Bin Laden tot

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Dilbert, 2 Mai 2011.

  1. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Gilt das auch aus dem Blickfeld radikaler Islamisten? Und wenn ja, wo soll das enden?

    Übrigens hat ein Bin-Ladensohn nun in einem öffentlichen Brief den Tod seines Vaters angezweifelt und Aufklärung gefordert. klick
     
    Zuletzt bearbeitet: 12 Mai 2011
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  3. Gablonz

    Gablonz Well-Known Member

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    Auch so ein immer wiederkehrender Unsinn.

    Wer die Rechtmäßigkeit der Erschießung eines Terroristen auf fremden Territorium kritisch diskutiert, verteidigt doch nicht den Terroristen selbst oder gar seine Taten.

    Wer z.B. die (Androhung von) Folter gegenüber einem Kindsmörder kritisch hinterfragt, verteidigt doch nicht den Kindsmörder selbst oder gar seine Taten.

    Ist das denn wirklich so schwer auseinanderzuhalten?

    @Untouchable: Du kommst mir hier im thread ein bisschen so vor, wie die alten Herren von den Rolling Stones. Die verkündeten auch immer wieder, dies Tour ist jetzt aber wirklich unsere letzte, unsere Abschiedstour. Und schwupps kamen sie dann doch nochmal und nochmal und nochmal wieder.;)
     
  4. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Ganz ofefnsichtlich ist es das.
    Das ist dann entweder Absicht, oder sie können einfach nichts dafür.
     
  5. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Ähm? Du argumentierst mit dem Deutschen Rechts- und Wertesystem und stellst immer wieder die Behauptung auf, die USA hätten sich gefälligst auch daran zu halten. Kannst ja mal die Amerikaner nach ihrem Wertesyastem fragen....
     
  6. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Da liegt vielleicht das Problem: Sie vertreten gerade nach aussen (aber auch nach innen) nicht unbedingt das, was sie mal erklärt haben.
     
  7. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Wenn du nicht nur das "deutsche", sondern das "westliche" meinst, dann: Stimmt. Is ja auch so. Dabei habe ich das Rechts- und Wertesystem noch nichtmal bewertet, also für gut oder schlecht, ausgereift ober veränderungsbedürftig beurteilt. Sondern nur, dass das, was sie gegenüber anderen vertreten, auch gefälligst für sie selbst zu gelten hat.
     
  8. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    War es ein Fehler, Bin Laden zu töten? - Debatten - derStandard.at

    Wie ich finde, ein sehr sachlicher und guter Artikel zum Thema. Er stellt die Auswirkungen der Tötung auf den Islam dar. Für mich der Kernpunkt: "... sie haben einen Osama getötet, und tausend andere werden geboren werden ...". Wie wir es hier bereits beschrieben hatten. Welche Stärke diese haben, welche Durchschlagskraft usw. das vermag heute noch keiner zu sagen, eine Beruhigung des Konfliktes dürfte es jedoch nicht gewesen sein.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Mai 2011
  9. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    http://www.rp-online.de/politik/aus...te-befragen-bin-Ladens-Witwen_aid_997712.html

    Hat es da wirklich eine andere Erwartungshaltung gegeben? Das will ich fast nicht glauben.


    ... und nun ist die erste Reaktion passiert.

    80 Tote bei Anschlägen in Pakistan | tagesschau.de

    Ich weiss, das ist ja weit weg und nur in Pakistan, zudem passiert das da immer mal wieder. Stimmt, dies ist ein regionaler Anschlag. Das heisst aber auch, dass sie weiterhin bereit sind Anschläge zu verüben und das jetzt im Namen des getöteten Bin Laden. Das heisst zudem auch, dass die Rekrutierungen weiter vorangetrieben werden (müssen). Sollten die Rekrutierungen (bester Werbeträger dafür dürfte Bin Laden selbst und die völkerrechtswidrige Tötung durch die Amerikaner auf pakistanischem Boden) und die Neuordnung gelingen, dann war die Tötung Bin Ladens schlicht das Signal zum weiteren bewaffneten Kampf. Und dann sind wir dort, was hier im Thread nicht wenige bereits dargestellt haben.

    ... weiterhin finde ich diese Forsa-Umfrage interessant.

    http://www.stern.de/politik/ausland...uch-statt-todesschuss-erwuenscht-1683470.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Mai 2011
  10. Schröder

    Schröder Problembär

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    Also eine Gruppe "Wir alle sind Osama bin Laden" kann ja wohl nicht der Maßstab sein. Wer sich mit einem Terroristen identifiziert, hat eindeutig nicht alle Latten am Zaun. :vogel:
    Zumal selbiger sich den Mord an jedem einzelnen von ihnen gewünscht hätte.

    Das ist ungefähr so, als würde eine Gruppe Juden nach der Vollstreckung des Todesurteils gegen div. NS-Größen eine Gruppe gründen: "Wir alle sind Hermann Göring".

    Und das hier (Zitat aus dem verlinkten Artikel): "Eine bessere Voraussetzung für das Ende einer solchen Organisation ist aber wohl die Verhaftung und Verurteilung ihrer Anführer - insbesondere dann, wenn besagte Anführer ihre Ansichten widerrufen und ihre Anhänger dazu auffordern, die Waffen niederzulegen."

    kann man auch mit Wunschdenken nicht ernst nehmen. Höchste Priorität Osamas war die komplette Ausrottung der "Ungläubigen", egal ob die ihm nun freundlich gesonnen waren oder nicht.
    Zitat aus einem seiner Interviews:

    "Es ist die
    oberste Pflicht eines jeden Moslems, jeden Christen zu töten, egal wie, wann und wo."
    Er hätte demnach auch jene hier aus dem Forum ermorden lassen, die sich jetzt für seine Rechte einsetzen.

    Der war in seinem Denken und seinen Zielen noch radikaler als Hitler, hatte bloß nicht dessen Möglichkeiten. Und Hitler hätte den Mord-Aufruf gegen die Juden auch aus der Gefangeschaft nie zurückgenommen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 13 Mai 2011
  11. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Es scheint, das die Pläne einer Verhaftung wohl doch nur der Phantasie der Amis entsprungen sind.

    AFP: Soldaten filmten wohl T

    Wenn das nicht nach einer Killmission klingt, dann weiss ich auch nicht. Zumindest ist das die nächsten Version der Abläufe.
     
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich glaub' die Frage, ob es jetzt hieß: Erschiesst ihn oder nehmt ihn fest kann man sich sparen, wenn man darauf schaut, wie die USA diese Mission anging und wen sie beautragten.
    Das waren die US Navy Seals. Eine Einheit, die dazu ausgebildet ist hinter der Linie, im feindlich besetzten Gebieten Aufklärungs-, Kampf- und Sabotageeinsätze durchzuführen. Das war keine Art "Polizeieinheit", die darauf ausgerichtet ist, Verbrecher dingfest zu machen.
    Das war ein militärischer Einsatz bei dem ein "Gegner ausgeschaltet" werden sollte - eben genau das, wozu die Seals ausgebildet worden sind.
     
  13. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Nun genau das wurde ja stets dementiert.
     
  14. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Dass es die Seals waren? Nö, oder?
     
  15. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Vieleicht hätten die Militärpolizei einfliegen sollen, die vorher brav an die Haustür anklopft, mit der höflichen Aufforderung zum Hereinlassen. :floet:
     
  16. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Dass es bei meiner Aussage nicht um den Einsatz der Seals ging ist Dir zwar bewusst (da bin ich mir recht sicher), ich formuliere es dennoch präziser ...

    Nun genau das wurde ja stets dementiert. Es stand ein "für diesen Fall ein Team aus Verhörspezialisten, Übersetzern und Anwälten bereit." klick
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Diese Experten warteten auf einem Schiff, steht in dem Artikel, ja.
    Den Einsatz führten aber die Seals durch und deren "Hauptkompetenz" ist nun mal sicher nicht die Verhaftung von Menschen.
    Darauf will ich raus und deshalb bedarf es für mich auch keinerlei Erklärungen, was da wie geplant war. Worte, Schall und Rauch.
     
  18. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Wozu warten diese Experten dort, wenn sie nicht benötigt werden? Weil sie von Haus aus auf dem Schiff sind? Dann sollte man das auch so mitteilen, denn die offiziellen Stellen suggerieren ja, dass eine Verhaftung im Raum stand, scheinbar wohlwissend, dass die Hauptaufgabe in der Eliminierung bestand. Eine Verhaftung stand demnach nicht im entferntesten im Raum.
    Das ist für mich nicht Schall und Rauch sondern ein weiteres Puzzleteilchen, wie hoch der gesamte Wahrheitsgehalt dieser Mission von Seiten der offiziellen Stellen ist.
     
  19. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Ach weißt du, beim Militär ticken nicht alle gleich. Da gibt es die gesetzestreuen Sesselpfurzer und auch der anderen Seite die Killermaschinen. Und von Teilstreitkraft zu Teilstreitkraft, und von Einheit zu Einheit existieren unterschiedliche Ansichten. Ich sage dies auch als Ex-Wehrdienstleistender ganz bewusst. 10-12 Monate sind hierfür genug, um dies mitzubekommen. Manchmal reichen gar 4 Wochen Grundausbildung, um zu merken wie unterschiedlich die Typen ticken.
    Obwohl dies nur eine vom Pentagon gesponsorte Fernsehserie ist, aber "JAG Im Auftrag der Ehre" gibt ganz gut Aufschluss dazu.

    Mich wundert es jedenfalls auch nicht, dass OBL eine Kugel durch den Kopf gejagt wurde. Vielleicht hat einer ganz persönliche Gründe dafür gehabt.

    Man sollte bei dieser Diskussion nicht vergessen, es war de facto ein Kriegseinsatz, kein Polizeieinsatz.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  20. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    ... und weshalb stellt man es dann auch so nicht dar? Richtig, es würde nicht zur Aussendarstellung passen. Und genau das kann es nicht sein. Das eine predigen und das andere machen.
     
  21. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich sehe das so:
    Für den Fall, dass die Seals Osama bin Laden tatsächlich lebend in den Hubschrauber gekriegt hätten, standen diese Spezialisten bereit; nicht mehr und nicht weniger.
    Ob das aber bei einem Kampfeinsatz tatsächlich auch der Fall sein wird, ist doch mehr als fraglich v.a. wenn man sich die Bedingungen des Einsatzes mal ansieht:
    Da werden 25 Mann einer Spezialeinheit in einer Nacht & Nebelaktion in ein fremdes Land geflogen mit dem Auftrag den Anführer der, nach US-Diktum, gefährlichsten Terrororganisation der Welt habhaft zu werden, ein Hubschrauber geht dabei zu Bruch, alles muss blitzschnell geschehen: Hin, rein, und selber möglichst unverletzt zurück.

    Also, da war natürlich auch der Tod des Gesuchten fest miteinkalkuliert. Deswegen meinte ich: Dazu brauche ich keine offizielle Verlautbarung mehr.
     
  22. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Gewisse Verschleierungstatiken gehören zum Krieg dazu.

    Aber mal ehrlich, wenn die Navy Seals - also die härtesten unter den Special Forces dieser Welt - geschickt werden, dann genügt es, wenn man 1+1 zusammen zählen kann, um zu wissen woran man ist.
     
  23. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nicht nur da. Manchmal helfen die auch, wenn man Krieg will.
     
  24. Markus

    Markus Ein Bayer, der nicht mehr Schwabenland ist.

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    Richtig. Aber in diesem Fall hat man ihn de facto ja schon.
     
  25. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Naja.

    Wiederum "komisch", also nicht im Sinne von verwunderlich, sondern eher im Sinne von "unaufrichtig" ist es dann, wenn man die eigenen Meldungen (oder die der Gleichgesinnten) als "Berichterstattung" bezeichnet, die des gegners aber als "Propaganda". So auch mal wieder in Lybien geschehen. Ghadaffi: Propaganda, die Aufständischen: Nachrichten.

    Bischen sehr offensichtlich und überhaupt nicht professionell gemacht, diese Verschleierungstaktiken im Krieg.
     
  26. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Ergo Verschleierung = Lüge
    Wie sieht das beim Gegner aus, war dort nicht Lüge = Lüge?
     
  27. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Nicht doch, erst den Gerichtsvollzieher schicken der eine amtliche Vorladung übergibt. Wir müssen doch auf unser Rechts- und Wertesystem acht geben.
     
  28. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Damit ist Breschnew ja zum Glück nie durchgekommen...
     
  29. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Ich fand/finde die Tötung Bin Ladens recht unnötig.
    So richtig mittendrin war der ja wohl nicht mehr, was auch die USA wusste.
    Aber ihm nachtrauern oder die USA dafür kritisieren werde ich sicherlich nicht.
    Vom Standpunkt der USa aus, war er sicherlich ein Gegner nach Kriegsrecht. Von daher geht die Tötung mMn in Ordnung.
    Im übrigen hätte er sich das ja alles ersparen können.
    Nach dem 11.9. hätte er sich stellen können und wäre nach einem, wohl fairen, Verfahren zum Tode verurteilt worden.
     
  30. faceman

    faceman Europapokal-Tippspielsieger 2015

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    Kannst Du das näher erläutern? Was hätte er sich denn ersparen können? Vor allem mit dem letzten Satz. :suspekt:
     
    Zuletzt bearbeitet: 14 Mai 2011
  31. alditüte

    alditüte HSVer

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    Na, dann lieber zehn Jahre lang erfolgreich fliehen, als sich zum Tode verurteilen lassen und nur noch ein paar Monate zu leben, oder?

    By the way kann ich diese Menschen, die meinen, dass es menschenrechtsverletzend wäre, wenn man den Tod Bin Ladens jubelt, auch nicht verstehen. Hallo, der hat Zehntausende Menschen auf dem Gewissen; alle tot, kommen nie wieder! Als ich das erfahren habe, dass er tot ist, hab ich mich auch gefreut, wie blöde gegrinst und fröhlich gedacht „ein Tyrann weniger“. MMn gibt es Menschen, deren Tod es wert ist, ihn zu bejubeln – und er gehört eindeutig dazu. Und wäre ich in den USA gewesen, wär ich auch mit auf die Straße gegangen. :D
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013