Bei Burghausen - Jena hats auch geknallt

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von BoardUser, 7 Mai 2007.

  1. Böhser_Domi

    Böhser_Domi Well-Known Member

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    Also dein 2 Post indem du mich zitierst sagt genau das Gegenteil aus. :weißnich:
     
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  3. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Ich persönlich überhaupt nicht.....aber wenn du dir intensiv den Werdegang einen klassischen Skandals in der Politik mal genau anschaust, dann wirst du feststellen, dass es dort auch eigentlich unmöglich ist, etwas aufzudecken....und genau so unmöglich, und demnach doch möglich ist es hier auch...

    Nein, das ist es m.E. nicht. Du wirst doch zugeben müssen, und bisher war dies hier auch Konsens, dass die weitaus überwiegende Anzahl irgendwelcher Polizeieinsätze beim Fussball nötig und angemessen war bzw. ist. Und man wird auch zugeben müssen, dass es immer wieder Fangruppen gibt, die es nichtmal schaffen, friedlich zu bleiben, wenn keine Polizei in der Nähe ist....Und solange diese Verhältnisse so existieren und Bilder von Strassenschlachten, die mit Steinen Brandbarrikaden und zerstörten Plätzen existieren, solange wird das Bild und somit die Berichterstattung auch so bleiben....
     
  4. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Sorry, dass ich für dich missverständlich wirke....ich habe dich so verstanden, dass für dich die Aussage des Vereins richtig ist, und ich halte sie für glaubwürdig....da ist bei mir noch ein Unterschied.....
     
  5. wupperbayer

    wupperbayer *Meister 20xx*

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    Ich sach' et mal so: Dass die Polizei da ist, ist richtig und wichtig. Wie eben bei jeder Großveranstaltung. Nur gebe ich Folgendes zu bedenken:
    1. Bei anderen Großverantstaltungen (Oktoberfest bspw.) sehe ich komischerweise nie Polizisten, die sich für ne Terrorübung vorbereiten, und ein SEK oder USK braucht da auch niemand. Obwohl die Anzahl der Besucher sowie die Anzahl der Idioten in etwa gleich sein dürfte, wie auch das Vorhandensein von Alkohol.
    2. Während der WM lief seltsamerweise auch alles glatt, auch, wenn das doch eigentlich dieselben Fußballfans sein sollten. Siehe da auch das Interview des Capos von Nürnberg. Wenn es also dieselben Fans sind, was hat sich dann wohl verändert, dass nicht so viel passiert ist? Da hat die WM gezeigt, wie gut doch alles plötzlich laufen kann, wenn das Image des bösen Fußballfans plötzlich nicht mehr medienwirksam und „in“ ist.
    Interessanterweise hatten die ausländischen Fans sogar noch weniger zu befürchten als deutsche, wie das wohl kommt...?
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  6. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Ja...und es trafen sich 2 Fanbusse ohne Polizei und da knallte es.....Also dass diverse Vorkommnisse ausschliesslich an den Ordnunhgshütern liegen, kann man wohl nicht behaupten. Die Strassenschlacht in Leipzig, der brennende Block in Essen, die schwer verletzte Busfahrer-Gattin, ein verwüsteter Bahnhof in Stendal und und und....das sind alles Vorkommnisse, die man wohl zu 100% nicht der Polizei anlasten kann. Die prägen aber das Bild....Und es wäre besser für alle Fans, wenn es diese Vorkommnisse nicht gegeben hätte....Das will ich eigentlich sagen....und wir sollte alle daran mitwirken, dass so etwas nicht passiert....Dann ist der Zeigefinger auf die andere Seite, den einige hier ständig benutzen, ein Stück weit gerechtfertigter....
     
  7. Detti04

    Detti04 The Count

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    Weil dieser Vergleich ja immer wieder kommt (Fussballspiel mit viel Polizei, Oktoberfest u.ae. mit wenig Polizei), will ich hier mal versuchen darzulegen, wieso er unsinnig ist.

    1. Beim Oktoberfest ist die "Verduennung" der prinzipiell gewaltbereiten geistig Pubertierenden durch normale Leute wie Familien etc. besser. D.h., dass die grundsaetzlich Gewalltbereiten sich nicht in Gruppen von Dutzenden oder Hunderten wiederfinden, sondern jeder so ziemlich fuer sich in der grossen Masse, waehrend sie beim Fussball konzentriert in bestimmten Blocks (oder Bussen) auftauchen.

    2. Beim Fussball ist der Grund fuer eine Auseinandersetzung sehr schnell gefunden, weil es zwei Seiten gibt: naemlich Mannschaft A und Mannschaft B. (Von mir aus gibt's als andere Seite, gegen die Gewaltbereite randalieren koennen, auch Polizei und Ordner.) Somit ist es also sehr einfach, dass die eine Gruppe von Gewaltbereiten gegen die andere vorgeht. Diese zwei Seiten gibt's aber beim Oktoberfest z.B. nicht, weil die die Paulaner-Trinker nicht die Notwendigkeit sehen, sich mit den Erdinger-Trinkern die Koeppe einzuhauen. Eben diese Sache mit den zwei Seiten ist ja der Grund dafuer, dass man in Fanmontur in aller Regel nicht in's Bierzelt kommt. (Zumindest kommt man in der Montur der Gaestemannschaft nicht in Stuttgart in's Bierzelt.)

    Also, zusammenfassend: die Grundvoraussetzungen beim Fussballspiel und einer sonstigen Grossveranstaltung sind voellig unterschiedlich. Somit sind Vergleiche nach dem Motto "Wieso gibt's das beim Fussball, wenn's das nicht auch bei anderen Grossveranstaltungen gibt?" ziemlich unangebracht.
     
  8. Schröder

    Schröder Problembär

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    Hier käme doch auch keiner auf die Idee, der Polizei für alles die Schuld zu geben. Darüber, das es Fanausschreitungen gibt, sind wir uns doch alle einig, da brauchen wir keine Diskussion drüber. Wir diskutieren doch hier darüber, das die Polizisten auch nicht immer ganz unschuldig sind, wenn es mal kracht. Teilweise könnte ich dafür noch Verständnis haben: Bei glühender Hitze stehen die da in voller Montur rum, können sich evt. noch blöde Sprüche anhören, während der Fan sein kaltes Bier trinkt und singend zum Fußball latscht. Das nervt, kann ich mir vorstellen.

    Nur: Wer deswegen dann zum Knüppel greift, hat für mich den falschen Beruf.

    Mir geht`s doch auch darum, das man bei den Fans immer alle unter Generalverdacht stellt. Fährt ein Familienvater mit`m normalen Zug von Köln nach Hannover kann er sich dort frei bewegen. Sitzt er aber im Fanzug und hat `n Schal um, wird er zum Stadion "eskortiert". Derselbe Mann, nur anders gekleidet. Warum das?

    Und nicht jeder, der vor`m Spiel 3 Bier getrunken hat, mutiert deswegen zum tollwütigen Gorilla! Auf dem Wacken:Open:Air z. B. wird Alkohol in Massen getrunken. Jedes Jahr sind 50.000 Fans dort auf dem Gelände. Aber nicht 1 Polizist. Passiert ist noch nie was, obwohl die Anzahl der Leute ungefähr denen in einem Stadion entspricht.
     
  9. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Zum Thema andere Veranstaltungen siehe ein Artikel weiter oben....

    Zum Thema "Immer, Alle, Nie, Jedesmal oder Keiner"....Wenn wir so auseinandergehen könnten, dass wir Superlative aus dem Wortschatz streichen, wenn es um solche Diskussionen geht, ist ja schon vieles bewegt.

    Ja ich stimme dir auch zu, dass sich die Staatsgewalt nicht immer ordnungsgemäß verhält, das liegt in der Natur der Sache. Da hat ein Polizist keinen Sex gehabt oder er hatte mal welchen, oder sein Bier war schlecht, oder seine Tochter ist krank oder es ist zuwarm oder er hasst Fussball oder Fussballfans....sowas gibt es und wird es immer geben. Aber den Generalverdacht gibt es nunmal auch, und der ist hausgemacht von den Fans selbst. Übrigens gibt es sicher auch Fans, besonders in der Ultra- und Hooliganszene, die sogar stolz auf diesen schlechten Ruf sind. Und solange es diese Gruppierungen gibt, solange wird es diese Konflikte zwischen Fans und Staat geben, mit all seinen Facetten....
     
  10. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Das klingt aber nach Arbeit. Ein "Journalist" hat einen Artikel aber lieber schnell zusammengeschustert, und das geht leichter wenn man - zum Beispiel eine Presseerklärung der Polizei oder einen Einsatzbericht - abschreibt anstatt selber nachzuforschen.

    Deswegen liest man auch fast überall das gleiche.
     
  11. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Wie kommst du da drauf....Liest du nur Bild oder auch mal anständige Zeitungen....in denen geht nämlich ohne Recherche nix....also erzähle nicht was "ein Journalist tut"....Ein Jounalist will es nicht leicht haben...er will einen Job haben, und die Zeitung oder der Sender will Auflage haben oder Quote....

    Lies mal solche 20-Seitigen Berichte und Reportagen aus Spiegel, Stern, Focus und Co. da siehst du, was "ein Journalsit" macht...

    Es ist auch hier ganu das gleiche...Schuld an der Berichterstattung ist natürlich die Presse, nicht etwa der schlechte (bzw. schlechtere als die Polizei) Ruf der Fans.....
     
  12. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Eben. Und den kriegt er nicht mit Berichten über Fußballfans. Vor und während der WM gab es in der hamburger Zeitungslandschaft die Richtlinie, durchweg positiv über diese WM zu berichten. Das verbreitete Bild, alles wäre friedlich und nett gewesen, stimmt nämlich nicht. Quelle ist leider nur mündlich ausm G+J-Verlag (wäre ja noch schöner, wenn es da was schriftliches gäbe).
    Wann geht es da schon mal um Fußballfans, ohne dass die Randale- oder Hooliganschiene gefahren wird? Da besteht schlicht kein Interesse, nicht von den Journalisten, sondern von den Zeitungen.
    Komischerweise wird regelmäßig über Übergriffe und Fehlverhalten der Polizei gegenüber in Haft befindlichen Asylbewerbern berichtet (zumindest ab und zu, wenn mal wieder einer hops geht). Offenbar wird die Tatsache, dass es diese Übergriffe gibt, überhaupt nicht in Frage gestellt. Das passiert nur, wenn es sich um Fußballfans handelt :zahnluec:
     
  13. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Offensichtlich nicht, jedenfalls interessieren sich für diese Story sehr viel weniger als für die andere. Verstehe ich zwar nicht, ist aber so.
     
  14. koenigs_olaf

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    Das liegt allerdings mehr an Deiner subjektiven Wahrnehmung und der Tatsache, dass Du vermutlich noch nie einen Abschiebeknast gesehen hast, geschweige denn Transporte aus diesem zum Frankfurter Flughafen.

    Mittlerweile sind die Scheiben der Six Packs getönt, aber als man noch durchsehen konnte, wollte ich auswandern.

    Glaub mir. Mit dieser These bist Du im völlig falschen Film bzw. lässt die staatlichen Stellen schmunzeln, weil Du Dich am Spiel "Wir spielen die eine Seite gegen die andere aus" gerade hochgradig beteiligst. Sorry :zwinker:
     
  15. koenigs_olaf

    koenigs_olaf Passion OFC

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    Aber wir können gerne ein Fass darüber aufmachen warum die Qualität der Berichterstattung so unterschiedlich ist:

    Als Journalist warst Du vielleicht mal bei Amnesty International oder hast halbwegs regelmäßig Antifa-Veranstaltungen besucht. Kann ja sein. Dann liegen Dir solchen Themen auf der Zunge. Sie müssen raus - und haben absolut ihre Daseinsberechtigung. In den Common-Sense Deiner Szene hast Du schon lange mit eingestimmt. Da fällt Dir es leichter schwarz-weiß zu berichten. Bleibt Dir ja auch nix anderes über. Weiß gibts in dieser Sache auch nicht auf staatlicher Seite. Abschiebungen gegen den Willen der Beteiligten sind immer scheiße. Jedenfalls in der Praxis.

    Im Bereich Sport verhält sich das völlig anders. In Sportredaktionen sitzen keine Fußballfans. Die interessieren sich Zeit ihres Lebens nur für den runden Ball und nicht um das direkte Drumherum. Die gehen nicht seit 10 Jahren auf Schalke und fahren auswärts. Die haben solche Situationen seltenst erlebt - und wenn doch dann nicht direkt.

    Zwischen der Distanz von einem Fußballfan und einem hiesigen Sportjournalisten liegen Welten im Vergleich zu einem sozialpolitisch kritischem Journalisten und seiner "Fanbasis".

    Da kann gar nix sinnvolles bei rumkommen...:weißnich:
     
  16. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Kennst dich ja gut aus....

    Ich weiss nur eins. Wenn die Stimmungslage im Land es zulässt, dann kann man - vorausgesetzt die Ereignisse in Burghausen waren so, wie der Fanbeauftragte es schildert und so etwas höufiger vorkommt - einen ziemlichen Skandal daraus machen, bzw. diesen aufdecken. Ob das ein Sportjournalist machen muss, weiss ich nicht, wahrscheinlich eher nicht. Aber ich weiss, dass es Presseorgane gibt, die nur scharf drauf sind, irgendeine, sich gut verkaufende Story zu veröffentlichen.

    Naja und zur Zeit verkauft sich ein übermässiger Polizeieinsatz nicht gut, dazu ist auf Seiten der Fans zuviel passiert....
     
  17. koenigs_olaf

    koenigs_olaf Passion OFC

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    Das tue ich. :zwinker:
     
  18. koenigs_olaf

    koenigs_olaf Passion OFC

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    Da würde ich Dir Recht geben. Nur leider interessieren sich "Sportjournalisten" eher für die Befindlichkeiten einer Frau van der Vaart oder eines Kaisers, wenn er mal wieder einen Furz lässt. Zu wirklich investigativen Sachen sind die in der Regel nicht fähig. Wenn Du Dahlmann in Essen im DSF gesehen hast weißt Du eigentlich schon alles...:weißnich:
     
  19. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Klar, das hab ich ja auch gesagt. Ich meinte letztlich aber auch damit, dass sich dann eben kein Sportjournalsit an sowas setzen sollte, sondern eben einer, der gut recherchiert. Dass es solche gibt, und dass da auch was bewegt wird, beweisen Spiegel & Co. alle paar Wochen mal. Diverse Skandale und Affairen werden nur durch sorgfältige Recherche aufgedekt. Auch z.B. der Fall der Siemens-Bestechungsgelder. Naja und was draus wird, sieht man auch immer wieder.

    Das Problem ist halt, dass sich zur Zeit kein Schwanz auf so eine Story einlässt, weil sich offenbar die Gewaltspirale auf der Fanseite um ein vieles schneller dreht....
     
  20. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Dahlmann! :lachweg:

    Der hat vorgestern sinngemäß gesagt: Das Stadion der Duisburger ist ja ziemlich leer, und das obwohl Sie um den Aufstieg spielen, aber in der nächsten Saison werden wohl viele Gladbachfans nach Duisburg abwandern! :lachweg: :vogel:
     
  21. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Dazu braucht es keinen Spiegel und Co. da gibt es sogar bessere. Sagt dir das Sportnetzwerk was? Die geben mehr oder weniger regelmäßig Bücher und Artikelsammlungen raus. Eines das ich habe handelt von Korruption im Sport. Hochinteressant, wenn auch nicht leicht zu lesen.

    Und jetzt rate mal, was das in der sportbildgewöhnten Öffentlichkeit für Resonanz findet. Wenn jemand mal was ansatzweise kritisches recherchiert und berichtet, wird er ausserdem erstmal als Nestbeschmutzer in die Ecke gestellt, wie im Fall der Dortmunder Finanzproblematik. Das will der gemeine Fan nämlich eigentlich gar nicht wissen.
     
  22. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Naja, deswegen soll es doch in die Nachrichtenmagazine, und nicht in ein Spezialblatt....ausserdem ist dein Beispiel mit der Finanzproblematik nun wirklich das komschste, was du bringen konntest, es hat diese nämlich genau auch durch die Berichterstattung in den Focus der Öffentlichkeit gerückt....

    Und was der "gemeine" Fan lesen will oder nicht, ist zwar hochinteressant, aber die Öffentlichkeit besteht eben nicht nur auch "gemeinen" Fussballfans, sonder auch aus anderen Leuten. Und die lesen weder ein Spezialmagazin noch interessieren sie sich für Füssball. Die lesen allgemeinere Sachen, und somit auch (aber auch nicht nur) Recherchen, die sich zu kleinen Skandälchen entwickeln können.
     
  23. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Was denn für ein Spezialmagazin? Das sind ganz normale Journalisten, die schreiben für ganz normale Zeitungen. Wenn so ein Artikel dann mal hier oder anderswo verlinkt wird, ist die Überraschung aber in der Regel groß, den meisten ist das Thema dann nämlich gänzlich unbekannt.

    Und wer sich nicht für Fußball interessiert, der interessiert sich auch nicht für einen Artikel der die Vergabe tobagischer WM-Tickets beleuchtet. Selbst wenn es im Spiegel steht (Da stand es sogar. Empörung? Null).
     
  24. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Aber es sind "Sportjournalisten" die sich zusammengeschlossen haben zu einem "Sportnetzwerk". Und das Sportjournalisten sich eher nicht mit Fanausschreitungen oder Polizeiübergriffen beschäftigen, sondern mit Sport, wurde doch schon festgestellt.

    Die Kaste von Schreibern die ich meine, hat mit Sport und Fussball i.d.R nicht berufsmäßig zu tun. Das sind halt Journalisten, die auf Storys aus sind...
     
  25. Böhser_Domi

    Böhser_Domi Well-Known Member

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    :gruebel: und weshalb?
     
  26. Böhser_Domi

    Böhser_Domi Well-Known Member

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    Pressesprecher von Jena:

    Wir haben uns massiv bei Print, Radio und Fernsehen (allen voran DSF) über diesen undifferenzierten "Journalismus" beschwert. Seitens des DSF gab es vom Produktverantwortlichen eine Entschuldigung und die Aussage, man wolle in Zukunft vorsichtiger mit "solchen Themen" umgehen und auch unser Angebot wahrnehmen, mit den Verantwortlichen vor Ort zu reden.

    Letztlich ist es dennoch ein schwerer Kampf - wie es immer schwer ist, gegen Vorurteile und allzugut ins Bild des "unverbeserlichen, ostdeutschen Fußballfans" passende Ereignisse fundiert vorzugehen. Viele haben da bereits resigniert. Wir nicht! In diesem Zusammenhang ein dickes Lob und Dankeschön an das Fan-Projekt Jena und Matthias Stein.







    Also ein Verein setzt sich mit Sicherheit nicht so für seine Anhänger ein, wenn diese durch falsches Verhalten diesen völlig überzogenen Einsatz der Staatsmacht gerechtfertig hätten. Schließlich hat der Verien auch einen Ruf zu verlieren.

    Bin ja mal gespannt, wie das nächste Woche Sonntag abgehen wird, wenn ich im Gästeblock in Burghausen steh. :suspekt:




    Offizielle Stellungnahme der Horda Azzuro und aller ihr nahe stehenden Personen

    Beim Zweitligaspiel, am Sonntag den 6.5.2007 in Burghausen, kam es nach dem Spiel zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen den Jenaer Fans und der anwesenden Polizei, wobei mehrere FCC- Anhänger schwer verletzt wurden.
    Circa in der 85sten Minute bestiegen einige der Jenaer Fans den Zaun vor dem Gästeblock, um ihre Mannschaft mittels kreativer und lauter Gesänge zu feiern. Leider wurde die Siegesfreude unterbunden, als in der Nachspielzeit der Ausgleich für Burghausen fiel. Totenstille im Gästeblock. Kurz darauf bemerkte man, wie einer der angestellten Sicherheitskräfte, welcher vorher schon mehrfach durch provozierendes Verhalten auffiel, einen jahrelang treuen Fan des FC Carl Zeiss Jena unbegründet und gewaltvoll vom Zaun zog. Durch diese übertriebene Arbeitsmoral des Angestellten verletzte sich der Anhänger schwer. Während einige Fans zur Hilfe eilten, stürmte die Polizei bereits den Block und griff willkürlich ein. Dies löste eine Kettenreaktion aus und die Situation eskalierte. Aufgrund von einem übertriebenen Einsatz von Schlagstöcken und Tränengas, welches unserer Meinung nach eher als (Nerven-)Reizgas fungierte, kam es auf Jenaer Seite zu mehreren Verletzten. Die unserer Ansicht nach sehr engagierten Rettungskräfte waren anfangs mit der Situation etwas überfordert, bekamen die Situation aber relativ schnell unter Kontrolle und die Jenaer Fans konnten versorgt werden. Ein großer Dank geht an die bis dahin zahlreichen Jenaer Anhänger, welche sich fürsorglich mit um die Erstversorgung der Verletzten kümmerten. Dieser Zusammenhalt in der Szene macht uns stolz und gibt uns die Kraft, auch in solchen Situationen weiter nach vorne zu blicken. Allen Fans unseres Umfelds, welche zum Beispiel mit Krampfzuständen, Atemnot, Bewusstlosigkeit, angebrochenen Halswirbeln, Schockzuständen oder Gehirnerschütterungen zu kämpfen hatten sind auf dem Weg der Genesung, auch die, welche länger als erwartet im Burghausener Krankenhaus weilen mussten. An dieser Stelle möchten wir uns für die Unterstürzung des Fanprojekts Burghausen bedanken, sowie für den Rückhalt einiger Ultras der Gruppe „Blackside“ aus Burghausen, welche sofortige Hilfe anboten.
    Wir distanzieren uns ausdrücklich von den Anschuldigungen der Medien. In mehren Zeitungen, Fernsehsendungen und Internetnachrichten wurde berichtet, dass die Jenaer Fans randalierten und die Auslöser für die Krawalle waren. Der zuletzt immer häufiger auftretenden miserablen Recherche wurde damit die Krone aufgesetzt. Uns ist zum Beispiel nicht bekannt, dass in deutschen Stadien Flaschen erlaubt sind, die zu Wurfgeschossen missbraucht werden können. Stahlrohrtribünen und lose Steine passen ebenfalls nicht zusammen.
    Selten erlebt man im deutschen Fußball, dass sich ein Verein so hinter seine Fans stellt. Uns wurde und wird große Unterstützung seitens unserer Vereinsführung zugesagt. Vielen Dank!

    Fußballfans sind keine Verbrecher! Hier, heute und überall! Zusammenhalt!

    Horda Azzuro – Ultras Jena im Mai 2007
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  27. koenigs_olaf

    koenigs_olaf Passion OFC

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    Weil man gesehen hat mit welcher Härte die Beamten gegen Leute vorgegangen sind, die um Hilfe geschrieen haben. Knüppel aus dem Sack - mitten am helllichten Tag auf Offenbacher Straßen. Blutspritzer an der Scheibe. 4 Mann auf einen Häftling, der ohnehin schon Handschellen trug. Gesichter, die den Tod in den Augen hatten. In dem Moment hast Du genau gewusst: die gibts nicht mehr lange, wenn sie Ihre Heimat wieder erreicht haben.

    Es ist paradox, dass wir uns als de facto Einwanderungsland lieber den Luxus leisten unqualifizierte Arbeitslosigkeit ohne Perspektive ins Land zu holen als politisch Verfolgte. Der Paragraph "Politisch Verfolgte genießen Asyl" ist doch komplett ausgehebelt. Ich müsste suchen, aber es werden jedes Jahr lediglich unter 2.000 Asylanträgen stattgegeben. Und gerade diejenigen, die sich an Meldeauflagen und alle Juristereien halten, damit sie "ja alles richtig machen", landen dann in den Autos zum Flughafen.

    Aber das hat in diesem Thread nichts verloren. :weißnich:
     
  28. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Ich habe ihn ja auch gerade als lobenswerte Ausnahme vom Mainstream erwähnt. Über die Artikel, die gar nicht erst geschrieben werden, kann ich leider nix sagen.
     
  29. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Habe verstanden was du meinst, kann dich aber beruhigen dass du was mich betrifft falsch liegst.
     
  30. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Wie sowas geht, mit der Presse und der Öffentlichkeit sieht man übrigens daran, dass z.B. gestern Razzien gegen Globalisierunsgegner stattgefunden haben und sogleich diverse "wichtige" Stellen ganz massiv dagegen Kritik üben...und schon haben wir eine öffentliche Diskussion....
     
  31. wupperbayer

    wupperbayer *Meister 20xx*

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    Hm, ja, aber ich versichere dir, das war nicht das letzte Mal, dass solche Razzien stattgefunden haben. Ich freu mich schon auf den G8-Gipfel. Die Möglichkeit, in die Zukunft zu blicken, hat man sonst nicht alle Tage.