Artikel: Bekommt Kurz die TSG auf die Reihe?

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von To1989, 2 Januar 2013.

  1. To1989

    To1989 Active Member

    Beiträge:
    346
    Likes:
    3
    Mit dem Jahreswechsel hat bei den Bundesligisten auch die Arbeit wieder begonnen. So hat der neue Coach der TSG 1899 Hoffenheim, Marco Kurz, nun seine erste Trainingseinheit mit dem Team absolviert. Das Motto kann aufgrund der brisanten Tabellensituation nur lauten: Arbeit, Arbeit , Arbeit! "Die Spieler werden froh sein, sich mittags ausruhen zu können. Jetzt müssen die Weichen gestellt werden", so Kurz.

    24122

    Handlungsbedarf gibt es nach dieser Hinrunde definitiv. Nur 3 Siege hat die TSG zustande gebracht und die 41 Gegentreffer tragen maßgeblich dazu bei, dass das rettende Ufer nun schon 7 Punkte entfernt ist. So schlecht standen die Kraichgauer nach 17 Spieltagen noch nie da. Laut Manager Andreas Müller wurde Kurz geholt, um „grundlegende Dinge“ in der Mannschaft zu ändern und sie auf den harten Alltag im Abstiegskampf vorzubereiten. "Einen freien Tag wird es bis zum Rückrundenstart nicht geben. Und wenn, dann nur, weil die Jungs richtig gut arbeiten. Es gibt Richtlinien und einen Verhaltenskatalog. Disziplin und Pünktlichkeit sind selbstverständlich", so der motivierte Coach, der aktuell sogar ein Zimmer auf dem Trainingsgelände bezogen hat.

    Zuletzt war der 43-Jährige als Trainer des 1. FC Kaiserslautern tätig, wo er allerdings im März nach 16 sieglosen Spielen in Folge entlassen wurde. Der Abstiegskampf ist ihm also durchaus noch ein Begriff. "Ich brauche keine Träumer, keiner darf sich in die Tasche lügen. Jeder muss seinen Beitrag dazu leisten, damit wir nicht absteigen", so Kurz. Realistisch wurden derweil auch die Ziele formuliert. Zunächst will man im Kraichgau am 19. Spieltag gegen Gladbach vernünftig mitspielen können und auf lange Sicht soll dann mindestens noch ein Team in der Tabelle überholt werden.

    Doch wie soll sich das Team nach der schlechtesten Hinrunde der Vereinsgeschichte nun erholen? "Wir müssen der Mannschaft Sicherheit geben, die Ausrichtung und die Leidenschaft müssen erkennbar sein. Wir müssen härter, besser und konstruktiver arbeiten als andere Klubs, um eine großartige Rückrunde zu spielen." Bitter nötig, wenn man sich daran erinnert, wie verunsichert die TSG noch vor der Winterpause agiert hat.

    Am Montag fliegt das Team dann nach Portugal zum Trainingslager und wenn es nach den Verantwortlichen geht ist dann auch schon der ein oder andere Neuzugang mit an Bord. Vor allem in der Defensive und auf der Position des Sechsers soll noch nachgebessert werden, vor allem weil Sebastian Rudy noch längere Zeit ausfallen wird. Dem U21-Nationalspieler wurde noch vor Weihnachten ein freier Gelenkkörper aus dem Sprunggelenk entfernt, was ihn noch zu 12 Wochen Pause zwingt. Dies ist allerdings eher ein Richtwert. Ein Mario Gomez musste beispielsweise nach einem ähnlichen Eingriff rund 4 Monate pausieren, was für Rudy schon fast das Saisonaus bedeuten würde. Die TSG muss sich nun allerdings auf das Wesentliche konzentrieren, da man ansonsten der Bundesliga bald bye bye sagen kann...