Artikel: Bundesliga TV-Rechte: Sky vs. Telekom

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 30 März 2012.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Bis zum 2. April können bei der Deutzschen Fußball Liga (DFL) Gebote eingereicht werden für die Übertragungsrechte an der Fußball Bundesliga ab der Saison 2013/2014. Offenbar will die Deutsche Telekom neben den bisherigen Rechten für Liga Total (IPTV) auch bei den Rechten fürs Pay TV mitbieten. Kritiker hinterfragen ob ein zum Teil staatseigenes Unternehmen überhaupt mitbieten darf.


    Liga Total wird derzeit von dem Medienunternehmen Constantin aus München produziert, aber von der Telekom vermarktet.

    Darf die Telekom um die Bundesliga-TV Rechte mitbieten?

    19881Im Streit um die Vergabe der Senderechte für die Fußball-Bundesliga bekommt die Deutsche Telekom Unterstützung von der Monopolkommission.

    Ihr Vorsitzender Justus Haucap wandte sich in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagausgabe) gegen die Kritik von Medienrechtlern, die der Telekom wegen der Bundesbeteiligung am Konzern die Rundfunkfähigkeit absprechen und deshalb ihre Teilnahme an der Ausschreibung in Frage stellen.

    Hoffnungslos verzerrt

    Der Markt für Fußball-TV-Rechte sei "ohnehin hoffnungslos verzerrt. Die Gebote von ARD und ZDF sind da aus meiner Sicht wesentlich problematischer als das der Telekom", sagte Haucap der Zeitung.

    Als börsennotiertes Unternehmen folge die Telekom eher wirtschaftlichen Prinzipien als der öffentlich-rechtliche Rundfunk. Dieser störe den Wettbewerb um die Fußball-Rechte viel stärker.

    Wettbieten zwischen Telekom und Sky?

    Die Gebote müssen bis kommenden Montag bei der Deutschen Fußball Liga (DFL) eingereicht werden. Dabei zeichnet sich für die Pay-TV-Rechte ein Zweikampf zwischen der Telekom und dem Münchner Bezahlsender Sky ab.

    Lieber stattlichen Wettbewerb als gar keinen?

    Haucap zog eine Parallele zu anderen Märkten wie Energie, Bahn oder Post, wo ebenfalls staatliche oder teilstaatliche Unternehmen mit privaten Anbietern konkurrierten.

    "Eine Privatisierung wäre fast immer besser, aber als zweitbeste Lösung ist es mir lieber, die teilstaatlichen Unternehmen nehmen am Wettbewerb teil als dass wir auf den Wettbewerb verzichten", sagte er.

    dts Nachrichtenagentur, Soccer-Fans.de
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