Ausstiegsklauseln im Fußball - Nicht immer schlecht und manchmal notwendig

Dieses Thema im Forum "Fussball Stammtisch" wurde erstellt von André, 16 Juli 2013.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Also Marco Reus von Gladbach nach Dortmund ging, war das Gejammere groß: Eberl der Depp. Wie kann der dem Reus nur so eine Ablöse festschreiben?

    Beim BVB dann das gleiche mit Götze. Auch da wurde Zorc plötzlich kritisiert.

    Was gerne vergessen wird, Ausstiegsklauseln werden nicht nur zum Spaß gemacht, sondern ohne solche Klauseln hätte man vorher den einen oder anderen Spieler eben erst gar nicht verpflichten oder halten können.

    Bei Spox gibt es gerade ein schönes Interview wo Eberl ausführlich über dieses Thema und die Abläufe bei Transfers in der Bundesliga spricht. Finde ich ziemlich interessant, und vielleicht wird dem ein oder anderen auch klarer wie der Hase läuft.

    SPOX-Themenwoche: Max Eberl im Interview: "Ist er für Arsenal geeignet oder Wanne-Eickel?" - Sport Fussball Themenwoche
     
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  3. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das Wichtigste sagt er aber nicht, der Max: Steht 'ne Ausstiegsklausel drin, spart man sich Verhandlungen mit der Fuppesfirma, die Vertragsparter des Spielers ist, man geht auf den Spieler zu, spricht mit dem und überweist dann halt bei Einigung die Summe der Ausstiegsklausel an diejenigen, die sie bekommen und aus.
     
  4. Holgy

    Holgy PTL-Meister 2011/12 Moderator

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    Streng genommen ist die Ausstiegsklausel ungerecht. Zuerst wurde den Vereinen durch das Bosmannurteil ein Teil ihrer Einnahmen genommen, jetzt wird das durch Ausstiegsklauseln wieder gemacht. Besonders fies ist das ja, weil der holenden Verein wohl in aller Regel keine Ausstiegsklausel festlegt, weil der Spieler ja froh ist, dass er dort landet, der holende Verein dann aber Ablösesummen nach seinem Gutdünken (bzw. Marktwert) generieren kann. Lösung wäre, dass der Verein einen Anteil an dieser Ablöse an den Verein abtreten muss, von dem der Spieler mit Ausstiegsklausel geholt wurde.
     
  5. Schalke-Königsblau

    Schalke-Königsblau Derbysieger 2012/13

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    Man sollte derartige Verträge, die eine Ablösesumme, bzw. festgeschrieben Ablösesumme beinhalten, umbenennen. So in etwa in "Vertrag über die höhe der Ablösesumme". Das umfasst das, um was es im Grunde geht.

    Die Berater freuen sich doch sicherlich, dass sie eine Ablösesumme in den Vertrag einbauen können. So ist ihr Schützling noch auf dem Markt und sie können sich beim Wechsel wieder die Geldbörse auffüllen. Der Schützling darf sich gegebennenfalls über ein eventuelles Handgeld freuen und muss sich nicht wirklich gebunden fühlen. Sein Berater darf sich weiterhin um die Interessen seines Schützlings kümmern, der vielleicht schon längst und für sich einen ganz anderen Wunscharbeitgeber bevorzugen würde.