Artikel: Spanien zieht ins Finale ein!

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von To1989, 28 Juni 2012.

  1. To1989

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    Das erste Halbfinale dieser EM ist entschieden. Die Spanier ziehen nach einem extrem spannenden Spiel nicht unverdient ins Finale ein. Erst im Elfmeterschießen konnte die Entscheidung herbeigeführt werden, denn zuvor lieferten die Portugiesen dem haushohen Favoriten einen aufopferungsvollen Kampf.

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    Je eine Änderung

    Portugal hatte nach dem Sieg gegen Tschechien eigentlich keinen Grund zu wechseln, allerdings konnte Helder Postiga aufgrund einer Oberschenkelverletzung gegen die Spanier nicht mitwirken. Für ihn stand mit Hugo Almeida ein altbekanntes Gesicht aus der Bundesliga auf dem Platz.

    Vincente del Bosque überraschte erneut mit seiner Startaufstellung, indem er dieses Mal weder Torres noch Fabregas von Beginn an aufstellte. Stattdessen durfte Negredo sein Können unter Beweis stellen, obwohl er bislang nur auf einen Kurzeinsatz bei diesem Turnier zurückblicken kann.


    Portugal erstaunlich stark

    Von Beginn an zeigten die Portugiesen eine engagierte Leistung. Durch ihre aggressive und laufstarke Spielweise konnten sie das gefürchtete Passspiel der Spanier weitestgehend unterbinden. Trotzdem hatten die Roten die erste gute Chance des Spiels. Iniesta setzte sich über Links gut durch und passte nach Innen. Aus dem Rückraum kam Arbeloa herangerauscht, allerdings ging sein Schuss knapp über die Latte.

    Im weiteren Spielverlauf konnte die Portugiesen den ein oder anderen Konter starten. Vor allem über Cristiano Ronaldo und Nani liefen die meisten Angriffsbemühungen, jedoch blieben große Torchancen zunächst aus. Trotzdem hielt Portugal gut mit dem Favoriten mit, was ihnen vor dem Spiel wohl die wenigsten zugetraut hätten. Erst nach einer halben Stunde kam die Roja wieder gefährlich vor den Kasten von Rui Patricio. Iniesta schoss aus 16 Metern, allerdings flog sein Schlänzer knapp über den Querbalken. Im direkten Gegenzug konnte Ronaldo den Ball in Strafraumnähe kontrollieren, zog ab, musste dann allerdings dabei zusehen, wie das Leder wenige Zentimeter am Pfosten vorbeizischte.


    Portugal baut langsam ab

    Im zweiten Durchgang war der Spielverlauf nahezu identisch. Die Spanier kontrollierten weitestgehend das Spielgeschehen, die Portugiesen ließen jedoch nicht viel zu und setzten ihrerseits immer wieder Nadelstiche nach vorne. Es gab auf beiden Seiten noch kleinere Chancen, mit zunehmender Zeit verflachte allerdings die Qualität des Spiels. Die Portugiesen wurden langsam müde, die Spanier hatten aber auch keine zündende Idee um zum Torerfolg zu kommen. Erst in der 90. Minute konnte Portugal gefährlich kontern. Eine 3 gegen 2 Situation konnte nicht optimal genutzt werden, da der finale Pass auf Ronaldo nicht gut genug war, sodass dieser aus schlechtem Winkel über den Kasten schoss. Somit mussten die Akteure in die Verlängerung.


    Spanien am Drücker

    In den 30 zusätzlichen Minuten merkte man deutlich, dass der Welt- und Europameister einem Elfmeterschießen aus dem Weg gehen wollte. Die dickste Chance hatte wohl Iniesta, der frei vor Patricio zum Schuss kam, allerdings konnte der Schlussmann der Portugiesen glänzend parieren. Letztendlich schaffte es die Roja nicht mehr zu einem Treffer zu kommen, womit die Lotterie Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste.


    Alves versagen die Nerven

    Im Elfmeterschießen konnten die Spanier die Nerven behalten. Zwar verschoss Alonso direkt den ersten Elfer, direkt im Anschluss konnte aber auch Moutinho die Ruhe nicht behalten. Den entscheidenden Elfer verschoss Bruno Alves, der leider nur die Latte traf. Somit stehen die Spanier als erster Finalist fest und treffen im Finale auf den Sieger der Begegnung Deutschland – Italien.