Artikel: Leverkusen braucht mehr Wollscheids

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von To1989, 13 Oktober 2012.

  1. To1989

    To1989 Active Member

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    In Leverkusen wird die Länderspielpause dazu genutzt, die leeren Akkus für die kommenden Marathon-Wochen aufzuladen. Mit der Bundesliga, der Europa League und dem DFB-Pokal hat die Werkself in der Hinrunde noch ein strammes Programm zu absolvieren. In solchen Zeiten kann die Konstanz bei manchen Spielern schon mal etwas leiden.

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    „In solchen Phasen brauchen wir mehr Spieler wie Philipp Wollscheid“, so Trainer Sami Hyypiä, der von seinen Schützlingen vor allem den Mut zur Verantwortung fordert. „Von solchen Jungs kann man nie genug haben! Philipp hat die mentale Kraft und das Potenzial, ein Führungsspieler zu sein“, so der Finne. Wollscheid ist einer der letzten „Straßenfußballer“ Deutschlands. Fern ab der Talentschmieden der großen Klubs wuchs er im nördlichen Saarland auf, wo er seine komplette Jugend in kleineren Clubs verbrachte. Erst mit seinem Wechsel zum 1. FC Saarbrücken schaffte er den ersten Schritt in Richtung Profifussball.


    Allerdings sollte der Innenverteidiger dort in die zweite Mannschaft abgeschoben werden,w as jedoch nicht passierte, da er nach einem erfolgreichen Probetraining in der zweiten Mannschaft des 1. FC Nürnberg landete. Innerhalb von 2 Jahren reifte das Talent dort zum absoluten Leistungsträger in der Bundesliga-Mannschaft, was natürlich auch den anderen Topklubs nicht verborgen blieb. Im letzten Jahr sollen unter anderem auch Bayern München, Borussia Dortmund und zahlreiche englische Klubs an einer Verpflichtung des 23-Jährigen interessiert gewesen sein.


    Letztendlich konnte sich Leverkusen die Dienste des kopfballstarken Verteidigers sichern und schon nach wenigen Spielen scheint er in seiner neuen Umgebung schon wieder ein Säule der Mannschaft zu sein. In Leverkusen fehlen derzeit offenbar kantige Spielertypen wie Wollscheid, die ein Spiel in die eigene Hand nehmen können. Zwar ist die Werkself seit 6 Spielen ungeschlagen, von überzeugendem Fussball war allerdings bisher zu selten die Rede.


    Genau daran soll nun bis zum kommenden Spiel gegen Mainz gearbeitet werden. „Jetzt ist die Zeit, in der wir etwas aufbauen können, um gut zu spielen. Davon können wir dann in den nächsten Wochen zehren“, so Hyypiä. Auch Sportchef Rudi Völler verspricht sich eine Leistungssteigerung „Spielerisch haben wir noch Luft nach oben. Da muss was kommen. Schließlich wollen wir uns jetzt oben festsetzen!“


    An Wollscheid wird es sicherlich nicht liegen. Der Saarländer ist trotz der Aufmerksamkeit für seine Person auf dem Boden geblieben und bringt kontinuierlich starke Leistungen. Früher oder später wird wohl auch Jogi Löw um einen Anruf nicht mehr herumkommen, was für die Zukunft der Nationalmannschaft sicherlich auch logischer wäre, als beispielsweise eine erneute Nominierung von Heiko Westermann...