Atom-Katastrophe in Japan und deutsche Atompolitik

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Jogi-Fan, 15 März 2011.

  1. Schröder

    Schröder Problembär

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    1. Vordergründig, ja. Hintergründig um Stimmen verängstigter Wähler einzufangen, bzw. diese nicht zu verlieren.
    2. Beweis steht im entsprechenden Protokoll der Sitzung mit´m BDI. Nochmal: Damit hat er eigentlich nur gesagt, was ohnehin allen klar sein müsste. Peinlich sind nur seine Dementis.
    3. Nicht? Was soll dann die ganze Aufregung, der Strom würde bei einem vorzeitigem Ausstieg aus der Atomenergie zu teuer, wenn finanzielle Mittel keine Rolle spielen?
    4. Die wären in der Tat erbärmlich, ja. Erst Recht, wenn sie auf ganz Europa bezogen wären. Nur hab ich derartige Vorwürfe noch von keinem gehört...
    5. Natürlich wär das zu durchsichtig. Es ist immer noch zu durchsichtig, spätestens seit Brüderle sich "verplappert" hat. Aber glaub ruhig weiter daran, dass das Moratorium auch nur bei einem AKW zum vorzeitigen Abschalten führt, egal was an evt. Sicherheitsmängeln auftaucht.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 März 2011
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  3. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Kleinkariertes Denken, wenn man bedenkt, dass die Vorkommnisse in Japan noch viele Jahrzehnte beschäftigen werden.

    Diesen Beweis möchte ich jetzt im Orginal lesen.

    Wenn es um die Sicherheit der deutschen Bevölkerung geht, wird über die notwendigen finanziellen Mittel nicht diskutiert werden.

    Dann höre dich einmal besser um. Wie sagt man so schön? Ohne der rot-grünen vermarkten Klobrille?

    Wann und wo hat sich denn Brüderle "verplappert"? Wo ist dieses Protokoll?

    Genau wegen solchen Falschaussagen war es eine richtige Entscheidung Schnappaufs zurückzutreten.
     
  4. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Man lese genau: Nicht etwa, weil da was ins Protokoll geschrieben wurde, was falsch war und damit falsch ausgelegt werden konnte. Sondern wegen der Indiskretion, also dass es überhaupt rauskam.

    Das ist ja fast ein Geständnis. :lachweg:
     
  5. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Klar wird es das. Brauchst dich nur bei den Debatten im Parlament umhören. Da gibts einerseits die Ansage: "Sicherheit ist nicht verhandelbar!" und zwei Sätze (oder Reden) später die Einschränkung, dass Wirtschaftlichkeit und Bezahlbarkeit sehr wohl mitentscheidende Kriterien sind.
     
  6. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    tagesschau.de berichtet es nun auch genauso. Eine gute Entscheidung, wenn auch die Diskussionen auf europäischer Ebene beweisen, dass Großbritanien sich wahrscheinlich keinem Stresstest aussetzen möchte. Von daher bezweifle schon sehr, dass die AKW Deutschlands in einem desolaten Zustand sind, wenn der Staat sogar selbst diese Sicherheitsüberprüfungen befürwortet und eingebracht hat.
    Wie auch immer, der Druck der Öffentlichkeit wird auf die Länder nicht geringer werden, die den Bau von AKW planen bzw. Tests auf EU-Ebene ablehnen. Von daher bin ich davon überzeugt, dass Großbritanien, Polen, Italien und so weiter sich früher oder später für eine sichere Energieversorgung aussprechen werden. Dort wird ein Umdenken erfolgen müssen, wenn sich alle Länder, nach den Stresstest, auf eine einheitliche Energieversorgung einigen werden. Für die Menschen in Europa.
     
  7. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Ne Kopie reicht dir vermutlich nicht. Aber ans Original ist grad schwer rankommen...
    http://polpix.sueddeutsche.com/polo...e/image.jpg_gen/derivatives/860x860/image.jpg
     
  8. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Ohne Angaben zum Sitzungstag, Protokollanten oder ähnlichem schreit das Protokoll förmlich nach Seriosität. Das muss einfach so sein. :fress:
     
  9. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Wenn das ganze Protokoll ne Fälschung wäre, also der Inhalt mit dem Original nicht übereinstimmt, dann hätte der BDI das so kommuniziert, meinst du nicht? Aber das scheint ja nicht der Fall zu sein, sonst würde man sich ja nicht rausreden mit das ist falsch wiedergegeben und so. Und dann gäbe es auch keinen Grund zum Rücktritt.

    Aber ich seh schon, das passt nicht in dein Kartenhaus. Von mir aus kannst du auch glauben was du willst, es wird nur langsam kompliziert für dich, ne Argumentationslinie beizubehalten.
     
  10. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Ich bezog das eigentlich eher auf die Atomkraft allgemein und weltweit. Die Geister rief man schon in den 50ern, und wird sie seitdem nicht mehr los. Die Dinger sind ja sogar stillgelegt noch auf Jahrzehnte hinaus gefährlich. Mann müsste all die Arschlöcher, die diese unverantwortliche Technik seit Jahrzehnten vorantreiben, einfach mal eine Woche lang ohne Schutzanzug ins AKW Fukushima einsperren...
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Klar, komplett erstunken und erlogen. Deswegen tritt auch der BDI Geschäftsführer zurück, weil's das Protokoll eigentlich gar nicht gab :D
     
  12. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Nein, entschuldige. Ehrlich und aufrichtig erstelltes Protokoll (?) von vom auch immer und an welchem Tag auch immer.
    Egal, hauptsache ein paar Worte, die wie die Faust auf die rot-grüne Klobrille passt. :top:
     
  13. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Nö. Isses nicht. Hetze und Kampagne ist vielmehr, den anderen, die man nicht abkann, reflexartig Hetze und Kampagne zu unterstellen, wenn sie offensichtliche Machenschaften einer selbst aufdecken und benennen.
     
  14. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Hetze und Kampagne ist für mich beispielsweise folgendes

    - das Moratorium als Landtagswahlkampf zu bezeichnen, obwohl in Bayern, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein keine Landtagswahlen stattfinden werden. Ist das eine "offensichtliche Machenschaft"? Nein, sonst wäre es ja zu doll durchsichtig. :lachweg:
    - ein falsches Protokoll als Argument gegen die Bundesregierung zu verwenden. Ist das eine "offensichtliche Machenschaft"?
    - der Bundeskanzlerin bzw. der Bundesregierung mutwilliges Handeln im Bezug auf die Sicherheit der europäischen Bevölkerung vorzuwerfen. Ist das eine "offensichtliche Machenschaft"?
    - sich für eine Abschaltung der AKW auszusprechen, obwohl die Sicherheit ohne AKW in Deutschland genauso wenig gewährleistet werden kann, wie auch die Stromversorgung. Ist das eine "offensichtliche Machenschaft"?
     
  15. huelin

    huelin Quite clear, no doubt, somehow

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    Die Sicherheit nicht, das stimmt, aber das liegt einzig und allein an den AKWs in Frankreich und anderen Ländern.

    Das mit der Stromversorgung ist allerdings ein Märchen. Die AKW-Betreiber wollen ganz einfach nicht auf ihren Profit verzichten, das ist der einzige Grund, weshalb die Dinger noch am Netz sind. Hier nur ein Beispiel:

    Ökostrom aus Norwegen blockiert - REPORT MAINZ | SWR.de


    Außerdem: Wenn die AKW-Betreiber nach normalen marktwirtschaftlichen Gesichtspunkten für alle Folgekosten (Entsorgung, Versicherung) aufkommen müssten, dann wären die AKWs längst alle wegen Unrentabilität stillgelegt. Aber der Steuerzahler darf ja gerne dafür einspringen. Mit Geld und mit unkalkulierbaren Risiken.
    Schlimmer als die Banken, die Bande, echt... :kotzer:
     
  16. odie

    odie Zeitzeuge

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    Die Laufzeitverlängerung ist - Stand heute - immernoch absolut beschlossene Sache. Ganz einfach aus dem Grund, dass die Bundesregierung nicht mal so eben ein Gesetz (die Laufzeitverlängerun ist im Atomgesetz verankert, dank schwarz-gelb) mit einem Moratorium kippen kann. Ein Moratorium ist lediglich eine zeitlich begrenzte (hier 3 Monate) Aussetzung.

    Brüderle hat lustigerweise (oder aus Cleverness) nichtmal seine Aussage dementiert. Er hat lediglich darauf hingewiesen dass der BDI von einem Protokollfehler spricht. Dabei ist bis jetzt nicht mal klar, wo genau der Fehler steckt. Kann theoretisch auch ein falsch gesetztes Komma sein.

    Da hast du was falsch verstanden.Populismus bezeichnet eine um "Nähe zum Volk" bemühte Politik, die Unzufriedenheit, Ängste und aktuelle Konflikte für ihre Zwecke instrumentalisiert, indem sie Gefühle anspricht und einfache Lösungen vorstellt. Jetzt überleg mal scharf, welche Beteiligten bei der aktuellen Diskussion einfache Lösungen vorstellen.
     
  17. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Ja, für dich schon. Aber was heisst das schon.
     
  18. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Hinzu kommt, dass mit der Rücktrittsbegründung des BDI-Menschen da die Aussage Brüderles sogar noch bestätigt wurde. Rücktrittsgrund war nämlich nicht der (angebliche) Protokollfehler, sondern die Indiskretion, dass das Protokoll überhaupt veröffentlicht wurde.
     
  19. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Das ist richtig.
    Worauf ich aber hinaus wollte ist der Punkt, dass die Bundesregierung mit dem Moratorium eine neu angelegte Sicherheitsüberprüfung festgesetzt hatte. Das bedeutet - je nach Ausgang der Überprüfung und der folgenden Bewertung -, dass ein verändertes Atomgesetz durch eine Initiative im Deutschen Bundestag möglich ist.

    Einfach nur falsch. Schau doch öfters mal Phoenix und nicht RTL Aktuell zum Abend. ;)
    Hier eine Quelle zum Nachlesen seiner Aussagen im Bundestag.

    Quelle: Äußerungen zum AKW-Moratorium: Brüderle beruft sich auf den "Protokollfehler" | Politik
     
  20. odie

    odie Zeitzeuge

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    Wir sind uns einig. Das Wesentliche habe ich dick markiert.

    Nö, einfach nur richtig!
    Lies deine eigene Quelle richtig und denk drüber nach!
    Brüderle sagte:
    Er sagt nicht: Meine Aussage wurde falsch wiedergegeben.
    Er sagt: Der BDI erklärt, meine Aussage wurde falsch wiedergegeben.
    Würde mich jemand einer Aussage bezichtigen, die ich so nicht getätigt habe, ich würde definitiv ersteres sagen. Zudem würde ich noch erwähnen, wie die Aussage genau war. Keines von beidem hat Brüderle gemacht.
     
  21. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Wäre schön, wenn du auch schauen und auch mal lesen würdest. Denn in der Begründung des Rücktritts vom BDI-GF steht, dass dieser zurückgetreten ist, weil es eine "Indiskretion" gab. Und nicht, weil es einen folgenschweren Übertragungsfehler in ein Protokoll gab.

    Was bedeutet, dass damit die Meldung des BDI über den Widergabefehler im Protokoll hinfällig und Brüderles widergegebene Aussage so auch geäußert wurde.

    Und das ist nichtmal 5 mal um die Ecke gedacht. Jedenfalls ist die Zeitung "Die Welt" nicht gerade verdächtig, ein linkes Blatt zu sein. Die kommt aber komischerweise genau zu demm gleichen Schluss wie ich.

    Klick
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10 September 2013
  22. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Das ist Wortklauberei, um nicht zu sagen, ein exaktes Beispiel für die Hetzkampagne der Oppositionellen, die du offensichtlich teilst. Ob nun von Ausführungen oder einer Aussage zu sprechen, spielt in dem Fall keine Rolle, weil er im Deutschen Bundestag auf diese Ausführungen im Protokoll des BDI angesprochen wurde.

    @ BoardUser:

    Die Frage, die du dir in Wahrheit stellen solltest, geht darum, warum er um Indiskretion spricht. Denn es ist tatsächlich so, dass all jene Protokolle gar nicht an die Öffentlichkeit kommen dürften. Von daher war es auch eine richtige Entscheidung Schnappaufs, um die Außendarstellung des BDI weiterhin zu wahren.

    Und im Übrigen: Ein Protokollfehler ist im Normalfall keine Seltenheit. Auch Protokollanten sind keine Roboter. Aber dieser Fehler spielt den Oppositionellen für ihre Lächerlichmachung natürlich in die Karten. Schade aber, dass die Herren die Wichtigkeit der Energieversorgung immer noch nicht verstanden haben. Ohne AKW wäre weder die Sicherheit der deutschen Bevölkerung noch die generelle Stromversorgung wie bisher gewährleistet.
     
  23. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Falsch. Denn diese Protokolle werden regelmäßig an über 50 Leute geschickt. Man muss und musste schon immer damit rechnen, dass diese auch veröffentlicht werden. Die Versendung des Protokolls an über 50 Personen ist keine Neuigkeit oder Einzigartigkeit.

    Nein, er spricht von Indiskretion, weil dieses Protokoll mit diesem Inhalt nicht ungeprüft an die Öffentlichkeit gelangen sollte.

    Natürlich: Solche Protokolle werden zum einen natürlich hin und wieder fehlerhaft verfasst, weil ja keiner perfekt ist. Zudem werden sie auch hin un wieder fehlerhaft geprüft, weil keiner perfekt ist. Zum dritten werden sie manchmal fehelerhaft versendet, weil keiner perfekt ist. Und zum vierten wird das auch noch fälschlicherweise der Presse zugespielt, weil keiner perfekt ist. Und hier im Einzelfall apssiert nun Folgendes: Rein zufällig summieren sich alle menschlichen fehler in einer Kette, die sich dann, trotz relativer Einzel- und damit noch viel kleinerer Gesamtwahrscheinlichkeit so realisiert, wie sie es tat.

    Nicht zuletzt sitzen da natürlich auch keine Leute, die genau wissen, was ihre Aussagen anrichten können. Weder am Abend der Protokollierung noch bei denen, die die Begründung für den Rücktritt verfasst haben. Das sind alles Leute, die reden und schreiben, wie ihnen der Mund gewachsen ist. Nicht einer von denen ist Politikberater, Jurist, Medienspezi oder dergleichen.

    Sorry, aber bei sovielen menschlichen fehlern, die allesamt hintereinander irrtümlich auftreten, fehlt mir einfach der Glaube an eine solche Fehlerkette.

    Und glücklicherweise nicht nur mir. Sondern vielen anderen auch.

    Aber ich weiss ja, ist alles nur Hetze, Kampagne. Glaubwürdig ist nur die Kanzlerin, der Brüderle und die offiziellen Mitteilungen des BDI.

    Mein Gott, wie naiv ist das denn......
     
  24. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ok, spielen wir mal Dein Spiel :)

    Woher stammt diese Aussage und wo sind die Belege für deren Richtigkeit?

    Den Teil mit der Gewärleistung der Sicherheit der dt. Bevölkerung lassen wir mal aussen vor, denn das ist ja kaum an Zynismus zu übertreffen zu behaupten ein Kraftwerk, das im massif central ausser Kontrolle gerät, gefährde die dt. Bevölkerung gleich stak wie eines, das in der Nähe von Landshut ausser Kontrolle ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 März 2011
  25. Ichsachma

    Ichsachma J'aime soleil

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    Alles Papperlapapp. Langsam sollte mal Schluß sein mit dieser Scheinheiligkeit der Politik, jetzt mal wieder aus meinem Lager. Hiesigen AKWs droht kein Erdbeben der bekannten Stärke und kein Tsunami. Auf die niederländischen und französischen, tchechischen und weißnichwasfürwelche, die näher an uns liegen als Fukushima an Tokio, haben wir politisch sowieso keinen unmittelbaren Zugriff, nur mittelbar als Vorbild durch den Plan eines schnelleren bzw. schnellen Ausstieg. Plan? Muahahahahahahahaha. Wer's glaubt, wird mehlig. Schlimm, dass Brüderle das noch nicht einmal in Kreisen offen sagen kann, die sich eigentlich mit der Wahrheit arrangieren könnten, noch schlimmer aber, überhaupt erst so ein Spiel zu beginnen, Angela.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 März 2011
  26. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    was ist denn das für ein "beschluss"?
    vorher durften sie "freiwillig" nicht testen?
    oder wie soll man das verstehen?
     
  27. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    http://www.tagesschau.de/multimedia/bilder/energieverbrauch108_v-grossgalerie16x9.jpg

    Durch welche Infrastruktur der erneuerbaren Energien kann man von heute auf morgen ungefähr 23 % Atomenergie ersetzen, wenn sie bitte schön nicht vorhanden ist? Wollen wir das Spiel weiter machen, indem wir Atomenergie aus Nachbarländern importieren?

    @ BoardUser:

    Diese Zahl würde ich doch gerne mal genauer erfahren. Und im Übrigen ist diese Pauschalargumentation "Damit muss man rechnen" einfach nur billig. Was nicht sein darf, sollte demnach auch so umgesetzt werden, wie es vorgeschrieben ist.

    Wir können den Faden natürlich auf diese Art weiterspinnen. Mich erinnert dieser Diskussionsstil eher an Gabriel, der wie ein Dirigent seine Oppositionellen zum Lachen und Beifall auffordert.

    Richtig. Einfach nur kleinkariert, wie es Merkel in dem Fall ausdrücken würde.

    In dem Fall wundert es mich überhaupt, dass du als (angeblicher) Gegner der sofortigen Abschaltung von AKW nicht einmal dich für die Arbeit der Kanzlerin in Brüssel aussprichst. Merkwürdigerweise versuchst du aber, dich nicht zu äußern. Weder zum Punkt der Gewährleistung von Sicherheit durch eine gemeinsame europäische Linie in Sachen Energieversorgung noch im Punkt der Garantie einer weiter normal verlaufenden Stromversorgung Deutschlands.
     
  28. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Der Punkt ist nicht, dass Mitteleuropa nicht mit einem Tsnuami rechnen muss, sondern das die AKW in Japan auf diese Erdbebenstärke und dem im Anschluss folgenden Tsunami nicht ausgelegt waren. Das ein Erdbeben in Europa nicht möglich sein sollte, ist mir absolut neu. Mal ganz zu schweigen von Hochwasser, Terroranschlägen und dergleichen. Das sind Fakten, die man zukünftig noch stärker einplanen muss, obwohl sie nicht vorhersehbar sind. Genau von diesem Fall wurde Japan und die gesamte Welt eben überrascht und erschüttert. Der Nicht-Vorhersehbarkeit.
     
  29. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Man muss ja gar nicht 23% ersetzen. 7 KKWs kann man ja jetzt schon, laut der Regierung abschalten.

    Bleibt also weniger. Das überbrücken wir kurz- mittelfristig mit Erdgas, Kohle und Wasserkraft, bauen mittelfristig die Energiesparmassnahmen aus und setzen die Milliarden, mit denen die Kernkraft sponsort für alternative Energiequellen ein.

    Schnell beantwortet auf dieser Detailebene, was? :D
     
  30. pauli09

    pauli09 2. Ewige Tabelle "1gg1"

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    ich würde mal sagen: " das protokoll ist alternativlos!" ;)
     
  31. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Fakt ist, dass Tsunamis im Pazifik Gang uns Gäbe sind und das letzte große Beben der Stärke > 9,0 im Jahr 2004 im indischen Ozean genau einen Tsunami auslöste, der Hunderttausende töte und das in einem Gebiet, das tektonisch nicht so kritisch ist wie der Raum um Japan.

    Soviel zur "Nichtvorhersehbarkeit"

    Der Punkt ist einfach der: Gegen ein zehnfach stärkeres Erdbeben mit Einkalkulierung eines Tsunamis kann man ein Kraftwerk nicht einfach nachrüsten. Will man da Sicherheit, muss man es schliessen und dann ist immer noch nicht geklärt wohin mit den hunderten von Tonnen der hochradioaktiven, abgebrannten Brennstäbe.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25 März 2011