Blatter forderet Profischiedsrichter

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Holgy, 6 Dezember 2011.

  1. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Blatter fodert vom DFB Profischiedsrichter einzuführen.

    "Ja, die Schiedsrichter haben einen viel zu hohen Druck. Warum? Weil es noch Verbände gibt, wie auch in Deutschland, wo die Schiedsrichter keine Profis sind. Wenn du zwei, drei Fehler machst, wirst du nicht mehr aufgestellt. Du wirst pro Spiel bezahlt. Da geht es auch um Existenzängste. Das ist ein Problem, das man in Deutschland anpacken muss. Die Italiener, Franzosen, Engländer - sie alle machen es richtig", sagte Blatter.

    Fußball - Newsticker - FIFA - Blatter: DFB muss Profi-Schiedsrichter einführen

    Für die WM 2014 sollen auch nur noch Profi-Schiedsrichter berufen werden.
     
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  3. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Also ich habe ja nichts gegen die Einführung von Profi-Schiedsrichtern, aber das Märchen dass Bundesliga Schiedsrichter am Hungertuch nagen und Existenzängste haben, soll er bitte woanders erzählen. :isklar:

    Da Deutschland wohl auch Schiedsrichter zur WM 2014 schicken will, wird das hier wohl auch bald so kommen, was ich grundsätzlich auch nicht schlecht finde. Aber was heißt dass denn dann überhaupt? Dürfen die Schiedsrichter dann Ihren anderen Job nicht mehr ausüben? :gruebel:

    Wobei wenn man nach Blatter geht könnte man ja fast meinen die sind hauptberuflich alle Hartz4 Empfänger ... :floet:
     
  4. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Ich hab auch nix gegen Profischiedsrichter, sehe da aber auch nicht so das Problem. Da die nicht ewig schiedsrichtern können, brauchen sie sowieso einen Beruf für später. Oder sollen die so viel kriegen, dass sie für später ausgesorgt haben? Wohl kaum.
     
  5. theog

    theog Guest

    Blattel... *** ...gegeben!

    edit holgy
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 6 Dezember 2011
  6. Schröder

    Schröder Problembär

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    Der hat einen anne Waffel. :vogel:
    Welcher Schiedsrichter hat denn wohl mehr Existenzängste? Einer, der nebenher noch einen sicheren Job hat, oder einer, der nur vom Schiedsrichtern lebt?
     
  7. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Mir geht's ja so: Wenn ich die Unsummen sehe, die da in der Bundesliga am Platz rumlaufen, dann halte ich den wichtigste Person am Platz für unterbezahlt.

    Aber in der Summe isses mir recht wurscht, ob das Profischieris sind oder nicht. Den geballten Unmut aller ziehen sie sich ja immer zu.
     
  8. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Hallo.

    Es ist ein frommer Wunsch, daß durch Profi-SR alles besser wird. Solche Böcke, wie von den englischen Profis (zweimal Gelb für den gleichen Spieler, Karten vergessen, um die dramatischsten Sachen zu nennen) gemacht oder auch die massive Kritik nach dem letzten WM-Finale zeigen, daß da in Richtung Leistung doch nicht alles so richtig gemacht wird, wie von Hr. Blatter beschrieben.

    Und daß die deutschen SR unter Existenzängsten zu leiden hätten, weil sie nicht den Profistatus haben ist auch ein Gerücht. Alle SR einer Profiliga müssen sich in jedem Spiel beweisen, egal welcher Status. Und dabei laufen sie eben auch Gefahr, für schlechte Leistungen abgestraft zu werden. Daher ist das Argument eigentlich nur populistischer Schwachsinn, um sich selbst zu profilieren, mehr nicht.
     
  9. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Das mit der Kohle ist ja richtig.
    Aber wenn es Profischiris gbt, haben die doch noch einen grösseren Druck, als wenn sie es quasi als "bezahltes Hobby" machen.
    Im Augenblick hat jeder die Möglichkeit die Brocken hinzuchmeissen und seinem normalen Job nachzugehen. Die meisten FIFA Schiris sind ja zudem nicht grade als Müllkutscher oder Strassenfeger angestellt, sondern gehen Berufen nach in denen man verdammt gut verdient um seinen Lebensunterhalt zu sicher.
    Es gibt als locker die Möglichkeit die Brocken hinzuschmeissen wenn man keine Lust mehr auf den "Job" als Schiri hat oder sich das ganze nicht mehr zutraut - oder - die Lizens verliert.
    Ein Profi wäre dann am Arsch und müsste den Weg zum Arbeitsamt antreten.
     
  10. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Hier mal aus der Sicht vom BuLi-Schiri Manuel Gräfe:


    Gräfe: Schiris mit Nerven am Ende | *Live | SPORT1 | Bundesliga | Ticker | News | Ergebnisse | Manager*
     
  11. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Dann sollen se es halt lassen. Es gibt wohl genügend andere die sich drum reißen würden solch einen Job zu machen.

    Und dass ein Schiedsrichter in Zweikämpfe involviert ist und Blessuren davon trägt dürfte auch äußerst selten sein. Wenn ein normaler Arbeitnehmer sich verletzt, dann ist der auch auf sich alleine gestellt, muss zum Arzt, etc.

    Das ist jammern auf verdammt hohem Niveau.

    Aber klar, mehr und besser geht immer.

    Erinnert mich daran als Schumi vor paar Jahren mal in einem Interview sagte, dass in seiner Wahlheimat Schweiz das Nutella oder die Marmelade so teuer seien ....
     
  12. kleinehexe

    kleinehexe SF-Dschungelkönigin 2011 und PTL-Meister 2015/16

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    Nutella ist auch teuer in der Schweiz. Ausserdem schmeckt Ovomaltine eh besser.

    Ansonsten, ich würde mich um so einen Job nicht reißen.

    90 Minuten hin und her rennen, gucken das alles regelkonform läuft. Wenn den Gegnern der Pfiff nicht passt stürmen sie auf einen zu. Die ausgeflippten Trainer am Spielfeldrand. Die "Schiri-du-Arschloch"-schreienden Fans, die natürlich alle besser pfeifen würden. Und dann noch hinterher ruhig und sachlich im Interview auftreten. Bericht schreiben, und dann noch der Prügelknabe zu sein wenn was falsch entschieden wurde. Ich denke schon, dass das ein hohe nervliche Belastung ist.
     
  13. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Verstehe gar nicht, wo das Problem mit den Profischiedsrichtern läge?
    Es ist Profisport, also kann doch der wichtigtse Mann auf dem Platz wie ein Profi behandelt und bezahlt werden?
    Zumal das Geld dazu ja mehr als locker da ist.
     
  14. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Find ich schon etwas unverhältnismäßig André. Allein wenn ich überlege wieviel Geld die "Profi"-Spieler bekommen, die Fehler über Fehler machen, Woche für Woche. Und auch wenn es bei einigen Schiris ein Zusatzverdienst ist für's Hobby noch Geld zu bekommen. Das steht in keinem Verhältnis zu dem was Schiris dann wiederum an Druck aushalten müssen, dafür dass es nur "Hobby" ist.

    Es geht auch nicht darum, dass die Schiris Millionen verdienen sollen. Aber im Verhältnis zu dem was 22 Spieler auf dem Platz an Mist verzapfen zum Teil und was die wiederum dafür kassieren ist das Gehalt von Schiris doch ziemlich lächerlich oder meinst du nicht? Zudem muss ein Schiri unter der Woche zumeist noch nebenbei arbeiten wohingegen die Spieler die ganze Wochen ichts anderes machen, als sich auf das Spiel vorzubereiten.

    Für mich ist das alles andere als Jammern auf (verdammt) hohem Niveau...
     
  15. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Wer sagt denn dass die im Verhältnis bezahlt werden sollen? Das kann man vielleicht moralisch so sehen, aber das wars auch schon.

    Der Chef von der Versicherung verdient xxx Millionen, der kleine Hansen der täglich Klinken putzt, und seine Verwandten abgrast und irgendwerlche Policen aufschwatzt und unter Existenzängsten leidet verdient 1.800 Euro.

    Wer sagt denn da, im Verhältnis muss der viel mehr verdienen?

    Kein Mensch.

    Außerdem verdient ein Profi Fußballer so viel weil er ja was außergewöhnliches kann, weil er außergewöhnlich viel besser ist als andere und die Zuschauer Ihr Geld ausgeben nur um den spielen zu sehen.

    Das sehe ich bei einem Schiedsrichter absolut nicht.

    In Sachen Betreuung, und Umfeld kann da gerne einiges verbessert werden, aber wozu sollen die denn noch mehr verdienen?

    Die verdienen mit 90 Minuten pfeifen soviel wie eine durchschnittliche Familie für 2 Monate zum Leben hat. Und das ganze machen die nebenher und haben ja noch einen Hauptjob.
     
  16. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Dann müsste es ja Heerscharen von möglichen Bundesliga-Schiedsrichtern geben, wenn's so einfach wäre. Kann ja jeder.
    Gibt's aber nicht.

    Wäre es ein Vollberuf, dann hätten die auch mehr Zeit dafür. Was ist daran bitte verkehrt?

    Dein Versicherungsbeispiel kapiere ich nicht.
     
  17. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Naja es gibt halt nur so viele wie gebraucht werden. Aber in den unterklassigen Ligen sehe ich keinen Leistungsabfall was die Leistungen der Schiedsrichter angeht. Als Beispiel Bibiana Steinhaus ist für mich wesentlich kompetenter als so mancher Ihrer Bundesligapfeifenden Kollegen.

    Oder in der dritten Liga, da sehe ich keine schlechteren Schiedsrichter als in der Bundesliga. Ist halt schwer mal oben reinzukommen.

    Versicherungsbeispiel war nur ein Beispiel weil Blatter von Existenzängsten spricht. Und ein Haustürvertreter ist da doch mal ein gutes Beispiel für wirkliche Existenzangst. Wenn der nämlich mal nen Monat keinem was aufschwatzt, dann hat der tatsächlich ein Problem.

    @Hexe: Absolut legitim, ich wollte es auch nicht machen. Genau so wenig würde ich aber auch in nem Behindertenheim arbeiten wollen und mit blauen Flecken nach Hause kommen, oder in nem Altenheim und mich von den Leuten die ich pflege beleidigen lassen.

    So hat halt jeder seine Päckchen zu tragen, nur bei anderen Berufsgattungen regt sich eben auch niemand auf, und da geht es um wirkliche Existenzängste und nicht um die Frage ob ich mir statt nen Benz nur noch nen BMW leisten kann.
     
  18. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Sie verdienen aber auch nur dann soviel wie du aufführst wenn sie gut pfeifen über einen längeren Zeitraum. Wenn da einer ne Graupe ist, kommt er auch nicht in diese Sphären.

    Es geht mir wie o.g. angedeutet auch nicht darum aus Schiris Gehaltsmillionäre zu machen, sondern aus einen Nebenjob, Hobby, was auch immer einen Beruf zu machen. Dann können Sie sich zumindest zu 100% darauf konzentrieren und ich denke schon, dass das wiederum ein Unterschied ist ob ich jede Woche zusätzlich meine 40 Stunden arbeiten muss oder nicht. Diese Verhältnismäßigkeit prangere ich ja eher an. Wie gesagt, ein Profispieler muss nicht "mehr" machen als sich die ganze Woche auf ein Spiel vorbereiten. Es ist halt sein Beruf.

    Man kann es doch halten wie bei den Fussballern selbst: bis hoch zu Regionalliga müssen bzw. gehen auch noch einige Fussballer nebenbei arbeiten um ein zweites Standbein zu haben. Ähnlich könnte man es doch bei den Schiris auch halten. Ohne dass die dann unbedingt mehr verdienen müssen als jetzt.
     
  19. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Und dann würden die Schiedsrichterleistungen besser werden?

    Weil wenn die das ja hauptberuflich machen dann dürfte man ja bissel mehr verlangen. Ich vermute mal der Druck seitens der Fans bei Fehlentscheidungen würde dann noch größer.
     
  20. Chris1983

    Chris1983 Well-Known Member

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    Ich kann nur für mich sprechen, aber wenn ich in meiner Freizeit und größtenteils am Wochenende einem Nebenjob nachgehen würde (auch wenn es hier unter Hobby läuft), glaube ich schon, dass meine Leistung dahingehend besser wäre wenn ich es hauptberuflich machen würde.

    Klar, ggf. wäre dann mehr Druck da weil man ja nicht mehr die "Ausrede" hat es ist nicht hauptberuflich. Und selbst wenn es geringfügig mehr Geld wäre was sie als Profi-Schiris bekommen...wo ist das Problem? Du rechtfertigst das Gehalt der Fussballer damit, weil es die Fans sehen wollen...letztendes ist es auch nur ein Sport, ein Hobby für das sie Millionen bekommen. Zu diesem Sport gehört aber nunmal unweigerlich der Schiri dazu. Und warum soll dann wo es Profi-Spieler, Profi-Trainer, Profi-Co-Trainer, Profi-Manager etc gibt keinen Profi-Schiedsrichter geben??? Versteh ich nicht!

    Wo soll denn im Übrigen der Druck noch mehr zunehmen? Werden dann anstatt 50 demnächst 100 Wiederholungen und Zeitlupen angeführt? Wird dann nach einer 2cm-Abseits-Entscheidung demnächst 10 anstatt 5 Stunden das Thema durchgelutscht? Noch penetranter und kleinkarierter als heutzutage können mMn Schiri-Leistungen gar nicht mehr gesehen werden.

    Btw: was heißt noch mehr verlangen? Welcher Spieler kann bei seinem Millionengehalt denn schon anführen 100% seiner Zweikämpfe zu gewinnen, 0 Fehlpässe zu spielen und 100% seiner Torschüsse zu verwandeln?
     
  21. alditüte

    alditüte HSVer

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    'Ne Frechheit ist für mich ja eher, dass 2014 nur Profis teilnehmen sollen und Deutschland womöglich keine Schiedsrichter stellt. Dann kommen eben alle Schiris aus Ländern wie Katar, und die sind nun wirklich nicht sonderlich klasse, während starke Referees aus Deutschland nicht dabei sein dürfen. WM 2002 lässt grüßen.
     
  22. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Wenn ich sehe, wie die "starken deutschen Schiries" Woche für Woche nicht selten unter der Gürtellinie kritisiert werden, weil sie ein klares Abseits (ca. 10 cm nach der 15. Zeitlupe) mal wieder in Realgeschwindigkeit nicht sofort erkannt haben und ich nicht einen Schirie aus dem Katar kenne, dann würden mich Letztere durchaus mal interessieren.
     
    Zuletzt bearbeitet: 5 Januar 2012
  23. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Wolfgang Stark:

    "Ich bin 42, kann noch drei Jahre international pfeifen"....
    "Wenn das von heute auf morgen eingeführt wird, muss man bedenken, dass mein Rentenalter mit 67 anfängt."


    Schiedsrichter Stark plädiert für Grundgehalt

    Und? was spricht dagegen dass er in der Bank dann wieder Vollzeit arbeiten geht, wenn er eh nicht mehr pfeifen darf/kann?

    Oder geht es hier drum, 3 Jahre als Profi-Schiedsrichter zu pfeifen und dann ein schönes Leben zu machen?

    Jo das hätte ich auch gerne, nur leider finde ich wohl keinen dummen ....
     
  24. Gaudloth

    Gaudloth Bratze

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    Deine Argumentation ist also, dass weil es anderswo ungerecht zugeht, es auch hier ungerecht sein darf, ja sogar das Ziel sein soll? Hey die Idee gefällt mir. Bei welchen Eliten außer Profifußballern und Versicherungschefs kann man sich denn noch so anmelden, wenn man reich werden möchte?
     
  25. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Ne ich lache mich kaputt über die Scheinheiligkeit gerade bei den Bundesliga-Schiedsrichtern, die sicher nicht am Hungertuch nagen, den Revoluzzer spielen zu wollen.

    Robin Hood hat seinerzeit auch nicht bei der oberen Mittelklasse begonnen, das Geld zu verteilen. ;)
     
  26. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Nachdem ich ein Interview mit Schiedsrichter Dingens (ich hab den Namen vergesen, kann ich aber nachliefern) gelesen habe, bin ich für Profi Schiedsrichter. Das Schiedsrichtern auf hohem Niveau ist dermaßen zeitintensiv, dass das nur noch von Profis geleistet werden kann. Es sei denn, man möchte Abstriche an der Qualität machen. Aber das wollen wohl die wenigsten Fans, die lamentieren ja jetzt schon. Und warum sollten auch Spiele mit Profisportler in einer Millionenbranche von Amateuren geleitet werden?
     
  27. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Eben den Qualitätszuwachs sehe ich nicht. Sagt Stark ja selbst dass die deshalb nicht stärker pfeifen würden.
    Oder schau mal international, da haben deutsche Schiris doch oft wichtige Spiele in den letzten Jahren gepfiffen, ohne die nötige Qualität wäre es kaum dazu gekommen.

    Wenn ich mir dann aber anschaue was mancher Profi-Schiedsrichter pfeifft, dann Gute Nacht.

    Von mir aus können die das aber gerne umstellen. Sehe ich jetzt nicht als so dramatisch an. Geld wird ja mit dem Sport genügend verdient.

    Nur wehre ich mich dagegen wen es heißt Profi-Schiedsrichter würden am Hungertuch nagen. Was ist denn dann bitte mit den ganzen ehrenamtlichen, sind die dann alle doof, oder wie?
     
  28. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Es geht auch nicht um Qualitätszuwachs, sondern um Qualität halten und die Bedingugen zu verbessern. Es ist nicht zumutbar, auf dem Niveau und mit dem Zeitaufwand Amateure unter Amateurbedingungen pfeiffen zu lassen. Es gibt also nur zwei Möglichkeiten: a) Die Belastung runterzufahren, das hieße aber, das die Schiedsrichter schlechter Pfeiffen würden, weil natürlich viel Schulung und Praxis wegfallen würde. b) Aus Amateuren Profis zu machen.
     
  29. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Und wie sieht dass dann aus? Sind die dann gezwungen Ihren normalen Job an den Nagel zu hängen und sich zu 100% auf den den Schiri-Job zu konzentrieren?

    Oder können die trotzdem weiterhin halbtags in Ihrer Bank bzw. Zahnarztpraxis arbeiten gehen? Bei letzterem würde ich dann nämlich keinen Unterschied zum Status Quo sehen, und es ginge hier wohl nur um eine Gehaltserhöhung, und dann sollte man das Ding auch beim Namen nennen. ;)
     
  30. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Das ist jetzt im Prinzip auch schon so. Einen normalen Job kann jedenfalls kein Schiedsrichter wahrnehmen, der auf oberem Niveau pfeifft. Und Halbtags sowieso nicht, so viel Zeit ist nicht.
     
  31. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Eine Reduzierung auf das Thema Gehalt ist schlicht zu oberflächlich. Punkte wie Altersvorsorge, Invaliditätsvorsorge, Wiedereingliederung in das Berufsleben nach Abschluß der Karriere (bei Nichtselbständigen) und Regelungen für Nebentätigkeiten sind wesentlich komplexer, als es auf den ersten Blick aussieht und viele Profifußballer zeigen, daß hier ein ernsthaftes Problem besteht.

    Andre, ich denke, Du hast die Aussage von Stark falsch ausgelegt. Wenn er von einem Tag auf den anderen Profi sein müsste und das für grade mal drei Jahre, dann hat er ein ernsthaftes Problem. Das würde nämlich bedeuten, nach der Auslegung von Herrn Blatter, der nämlich keine Nebentätigkeiten sehen will sondern echtes Profitum, daß er mindestens drei Jahre aus seinem Beruf raus ist. Finde dann mal mit Mitte bis Ende Vierzig nen neuen Job, speziell in der Bankenbranche. Von daher finde ich seine Einwände schon gerechtfertigt.

    Und mal nebenbei: Die Gehälter der Leute, die in der BL pfeifen sind vielleicht höher als die von einem Malocher in der Fabrik oder ner Friseuse; aber so prall verdienen die teilweise auch nicht. Daß Bankangestellte per se überragend verdienen oder Leute, die bei den Krankenkassen arbeiten, ist nur teilweise zutreffen. Kenne einige Bankkaufleute bzw. Angestellte bei der DAK bzw. AOK, und die bekommen in etwa das raus, was ich hab - was für ein angenehmes Leben reicht, aber wohlhabend ist anders.

    Da finde ich das Auftreten unserer Herren und Damen Politiker, die ein fettes Abgeordnetengehalt bekommen und nebenher noch als Rechtsberater oder für Auftritte, die nix mit Politik zu tun haben, bis zu fünstellige Summen je Monat abgreifen ohne wirkliche Anrechnung schon eher scheinheilig:
    http://www.nebeneinkuenfte-bundestag.de/
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 Januar 2012