Artikel: Der 34. Bundesliga-Spieltag: Alle Spiele auf einen Blick

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von To1989, 5 Mai 2012.

  1. To1989

    To1989 Active Member

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    Mit dem 34. Spieltag geht die Bundesliga-Saison 2011/12 zu Ende und somit wurden natürlich auch alle noch ausstehenden Entscheidungen am heutigen Nachmittag ausgespielt. Mit 35 Toren in 9 Spielen war es jedenfalls der torreichste Spieltag dieser Saison. So hat sich Bayer Leverkusen endgültig Platz 5 gesichert, Hannover 96 zieht in die Europa League ein und verweist damit die Verfolger aus Wolfsburg und Bremen auf die Plätze. Die wohl wichtigste Entscheidung war allerdings vor diesem Samstag im Tabellenkeller offen. So konnte sich die Hertha aus Berlin durch einen Sieg doch noch vor die Kölner auf den Relegationsplatz retten. Morgen wird sich dann in der zweiten Liga zeigen, gegen wen die Hauptstädter um den Verbleib in Liga 1 kämpfen müssen.

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    Die Bundesliga-Saison 2011/12 endete heute mit torreichen 9 Spielen



    1. FC Nürnberg 1:4 Bayer Leverkusen
    - Der 3-fache Kießling

    Die Werkself aus Leverkusen sichert sich mit diesem Auswärtssieg den 5. Platz in der Tabelle und damit die direkte Teilnahme an der Europa League. Bereits in der 6. Minute konnte Stefan Kießling zum ersten Mal einschieben. In der Folge machte Bayer weiter Druck, was in der 32. Minute durch den nächsten Kießling-Treffer belohnt wurde, nachdem Schürle den gebürtigen Oberfranken mustergültig bedienen konnte. Vor Beginn der zweiten Halbzeit wurde dann Michael Ballack ausgewechselt, der mit stehenden Ovationen zum letzten Mal einen Bundesligaplatz verließ. Kurz nach Wiederbeginn war der Club besser im Spiel. In der 58. Minute konnte Mak zum 1:2 Anschlusstreffer einschieben. Doch das Auslassen von guten FCN Chancen wurde durch Schürle und das 1:3 bestraft. Die Messe war gelesen und somit war das 1:4 durch den dritten Treffer von Kießling nur noch das i-Tüpfelchen.


    1. FC Köln 1:4 FC Bayern München
    - Podolski kann den Abstieg nicht verhindern

    Die Kölner können dem deutschen Rekordmeister aus München nicht das Wasser reichen und somit konnte man die Aufgabe "Relegation aus eigener Kraft" nicht erfüllen. Zwar hielt der FC zu Beginn ordentlich mit, allerdings gingen die Bayern in der 34. Minute durch Thomas Müller in Führung. Sichtlich geschockt lief ab diesem Rückschlag bei den Geißböcken nichts mehr zusammen, die Abstiegsangst war deutlich spürbar. Nach der Pause wurde die Partie dann durch einen Doppelschlag entschieden. Erst wurschtelte Geromel die Kugel im Billard-Stil ins eigene Netz und nur 2 Minuten später machte Robben den Sack mit dem 3:0 endgültig zu. Zwar kamen die Kölner durch Novakovic noch einmal auf 1:3 heran, in der 85. Minute markierte Müller mit einem Hackentreffer allerdings den 1:4 Endstand.


    SV Werder Bremen 2:3 FC Schalke 04 - Huntelaar ballert sich zur Kanone

    An der Weser wollten die Bremer im letzten Heimspiel noch den letzten Hoffnungsschimmer auf Europa am Leben erhalten, jedoch ging dieses Vorhaben gründlich in die Hose. Für Schalke ging es lediglich darum, ihrem Torjäger Klaas-Jan Huntelaar vielleicht noch den ein oder anderen Treffer zu ermöglichen, damit er definitiv in der Torschützenwertung vor dem Münchner Mario Gomez bleibt. In der 30. Minute markierte jedoch erst einmal der junge Draxler das 0:1 durch einen sehenswerten Distanzschuss. Bremen kam durch einen Elfmeter in der 42. Minute durch Pizarrro immerhin zum unverdienten Ausgleich. In der zweiten Halbzeit kam dann der Auftritt des Hunters. In nur 10 Minuten machte der Holländer gleich 2 Buden, womit er nicht nur den Sieg der Schalker, sondern auch die Torjägerkanone mit insgesamt 29 Saisontreffern, in trockene Tücher bringen konnte. Der 2:3 Anschlusstreffer von Pizarro war dann nur noch Ergebniskosmetik.

    FC Augsburg
    1:0 Hamburger SV - Koo veredelt eine tolle Saison

    Sowohl die Augsburger als auch die Hamburger konnten den letzten Spieltag beruhigt angehen. Vor ein paar Wochen wurde dieser Tag von beiden Parteien noch als womöglicher Entscheidungsfight bezeichnet, mittlerweile hatten beide Vereine aber bereits den vorzeitigen Klassenerhalt gesichert. Eine insgesamt schwache Bundesligapartie hatte mit dem FC Augsburg am Ende einen verdienten Sieger. Vom HSV kam über 90 Minuten nicht wirklich viel. Zwar konnte man das ein oder andere Mal vor dem Kasten von Keeper Simon Jentzsch, die verlegenen Angriffsbemühungen wurden aber nicht mit einem Treffer belohnt. Den Treffer des Tages markierte der Süd-Koreaner Ja-Cheol Koo per Kopf in der 34. Minute nach Vorarbeit von Kapitän Verhaegh.


    Borussia Dortmund 4:0 SC Freiburg - Kehl hält endlich die Schale hoch

    Die Dortmunder bekommen nach ihrem letzten Heimspiel endlich die Meisterschale überreicht. Nach der Partie gegen den SC Freiburg gab es im Signal Iduna Park tolle Bilder zu sehen. So stürmten teilweise Dortmunder Fans den Platz und feierten zusammen mit den Freiburgern, die ihrerseits fairerweise bei den Siegesgesängen der Westfahlen mit einstimmten. Im Spiel hatte der Sportclub allerdings weniger zu feiern. Die Borussen waren über 90 Minuten überlegen und hätten durchaus noch 2 oder 3 Treffer mehr erzielen können. Das 1:0 fiel bereits in der 5. Minute durch Ku
    ba Blaszczykowski. In der 20. und 27. Minute konnte Kubas Landsmann Lewandowski durch seine Saisontreffer 21 und 22 den Sack dann bereits frühzeitig zumachen. Der 4:0 Endstand konnte dann erneut Kuba noch vor der Halbzeit erzielen. Die Vorarbeit kam einmal mehr vom Japaner Kagawa, der den BVB wohl in Richtung England verlassen wird. Die zweite Halbzeit wurde dann überwiegend von den Dortmunder Fans genutzt, um sich auf die Feierlichkeiten nach dem Schlusspfiff vorzubereiten.


    Hannover 96 2:1 1. FC Kaiserslautern - Ya Konen erlöst alle 96er

    Der bereits abgestiegene FCK wollte in der vorerst letzten Bundesligapartie noch einmal einen Sieg einfahren und damit den Hannoveranern die Teilnahme an der Europa League Qualifikation versauen. Zunächst lief auch alles nach Plan. Die Pfälzer konnten durch einen sehenswerten Schuss von Pierre de Wit in der 7. Minute in Führung gehen. Danach war es aber weitestgehend ein Spiel auf ein Tor. Hannover ließ zahlreiche Chancen liegen, jedoch wurden die Bemühungen durch ein Eigentor in der 38. Minute durch Lauterns Außenverteidiger Bugera belohnt. Zwar ließ sich 96-Stürmer Ya Konan feiern, tatsächlich buxierte aber Bugera den Ball per Brust in die eigenen Maschen. In der zweiten Halbzeit machten die Niedersachsen weiter Druck. Doch auch der FCK hatte eine ganz dicke Chance durch Wooten wieder in Führung zu gehen. Den entscheidenen Schritt machten allerdings die 96er in der 71. Minute, als Ya Konen den ganzen Verein durch seinen Siegtreffer in Feierlaune brachte. Damit sichern sich die Jungs von Trainer Mirko Slomka zum ersten Mal in 2 aufeinanderfolgenden Spielzeiten die Teilnahme am internationalen Geschäft.


    Hertha BSC Berlin 3:1 TSG 1899 Hoffenheim - Hertha schafft da Wunder

    In einer packenden Partie haben die Berliner am Ende die Nase vorne. Von Beginn an merkte man die Nervosität auf Seiten der Gastgeber, glücklicherweise spielte die TSG nicht mehr mit letzter Konsequenz, da es für die Kraichgauer um nichts mehr ging. So konnte in der 14. Minute Änis Ben-Hatira durch einen Freistoß das befreiende 1:0 erzielen. Zu diesem Zeitpunkt wären die Berliner aufgrund des besseren Torverhältnisses sicher auf dem Relegationsrang. Kurz vor der Halbzeit sah dann auch noch Babel sehr umstritten die rote Karte, was die Hoffnung in Berlin noch größer werden ließ. In der 78. Minute war es dann erneut Ben-Hatira, der den wichtigen Treffer zum 2:0 erzielen konnte. Es wurde allerdings noch einmal spannend, da Marvin Compper in der 85. Minute nach einem Freistoß noch einmal den Anschluss markierte. Nur ein Treffer trennte die TSG von einem Unentschieden und die Berliner von der zweiten Liga. In der Nachspielzeit hatte die TSG noch 2 Standard-Situationen, woraus dann aber das entscheidende 3:1 für Hertha fiel, da Gäste-Keeper Tom Starke mit aufgerückt war und Raffael nach einem Konter nur noch ins leere Tor einschieben musste. Die Berliner haben somit in der Relegation die Chance noch die Klasse zu halten, für die Kölner geht es allerdings mit den Lautrern zusammen direkt in die Zweitklassigkeit.


    1. FSV Mainz 05 0:3 Borussia Mönchengladbach - Reus schenkt 2 Tore zum Abschied

    Im letzten Spiel von Gladbach-Star Marco Reus vor seinem Abgang zu Borussia Dortmund hatten die Fohlen den besseren Tag erwischt. Zwar ging es für beide um nicht mehr viel, jedoch wollten sich beide Teams mit einem Sieg in den verdienten Urlaub verabschieden. Die Gladbacher waren im Endeffekt das bessere Team, was sich dann in der 31. Minute durch das 1:0 von Reus bestätigte. Die Mainzer schafften es in der Folge nicht, genügend Druck aufzubauen oder Chancen herauszuspielen und somit war es nur bezeichnend, dass Reus in der 62. Minute das 2:0 markierte. Den 3:0 Endstand erzielte dann de Camargo nach Vorbarbeit des überragenden Reus, der somit durch 18 Treffer und 11 Vorlagen in dieser Saison der viertbeste Scorer der Liga ist.


    VFB Stuttgart 3:2 VFL Wolfsburg - 6 Minuten reichen für 3 Tore

    In einer packenden Partie sichern sich am Ende die Stuttgarter nach einer klasse Saison den letzten Sieg im letzten Heimspiel. Beide Mannschaften zeigten eine engagierte Leistung. Die Wölfe gingen sogar durch Helmes in der 28. Minute in Führung, womit die Elf von Trainer Felix Magath zwischenzeitlich einen Europa League Platz inne hatte. Die Hoffnungen wurden weiter bestätigt, da Russ in der 60. Minute sogar auf 0:2 erhöhen konnte. Danach kamen allerdings 6 Minuten, die es so nur äußerst selten im Fußball zu sehen gibt. Der VFB drehte die Partie in nur 360 Sekunden komplett. Zunächst war es Cacau, der per Kopf in der 73. Minute den Anschlusstreffer erzielte. In der 77. Minute erzielte Maza den Ausgleich. Kurz danach hatten die Wölfe durch Mandzukic die Entscheidung auf dem Fuß, im direkten Gegenzug markierte der VFB jedoch in Person von Ibrahima Traoré den 3:2 Siegtreffer. Nach einer nervenaufreibenden Partie verpassen die Wölfe somit die Teilnahme am internationalen Geschäft. Die Stuttgarter hingegen können ausgelassen mit den Fans den 6. Tabellenplatz feiern.