Artikel: Hecking bekommt Rückendeckung vom Vorstand

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von To1989, 29 Oktober 2012.

  1. To1989

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    Bei den Nürnbergern hängt der Hausfrieden schief. Aus den letzten 6 Spielen gab es gerade mal einen mickrigen Punkt und das gegnerische Tor wurde seit nunmehr 4 Spielen nicht getroffen. Am Wochenende konnte man trotz dem guten Auftritt gegen Schalke wieder nichts Zählbares mit nach Hause nehmen. Langsam stellen die ersten Fans auch schon Trainer Dieter Hecking in Frage, allerdings genießt dieser noch die volle Rückendeckung aus der Führungsetage.

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    Als die Franken das letzte Mal 4 Spiele in Folge nicht treffen konnten musste der damalige Trainer seinen Schreibtisch räumen. 2009 verlor Nürnberg gegen Freiburg, Hamburg, Dortmund und Köln, was für Trainer Michael Oenning damals das Aus bedeutete. Dieter Hecking übernahm das sinkende Schiff, muss sich nun aber einer ähnlichen Situation stellen.


    Nach der Niederlage gegen Schalke verschafften sich aufgebrachte Fans Zugang zum Bus des Clubs und verhinderten dessen planmäßige Abfahrt. Wütend forderten die Randalen die Entlassung von Hecking. Martin Bader hingegen spielte diese Aktion derweil etwas hinunter: "Manchmal habe ich das Gefühl, das gehört dazu. Da leben einige ihren persönlichen Frust aus", so der Sportvorstand. Des Weiteren machte der 44-Jährige schnell klar, dass er an seinem Trainer weiterhin festhalten wird und eine Entlassung nicht zur Debatte steht. "Ich bin ein Fan des Langzeitgedächtnisses, das funktioniert bei mir bestens. Dieter leistet seit bald drei Jahren hervorragende Arbeit, danach beurteile ich ihn", so Bader.


    Als Vorbild fungiert hierbei der SV Werder Bremen, bei denen Thomas Schaaf nun schon seit 13 Jahren mehrere Hochs und Tiefs überwunden hat. Bader will damit die aufkommende Unruhe im Frankenland etwas bremsen, allerdings weiß auch der Sportvorstand, dass einzig und allein der Erfolg die Fans zufrieden stimmen kann. "Und dabei bin ich der Letzte, der die Situation schönreden will, und weiß, dass wir auch Ergebnisse holen müssen", brachte es Bader auf den Punkt.


    Auch Trainer Hecking weiß um die schlechte Situation. Zwar war der Club in den letzten Jahren nie mit großen Ambitionen in die Saison gestartet, mit dem direkten Abstiegskampf will man sich hingegen aber auch nicht unbedingt auseinandersetzen müssen. "Ich bin ja nicht naiv. Wenn man weiter Niederlage an Niederlage setzt, dann wird die Stimmung auch mal gegen mich kippen. Aber erst wenn ich merke, dass ich nur noch gegen Windmühlen kämpfen muss, macht es keinen Sinn mehr“, so der 48-Jährige. Bleibt also abzuwarten, ob und wann der FCN die Wende einleiten kann. Wenn es nach Hecking geht natürlich schon im nächsten Spiel, denn so schön das Vertrauen von Bader und Co auch ist, ewig wird dieses auch nicht halten...