Atom-Katastrophe in Japan und deutsche Atompolitik

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Jogi-Fan, 15 März 2011.

  1. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Das brauchst du nicht. Denn das ist zum einen leicht, zum anderen noch kein Ergebnis, also auch kein Fortschritt.
     
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  3. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Es wird allein ein Fortschritt sein, wenn sich die Europäische Union darauf einigt, die Atomkraftwerke als "Brückentechnologie" zu begreifen und die Energiepolitik auf erneuerbare Energien hinstreben würde. Natürlich würde nicht damit zu rechnen sein, dass Frankreich innerhalb von fünf Jahren ihre 80 % auf Atomenergie basierende Stromproduktion abändern könnte. Alles in allem würde es einem langfristigen Ziel entsprechen, welches Deutschland selbstverständlich viel früher erreichen könnte, als ihr Nachbarland.

    Kein Fortschritt wäre es allerdings, wenn Deutschland die AKW abschalten würde, aber unweit von den Grenzen entfernt trotzdem ein Kühlungssystem für die Brennstäbe plötzlich inaktiv werden würde und die Strahlenwerte im Ruhrgebiet von heute auf morgen knallartig steigen würden.
     
    Zuletzt bearbeitet: 18 März 2011
  4. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Wenn...

    Und falls man sich darauf einigt.

    Sicher ist das keineswegs. Und allzu pessimistisch ist das auch nicht gedacht, wenn man sich solche Gipfel aus der Vergangenheit ansieht. Verschärfung der Bankenaufsicht, schadstoffarme Autos, Transaktionssteuer. Einer macht immer nicht mit. Mit der Folge, dass dann gar nix passiert.

    Sage mir einen Grund, warum das jetzt anders sein soll. Japan? Ist vielleicht ein Anlaß mal darüber zu reden. Aber noch lange keiner, da was zu ändern. Die Argumente liegen doch auf der Hand: Bei uns gibt es keine Tsunamis, nur viel schwächere Beben. Bei uns ist alles sicher, x-fach geprüft und im Übrigen beziehen wir hohe zweistellige Quoten unserer Energie aus Atomkraft. Da gibts mindestens für einen keinen Grund, was zu ändern. Und der eine reicht schon.
     
  5. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Es geht nicht darum, dass es in Europa aller Wahrscheinlichkeit nach keine Tsunamis geben wird. Es geht darum, dass Fukushima von einer Naturkatastrophe überrascht wurde, mit der keiner zuvor gerechnet hatte. Das Atomkraftwerk war auf eine Erdbebenstärke von 8,0 ausgelegt. Im Endeffekt handelte es sich um eine Stärke von 9,0 mit einem Tsunami im Anschluss. Wer kann uns schon die nächste Naturkatastrophe prophezeien? In dem Sinne hat die Europäische Union (vorerst) freiwillige Stresstests für Atomkraftwerke eingeführt, die die Sicherheit überprüfen soll. Meine Überlegung ist, dass sich dadurch ein erschreckendes Bild für die EU ergeben sollte und das Ergebnis einiges in Bewegung bringen könnte. Dann könnte eben mein Standpunkt bzw. meine Hypothese real werden:
    Aber mal abwarten. Die Lage in Japan hat sich nicht verbessert und solange von einer Verbesserung nicht die Rede sein kann, werden die Augen noch gezielter auf die staatlichen Energiepolitiken ausgerichtet sein.
     
  6. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    und was hat das nun alles damit zu tun, dass Merkel versucht aus dem Elend in Japan nutzen zu ziehen und diverse Wahlen für ihre Partei zu gewinnen?

    Die aktuelle Atompolitik der Regierung ist durch nur auf Stimmenfang ausgelegt, nichts anderes. Und nach den Wahlen wird das Moratorium (und bei Merkel kommt das Wort von Mors) wieder ad acta gelegt. Glaubt doch wohl niemand ersnthaft, dass die gesamte CDU und FDP sich in dieser Frage nun um 100% gedreht haben.
     
  7. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Das hat damit etwas zu tun, dass es kein Fortschritt wäre, wenn Merkel in drei Monaten alle Atomkraftwerke abschalten würde und gleichzeitig die Kernschmelze in 58 AKW Frankreichs real werden könnte. Dann hätte, mein Lieber, nicht nur Deutschland als direktes Nachbarland ein Problem.
     
  8. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Und? Ist das nun was Neues? Das Problem sollte doch schon lange bekannt sein. Warum versucht man also im Angesicht der Katastrophe mit adhoc Maßnahmen nun noch schnell nen paar Wählerstimmen zu fangen? Wenn der CDU es ernst wäre, dann hätte man das Thema schon lange angegangen und nicht erst jetzt wo es die breite Masse interessiert. Und nein, man hat vor garnicht allzulanger Zeit noch den Ausstieg gekippt und die Laufzeiten verkauft.
     
  9. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Na zumindest haste deinen Optimismus etwas relativiert. Es las sich ja zuweilen so, als ob für dich da schon was feststeht. Und als ob eine Änderung der eropäischen Atompolitik schon feststeht. Nu schreibste von "sollte" und "könnte". Damit kann ich sogar accord gehen. Weil das in der Tat so ist.
     
  10. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Warum war es denn der SPD und der Grünen "nicht ernst genug", um den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie zu veranlassen? Ich kann es dir sagen: Weil es damals wie heute nicht möglich war, sich allein auf erneuerbare Energien zu konzentrieren. Natürlich könnte sich Deutschland dann auf den Import von Atomenergie verlassen. Aber was hätte Deutschland dann dadurch erreicht? Eben keine Garantie, dass die deutsche Bevölkerung durch Strom ständig versorgt werden würde. Auch aus dieser Sichtweise keinen Fortschritt!

    Warum, wieso, weshalb - Fakt ist, dass die Lage sich durch Japan verändert hat und sich dadurch die Zielausrichtung bzw. die Mittel, die zum Ziel führen sollen verändern müssen. Europaweit! Alles andere hätte keinen Sinn.
     
  11. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Völlig anderes Thema. Eigenes versagen mit dem Hinweis auf ebensolches Versagen des Kontrahenten schönreden zu wollen, ist ein Themenwechsel.
     
  12. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Also in Europa hat sich die Lage durch die Ereignisse in Japan aus meiner Sicht garnicht geändert. Was sich geändert hat ist die öffentliche Wahrnehmung der Kernkraftwerke und das politische Gewicht eben dieser. Und darum gehts.
     
  13. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Es ist kein völlig anderes Thema, wenn der CDU parteipolitisches Vorgehen vorgeworfen wird, obwohl dafür keine Argumente sprechen.

    Aber schöne Schutzhaltung für jemanden, der der momentanen Opposition seine Stimme gibt. ;)
     
  14. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Du widersprichst dich. Denn die öffentliche Wahrnehmung Europas über Atomkraftwerke hat sich tatsächlich durch die Ereignisse in Japan verändert. Eine neue Lage, die es neu zu beurteilen gilt! Und diese Beurteilung und Lagefeststellung ist in der Europäischen Kommission voll im Gange. Sprich: Einführung freiwilliger Stresstests.
     
  15. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich weiß nicht wie alt Du bist aber damals 1986 waren auch auf einen Schlag große Teile der dt. Bevölkerung sehr skeptisch der Kernenergie gegenüber. Gebracht für die nächsten Jahre hat's nichts.
     
  16. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Sage ich doch, die Wahrnehmung hat sich geändert, also muss Merkel auf diesen Kurs umschwenken. Sehe da keinen Widerspruch.

    Und Erdbeben mit anschließenden Tsunamis die unsere AKWs erreichen halte ich nach wie vor für unwahrscheinlich, dafür sind Nord und Ostsee einfach zu kleine Gewässer.

    Schön ist, das nun wohl auch die AKW-Befürworter endlich anfangen nachzudenken, das die Technik, entgegen aller anders lautender Beteuerungen, wohl doch nicht so sicher ist, wie uns die Energiekonzerne und ihre Lobbyisten erzählen wollen.

    Ich erinnere mich an die Debatten der letzten beiden Jahre bezüglich Krümmel,Brunsbüttel und Brokdorf. Die sind doch, trotz aller Pannen, so sicher......
     
  17. BoardUser

    BoardUser Jede Saison ein Titel! Administrator Moderator

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    Türlich sprechen Argumente dafür. Du willst sie nur nicht sehen.
     
  18. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Jetzt ist es auch keiner mehr. ;)
    Allerdings garantiert ein alleiniger Kurswechsel Deutschlands nicht die Sicherheit der deutschen Bevölkerung, wenn eine Kernschmelze in einem oder mehren AKW Frankreichs die Kernschmelze droht und die Strahlungen durch östlicher Windrichtung uns sofort erreichen würden.

    Dahingehend wird dir wohl kaum einer widersprechen. Darum geht es aber, wie schon eben geschrieben, überhaupt nicht. Es geht darum, dass mit so einer Naturkatastrophe niemand gerechnet hat und die AKW darauf nicht ausgelegt waren. Deshalb bereitet den Japanern seit Tagen, vor allen Dingen Fukushima, unglaubliche Probleme.
     
  19. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das wiederum war aber den Verantwortlichen in Japan klar und sie genehmigten die Kraftwerke dennoch.

    Genauso ist es jedem Verantwortlichen in Deutschland klar, dass auch unsere Kernkraftwerke nicht den Sciherheitsstandards entsprechen, die immer von der Politik postuliert wurden: "Unsere Kraftwerke sind sicher."
     
  20. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Das ist mir bekannt. Nur Stelle ich die Frage nochmal: Was hat sich an der Ausgangslage geändert? Doch nur das Fukushima medien- und öffentlichkeitswirksam durch die Medien geht.

    Unsicher waren die Teile schon vorher, genug Störfälle gabs ja auch in deutschen AKWs schon, ganz ohne Naturkatastrophen. Aber die haben die Befürworter immer heruntergespielt. Nun muss sie mit der öffentlichen Meinung schwimmen, weils um Wählerstimmen geht.
     
  21. SaintWorm

    SaintWorm Bolminator Moderator

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    Die Wahrscheinlichkeit für solch eine Naturkatastrophe in Deutschland dürfte sich durch das Beben in Japan nicht verändert haben.
    Ich find es ehrlich gesagt erbärmlich, dass Merkel nun auf einmal die Sicherheit der AKW überprüfen lassen möchte. Denn entweder reagiert sie nun rein populistisch, um die plötzlich steigende Anzahl der AKW-Gegner zu besänftigen, oder sie hat sich vorher nicht genügend Gedanken über die Risiken dieser Technologie gemacht.

    Es soll mir nun bitte keiner mit "Wer konnte schon mit einer Naturkatastrophe rechnen?" kommen.
    Bei solch einer wichtigen Entscheidung wie der Verlängerung der AKW-Laufzeiten muss ich solch einen Faktor in meiner Entscheidungsfindung einbezogen haben.
    Sie hätte in meiner Achtung steigen können, hätte sie gesagt: "Wir stehen zu unserer Entscheidung, denn wir haben sie aus Überzeugung und nach Abwägen aller Eventualitäten getroffen.", auch wenn das recht konträr zu meiner persönlichen Einstellung gewesen wäre.
     
  22. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Mit einer Naturkatastrophe muss man in der heutigen zeit immer rechnen. Das ist richtig. Nicht aber mit der Überschreitung von dem angelegten Sicherheitskonzept. Und bei allem Respekt, finde ich es von vielen Menschen schon sehr anmaßend, der Bundeskanzlerin vorzuwerfen, dass sie das Leben der Menschen auf das Spiel setzt bzw. mutwillig das Sicherheitskonzept absegnet. Das ist bodenlos und für mir erst recht "populistisch". Um mehr geht es vielen (Oppositionellen) in dem Fall nicht.
     
  23. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Selbstverständlich muss man auch das Versagen von Sicherheitskonzepten in seine Überlegungen miteinbeziehen.

    Ich frag mich eher: Welches Sicherheitskonzept da gemeint ist?
    Diese sog. "Konzepte" sind ja von Kraftwerk zu Kraftwerk verschieden und beantworten bei allen eine ganz entscheidende Frage nicht: Was passiert mit den lebensgefährlichen Abfällen.
     
  24. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Ach nicht?!?
    Na dann,ist ja alles im Lot? Warum machen die regierenden Parteien dann so ein Theater?
    o.k. Erdbeben in der Stärke wie jetzt in Japan wird es hier nicht geben, aber sind unsere AKW auch für kleinere Erdbeben sicher? In Japan hat man sich auch verkaluliert und zwar deutlich und jetzt ist die Kacke am dampfen.
    Ach nee, mit einer Überschreitung des Sicherheitskozepts braucht man ja nicht zu rechnen und wenn doch ist es halt Pech, oder wie? :suspekt:
    Oder was ist, wenn ein (Verkehrs)Flugzeug in ein AKW kracht? Bis zum 11.09.01 ein mehr oder weniger undenkbares Szenario. Oder fällt soetwas unter den Begriff "Restrisiko"
     
  25. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ich hab neulich gelesen, dass dafür angeblich 3 Kraftwerke in D'land gerüstet sind.
    Wozu ich aber gleich mal zwei Anmerkungen habe:
    1) Nach 1989 wurde kein Kernkraftwerk in D'land mehr gebaut, sprich, bei der Konstruktion der Kraftwerke konnte also ein 11.Septemberfall gar nicht direkt in Erwägung gezogen werden.
    2) Es sind sich seit dem 11. September die Fachleute nicht einig, zumindest nach meinem Wissenstand, welche Auswirkungen ein Absturz eines Verkehrsflugzeug haben könnte und wie konkret so ein Fall ist.
     
  26. Jogi-Fan

    Jogi-Fan Well-Known Member

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    Ich finde diese wechselnden Meinungen jedenfalls genial

    1.) Laufzeitverlängerung totaler Schwachsinn.
    2.) 1/2 Jahr später: Abschaltung populistisch.

    Das beste daran ist, dass es keiner Wählerstimme für die Oppositionellen auffällt. :lachweg:
     
  27. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Mit solchen Aussgaen zeigste eigentlich nur, dass dir die Argumente ausgehen, bzw, nie welche mit Substanz vorhanden waren.


    Ich drücke es nochmal einfacher aus. Die Abschaltung ist ok, wenn sie denn endgültig wäre. Nur erfolgt in diesem Fall die zeitweilige Abschaltung nur, weil sich Volkes Meinung nun gegen die Atomkraft manifestiert und unsere SED-kanzlerin einfach nur machtgeil ist und sie so (wenn auch ziemlich plump) versucht, hier auf Wählerfang zu gehen. Zum Glück sind die Deutschen nicht so dumm, dass sie es nicht merken.
     
  28. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    1) war auch komplett falsch in meinen Augen
    2) wäre komplett überflüssig, hätte man 1) nicht ohne Rücksicht auf die Realität durchgezogen sondern würde es jetzt nur beschleunigen müssen.
    So isses einfach mal eine hilflose Reaktion, denn die KKWs bleiben auch mit "Stresstests" die Gleichen und werden weder bedeutend stabiler, noch ändert sich was an ihrem Konstruktions- und Funktionsprinzip, noch wird die Frage geklärt: Wohin mit dem lebensgefährlichen Müll?

    Einschränken tu ich aber: Dass die 7 alten Siedewasserreaktoren jetzt mal abgeschaltet werden, ist gut. Hoffentlich bleiben sie das dann aber auch; denn wenn nicht, dann war's purer Populismus.
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 März 2011
  29. Simtek

    Simtek Well-Known Member

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    Da bin ich mir nicht so sicher. Es gibt genug Leute, die auf solche Blender reinfallen.
     
  30. Schröder

    Schröder Problembär

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    Wo liegt denn da der Fortschritt? Mal als Beispiel die Lohnpolitik: Deutschland hätte gern 5 € Mindestlohn, Frankreich 8, Großbrittanien 6, Italen 3,5 und Griechendland 1,50. Wenn wir das der EU überlassen würden, hätten wir in ganz Europa `n Mindestlohn von 1,50 / Stunde (kleinster gemeinsamer Nenner). Wo siehst du da den Fortschritt?

    Ähnlich wird ´s bei der Atompolitik sein. Deutschland wird auf 20 % Atomstrom setzen, Frankreich meinetwegen auf 70, Italien auf 55 und Russland auf 90. Ergebnis wird sein: 90 % (kleinester gemeinsamer Nenner). Wo ist der Fortschritt?

    Du siehst es doch an der 3 % - Neuverschuldungsgrenze des €-Stabilitätspakts. Mit großen Tamtam damals eingeführt, wer dagegen verstößt, muss Strafe zahlen. HURRA, dmit ist die Stabilität des Euro gesichert!

    Wie sieht die Realität aus? Keiner hält sich dran. Im Gegenteil: Wer dagegen verstößt, bekommt noch zusätzlich Geld aus ´m "Rettungsschirm", in den wir alle einzahlen.

    P.S.: Wie stehst du eigentlich dazu, das die Bundesregierung ausgerechnet von den verhassten Linken 100 % Unterstützung erhält, was Lybien angeht? ;)
     
    Zuletzt bearbeitet: 19 März 2011
  31. Princewind

    Princewind Rassist und Lagerinsasse

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    Ähem! Hab ich was verpasst?