Artikel: Wiesinger steht in den Startlöchern

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von To1989, 23 Dezember 2012.

  1. To1989

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    Ein frohes Weihnachten kann man bei den Nürnbergern dieses Jahre wohl vergessen. Ganz plötzlich und in Windeseile verlor man Cheftrainer Dieter Hecking an die Konkurrenz aus Wolfsburg und nun kann sich Sportvorstand Martin Bader bis zum Trainingsauftakt am 3. Januar nach einem neuen Trainer umschauen. Einer der möglichen Kandidaten steht bereits jetzt in den Startlöchern.

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    "Ich würde mir die Rolle als Nachfolger von Hecking zutrauen. Ich kenne den Club in- und auswendig", so Michael Wiesinger. Der gebürtige Burghausener spielte von 1993 bis 1999 für die Franken. Dabei ging der damalige Kapitän sogar den Weg in die dritte Liga mit dem Club. Erst 1999 folgte dann der Wechsel zum FC Bayern.

    Seine Karriere als Trainer begann für Wiesinger als U23-Coach beim FC Ingolstadt, bis er dort zum Co-Trainer befördert wurde. Im November 2009 wurde er nach der Entlassung von Horst Köppel zum ersten Mal Cheftrainer. Zwar konnte er damals den Abstieg in die dritte Liga nicht mehr verhindern, im Folgejahr schafften die Schanzer dann allerdings den direkten Wiederaufstieg.

    Seit 2011 war Wiesinger im Frankenland für die U23 des Clubs verantwortlich. Nun könnte nach dem Abgang von Hecking seine große Stunde geschlagen haben. Martin Bader könnte sich nach eigenen Aussagen eine interne Besetzung des Postens durchaus vorstellen. "Wiesinger ist zumindest eine sehr gute Alternative, sonst würde er nicht bei uns im Verein arbeiten. Es wäre ja absurd, wenn wir Trainer im Nachwuchsbereich hätten, denen wir nicht auch vertrauen", so der Sportvorstand in einem Interview. Eine definitive Entscheidung konnte man allerdings noch nicht aus Baders Worten ableiten, der sich also weiterhin alle Optionen offen lässt. "Ich muss mir jetzt Gedanken machen, werde nichts ausschließen mit Wiesinger, aber ich werde keinen Favoriten nennen", so der 44-Jährige.

    Der Abgang Heckings hat wohl auch Bader hart getroffen, da beide ein sehr gutes, auf Vertrauen basierendes Verhältnis zueinander hatten. Mit dem Club hatte der Coach sowohl Höhen als auch Tiefen des Bundesliga-Daseins erlebt. Viel Zeit zum Trauern haben die Franken nun jedoch nicht, denn schon kurz nach dem Jahreswechsel soll der Nachfolger die Trainingseinheiten übernehmen. Am 5. Januar geht es für die Nürnberger ins Trainingslager nach Spanien. Fakt ist, dass der neue Coach in seinem Vertrag wohl keine Ausstiegsklausel Marke Hecking bekommen wird.