28.Spieltag: Hamburger SV - VfB Stuttgart

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Mauwie, 5 April 2007.

  1. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Fan ist ja auch nicht der Arbeitgeber - auch wenn sich viele so sehen :zwinker:
     
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  3. Schröder

    Schröder Problembär

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    Fan zahlt aber Eintritt.
    Fan kauft aber Fanartikel.
    Fan soll auch die Produkte kaufen, mit deren Werbung der Verein Sponsorengelder kassiert.
    Und nun rate mal, wer mit seinem Geld die hohen TV-Gelder refinanziert?
    Kurz und gut: Fan finanziert das Gehalt der Spieler, da kann er auch vernünftige Leistung erwarten. Und er hat damit auch das Recht, unzureichende Leistungen zu kritisieren. Weil es nun mal nicht über das Arbeitszeugnis geht, muss er seinem Ärger im Stadion anderweitig Luft verschaffen.
     
  4. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Fan zahlt aber Eintritt - klar, er kriegt ja dafür auch ein Fussballspiel präsentiert.
    Fan kauft aber Fanartikel - vom Sanogo?
    Fann Fan soll auch die Produkte kaufen, mit deren Werbung der Verein Sponsorengelder kassiert. - Klassischer Fall von Werbeopfer

    Um Ärger Luft zu machen isses wohl effektiver bei den Punkten 1-3 das Zahlen einzustellen oder stark einzuschränken. Mal davon abgesehen, daß der Typ nicht besser spielen wird, wenn er ausgepfiffen wird und auch nicht entlassen wegen der Pfiffe.

    Hui, hab ich heute Abend viel Zeit - muß an den Löwen liegen.
     
  5. Schröder

    Schröder Problembär

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    Am Fußballspiel sollten dann aber auch alle Spieler auf dem Platz teilnehmen.
    Von welchem Spieler der Fan die Fanartikel kauft ist nicht relevant, weil für das Gehalt der Spieler ohne Bedeutung. Der Verkauf derselben dient dem Verein aber auch zur Refinanzierung der Gehälter, und da ist Sanogo sicher nicht der letzte in der Gehaltsrangliste.
    Vielleicht spielt Sanogo nicht besser, wenn er ausgepfiffen wird. Sollte er aber wieder bessere Leistungen zeigen (vielleicht mal wieder ein Tor schießen?) und deswegen nicht mehr ausgepfiffen werden, könnte ihm durchaus ein Licht aufgehen und er wird den Zusammenhang zwischen erbrachter Leistung und Reaktion der Fans erkennen.

    Schön, das du soviel Zeit hast. :zwinker: Ist das Spiel denn so schlecht?
     
  6. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Das ziehe ich mal stark in Zweifel, denn das hiesse ja Fussballspielbesucher und Pfeiffer handeln im erzieherischem Auftrag. Ausserdem wäre das ja hochgradig widersinnig. Wäre dies der Grund für die Pfeifferei, hieße das ja: "Also wir wissen zwar, daß er so auch nicht eher ein Tor schiesst aber wir machen ihn trotzdem gescheit fertig, dann braucht er länger um eins zu schiessen und so wird er es uns umso mehr danken."
    Nein, nein, das folgt schon einzig und allein aus dem Ansporn, den Du selbst ja genannt hast: "Ärger Luft machen" und zwar einzig und allein weil's um einen selbst geht ohne auch nur 5 Sekunden nachzudenken.

    Das Spiel geht, bloß die falschen gewinnen. :prost:
     
  7. girly

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    Übertreib mal nicht so. Auch ein Sanogo hat manchmal gute Aktionen. Was ist das denn für eine Aussage "er hat doch gar keine". Hallo? Gerade solche Leute wie du haben sich so auf ihn eingeschossen, so dass die Sanogo überhaupt keine Chance geben. In deinen Augen ist er schlecht, hat nie gute Aktionen, was ja nicht der Fall ist. Egal, lassen wir das.
     
  8. Schröder

    Schröder Problembär

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    "Eingeschossen" hab ich mich auf ihn überhaupt nicht. Jeder darf / kann mal schlecht spielen, das sind ja keine Roboter. Aber nenn du mir doch mal eine gelungene Aktion von ihm in den letzten Wochen.

    Natürlich bekommt er von mir eine Chance, jedes Spiel fängt jeder Spieler wieder bei Null an. Nur er sollte sie langsam mal nutzen. Ist ja nicht so, das er nicht besser könnte (dann wären die Schuldigen unter denen, die ihn verpflichtet haben), nur er hat zu Beginn der Saison ja getroffen. Aber aus irgendeinem Grund ruft er sein Potenzial nicht mehr ab.

    Und das können wir uns in der momentanen Situation halt nicht leisten. Da hab ich dann schon Verständnis für die Fans, die auf ihren Plätzen um den Klassenerhalt ihres Vereins zittern (kannst du jetzt natürlich egoistisch nennen, Rupert).

    Mal `n Beispiel: Wenn man euch im Restaurant versalzenes Essen vorsetzt, beschwert ihr euch ja wohl auch. Selbst wenn euch der Kellner 100 mal versichert, das der Koch nur `n schlechten Tag und sich doch aber trotzdem "bemüht" hat.

    Gruß
    Schröder
     
  9. girly

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    Beschweren darf man sich ja auch. Aber würdest du ihn dann anpöbeln? Also ich nicht und genau so viel Anstand sollte man auch gegenüber Sanogo haben.
     
  10. Schröder

    Schröder Problembär

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    Es ist den Fans leider nicht gestattet, den Platz zu betreten und ihre Kritik sachgerecht an den Mann zu bringen.
     
  11. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ein ähnliches Beispiel hatten wir schon vor ein paar Tagen hier irgendwo. Der Unterschied zwischen einer Werkleistung wie sie im Restaurant angeboten wird und Fußball ist, daß die Qualität des zu liefernden bestimmten, recht klar meßbaren Regeln folgt (Warte ich ewig auf den Kellner? Sind die verarbeiteten Lebensmittel frisch? Ist das Essen heiß? Ist es versalzen?) während beim Fußball der Lieferumfang halt bloß aus einem Fußballspiel besteht, was einem zusteht, und jeder für sich selber reininterpretiert, wann es gut, wann zufriedenstellend, wann grottig ist.

    Deswegen dürfen von mir aus gerne die Leute im Stadion pfeiffen, nur sollte man soviel Größe haben und zugeben, daß man deswegen pfeifft, weil einem was stinkt, man sich denkt "Alles Arschlöcher" oder, wie im Falle Sagnogo, einem Spieler eine mitgeben will. Man pfeifft aber sicher nicht deswegen, weil man so zu einer Verbesserung beiträgt.
     
  12. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Können sehr viele ja auch gar nicht. Hör Dir doch mal das Rumkrakele an, wenn Spieler, während einer Pleiteserie, nach dem Spiel in die Kurve laufen.
     
  13. girly

    girly Active Member

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    Zum Glück nicht. Wenn man hört was einige in der Kurve vom Stapel lassen, dann will ich gar nicht erst wissen, wie sie das Sanogo sagen.
     
  14. Schröder

    Schröder Problembär

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    Während des Spiels und direkt nach Abpfiff kochen halt mal die so oft beschworenen Emotionen hoch. "Fansein" hat nun mal auch eine gewisse emotionale Bindung zum Verein als Grundlage (eigentlich würde ich einen Fan genau so definieren).

    Ab und zu werden ja auch mal Busse bei der Abfahrt blockiert. Und da geht`s dann schon etwas "zivilisierter" zu. Hab noch nicht gehört, das die Spieler da noch tätlich angegangen wurden. Und die Spieler, die auch nach einer Niederlage noch zu den Fans laufen und sich für die Unterstützung bedanken, werden dann später in den Vereinsforen eben für dieses Verhalten ("der und der und der waren jedenfalls nicht feige und haben sich nach Abpfiff den Fans gestellt") mehr oder weniger gelobt.
     
  15. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Von mir aus, sollen gewisse Menschen ihre sog. hochkochenden Emotionen, ich nenn's mal Frust, mit "A...loch, Wi...r" etc. Geschrei kundtun. Bleibt trotzdem 'ne mäßige Reaktion und nochmal: Es ist Selbstbetrug sich einzureden durch wüste Beschimpfungen würde man Menschen zu besserer Leistung anspornen, denn darum geht es beim Fluchen und Schimpfen nicht. Nichts weiter war mein Kritikpunkt.
     
  16. Schröder

    Schröder Problembär

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    Hab ich doch genau so geschrieben... :gruebel:
    Ich zitier mich mal selbst:

    Vielleicht spielt Sanogo nicht besser, wenn er ausgepfiffen wird.

    Tatsache bleibt doch aber, das es ein Spieler mit seiner Leistung selbst in der Hand hat, ob er bejubelt oder ausgepfiffen wird. Und wer sich nach Siegen und Toren feiern lassen will, muss halt auch die gegenteilige Reaktion in Kauf nehmen wenn er schlecht spielt und verliert. Is nunmal so. Und wenn Frust keine emotionalen Grundlagen hat, weiß ich auch nicht weiter.

    Jedenfalls hat für viele die "Liebe" zum Verein einen großen Stellenwert, ist nicht selten ein ganz bedeutender Faktor im Leben und nicht einfach nur irgendein Hobby. Da geht `ne Menge Zeit und Geld bei drauf.

    Und wenn dann die Angestellten dieses Vereins durch ihre Nicht-Leistung diesen in Abstiegsgefahr bringen, obwohl sie teilweise das -zigfache verdienen wie man selbst, wird der Fan halt (stink)sauer und lässt es die Spieler auch wissen. M. E. nach zurecht.
     
  17. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Ums zu beenden, weil wir uns im Kreise drehen:
    Du schriebst, ich kram jetzt nicht alle Einzel-Zitate der letzten 2 Seiten raus, öfter davon, daß sich der Spieler die Pfiffe durch den Kopf gehen lassen könnte und so zu besserem Spiel gebracht werden könnte. Findet sich irgendwo auf der Seite davor.
    Jetzt revidierste die Sache ja wieder, also: Passt schon

    Bei dem ganzen Zeug von Emotionen zeigen etc. halte ich mich sowieso zurück, weil mir das, in vielen Fällen, zu abgedroschen ist und so mancher damit nur zeigt, daß er 'n paar Regeln der Kinderstube nicht mitbekommen hat oder meint mit vermeintlicher "Emotion" entschuldigen zu können, dass er sich nicht dran hält oder, noch dümmer, glaubt es wäre besonders positiv den Anstand zuhause zu lassen, denn so ist man ja "emotional" und besonders authentisch.
     
  18. Schröder

    Schröder Problembär

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    Na dann mach doch mal `n Vorschlag, wie man einen Spieler oder die Mannschaft im Stadion aus 20-50 Metern Entfernung so kritisiert, das es zu deinen Regeln der guten Kinderstube passt. Da bin ich direkt mal gespannt. Vielleicht kannst du dir die Angst und / oder Resignation eines Fans, dessen Verein am Abgrund steht und der 10 oder 12 Spiele nicht mehr gewonnen hat aber auch nicht vorstellen, weil deinen Bayern das in der Regel nicht passieren wird. Eure schlechteste Platzierung der letzten 30 Jahre war glaub ich mal Platz 10.

    Und nochmal: Ein Spieler wird durch Auspfeifen nicht besser. Dazu wäre es vonnöten, das er es als Kritik an seiner Leistung auffasst und nicht als Ablehnung seiner Person selbst. Und natürlich muss es ihn irgendwie interessieren, so dass er versucht, es in Zukunft zu verhindern.
     
  19. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Schröder, ums kurz zu machen, denn es ist schon spät:
    Es ist nicht jedermanns Sache mit 30, 40 anderen "Arschloch" brüllend inner Kurve zu stehen oder einen Spieler gellend auszupfeiffen, weil er seit 10 Spielen nicht mehr traf und dabei noch ernsthaft zu glauben, dies wäre eine gerechtfertigte Form der Kritik.
    Darfste aber gerne so machen, ich muß mich ja nicht daneben stellen und mitmachen werde ich schon erst recht nicht, denn es widerstrebt halt "meinen" Regeln, welche sicher nicht mit dem FCB zusammenhängen oder gar auf ihm gründen.

    Da Du mich auch fragst, welche Form der Kritik-Äusserung ich für die Fans des HSV für angebracht halte um ihren Spielern ihre Angst und Resignation nahezubringen: Vergiß es! Wir reden doch gerade vom HSV, da ist eh Hopfen und Malz verloren. :floet:
     
  20. Schröder

    Schröder Problembär

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    Aha, das übersetz ich denn mal folgendermaßen: Da es keine Kritik in dem für dich akzeptablen Rahmen gibt, haben die Fans lieber die Klappe zu halten, wenn sie schon ihr Team nicht jubelnd in die 2. Liga verabschieden, wie es sich für "anständige" Fans gehört. :zwinker:

    Übrigens: Ich selbst pfeife niemanden aus, und Arschloch hab ich im Stadion auch selten von mir gegeben (höchstens vielleicht mal zum Schiri). Ich bringe nur sowas wie Verständnis für diejenigen auf, die ihrem Ärger auf diese Weise Luft verschaffen.

    Ich erinnere mal an die D-I-Zeit, als Lautern abgestiegen ist und von jedermann Taktgefühl in Bezug auf die Lauternfans eingefordert wurde. Dass man sich in ihrem Elend nicht auch noch sonnt und den Finger in die klaffende Wunde legt.

    Und dann soll der Fan denjenigen, die den Abstieg seines Vereins zu verantworten haben (sind ja in der Regel die Spieler), auch noch völlig kritiklos gegenüber auftreten, bloß weil es keine für dich angemessene Kritik gibt?

    Jetzt weiß ich jedenfalls, warum du Bayern-Fan geworden bist. Für euch ist doch das verlorene CL-Endspiel gegen ManU die bisher größte Katastrophe. Aber ganz bestimmt hast du da auch nicht geschimpft wie`n Rohrspatz. Gehört sich ja nicht. :floet:
     
  21. Rupert

    Rupert Je suis soleil

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    Messerscharf erkannt :top: Auch wenn ich immer noch nicht verstehe was es mit diesem ManU auf sich hat. Aber sonst gilt halt einfach wie immer: Wer kann, der kann.

    Anderen liegt halt das Luft verschaffen näher.
     
  22. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Zum Glück sehen die Herren von der DFL den "Fall Hitzlsperger" anscheinend gleich wie wir.
    Er wird "nur" für ein Spiel Spiel gesperrt und im Spitzenspiel gegen Bayern wieder mit dabei :prost:

    VfB Stuttgart 1893 e.V.

    *durchschnauf*
     
  23. Budmaster_Bundy

    Budmaster_Bundy Well-Known Member

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    Natürlich die beste (aber auch die einzige richtige) Entscheidung. Alles weitere als ein Spiel Sperre währe auch ein Witz gewesen.

    Wobei ich mich da auch wieder frage, warum's da überhaupt Sperren geben muss. Der Schiri hat Rot gezeigt, aber wirklich jeder hat doch während oder nach dem Spiel gesehen dass das eine Fehlentscheidung war, für die man eigentlich nicht gesperrt werden kann. Aber steht halt so in den Regeln...:weißnich:
     
  24. Markus0711

    Markus0711 Well-Known Member

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    Ich meine mich auch schon an Freisprüche erinnern zu können...

    Aber die gibts natürlich nur, wenn die Karte völlig zu Unrecht gegeben wurde (Notbremse, die keine war o.Ä.). Da Hitzlsperger aber eindeutig gefoult hat, ist das "Urteil" in der Form natürlich akzeptabel :hail: