Braunschweig bei 11Freunde

Dieses Thema im Forum "Fussball Stammtisch" wurde erstellt von HoratioTroche, 12 Oktober 2012.

  1. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    In Braunschweig gehts hoch her: Und ausgerechnet jetzt, wo das Sportliche ausnahmsweise mal wieder stimmt, kommen Stimmen auf, die man gar nicht hören will.
    Nein, nicht an rechten Umtrieben stört man sich (die gibt es nämlich, glaubt man den Verantwortlichen, gar nicht mehr), sondern Stein des Anstoßes ist, dass trotzdem gemahnt wird, wer sich so alles im Stadion tummelt.

    Jetzt steht im 11Freunde ein Interview, das ich einigermassen befremdlich finde. Insbesondere der Satz: "Die sind noch da, und ja, die haben auch rechte Tendenzen. Doch noch einmal: Wir stören uns nicht daran, solange diese Leute uns nichts tun." zeigt, dass der Typ gar nichts verstanden hat. Mit der Einstellung ist auch die Generation unserer Großväter tatenlos vorbeigelaufen, wenn anderen, Hauptsache nicht einem selber "was getan" wurde.

    Mein lieber Herr Götz, wenn das ihr Verständnis von "unpolitisch sein" ist, dann sind mir die politischen aber alle mal lieber! Und ja, in einem solchen Fall hat Politik im Stadion was zu suchen. Genauso wie der ganze DFB politisch wird, wenn er Aktionen gegen Rassismus startet. Sofern er sie ernst meint.

    Eintracht-Braunschweig-Vorsänger Thilo Götz im Interview | 11 Freunde
     
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  3. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Und wenn diese Leute anderen was tun? Oder andere sich durch diese bedroht fühlen?
    Unfassbar, die Denke ...
     
  4. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Scheißegal ob die jemand was tun oder nicht. Der rechte Pöbel hat im Stadion nix verloren.
    Wenn es diese Umtriebe gibt, gibt es für mich nur eine Alternative, rausschmeißen.
    Nicht wegschauen weil sie "mir" nichts tun, nö, aktiv dagegen angehen.
     
  5. Verdandi

    Verdandi Männerversteherin

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    In Braunschweig hatte ich schon einige male Ordner mit eindeutig rechten (oder Hooligans Magdeburg) Tattoos. Da wundert mich gar nix mehr.
     
  6. Jünter

    Jünter 1 Tor mehr reicht

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    Ich fand das Interview vom Hr. "Vortuner" Götz auch mehr als befremdlich! Wen man die Ideologie solcher sogenannten wahren Fans liest wird einem "Angst un Bange".

    Zitat eines 11Freunde Users:

    "Braun schweig"
     
  7. lenz

    lenz undichte Stelle

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    In der Schweiz ist mir letztens auch aufgefallen, dass es einige rechtsradikale "Rekrutierer" im Stadion hat. Ein Fussballfan-Block (vor allem Auswärtsfahrer) ist halt immer noch das perfekte Fanggebiet für Rechtsradikale: junge, unsichere, besoffene, unzufriedene Männer.
     
  8. Detti04

    Detti04 The Count

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    Nun sei doch nicht so kritisch, HT, der Goetz ist do so'n dufter Typ. Denn, wenn er mit dem Finger auf die "Ultras Braunschweig" gezeigt haette, dann waeren die rausgepruegelt worden - hat er aber nicht. Er ist naemlich nicht nur ein ganz toller und maechtiger Bursche, der Herr Goetz, sondern auch ein Menschenfreund! Tolerant noch dazu! Ein Vorbild!
     
  9. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Irgendwo hab ich mal was über die Parallelen bei Ultras und Bereitschaftspolizei gelesen: Männlich dominiert, erlebnisorientiert, hirarchisch strukturiert.

    Ich finds immer ein bisschen zu einfach und manchmal auch gefährlich, es auf zu simple Mechanismen zurückzuführen (unsicher, besoffen, unzufrieden - typische Verlierer also). Ganz so einfach ist es nicht. Weil es gerade für die sichereren, nüchternen und gar nicht mal so simpel gestrickten ebenso höchst attraktiv sein kann.
     
  10. lenz

    lenz undichte Stelle

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    Die nicht-simpel-gestrickten-solchen stell ich mir noch viel gefährlicher vor.
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Tja so ist das, wenn man halt einen "Unpolitischen" interviewed :D

    Bin mal gespannt in wieviel Jahrhunderten sich diese Erkenntnis durchgesetzt hat, dass es das in einem Fußballstadion sowieso nicht gibt.
     
  12. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Jaja, "unpolitisch" wollen es immer nur die haben, die mit ihrer Politik nicht in Verbindung gebracht werden wollen. Wer kein Problem mit seiner politischen Einstellung hat, steht auch zu dieser.

    In dem Zusammenhang interessant: Das Positionspapier "sicheres Stadionerlebnis" des DFB, das seit kurzem kursiert:

    Der DFB macht es da einfach anders, denn in § 9 der Strafordnung steht (nebenbei erst seit Neustem) folgendes: “Eines unsportlichen Verhaltens gemäß § 1 Nr. 4. macht sich insbesondere schuldig, wer sich politisch, extremistisch, obszön anstößig oder provokativ beleidigend verhält.” Darunter bekommt man natürlich alles, was einen nicht passt. Bestimmtheitsgebot? Begründung für ein solch allgemeines Verbot von Meinungsäußerungen? Was stört das den DFB!?! Mal ganz davon ab: Damit ist ein “Nazis raus” oder ein Aufruf für eine Antinazidemo, ja selbst die Aufrufe der Kapitäne gegen Fremdenfeindlichkeit ganz klar und eindeutig verboten. Komisch, dass der DFB dann in der gleichen Norm Rassismus und Diskriminierung sanktioniert und damit sich selbst “politisch” verhält.

    DFL contra Rechtsstaat » Magischer FC

    Das Papier selber gibts hier:
    http://www.publikative.org/2012/10/...apier-sicheres-stadionerlebnis-zum-nachlesen/
     
    Zuletzt bearbeitet: 12 Oktober 2012
  13. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Der Scheiß ist derjenige, dass sich diese Heinis immer so larifari gegen "Extremismus" aussprechen.
    Nur, genauso wie von dem Mann, der diese 80 seitige Infobroschüre zu den rechtsradikalen Tendenzen bei Braunschweig, rausbrachte und auch auf 11 Freunde inteviewed wurde, richtig bemerkt: Die Fußballvereine und -fans haben aber in überwiegender Form kein Problem mit Linksextremisten sondern mit Rechtsextremisten.
     
  14. alditüte

    alditüte HSVer

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    Wenn ihr die zumindest nicht „rechts“ sondern „rechtsextrem“ nennen würdet. Rechts sind die nämlich nicht.
     
  15. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Wer ist "Ihr"?
     
  16. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Mal auf den Punkt gebracht, insbesondere was die Toleranz und die Folgen davon bedeutet:
    http://www.publikative.org/2012/10/14/braunschweigen-kein-mittel-gegen-nazis/
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ganz getreu dem Spruch: Biete Deppen eine Heimat und Du bist dann die Heimat der Deppen.

    Die letzten zwei Sätze im Artikel treffen es bitter gut.
     
    Zuletzt bearbeitet: 15 Oktober 2012