Artikel: Bremen leidet am Jo-Jo-Effekt

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von To1989, 10 Dezember 2012.

  1. To1989

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    Bei den Bremern geht es weiter auf und ab. Erst 1:4 gegen Leverkusen, dann 4:1 gegen Hoffenheim und wieder ein 1:4 gegen Frankfurt. An der Weser kann man sich offensichtlich noch nicht entscheiden, ob man den Blick eher nach oben oder nach unten richten soll. "Es mangelt uns an Konstanz", sagte Kapitän Clemens Fritz passend. Aktuell steht man auf dem 12. Platz in der Tabelle, was allerdings auch kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass die Bremer noch nicht einmal 2 Siege in Folge schaffen konnten.

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    Die Klatsche gegen Frankfurt offenbarte noch einmal alle Probleme, die die Elf von Trainer Thomas Schaaf derzeit hat. "Wir hatten die besseren Chancen, hätten in Führung gehen müssen. Wir machen einfach die Bude nicht dicht", so der 51-Jährige enttäuscht. Die Statistik bestätigt die genannten Schwierigkeiten. in den 16 Spielen konnten die Bremer sich 102 Chancen erarbeiten, was immerhin dem sechstbesten Wert der Liga entspricht. In der Verwertung schafft man es aber gerade mal auf 26,5 Prozent, was dem 11. Platz der Tabellenwertung entspricht. "Wir gehen zu leichtsinnig mit unseren Chancen um", so Abwehrspieler Sebastian Prödl.

    Ganz schnell wird aber auch deutlich, dass sich in der Mannschaft die ersten Beschwerden einstellen. Denn Mittelstürmer Nils Petersen, der gerade seinen 24. Geburtstag feierte, sieht die Probleme genau am anderen Ende der Formation. "Wir kassieren zu einfache Gegentore." Vor allem spielt der ehemalige Bayern-Stürmer wohl auf die 62. Minute im Spiel gegen Frankfurt an, denn die Bremer kassierten innerhalb von 77 Sekunden gleich 2 Gegentreffer.

    Petersen selbst war zwar Torschütze zum 1:1, hätte aber durchaus den ein oder anderen Treffer mehr markieren können. "Daran hat es nicht gelegen. Nach dem Doppelschlag haben wir uns einfach zu früh aufgegeben", redete sich der 24-Jährige aus der Situation heraus.

    Indes wird es immer wahrscheinlicher, dass der gebürtige Bremer Marc Kosicke die Nachfolge von Klaus Allofs antreten wird. "Die Gremien haben in der Tat ihn gesehen und halten ihn auch für einen sehr guten Kandidaten", sagte Klaus Filbry, der neue Vorsitzende der Geschäftsführung.

    Die Norddeutschen wären sogar dazu bereit, für Kosick die Stelle noch etwas freizuhalten, da dieser aktuell noch als Geschäftsführer bei einer Berater-Agentur tätig ist. "Wenn man für den Richtigen vielleicht zwei, drei Monate warten muss, weil eventuell jemand in einem bestehenden Vertragsverhältnis ist, dann können wir auch gut warten", so der neue Werder-Verantwortliche.