Auswärtsfan, der potentielle Serienkiller

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 11 Dezember 2007.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Unglaublich wie man als Fussballfan auf Auswärtsfahrten behandelt wird.

    Prävention? Ne, eher Provokation ist angesagt. Als Fussballfan wird man gleich mal ins illegale Umfeld gedrängt, wenn wundert es dann das harmlose Familienväter mal ausrasten, wenn sie trotz Kauf Ihrer Karte nicht in den Block dürfen?

    In der Öffentlichkleit werden diese Leute, die eigentlich im Recht sind als prügelnde und kinderfressende Bestien dargestellt, ein Bild welches sich gut verkaufen lässt.

    Nachdem es für die Gladbacher Fanszene in Wehen schon nicht toll lief, scheint der Bericht aus Freiburg mindestens genau so heftig zu sein:

    Gesetzte und Rechte gelten nicht für Fussballfans, was Woche für Woche auswärts abläuft erinnert an die Willkür einer Diktatur. Traurig was hier passiert und wenn der ganz große Knall mal kommt, soll mir ja keiner über die bösen Fussballfans schimpfen. Ich dachte als Polizist bzw. Einsatzleiter müsse man sich auch mit Psyschologie und Präventiv-Maßnahmen auseinandersetzten, oder hat das der Schäuble jetzt auch schon abgeschafft? Stimmt einfach mal reinknüppeln und Willkür, das bringt Respekt. :lachweg:
    Der Machtapparat nimmt konkrete Formen an.....

    Mich würde mal interessieren ob Auswärtsfahrer anderer Clubs derzeit auch solche Erfahrungen machen?
     
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  3. Dilbert

    Dilbert Zynischer Querulant

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    Horatio, Dein Einsatz!
     
  4. fc_vini

    fc_vini Member

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    Ich fahre mit dem fc relativ regelmäßig durch deutschland und habe da schon einiges erlebt.
    Die Härte wartete letzte saison allerdings in Karlsruhe auf mich.
    In Karlsruhe(ein montagspiel) wurden während des Spiels unsrere Busse von unseren lieben freunden in Grün durchsucht, aus diesem Grund hielt es der grosteil der mitgereisten fc-fans für notwendig den Block noch vor ende des Spiels zu verlassen um zu schauen was dort vor sich ging. Was wir docht vorfinden mussten war nicht besonders berauchend. Die Polizei fühlte in privaten Rucksäcken und stellte den gesamten Bus auf den Kopf, den Grund dafür kenne ich bis heute nicht. Jedenfalls dauerte es einige zeit bis die Sachen an die jeweiligen Leute zurückging. Einige Leute, unteranderem ein freund von mir von Beruf Bäcker konnten am nächsten Tag erst verspätet zur Arbeit erscheinen. Man kann es zwar nicht gutheißen aber verständlicherweise kam es an dem abend auch zu einigen rangelein zwichen Polizei und einigen frustrierten die, die schnautze gestrichen voll hatten. Am nächsten Tag hab ich irgentwo was von Randale gelesen, das verhalten der Polizei war natürlich nicht erwähnt:motz:

    muss sowas sein??:gruebel:
     
  5. Tina

    Tina Stadionsprecherin

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    So wurden wir in Offenbach als Gäste behandelt: Reglements/Verbote: Zunächst einmal ist zu sagen, dass die INFORMATION bezüglich Genehmigungen und Verboten von Fan-Utensilien relativ vorbildlich war. Die Offenbacher Polizei schickte vorab einen Hinweis auf die Regularien, der mit Bezug auf die „Gefahrenabwehrverordnung der Stadt Offenbach“ zahlreiche Einschränkungen festlegte: Fahnen waren nur bis 1 Meter Länge, 3 cm Stockdurchmesser erlaubt, größere Schwenkfahnen lediglich mit Fahnenpass und beschränkt auf 2 Stück pro Block. Doppelhalter waren nicht erlaubt, ebenso das Megafon nicht! Das Aufhängen von Zaunfahnen wurde zwar grundsätzlich erlaubt, jedoch nur an aberwitzigen Stellen wie hinter dem Block oder am Flutlichtmast (wo der Sinn des Aufhängens einer Zaunfahne größtenteils verfehlt ist). Alternativ wurde die Möglichkeit des Auslegens von Zaunfahnen angeboten. Trommeln und sogar Tröten(!) durften mitgeführt werden, bei Choreos sollte im Vorfeld eine Absprache erfolgen. Auch ein kleines Spruchband wurde demnach hier schon als Choreo angesehen und am Eingang sichergestellt (immerhin aber auch nach dem Spiel in einer schönen Plastiktüte zurückgegeben... ).
    Ordnungsdienst: Musste die schwierige Aufgabe bewältigen die mehr als überflüssigen Zaunfahnenverbote für bestimmte Zäune, Wellenbrecher, etc. im Block durchzusetzen. Kompromisse mit den Gästen wurden in keinster Weise eingegangen und nachdem die Situation fast eskalierte, sollte ein willkürliches Stadionverbot gegen einen jungen Fan den Widerstand brechen. Dieses konnte zum Glück abgewendet werden, jedoch wurde das Aufhängverbot mit Hilfe der Polizei ebenso durchgesetzt. Völlig unnötig wenn man bedenkt, dass genauso mit kleinen 1-Meter-Fahnen oder selbst mit Pullovern oder T-Shirts die „Sicht in den Block“ verdeckt werden kann. Den Stress hätte man sich also getrost sparen können und stattdessen bei den Osnabrücker Fans mit Gastfreundlichkeit in Erinnerung bleiben können.
    Polizei: Wie bereits erwähnt bemühte sich die Polizei uns im Vorfeld über die Reglements im Stadion zu informieren. Auch bei Ankunft am Stadion betrat ein Beamter den Bus um eine kleine Ansprache zu halten in der noch einmal ausdrücklich auf der Verbot von Pyro hingewiesen wurde: „ihr könnt die Sachen gleich im Bus lassen“ ... Die Offenbacher Polizei war zudem mit einer Pferdestaffel präsent, sodass wir braven Osnabrücker und doch schon fragen mussten wofür hier derartige Geschütze aufgefahren wurden. Im Block unterstützte die Polizei die überforderten Ordner bei der Umsetzung der fragwürdigen Verbote von Fan-Utensilien und nach dem Spiel wurden 2 Osnabrücker (bewusst?) zu einem weit entfernten (falschen) Bahnhof geschickt.
    Service: Die Eintrittspreise waren mit 7 Euro für eine ermäßigte Stehplatzkarte noch im Rahmen, für einen unüberdachten Block dieser Art kann man allerdings auch nicht viel mehr nehmen. Essen war ebenso wie das Bier am oberen Ende der Preisstaffel, das Bier z.B. mit 3 Euro nicht günstig und geschmeckt hat es auch nicht. Die Toilettensituation war (insbesondere für Frauen) mal wieder katastrophal, da nur 5 Dixie-Klos zur Verfügung standen.
    Insgesamt: Was nutzt es uns wenn die Kommunikation bzgl. Fan-Utensilien im Vorfeld super ist, jedoch die Regularien einfach schlecht? Warum hängen in der Heimkurve Zaunfahnen am Zaun und im Gästebereich ist es verboten? Warum werden Fans Stadionverbote angedroht wenn sie sich für ihre Fankultur einsetzen und derartige Widersprüche nicht einfach hinnehmen? Und warum bestimmt die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Offenbach in ihrer Gefahrenabwehrverordnung vom 24.06.1999 nicht nur Fütterungsverbote für Tauben, Wasservögel und Fische sondern auch welche Länge ein Fahnenstock haben darf?
     
  6. NK+F

    NK+F Fleisch. Moderator

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    Schade das Olaf nicht mehr hier ist.
     
  7. eckham

    eckham Mit Herzblut zurück

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    Hast du auch was zu sagen? :suspekt:

    Bei dem Spiel war ich mehr oder weniger zufällig auch. Haben nicht neben dem Gästeblock sogar Offenbacher was aufgehängt? Dass die Gästefans daneben das dann nicht dürfen, ist wirklich albern :suspekt:
    Ich war letzte Saison mit dem FCK auch im Gästeblock, die Klosituation kenne ich natürlich auch, Verpflegung brauchte ich nicht mehr. Was damals mitgebracht werden durfte, weiß ich nicht mehr, weil ich mir nix aus Fahnen, Spruchbändern etc. mache.
    Abgesehen davon, dass die eigentlich noch wissen sollten, wo sie hergekommen sind: Das geht gar nicht :motz:
    Wenn ich aufs Datum schaue, nehme ich mal an, dass das eine Konsequenz aus den Ausschreitungen der Waldhöfer ist.
     
  8. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Von den "Vorfällen" in Bochum Anfang Dezember hat vielleicht der eine oder andere gehört oder gelesen. Da schrieb die Bochumer Polizei unmittelbar nach dem Spiel auf ihrem Presseportal:

    Bei einer schweren Auseinandersetzung zwischen der Polizei und Hooligans des Karlsruher SC während des gestrigen Bundesligaspiels gegen den VfL Bochum wurden insgesamt 3 Polizeibeamte aus Bochum zum Teil erheblich verletzt (...) Die Polizeibeamten, die bei der Auseinandersetzung zu Fall gekommen waren wurden unter anderem brutal gegen den Kopf und den Körper getreten. Ein Beamter mußte mit einem Rückenwirbelbruch stationär in einem Bochumer Krankenhaus verbleiben. Zwei Tatverdächtige konnten anschließend festgenommen werden (...) Strafverfahren wurden eingeleitet.
    Die Folge war, dass an den folgenden Tagen haufenweise lokale und überregionale Zeitungen mit Meldungen auf den vorderen Seiten am Start waren, in denen von sinngemäß von Polizistenmördern und Hooligans in großer Zahl die Rede war. Und meinereiner durfte sich tagelang Fragen anhören, was wir doch für ein gefährlicher Haufen sind. Dass es vielleicht gar nicht so war, wie in der Presse und von der Polizei dargestellt, zeigte sich ein paar Tage später. Da ruderte die Polizei zurück:

    Während es in den ersten Polizeiberichten hieß, dass Bochumer Polizeibeamte, nachdem sie vom Ordnungsdienst des VfL Bochum um Unterstützung gebeten worden waren, bei der Auseinandersetzung zu Fall gekommen waren und von "aggressiven Karlsruher Hooligans" unter anderem brutal gegen den Kopf und den Körper getreten wurden, wurden die schweren Vorwürfe gegen die Karlsruher Fußballfans mittlerweile entschäft. Zeugen für eine solch schwere Form der Gewalt habe die Polizei nicht. (Anmerkung: Interessant, wie kommt man dann vorher zu so einer Behauptung?) Auch sei von Seiten der Bochumer Polizei heute nicht mehr von absichtlichen Tritten und Schlägen gegen die liegenden Beamten gesprochen worden, so der SWR. Zeugenaussagen deuten eher daraufhin, dass die Polizeibeamten bei Rangeleien vor dem Fanblock zu Fall kamen und bei den folgenden Tumulten möglicherweise ohne Absicht verletzt wurden.

    Sämtliche eingeleiteten Verfahren wurden eingestellt, auch die Videoaufzeichnungen, von denen vorher die Rede war, waren nicht verwertbar, was auch immer das heißen mag. Vielleicht sieht man auf ihnen etwas, was nicht im Sinne des Betrachters war.
    Schön und gut, könnte man meinen, aber dummerweise haben solche Dementis ja die Eigenschaft, auf hinteren Seiten der Zeitung in kleinen Meldungen zu erscheinen, wenn überhaupt. Und so ist in der breiten Öffentlichkeit immer noch die ursprüngliche Darstellung verbreitet. Wenigstens haben die Supporters eine Pressemitteilung verfasst. Hier das wichtigste in Auszügen:

    Die Darstellung der Bochumer Polizei zu den gewalttätigen Auseinandersetzungen beim Auswärtsspiel des KSC beim VfL Bochum am vergangenen Samstag und die sich daraufhin beziehenden Presseveröffentlichungen können unserer Meinung nach so nicht stehen bleiben. Den SUPPORTERS liegen Dutzende unabhängiger Zeugenaussagen vor, die die Geschehnisse am Bochumer Stadion in einem vollständig anderen Licht erscheinen lassen:
    Schon vor dem Spielbeginn fiel auf dem Vorplatz eine sehr hohe Präsenz der Polizei in Kampfmontur - mit am Oberarm zur Schau getragene Kabelbindern- auf. Dies wirkte unnötig aggressiv und alles andere als deeskalierend. Laut Presseberichten "wurde der VfL Bochum im Vorfeld von der Karlsruher Polizei über die Anreise zahlreicher so genannter "C-Fans", also Gewalt suchender Hooligans, informiert."
    Der Weg ins Stadion führte dann durch die viel zu wenigen geöffneten Tore vorbei an sehr schleppenden Eingangskontrollen, die wenigen Ordner waren von der großen Zahl der Fans schlichtweg überfordert. Darauf angesprochen sagten mehrere Ordner unabhängig aus, dass sie es ähnlich sähen und auch weitergemeldet hätten - aber von Ihrer Einsatzleitung keine weiteren Anordnungen oder gar Unterstützung erhalten hätten.
    Nachdem absehbar wurde, dass der Einlass der zum Teil schon eine Stunde wartenden Fans kaum noch zu Beginn des Spieles erfolgen könnte, kam es zu erst noch zu humorvollen Sprechchören: „Wir sind das Volk!“ „Die Mauer muss weg!“ - Die Stimmung wurde zwar etwas gereizter, blieb aber friedlich.
    An einem der Tore verließen dann einige Fans das Stadion und brachten eine Fahne zurück, nachdem ihnen im Innenraum nicht erlaubt wurde, diese aufzuhängen. Trotz der Zusage, dass sie danach das Stadion wieder betreten dürften, wurde ihnen dieses dann verwehrt. Fans kamen von innen und forderten, dass die Kollegen rein dürften, diese und die Masse der immer noch wartenden Fans machten von außen lautstark Druck.
    In dieser Situation schlossen die überforderten Ordner das Tor und riefen die Polizei zu Hilfe. Diese ging sofort unter Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken auf die Fans im Stadioninnenraum los. Währenddessen drangen draußen vor dem Stadiontor die Polizisten überaus hart auf die wartenden und ungehaltenen Fans ein die ins Stadion wollten. Die anderen Tore wurden nun ebenfalls geschlossen.
    Drinnen liefen die Polizisten auf eine große Gruppe Fans auf, die fluchtartig zurückwich und auf eine andere Gruppe Polizei traf. Dabei kam ein Polizist zu Fall und wurde verletzt. Es gibt jede Menge Augenzeugen, die gesehen haben, dass zumindest einige der verletzten Polizisten durch Schlagstöcke und Pfefferspray ihrer Kollegen verletzt wurden. (...) Auf einmal ging - ohne erkennbaren Grund - eine Gruppe Polizisten wild prügelnd auf diese den Aufgang hoch laufenden Unbeteiligten drauf, keiner der dort stehenden konnte ausweichen. Ihnen wurde heftig auf den Rücken geschlagen. Das Ziel dieser Aktion blieb vollkommen unklar.
    (...)
    Von Seiten der Polizei- und Ordnungskräfte wurden unserer Meinung nach entscheidende Fehler begangen:

    Man mag scharfe Kontrollen durchführen (auch wenn man es für übertrieben halten kann, dass jeder seine Schuhe ausziehen muss!), aber wenn man das tut, muss man gleichzeitig in der Lage sein, einen in der Größe (vom KSC) angekündigten Andrang dennoch zügig zu bewältigen. Das wurde trotz vorhandener Kapazitäten (nur eines von vier Toren geöffnet) versäumt.

    Das Eingreifen der Polizisten war absolut unangemessen. Wer sich mit Gummiknüppeln und Pfefferspray einen Weg durch eine Masse von wartenden, genervten Fans (das Spiel hatte inzwischen schon angefangen) bahnen möchte, braucht nicht damit zu rechnen, dass er die Situation dadurch deeskaliert.

    Wir verurteilen jede Form von Gewalt. Gewalt und Gegengewalt kann kein Mittel sein, sie führt in einem Teufelskreis wiederum nur zu weiterer Gewalt. Weiterhin ist für uns klar, dass mangelnde Organisation im Vorfeld, das Fehlverhalten von Ordnern und Polizeibeamten Gewaltanwendung gegenüber Polizisten erklären, aber nicht entschuldigen kann.

    Wir hoffen im Interesse aller Beteiligten, dass in Zukunft durch verbesserte Organisationsabläufe beim Veranstalter, entsprechende Schulungen im Ordnerbereich und dem Einsatz angemessener, lagebezogener , vor allem aber deeskalierender Polizeitaktiken solche Vorfälle schon im Ansatz vermieden werden können.

    vollständiger Text hier.
     
  9. Tina

    Tina Stadionsprecherin

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    Ein fußballfan wird in deutschland schlimmer behandelt als jemand der nen bank überfäll traurig echt!!!!
     
  10. eckham

    eckham Mit Herzblut zurück

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    Hast du mit beidem schon Erfahrungen gemacht, um das vergleichen zu können? :gruebel:

    Mal ehrlich, populistisches Geschwafel bringt doch auch keinen weiter.
     
  11. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Jetzt kann ich es ja erzählen, das Verfahren wegen Beleidigung wurde nach 2 Jahren und 2 Monaten eingestellt...
    War auch in Freiburg, wen wundert's. War ein Freitagspiel, September 2005, und durch frühe Anfangszeit und viel Verkehr kamen wir erst in der Halbzeitpause. Der Block (also dieser Witz von Käfig), war voll, und in dem Treppenabgang links und rechts ziemlich viel Polizei. Irgendwo auf der Hälfte war dann eine Lücke und dahinter Platz für mich. Ich also unter dem Geländer durch und danach an demselben festgehalten, um nicht weggeschoben zu werden. Dabei lehnte sich einer der Polizisten mit seinem gepanzerten Ellbogen auf meine Hand und ich sage: "Au, pass doch auf." Der Kollege neben ihm dreht sich um und zeigt auf mich. Daraufhin zogen mich 2 über das Geländer kopfüber in den Treppenabgang und zu Boden. Danach ging es dann runter und nach Aufnahme der Personalien in die Zelle. Nach dem Spiel durfte ich wieder raus. Später kam dann der Brief, ich sollte mich auf meinem Revier zu den Vorwürfen äußern. Habe ich nicht gemacht, bin stattdessen zum Anwalt. Mir wurde vorgeworfen, ich hätte das A-Wort gesagt. Ausserdem stand zunächst auch noch Widerstand mit drin, was später gestrichen wurde. Dann passierte einige Monate - nix. Irgendwann hatte der Anwalt dann solange mit dem Staatsanwalt (oder Richter) verhandelt, dass es gegen Auflage eingestellt wird, wenn ich den Vorwurf zugebe und mich entschuldige. Vorausgesetzt, der Vorgesetzte der Polizisten ist damit einverstanden. Das hätte ich mir sogar noch gefallen lassen, die Alternative wäre eine Verhandlung gewesen. In Freiburg, mit sämtlichen Beteiligten. Kann man sich vorstellen, was das kostet und wer das bezahlt, wenn es nicht wie (von mir) gewünscht ausgeht, wovon man in solchen Fällen ausgehen kann. Jedenfalls riet mir der Anwalt davon ab. Wir warteten also auf die Nachricht, ob das akzeptiert wird mit der Entschuldigung. Und warteten.... und warteten...... und würden wahrscheinlich immer noch warten, wenn ich nicht irgendwann nachgefragt hätte. Der Anwalt also beim Staatsanwalt (oder dem Richter) angerufen, was nun ist. Der war ganz erstaunt, er dachte das sei längst eingestellt. Also nochmal bei der Polizei nachgefragt, und wieder gewartet. Irgendwann war es ihm dann wohl zu blöd und er hat es eingestellt ohne dass ich irgendwas zugebe oder mich entschuldige. Die Auflage wurde dann auch noch reduziert.

    Insgesamt ne nette Erfahrung, wenn dir irgendwas angehängt wird, was du nicht widerlegen kannst. Auch interessant, wie lange sowas gehen kann. Mir konnte es in diesem Fall relativ egal sein, aber mal angenommen, es wird das in diesem Fall normalerweise übliche (oder wahrscheinliche) Stadionverbot verhängt, dann krieg ich das frühestens nach Einstellung des Verfahrens aufgehoben, also jetzt. Wenn überhaupt. Ich hatte Glück, dass sich die Fanbetreuung gleich mit Erfolg dahintergeklemmt hatte.

    Fragt sich, was passiert wäre, wenn ich da nicht nachgehakt hätte. Wäre auch ne Möglichkeit gewesen. Vielleicht hätte ich dann als Rentner wieder was davon gehört. :zahnluec:

    Jetzt frage ich mich nur noch, warum die Polizei so reagierte wie sie es tat. Hat der eine da wirklich was gehört und den Falschen erwischt? Oder aus nichtigem Anlass irgendwen rausgezogen, damit die Quote stimmt?
     
  12. Tina

    Tina Stadionsprecherin

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    ja ich hab damit erfahrung gemacht aber nicht weil ich ne bank überfallen habe!
     
  13. GilbertBrown

    GilbertBrown Green Bay Packers Owner

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    na dann kannst du es auch nicht vergleichen, wenn du die banküberfallseite nicht kennst :floet:
     
  14. Herr_Tank

    Herr_Tank Sympathieträger

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    Jetzt lass doch mal, vielleicht isse über ne Bank gefallen. Das kann man dann schon vergleichen.
     
  15. Tina

    Tina Stadionsprecherin

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    oh man du bist echt so witzig da fangen selbst die spatzen aufem dach an zu lachen ^^
     
  16. support1988

    support1988 Member

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    :zahnluec:nicht nur die, auch die Ulmer schmeißen sich weg:zahnluec:
     
  17. eckham

    eckham Mit Herzblut zurück

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    Aha :weißnich: