Artikel: Schweinsteiger fit, Wiese angeschlagen und Löw muss sich entscheiden

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von To1989, 4 Juni 2012.

  1. To1989

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    Am heutigen Montagmittag ist die Nationalmannschaft zu ihrem EM-Quartier aufgebrochen. Nach der Ankunft stand direkt ein öffentliches Training an, an dem erfreulicherweise auch Bastian Schweinsteiger teilnehmen konnte.

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    Abflug, Landung, Konzentration

    Um Kurz nach halb 2 hob die DFB-Elf in Frankfurt ab, womit sie ihren Zeitplan mehr als pünktlich erfüllen konnten. In Danzig angekommen wurden Jogi Löw und Co ausführlich vom Oberbürgermeister Pawel Adamowicz begrüßt und anschließend konnte das Hotel Dwor Oliwski, welches während der EM die deutsche Behausung sein wird, bezogen werden.


    Schweinsteiger spielt wieder


    Um 18 Uhr standen dann im Lechia-Stadion zu einer Trainingseinheit erstmals alle 23 Spieler gemeinsam auf dem Feld. Darunter auch der vorher verletzte Leistungsträger Bastian Schweinsteiger. Bis vor ein paar Tagen musste der Bayern-Star noch eine Wadenverletzung aus dem Champions League Finale auskurieren. "Bastian hat überhaupt keine Probleme mehr, keine Schmerzen", so DFB-Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt erleichtert. Nun hat Schweini noch einige Tage Zeit um richtig in Form zu kommen. Aktuell steht nämlich noch nicht fest, ob der Sechser am Samstag gegen Portugal direkt von Beginn an auf dem Platz stehen wird. Über einen eventuellen Einsatz will Bundestrainer Löw nur kurzfristig entscheiden.


    10.000 live dabei

    Die Trainingseinheit wurde indes von 25 Kamerateams, 100 Journalisten und 40 Fotografen begutachtet. Auch eine Vielzahl an Zuschauern wollten Özil und Co sehen. 600 Karten wurden verschenkt, 3500 Karten waren für deutsche Fans zurückgelegt worden und weitere 4000 Plätze wurden an polnische Schulen und Kinderheime verteilt. Sogar einen Stadionsprecher gab es zur Unterhaltung der Anwesenden und zusätzlich wurde noch ein 10.000 Euro Check für ein Kinderheim in Kattowitz gespendet.


    Wiese angeschlagen


    Neben der erfreulichen Atmosphäre musste die Mannschaft allerdings auch einen kurzen Schockmoment sacken lassen. Der nominelle zweite Torhüter Tim Wiese musste nach einem Zusammenstoß mit Lukas Podolski die Einheit vorzeitig beenden. Glücklicherweise gab es direkt im Anschluss bereits die Entwarnung: "Es ist aber nichts Schlimmes. Das Training abzubrechen war eine reine Vorsichtsmaßnahme", so Nationalmannschafts-Sprecher Harald Stenger.


    Happy Birthday Poldi

    Am Abend wurde wieder eine lockere Stimmung angeschlagen, vor allem wurde der 27. Geburtstag von Lukas Podolski gefeiert. Insgesamt merkt man den Akteuren jedoch so langsam die steigende Spannung an. „Wir sind froh, dass es jetzt los geht. Allerdings ist 2012 nicht das Alles-oder-nichts-Jahr im deutschen Fußball ", so Löw.


    Die neue goldene Generation?

    Die Euphorie im Land ist jedoch selten so groß gewesen wie dieses Mal. Vor großen Turnieren traute man der Nationalelf nur selten den Erfolg von Anfang an zu, aber diese Mannschaft begeistert die Massen in vielerlei Hinsicht. Die Erwartungen sind groß, jedoch ist sich Löw sicher, dass seine Mannschaft mit dem aufkommenden Druck sehr gut umgehen kann. Trotzdem will der Erfolgscoach endlich mit dieser jungen Mannschaft einen großen Titel erringen, nimmt aber gleichzeitig wieder etwas Druck von seinen Schützlingen: "Ich finde es erschreckend, wenn es heißt, sie müssen das. Wenn man von müssen redet, gewinnt man gar nichts.“


    4 Tage, viele Fragezeichen

    Die endgültige Startelf wird sich nun in den nächsten Tagen herauskristallisieren, da einige Positionen noch nicht geklärt sind. So steht noch nicht fest, ob Philipp Lahm links oder rechts agieren wird, Per Mertesacker hat Mats Hummels noch nicht ganz hinter sich gelassen, Schweinsteiger wird wegen seiner Verletzung eventuell durch Toni Kroos ersetzt und im Sturm steht noch in den Sternen, ob nun Miro Klose oder Mario Gomez von Anfang an spielt. Viele Fragen aber nur wenig Zeit um sie zu klären. Allerdings hat Jogi Löw auch bei den letzten Turnieren meist die richtigen Entscheidungen getroffen, ansonsten wäre man wohl kaum so erfolgreich gewesen…