Artikel: Werder und die Torhüter - Mielitz wird kritisiert

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von To1989, 10 Oktober 2012.

  1. To1989

    To1989 Active Member

    Beiträge:
    346
    Likes:
    3
    Seit dem Weggang von Tim Wiese ist die Torwartfrage bei den Bremern das wohl aktuellste und aufreibenste Thema. Auch im gestrigen Training sah alles aus wie immer. Der 23-Jährige wies lautstark seine Vorderleute zurecht, lobte sie aber ebenso für gelungene Aktionen. „Sebastian versteckt sich nicht, er ist da. Das ist gut und richtig. Es gibt keinen anderen Weg“, so Torwart-Trainer Michael Kraft.

    22968


    Doch nach dem Abgang von Wiese hat der 23-Jährige keinen leichten Weg vor sich. Vor allem die verkorksten letzten Spiele liegen dem jungen Schlussmann auf dem Herzen. In 8 Pflichtspielen musste er insgesamt 17 Mal hinter sich greifen und das wie gegen Augsburg auch hin und wieder selbstverschuldet. Unumstritten ist der Nachfolger von Wiese also schon lange nicht mehr. Immerhin scheint der Verein noch hinter seinem Keeper zu stehen. „Sebastian kommt in der Beurteilung zu schlecht weg. In Freiburg hat er einen ganz schwierigen Ball gehalten. Er zieht sein Ding durch“, sagt Trainer Kraft.


    Die nackten Fakten sprechen allerdings gegen „Miele“. In der Rangliste der eingesetzten Torhüter der Bundesliga belegt er nur den 17. Platz. „Die Nummer 1 zu sein ist etwas anderes, als die Nummer 1 zu vertreten. Das wird er zeigen müssen. Er hat ordentlich gehalten bislang und das Vertrauen gerechtfertigt. Aber es ist nicht in Stein gemeißelt. Es gibt einen Konkurrenzkampf“, so der Bremer Manager Klaus Allofs.


    Sein Konkurrent ist der 24-jährige Raphael Wolf, der offenbar schon seine Chancen wittert und sich kämpferisch gibt: Ich warte auf meine Chance, bin bereit. Ich werde weiter hart arbeiten“, so der Ersatzkeeper. Vor dem Spiel gegen die zuletzt starken Gladbacher steht Mielitz jedenfalls schon richtig unter Druck, was allerdings nicht unbedingt die schlechteste Motivation ist. „Sebastian wird aus dieser Situation lernen und seinen Weg gehen“, so Kraft überzeugt, allerdings müssten dafür erst einmal bessere Leistungen kommen.