sehr ueberraschend. Ebenso ueberrascht mich, dass das wirklich noetig ist. Kurz und gut: Gewaltenteilung ole!
     
  7. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    die privatisierung der justiz macht auch vor dem BVerfG nicht halt.
    zu unangenehm sind seine urteilssprüche für eine interessierte klientel.
    seit jahren sind schanzgeräusche vernehmlich.

    Pressedienst 02. November 2007: „Privatisierung in der Justiz“ --Pressedienst und Pressetermine
    Ministerin will Justiz privatisieren
     
  8. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Es ist tatsächlich so, dass die Interessen der Fans von keinem Organ, oder wie ich es nennen soll, wahrgenommen werden. Faktisch sieht es so aus, dass die DFL sich als Kapitalgesellschaft darstellt, die auf Gewinnmaximierung aus ist. Fussball ist offensichtlich eine Ware, die dem Markt nicht einfach so preisgegeben werden darf, so dass alle Verbraucher daran Anteil haben können. Nein, es sollen nur die Verbraucher des Pay TV sein, eine exklusive Gruppe derer, die sich Pay TV leisten können sowie die Sponsoren aller Art, die das Geld bringen. DFL und Fussball-Fan sind 2 Gegensätze. X(
    Und hier tritt zurecht das Kartellamt als Anwalt der Verbraucher auf, weil der Verbraucher = Fan nämlich sonst keine Lobby hat. Der muss alles schlucken, was die DFL sich einfallen lässt. Die Aktion "Pro Samstags 15:30" hat leider nichts gebracht, weil eben der Fan keine Fürsprecher hat. Im Gegenteil, der Spieltag wird total auseinander gepflückt, nur zum Nutzen derer, die der DFL das Kapital bringen. Der Fan wird eigentlich nicht gebraucht sondern ist eher lästig, habe ich bald das Gefühl. X(
     
  9. U w e

    U w e Borussia Mönchengladbach Moderator

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    Die Fans zählen doch nur noch als Fanartikelkäufer. Kommt in den Fanshop und kauft, zahlt, geht und haltet das Maul! Rechte besitzen die nicht und haben sie auch noch nie besessen. Der Unterschied - damals war man auf Zuschauereinnahmen angewiesen um überleben zu können. Dies ist heute nur noch ein minimaler Faktor.
    Geld muss ins Säckle, egal woher es kommt! Und warum - weil der Fan ja ausländische Stars in seiner Mannschaft sehen will und weil man sonst international nicht mehr mithalten kann. Also der Fan ist Schuld - also wir sind Schuld!
    Ich für meinen Teil wäre auch mit einer Meisterschaft zufrieden, die man mit 4 x Müller, 4 x Becker und 3 x Schmitz erreichen würde. Ich brauch keine Tonis, Riberys, Diegos, Van der Vaarts u.s.w.

    Nun hat das Kartellamt dem Ganzen vorerst einen Riegel vorgeschoben und ich find das ist auch gut so. Ich hab nämlich keine Lust Nachts um 03:15 Uhr aufzustehen um mir ein Bundesliga Spiel anzuschauen, nur weil in Australien ein sich langweilender Bonze, die Exclusivrechte an diesem Spiel bei Verein XY erworben hat.
     
  10. eckham

    eckham Mit Herzblut zurück

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    Richtig. Wenn ich schon wieder das Gejammer höre, dass die Liga sich dann keine Stars mehr leisten kann, könnte ich kotzen. Dann macht halt endlich mal eure Arbeit und macht euch die Stars selber! X(
     
  11. Nano

    Nano Oenning_Love

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    Das einzige schlimme an der Sache sind die Anpfiffzeiten. Da wird man dödlich! Der rest mit dem Free-TV find ich eigentlich gar nicht mal so übel.
     
  12. andon

    andon Glubbsau

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    Mir geht das Geseiere von Rummenigge, Seifert und co so auf den Sack! Bei Rummenigge isses ja noch klar, der hat ein Wirtschaftsunternehmen zu leiten, leider....

    Aber was Seifert so von sich gibt und schon in den letzten Wochen von sich gab is einfach nur ein Witz. Diese geheuchelte Gejammere von den armen kleinen Vereinen. Wenn die der DFL wirklich so wichtig wären, würden sie den Topf anders verteilen, denn die Großen können sich die Einnahmen durch höhere Sponsoreneinnahmen, wenn sie im Free-TV gezeigt werden, zurück holen.

    Aber hauptsach erstmal rumgeflennt. Und auf den Fan, aber das haben ja auch schon einige geschrieben, würden sie am liebsten scheißen. Statt den Hype zu nutzen, dass sich seit dem Sommermärchen auf einmal jeder Depp für Fußball interessiert (was man zwar auch nicht gut finden muss) will mans wohl wieder auf ein paar wenige beschränken, die bereit sind, dafür paar hundert Euro im Jahr auszugeben. Vielleicht lässt der ein oder andere dann die DK weg, weil er sich beides nicht leisten kann, aber sowas sehen die in ihrer Gier nicht und über sowas braucht sich der FC Hollywood auch keine Gedanken zu machen, denn die haben ja noch ein paar 1000 auf der Warteliste.

    Und der DFB macht bei der von der DFL betriebenen Verarsche auch noch mit, ich hatte ja gehofft, dass es wenigstens da ein paar gibt, die mitdenken. Wie beschränkt die bei der DFL sind, merkt man schon allein, wenn man sich nochmal mit Kirch zusammensetzt, nachdem der schon einmal die Liga fast an die Wand gefahren hätte.

    Scheiß Funktionäre!!!
     
  13. Schröder

    Schröder Problembär

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    Der Fan ist aber auch teilweise selber schuld, schließlich zahlt er ja weiter brav sein PREMIERE und rennt weiter ins Stadion und gibt weiter sein Geld für Merchadising aus.

    Würden alle Fans mal für 1 Jahr dem Profi-Fußball, egal ob im Stadion oder zuhause vor der Glotze fern bleiben und den Amateurteams der Umgebung mal einen Besuch abstatten, wären die Verluste für Pay-TV und Vereine drastisch, weil ohne Zuschauer auch die Sponsoren und Werbepartner abspringen.

    Protestbriefe und Unterschriftenaktionen, die dieses Verhalten den Vereinen etc. erklären, dürfte dort zu einem Umdenken führen.

    "Fan" hat es selbst in der Hand, den Vereinen, Pay-TV und der DFL klar zu machen, das ohne ihn als Konsument nix läuft.