Befristete Vertraege

Dieses Thema im Forum "Fussball Stammtisch" wurde erstellt von Detti04, 25 März 2015.

  1. Detti04

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    Heinz Mueller hat bei einer Klage gegen die Befristung seines Vertrages Recht bekommen:

    http://www.spiegel.de/sport/fussbal...gewinnt-prozess-gegen-mainz-05-a-1025379.html

    "Der 36 Jahre alte Müller hatte gegen die Befristung seines Vertrags in Mainz geklagt und Recht erhalten.
    [...]
    Das Arbeitsgericht veröffentlichte am Dienstag eine Erklärung zu seinem Urteil und berief sich dabei auf Paragraf 14 des Gesetzes über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge. "Es gibt nach dem Gesetz nur zwei Möglichkeiten für eine Befristung: entweder eine Gesamtdauer von maximal zwei Jahren oder weil ein Sachgrund dafür vorliegt", sagte Gerichtssprecherin Ruth Lippa.
    [...]
    "Einen Sachgrund haben wir auch nicht für gegeben erachtet", sagte Lippa. Denn: "Die Eigenart der Arbeitsleistung als Profifußballspieler rechtfertigt als solche nicht eine Befristung des Vertrags", heißt es in der Erklärung des Gerichts."


    Das koennte interessant werden, denke ich. Zumindest muessen sich die Vereine wohl mal Gedanken darueber machen, auch welcher Grundlage sie einem Spieler nur einen befristeten Vertrag anbieten.
     
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  3. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Müller, bzw. seine Berater, werden doch sicherlich den Vertrag incl. Befristung und, was heute Gang und Gäbe ist, einer eventuellen Ausstiegsklausel, ausgehandelt haben. Oder der Verein hat die Befristung vorgegeben. Wie auch immer, Müller bzw seine Berater, haben ihr Einverständnis, also ihre Unterschrift, unter den Vertrag gesetzt. Niemand hat sie gezwungen den Vertrag zu unterzeichnen.
    Soweit sollte der Vertrag bindend sein.

    Und nu ist HMüller arbeitslos und geht vor Gericht, obwohl er sein Einverständnis/seine Unterschrift zu der Befristung gegeben hat und bekommt auch noch Recht.......:gruebel:

    Sieht so aus als ob er keine Chance mehr sieht einen Arbeitgeber zu finden und will mit aller Gewalt auf weiteres Gehalt pochen.
    Sein findiger Anwalt hat anscheinend ein Schlupfloch gefunden.

    Bin mal gespannt. Strutz ist Rechtsanwalt, unter anderem mit dem Schwerpunkt Arbeitsrecht. Der wird das Urteil prüfen. Sobald das Urteil bei den Mainzern angekommen ist. Was lt. Sport1 noch nicht der Fall ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 März 2015
  4. Detti04

    Detti04 The Count

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    Noe. Auch die Unterschrift unter einen Vertrag machen Klauseln nicht bindend, wenn diese gesetzwidrig sind. Wuerde die Unterschrift gesetzwidrige Klauseln legitimieren, dann waeren saemtliche Gesetze witzlos, weil ich sie ja alle durch einen schlichten Vertrag umgehen koennte. Es waere dann z.B. ganz einfach, die Notlage eines Vertragspartners auszunutzen.
     
  5. Verdandi

    Verdandi Männerversteherin

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    Ich war zuerst verwundert, dass ein Fußballer auf die Idee kommt gegen diese Befristung vorzugehen, bzw warum dies nicht schon viel früher geschehen ist. Die Frage zur Rechtmäßigkeit beschäftigt mich da schon seit Jahren.
    Im ersten Artikel, den ich dazu gelesen habe (suche und verlinke ich noch) stand dazu Heinz Müller hätte einen Vertrag gehabt, der sich bei einer bestimmten Anzahl Spiele verlängert hätte. Da er nach seiner Ansicht aus nicht sportlichen Gründen zum Ersatztorwart degradiert wurde, wurde ihm diese Chance genommen und dagegen hatte er geklagt. Die Zweifel an der Befristung generell kamen dann von Seiten des Gerichts.
    Das könnte noch richtig spannend werden, wenn die nächsten Instanzen das bestätigen.

    Edit:
    http://m.faz.net/aktuell/klage-gegen-mainz-05-befristete-vertraege-rechtswidrig-13504268.html
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 März 2015
  6. Ichsachma

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    Das Ende naht.

    Würde mich nur interessieren, wie das in Europa sonst so gehandhabt wird mit den Befristungen im Arbeitsrecht.

    Ist auf der anderen Seite auch wieder praktisch: Transferentschädigungen entfallen in Gänze und das neulich woanders gebrauchte Argument, dass ein Spieler mit kurzer gesetzlicher Kündigungsfrist dann eben nomma schnell fürs DFB-Pokalfinale woanders anheuert, hat doch Charme. Zumal er nach dem Pokalsieg dann ja wieder kündigen kann.

    Wechselfristen und Transferfenster sind eh für'n Arsch und gehören aufgehoben - also: who cares?
     
  7. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Mal ganz davon abgesehen, aber mir geht das auf den Sack, erst einen Vertrag unterschreiben und wenns dann gegen einen läuft klagen. Man Man Man was für ne Welt.
     
  8. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Auch wenn es vielleicht nicht der zielführendste Beitrag meinerseits zur Diskussion hier ist:

    Der Profifußball bekommt so langsam was er verdient.
     
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  9. Detti04

    Detti04 The Count

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    Sowas gab es doch eh schon (oder gibt es vielleicht sogar noch). Ich kann mich erinnern, dass bei Dortmunds Gegner im Weltpokalfinale Spieler dabei waren, die nur fuer dieses eine Spiel angeheuert worden waren. Keine Ahnung, wie das ging - vielleicht war der Weltpokal damals offiziell kein Pflichtspiel, sondern nur ein Freundschaftsspiel.
     
  10. Ichsachma

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    Aber, aber,...:eek:, er ist toch tes teutschen liepstes Kind!?

    Das geht doch nicht!
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich schau mir den ja auch noch weiter an, mir doch wurscht, ob die zukünftig Rentenverträge haben werden und wie das finanziert wird; von mir aus Skypreise verzehnfachen :D

    Oder noch besser: Von denen nehmen, die echte Liebe brauchen.
     
  12. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Eine diesbezüglich gute.
     
  13. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    nö find ich gar nicht, man ist ja des Lesens mächtig. Man weiß also was man unterschreibt, wenn man nicht einverstanden ist, kann man ja auch das Unterschreiben lassen.
     
  14. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Nope, denn dafür gibt's halt auch nun mal Gesetze, dass nicht alles was unterschrieben wurde auch gilt und das klären nun mal Gerichte.
     
  15. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Sehe ich nicht so. Meine persönliche Meinung.
    Im Nachgang durch irgendwelche Löcher zu schlüpfen find ich kacke. Bei unmenschlichen Klausen oder grober Übervorteilung noch ja, aber so.? Ne.

    Wofür überhaupt noch Verträge? Wenn man doch eh die Passagen die einem nicht passen rausklagen kann? Macht doch keinen Sinn.
     
  16. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Was'n das für eine Pauschalbehauptung: "Wenn man doch eh die Passagen die einem nicht passen rausklagen kann"?

    Kann man das immer und in jeder Situation?
    Ich denke doch mal schwer: Nein.

    Und Gerichte kann man halt nun mal in diesem Land anrufen, ist halt ein Merkmal 'schlands.
     
  17. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Anscheinend ja doch. Siehe auch den Fred zum Zwangsabstieg bei Insolvenz
     
  18. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Komm, was für ein Quatsch, sorry.
    Man kann sicher nicht nach Gutdünken rausklagen was einem nicht passt.
     
  19. Ichsachma

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    Ich find's bei Müller oder anderen doch auch Mist. Weißte warum?

    Weil diese gestylten Püppies doch keine richtigen Arbeitnehmer sind. Ich glaube: gäbe es die Scheinselbstständigkeit nicht, dann würden schon längst keine "Arbeitsverträge" im Profifussball mehr unterzeichnet werden.

    Weißte, wo unsere "Kopfbremse" ist?

    Dass dann, wenn normal kündbare Arbeitsverträge geschlossen werden würden NOCH WENIGER Identifikation mit Spielern stattfinden würde. Das, was Oldschool mal so treffend sagte, wird dann nämlich Wahrheit:

    Wenn es eine "Liebe" gibt, dann allenfalls zum Verein. Konsequenter Weise hieße das alles einfach und noch nicht richtig durchdacht:

    - Wildes hire and fire
    - Keine Ablöse
    - Unabsehbare Entlohnungsverhandlungen, "Mittelklassespieler" wie Tony :D kriegen weniger, "Weltklassespieler" wie Arjen noch mehr.

    Es sei denn, den Vereinen würde die goldene Formel für den Sachgrund der Befristung einfallen, die habe ICH bisher noch nicht gefunden...
     
  20. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Zumindest ja hier so geschehen.
    Vertrag unterschrieben, der befristet war, sogar Leistungsabhängig, wenn ich das richtig verstehe. Wenn der Spieler x Spiele macht verlängert sich der Vertrag automatisch.

    Als der Vertrag fristgerecht endet und die erforderliche Anzahl von Spielen nicht erreicht wurde, klage ich mal dagegen.
    Also passt mir dann doch nicht und ich klage.

    Vor allem vor dem Hintergrund das Heinz Müller Torwart im Alter von 36 Jahren ist. Das er bei seinem Werdegang in der Buli wohl eher nicht zum Einsatz kommt konnte man vorausahnen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 März 2015
  21. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    @Ichsachma.

    Das mit den Püppies sehe ich genauso, Hier werden einfach die falschen geschützt. Nämlich diejenigen die im Vertragspoker meistens die besseren Karten haben, fangen dann an zu heulen und klagen wenn es nicht läuft.
    Beispiele:
    Herrlich
    Bosmann
    Philipsen

    Um nur mal drei zu nennen

    Hier wird einfach Recht, welches sinnvoller Weise für den normalen Arbeitnehmer gemacht worden ist auf eine elitäre Elite angewendet, die vielmals, nur, aber auch nur Ihre überzogene Geldgeilheit befriedigen wollen.
    Sorry aber dieses "man muß ja Verständniss haben" geht mir (nicht nur bei den Fuppespielern) gehörig auf den Senkel.

    Zum letzten Teil deines Posts, am besten man berücksichtigt dann noch das Kündigungsrecht für normale Arbeitnehmer. dann müsste nämlich bei Nichtleistung eines Spielers, eher ein anderer gefeuert werden.
     
  22. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Eben drum.
    Müller, bzw sein Berater, werden den Vertrag incl. die Details ausgehandelt haben. Insbesondere die hier angesprochene Befristung. Also, erst wird ausgehandelt und der Vertrag unterzeichnet, 2 Jahre wird gespielt, oder auf der Ersatzbank gehockt, und man ist 2 Jahre lang mit dem unterschriebenen Vertrag zufrieden. Nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit (Seit 06. 2014 ist Müller arbeitslos), also nach insgesamt zweieinhalb Jahren, stellt sich urplötzlich die Unzufriedenheit ein weil Müller feststellen muss, dass er keinen neuen Arbeitgeber findet.
    Dann versucht er es erstmal über einen, demnach findigen, Anwalt um mit aller Gewalt Geld zu schinden.

    Das Müller da Recht bekommt empfinde ich als recht merkwürdig. Obwohl da alles rechtens zu sein scheint.
    Aber, wie gesagt, Strutz von Mainz ist selber Rechtsanwalt, Schwerpunkt Arbeitsrecht.
    Bin mal gespannt, wie die Sache weitergeht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 März 2015
  23. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Genau, wozu dann so Kokolores wie Arbeitsrecht! Oder überhaupt irgendein Recht. Vertrach is Vertrach.

    Welcome back im 17. Jahrhundert.

    Mal wieder ein Fall von Verbänden, die meinen sich ihre Gesetze selber machen zu können. Weltfremd, obwohl da so viele Juristen rumturnen.
     
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  24. KGBRUS

    KGBRUS SF Dschungelkönig 2016

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    Habe ich alles so nicht geschrieben und ist auch nicht meine Meinung.

    Guckst Du das Zitat von mir:
    Hier wird einfach Recht, welches sinnvoller Weise für den normalen Arbeitnehmer gemacht worden ist auf eine elitäre Elite angewendet, die vielmals, nur, aber auch nur Ihre überzogene Geldgeilheit befriedigen wollen.
     
  25. Oldschool

    Oldschool Spielgestalter Moderator

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    Ich frage mich schon immer, ob man bei Profi-Fussballern den Status des Angestellten aufrecht erhalten kann. Im Grunde sind sie doch scheinselbstständig, treten halt vertraglich als Arbeitnehmer auf, schliessen aber andererseits Verträge mit Sponsoren und Beratern ab. Bei Vertragsabschluss müssten doch eigentlich Interessen kollidieren, und zwar hinsichtlich Profi <-> Verein als "Arbeitgeber" sowie Profi und Berater, der ihm als Mentor zur Seite steht und endlich Berater <-> Verein, der die Interessen des Profis dem Verein gegenüber vertritt.
    Ich würde gerne mal sehen, wie so ein Beratervertrag, aber auch ein Profivertrag mit dem Verein aussieht, wobei ich denke, dass der Profi das schwächste Glied in der Kette ist. Weil er bei all dem Papierkram unbedarft ist und seine Fähigkeiten auf dem Platz umsetzen will, nicht auf dem Papier. Ich denke manchmal, dass Berater und Verein 3x chemisch gereinigt sind, weil man nie von Interessenkonflikten hört und bekanntlich "hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus".
    Im Fall Müller, mit Präzedenzauswirkung, fürchte ich ein weiteres Urteil im Sinne des Profis, auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann. Wenn eine Befristung nicht mehr bindend ist, wozu sie dann noch als eigentlich wichtigen Bestandteil in den Vertrages aufnehmen ? Ich bin da bei Strutz, der im Falle der Urteilsbestätigung keine Handhabe mehr hätte.
     
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  26. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Ja klar, welches Recht willste auch sonst anwenden? Gibt ja keins. Muss man erst machen. Aber nicht denken, ich mach mal wie ich will.
     
  27. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Mir fehlt jetzt der historische Hintergrund, wer mit Profiverträgen "auf Zeit" angefangen hat. Vermutlich lag diese Konstruktion im beiderseitigen Interesse, nämlich dem des Spielers, x Jahre entlohnt zu werden - gleich welche Leistung er zeigt -, und auch dem Interesse des Vereins, der um die Bindung des Spielers wusste.

    Jedenfalls entstand diese Handhabung vor 2000. Da wurde das TzBfG verabschiedet und trat zum 1.1.2001 in Kraft.

    In diesem Fall geht die Annahme fehl, irgendwelche Verbände machten ihre Gesetze selbst.

    Vielmehr liegt es so, dass der Bundesgesetzgeber das Gesetz aus dem Grund geschaffen hat, der in Paragraf 1 wie folgt als Ziel genannt ist:

    "Ziel des Gesetzes ist, Teilzeitarbeit zu fördern, die Voraussetzungen für die Zulässigkeit befristeter Arbeitsverträge festzulegen und die Diskriminierung von teilzeitbeschäftigten und befristet beschäftigten Arbeitnehmern zu verhindern."

    Nun Du: wer mag da wohl Profifussballer als schützenswert betrachtet haben oder sie überhaupt in den Dunstkreis dieses Gesetzes gerückt oder dort verortet haben?
     
  28. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Egal, sie sind halt drin bzw. das muss ein Gericht klären. Sind sie ja dabei. Ich sag ja gar nicht, dass ich das für richtig oder sinnvoll halte.

    Gibt ja anderswo auch Zeitverträge: In der Kunst, in der Forschung, sogar Lehrer sind, sofern angestellt, im Sommer oft arbeitslos. Weil, dann zahlt ein anderer.

    Gibt also viel zu regeln, vielleicht ist der Fall in der Hinsicht da sogar hilfreich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 März 2015
  29. jambala

    jambala Moderator Moderator

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    Hallo.

    In Frankreich ist das mit den befristeten Verträgen noch schärfer geregelt als hier in Deutschland, vor allem mit noch mehr Hindernissen in der Auflösung der selben. Gilt so auch für Luxemburg. Hier werden dann auch seitens der Gerichte Verstöße der Arbeitgeber härter bestraft.

    Grade die Thematik mit zweckbefristeten Verträgen ist eine ganz vertrackte Geschichte, vor allem wenn dann noch eine Zeitbefristung mit ins Spiel kommt. Oftmals ist eine oberflächlich betrachtete zulässige Befristung inkorrekt oder nicht bindend. Und darauf beruft sich hier das Gericht.

    @KGBRUS: Bei Bosman (musste auch erst mal nachschlagen) war der Fall ja doch wohl auch so gegeben, dass ihm aufgrund von Streit mit der Vereinsführung das Gehalt massiv gekürzt wurde und dann auch noch durch überzogene Ablöseforderungen der Weggang verweigert wurde. Darum hat er geklagt.
     
  30. Detti04

    Detti04 The Count

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    Ich sehe die Entwicklung fuer den Fall, dass befristete Vertraege nicht gueltig sind, ganz anders als Du. Die Vereine werden kaum wild anheuern, weil sie ihre Spieler im Zweifelsfall ja gar nicht mehr loswerden. Ein Manager wird sich dann wohl gruendlicher ueberlegen, ob der neue Spieler wirklich passt, denn man hat ihn ja auf unbestimmte Zeit an der Backe. Statt Abloesen, um Spieler zu bekommen, wuerde es dann wohl Abschlagszahlungen geben, um Spieler zur Vertragsausfloesung zu ueberreden und los zu werden.
     
  31. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Das ist noch weiter gedacht.

    Spieler x bekommt rot. Wird dann abgemahnt. Bekommt zum 2. Mal rot. Wird dann fristlos gekündigt.

    Und das Arbeitsgericht hat dann im Einzelfall zu prüfen, ob eine verhaltensbedingte Kündigung nach dem KüSchG rechtmäßig ist.

    Ich lach mich schon jetzt schlapp.
     
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