Artikel: 1899 Hoffenheim: Hopp hat 240 Millionen investiert!

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von André, 11 Januar 2011.

  1. André

    André Foren-Capo Administrator

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    12990Was für ein sportlicher Aufstieg! Das bis vor kurzem noch unbekannte Fußballdorf Hoffenheim mit seinen 3.263 Einwohnern marschierte innerhalb von nur 8 Jahren von der Verbandsliga bis in die Bundesliga.

    Jugendförderung und Konzeptfussball waren die Schlagworte, die als erfolgreiches Konzept nach außen verkauft wurden. Einen Jugenspieler aus der Hoffenheimer Jugend, der zudem tragende Säule des Clubs ist, sucht man auch nach 2 Jahren in der ersten Bundesliga vergeblich im Kader von 1899.

    Nun kommt raus, was eigentlich jeder Kenner der Bundesliga vorher wusste: Ohne (viel) Geld wäre dieser Aufstieg so nie möglich gewesen, und Hoffenheim würde wohl heute noch niemand kennen.
    Das Geld kam vom Milliardär und SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp. Dabei geisterten zuletzt Summen von 170 Millionen Euro durch die Medien, die Hopp bereits in den Club aus dem Kraichgau investiert haben soll.

    Er selbst stellte nun klar, dass die genannte Summe wohl nicht lange. Gegenüber der Rhein-Neckar-Zeitung sagte Hopp: „Das wird kaum reichen. Es geht eher in Richtung 240 Millionen Euro.“

    Durch den Gustavo Deal wurden nun 15-17 Millionen Euro in die Vereinskasse gespült und trotzdem wird der Club auch in diesem Jahr wieder ein Minus in Höhe von ca. 7 Millionen Euro einfahren. Hopp kritisierte die Art und Weise wie die Personalkosten beim Club explodiert seien: "Der damalige Manager Jan Schindelmeiser hat hoch dotierte Verträge mit den Spielern abgeschlossen, die uns beinahe den Hals gebrochen haben. Unsere Personalkosten sind explodiert."

    Der Verkauf von Luiz Gustavo sei nun eine wirtschaftliche Notwendigkeit gewesen, wenn man nicht ernsthaft die Lizenz risikieren wolle.

    Für ein paar wenige, die das Märchen mit dem Jugendfussball geglaubt haben, und in Hoffenheim eine Art gallisches Dorf sahen, dass den Bundesligisten mal zeigt wo der Hammer hängt, dürfte nun eine Welt zusammenbrechen. Der große Rest wird sagen: Das hab ich doch schon immer gewusst!

    Hopp hatte immer betont, dass er den Club auf eigene Beine stellen möchte, dieser sich aber irgendwann selbst finanzieren müsse. Nun verkaufte man mit Luiz Gustavo den besten Spieler an Bayern München. Vor wenigen Monaten sangen die Hoffenheimer noch in der Allianz Arena: "Wenn wir wollen kaufen wir Euch auf."

    Einigen "Fans" ist dieser kleine Rückzug ein Dorn im Auge, die Erwartungen liegen hoch, man wollte Deutscher Meister werden und der Durchmarsch sollte nicht als mittelmäßiger Bundesligist sondern mit dem Gewinn der Champions-League seinen Höchststand erreichen.

    Doch die Realität sieht anders aus, die Bundesliga kostet viel Geld und selbst in Hoffenheim muss man nun kleinere Brötchen backen.

    Hopp spricht davon, dass der Club in 2-3 Jahren schwarze Zahlen schreiben solle. Bis dahin werde er den Verein weiter finanziell unterstützen, sagte der Mäzen im Nachrichtenmagazin Focus: "Aber meine Gelder fließen nicht in den Spielerkader. Ich lasse doch mein Baby nicht in dem Moment im Stich, wo es anfängt zu laufen."

    Vereinslogo: de.wikipedia.org
     
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  3. theog

    theog Guest

    "Aber meine Gelder fließen nicht in den Spielerkader. Ich lasse doch mein Baby nicht in dem Moment im Stich, wo es anfängt zu laufen."

    wo fliessen sie denn hin? um autobahnen zu bauen? Flughäfen? Was für ein...:suspekt:
     
  4. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Am geilsten finde ich den Satz mit der Lizenz, und auf der anderen Seite, setzt man einen Ba auf die Tribüne. :p
    Aber es scheint so, als wolle Hopp zumindest nicht den Abramowitsch machen, und das ist schonmal gut so. Von selbst tragen wird sich da gar nichts, sobald Hopp da nichts mehr reinpumpt ist der Club genau so schnell weg, wie er da war.
     
  5. HoratioTroche

    HoratioTroche Zuwanderer

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    Vor allem will das dort doch niemand sehen. Die Leute rennen doch hin, weil sie etwas besonderes sehen wollen, nicht weil ihnen der Verein so am Herzen liegt. Wenn das nicht mehr geboten wird, sind sie so schnell weg wie sie gekommen sind.

    Deshalb kann Hoffenheim sich gar nicht selbst tragen.

    Und die Jugendspieler der Region merken auch langsam, dass man dort kaum eine Chance hat in der Buli auf dem Platz zu stehen, die Neuzugänge wurden wohl kaum für die Bank geholt, oder weil der eigene Nachwuchs für so stark befunden wurden. Es läuft nämlich wie überall wo Geld da ist.
     
    Zuletzt bearbeitet: 11 Januar 2011
  6. André

    André Foren-Capo Administrator

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    Schindelmeiser wehrt sich | Fu

    :zahnluec: