Artikel: Kramer bleibt Realist

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von To1989, 11 Dezember 2012.

  1. To1989

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    Egal, ob er nun nur bis zur Winterpause seinen Job inne hat, oder auch darüber hinaus-Interimscoach Frank Kramer will in seiner Zeit als Verantwortlicher der TSG 1899 Hoffenheim seine Arbeit möglichst gut bewältigen. "Jeder kann doch die Tabelle lesen. Je eher wir uns dem stellen, desto besser kommen wir damit klar", so der 40-Jährige energisch.

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    Aktuell stehen die Kraichgauer mit nur 12 Punkten fest verankert auf dem Relegationsplatz 16, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt mittlerweile allerdings schon 6 Punkte. Diese Lücke droht nun noch größer zu werden, denn im letzten Spiel der Hinserie geht es gerade gegen den Meister aus Dortmund. "Wir brauchen realistische Ziele, alles andere führt sehr schnell zur Überforderung. Jetzt sind einfache Mittel wie Teamgeist und Leidenschaft gefragt. Individuelle Klasse allein hilft uns nicht wirklich weiter", so Kramer, der vor der Entlassung von Markus Babbel noch die U23 der TSG trainiert hatte.

    Wie lange Kramer noch auf der Bank Platz nehmen wird steht derweil noch in den Sternen. "Ich mache mir noch meine Gedanken und habe mit keinem Kandidaten gesprochen", so Manager Andreas Müller. Der Manager will unbedingt einen Trainer, der bereits mit der Situation Abstiegskampf vertraut ist und der parallel einige Änderungen innerhalb der Mannschaft vornehmen kann. Diese Aussagen klingen eher nicht nach einem Verbleib von Kramer, der sich selbst hingegen dazu zwingt, keine Ansprüche an eine feste Anstellung zu stellen. "Ich bin doch überhaupt nicht wichtig für das Ganze", so der Interims-Trainer, der sich nun voll und ganz auf den BVB konzentrieren will.

    Zuletzt hatte der 40-Jährige sich erstaunlicherweise dazu entschieden, sowohl Takashi Usami als auch Joselu im Trainingsanzug auf der Bank zu lassen. "Wenn ich fein etwas abstimmen will, dann kann ich das einmal, maximal zweimal erklären. Und wenn ich dann spüre, der Spieler hat es nicht verstanden, dann funktioniert die ganze Struktur nicht", so Kramer.

    Immerhin ist der Coach mit seinem Herzblut bei der Arbeit, egal, ob er in Zukunft weiter die Profis oder wieder die Amateure trainieren wird. Fakt ist, dass ihm sicherlich auch seine Arbeit in der Regionalliga großen Spaß gemacht hat. "Nach dem Spiel gegen den BVB muss und wird die Situation bewertet werden."