(001 on Tour) Werder II vs. Ahlen 0:0 & Meppen vs. Altona 1:1

Dieses Thema im Forum "Kneipe" wurde erstellt von Faulix001, 29 August 2007.

  1. Faulix001

    Faulix001 Dschungel-Tasmania

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    Mahlzeit!

    Nun war er also gekommen, der Tag der Katastrophe. Wir schrieben den 25.08.07. als das Schicksal seinen Lauf nehmen sollte. Nein, es war kein Erdbeben, kein Vulkanausbruch und das Hochwasser war auch erst letzte Woche da… Das Ganze ähnelte mehr einer Invasion der Aliens – die Loveparade kommt ins Ruhrgebiet :schock:
    Nix wie weg lautete also die Devise. Das MSV-Spiel beim Meister in Stuttgart reizte zwar schon, ein für 20Uhr angesetztes Oberliga-Spiel in Meppen mit entsprechendem Vorspiel trieb mich dann aber doch in den Norden.
    Die Zweitvertretung des FC St. Pauli trat um 14Uhr gegen Cloppenburg an, was meinen Wecker dazu brachte, mich bereits um Achte aus den Federn zu ringeln. Nach entsprechender kulinarischer Vorbereitung in Form von 3 Schnittchen, diversen Cornys und nem Sack voll Getränken, machte ich mich um Neune dann doch mal auf Richtung Tanke…

    Entgegen aller sonnigen Voraussagen, zeigte sich das Wetter am morgen relativ suppig, was nicht nur meine Sicht ein wenig vernebelte, sondern auch dafür sorgte, dass Uschi nicht wirklich wusste, wo ich war. Den Nicht-Insidern sei erklärt, dass es sich dabei um mein geliebtes Aldi-Navi handelt, das es immer wieder schafft, in meinen Tourberichten eine Hauptrolle zu übernehmen… Nunja, mein Plan sah nun so aus, der A2 erstmal bis Hannover zu folgen und nicht auf die kürzere Strecke über die A1 zu gehen. Die Hannover-Variante hatte sich im letzten Jahr, als ich zur WM 2x in Hamburg war, deutlich gegenüber der stauigen A1 durchgesetzt. Das idiotische an der Idee war die Tatsache, dass die Staumeldungen auf meiner Strecke 2km verküdet hatten, während die Konkurrenz frei war. Naja, 2km sind nicht so viel dachte ich mir und fuhr an der Abfahrt zur A1 vorbei. Ich habe zwar inzwischen gelernt, dass Stau nicht gleich Stau ist, aber mit einem derartigen Stillstand hatte ich nicht gerechnet :staun: Das gute an der Sache war allerdings, dass Uschi nach einer geschlagenen Stunde endlich auch mal aufwachte und mir sagen konnte, wie es denn zeitlich aussieht. Anfangs war ich in dieser Hinsicht auch noch guter Dinge, allerdings schien sich die Sache hier wohl doch noch ein wenig hinzuziehen, da der Stau laut nächster Radiomeldung bereits auf 5km angewachsen war. Nach einer halben Stunde, in der es vielleicht 500 Meter vorwärts ging, öffnete ich erstmals den Umschlag mit Plan B – B wie Bremen. Als Alternativen zum Pauli-Spiel blieben mir nämlich nur die Zweite des HSV, wofür ich allerdings ja auch nach Hamburg müsste, die zweite von Eintracht Braunschweig, was zeitlich aber wohl auch nicht mehr zu schaffen wäre – und eben die Zweite von Werder Bremen, die ebenfalls um 14Uhr gegen Ahlen anzutreten hatte. Die Ersatz-Route nach Bremen dauerte laut Uschi eine Stunde weniger und kam dann auch zum tragen, als ich merkte, dass das hier noch gar nicht der angekündigte Baustellenstau war, sondern ein Rückstau nach einem Auffahrunfall auf der linken Spur… Im folgenden Reststau ging es dann zwar flotter voran, da hier ja auf Grund des vorherigen Staus nicht mehr so viel Betrieb war, die Tatsache, dass ich nun eine geschlagene Stunde gestanden hatte und nun doch wieder zum Stauende auf die A1 zurück musste, wurmte mich dann aber doch ein wenig. Hinzu kam, dass Uschi meinte, ich solle doch besser über Land zurück fahren kam noch hinzu. Da aber nicht auszuschließen war, dass sich in der Gegenrichtung inzwischen ein Schaulustigen-Stau gebildet hatte, stimmte ich hier ausnahmsweise mal zu…

    Nun kam ich also mal wieder in den Genuss einer Spazierfahrt durch Hamm. Sehr idyllisch das Ganze, vor allem der nette See. OK, das Atomkraftwerk daneben passte irgendwie nicht ganz in die Landschaft, aber egal… Irgendwie kam mir dann aber doch mal in den Sinn, dass ich hier schon häufiger vorbei gefahren bin und neben dem AKW bislang nie ein See war :gruebel: ich schaute also noch mal hin und musste beim Blick auf schwimmende Schwäne in diversen Vorgärten feststellen, dass das Ding da kein See war, sondern Reste vom anfangs erwähnten Hochwasser :staun:
    Nach einer im weiteren Verlauf unspektakulären Fahrt, bei der ich ganz nebenbei den Heimatort der Gastmannschaft des anstehenden Spiels streifte, enterte ich um kurz nach Eins Bremen, was meine Vermutung bestätigte, dass ich es definitiv nicht mehr bis zum Anstoß nach Hamburg geschafft hätte. Nunja, hier hatte ich ja nun auch eine Hansestadt, eine Zweitvertretung und zudem das Ganze sogar noch eine Liga höher.

    Die Bremer Zweite kickt bereits im 14. Jahr ununterbrochen in der Regionalliga Nord, was wohl (ohne dass ich nachgeschaut hätte) Rekord sein dürfte. Der heutige Gegner aus Ahlen stieg vor 2 Jahren aus der zweiten Liga ab und konnte in der vergangenen Spielzeit den Sturz in die Oberliga als 13. nur dank eines besseren Torverhältnisses gegenüber dem BVB und Holstein Kiel verhindern. Nach dem ausstieg von LR als Hauptsponsor und Namensgeber tritt man inzwischen als Rot-Weiß Ahlen an, ob das den Verein attraktiver gemacht hat, lasse ich mal offen :floet:

    Die Parkplätze am Weserstadion waren natürlich am heutigen Tage wenig frequentiert, da das Interesse an zweiten Mannschaften allgemein ja nicht sonderlich hoch ist und der heutige Gegner zudem auch keine Mäuse aus den Löchern hervorlockt. Erschwerend hinzu kam, dass Werders Erste nur anderthalb Stunden später in Nürnberg antreten sollte – nicht dass die da alle hingefahren wären, aber Gerüchten zu Folge soll es ja auch in Bremen inzwischen Fernseher geben ;)

    Am Ende waren es 300 verlorene Seelen, die sich auf Platz 11 versammelten, darunter ca. 80-100 Anhänger der Gäste. Den Namen Platz 11 trägt der Spielort der Amas wohl sogar zurecht. Ich habe zwar nicht nachgezählt, es ist aber schon eine unglaubliche Anlage, die Werder da hat, inklusive Tennisplätze. Für eine Zweitvertretung ist der Platz schon recht ordentlich. Auf der einen Seite prankt eine relativ neue überdachte Sitzplatztribüne mittlerer Größe, die in weiß auf grün den Schriftzug Werder trägt. Auf der Gegengeraden befindet sich ein fünfstufiger Ausbau, über welchen man auch im Gästebereich hinter dem Tor verfügt, hier allerdings aufgeteilt in 3 Blöcke am Graswall. Gästebereich ist hier eh ein Thema: je nachdem, welcher Verein hier gastiert, stellt Werder die Hälfte des Stadions den Gästen zur Verfügung – man wird wissen warum…
    Heute ist dies freilich nicht notwendig und die Ahlener sammeln sich auf der Gegengeraden direkt vor der Abtrennung, der eigentliche Gästeblock bleibt also zu.

    Tja, was gibt’s noch zu sagen? Achja, das Spiel… Hmmm, irgendwie war es das nur auf dem Papier… Das was da auf dem Platz geboten wurde hatte wenig mit Sport zu tun. Ahlen erzielte kurz nach Anpfiff ein Abseitstor und stellte dann quasi die Bemühungen ein, während Werder zwar im weiteren Verlauf überlegen war, daraus aber keinen Profit schlagen konnte. Einmal kurz gegähnt – Halbzeit! Sollte nun jemand hoffen, dass Teil 2 interessanter wird, möchte ich ihn erstmal mit einem Wursttest von seinen Erwartungen ablenken. Mit einem Preis von 2€ liegt die Wurst ziemlich im Mittelfeld, kann dafür aber geschmacklich überzeugen. Etwas irritiert war ich darüber, dass die Wurst im Hotdog-Brötchen serviert wird, hab ich so auch noch nicht gegessen, war aber ganz OK. Insgesamt gibt das ne 3+.
    Nun wieder zu weit unerfreulicherem, dem Spiel… Von Ahlen kam überhaupt nix mehr, während Werder nun endlich anstrebte, das Tor zu treffen, was sich aber als vergebene Liebesmühe herausstellte – nicht mal ein Elfmeter brachte den Ball über die Linie… Bezeichnend war auch, dass der Ball zwar nie im Tor, dafür aber 3 (!!!) Mal auf dem Tribünendach und 1 Mal auf dem Wurstwagen, der geschätzte 30 Meter hinter dem Tor stand, landete. So viele leere Blicke wie nach diesem Schlusspfiff habe ich lange nicht mehr gesehen – keine Enttäuschung, keine Wut, keine Freude – es waren einfach nur 90 Minuten Langeweile, die in diesen Gesichtern standen. Ein paar unerschütterliche ahlener feierten (?) ihre Mannschaft noch mit Sprechchören, während ich mich dann doch der Masse anschloss und das Stadion verließ – immerhin mit dem Hintergedanken, dass ich noch ein Spiel auf dem Plan hatte, das schlimmer nicht werden könne…

    So verließ ich also Bremen wieder, will aber noch bemerken, dass es sich hierbei nachdem was ich so gesehen habe, definitiv um eine der schöneren Städte unseres Landes handelt. Vielleicht schau ich mir das ja im Oktober beim Pokalspiel des MSV noch mal etwas genauer an :top:

    Meinem Zeitplan nach konnte in Sachen Meppen nun eigentlich gar nichts schief gehen, da ich ja wider Erwarten nun eine Stunde mehr Zeit hatte, als wenn ich nach Hamburg gefahren wäre. 2 Probleme ergaben sich allerdings dann doch: einerseits lag der MSV in Stuttgart zurück und andererseits hatte sich Uschi wieder aufs Ohr gelegt. Während ich auf ersteres leider keinen Einfluss hatte, nahm ich das Orientierungsproblem nun selbst in die Hand und fuhr ohne Anweisung von der A1 ab um Meppen per Landstraße zu erreichen. Kaum war ich drauf, meldete sich Uschi dann doch: „bitte dem Straßenverlauf 58km folgen“ – autsch! Wer diese Feld- Wald- und Wiesen-Landstraßen in der Gegend kennt, weiß wie gefährlich die sind – gerade wenn man so viel Zeit hat, wie ich nun… Wer behauptet, die Italiener und Spanier würden schlimm fahren, der sollte es mal dort oben versuchen und sich nach Möglichkeit an die Geschwindigkeitsbegrenzung halten – da erlebste Sachen… Naja, Hauptsache überlebt :opa:
    Die Fahrt an sich war also kein Thema mehr, nervig wurde es dann aber doch noch mal – da mir irgendein Depp vor Wochen die Antenne geklaut hat und ich den NDR nicht programmiert hatte, flutschte mir natürlich pünktlich zur Schlusskonferenz der Sender raus und ich fand ihn nicht mehr wieder… Irgendwo im Rauschen vernahm ich dann aber doch irgendwann, dass es in Stuttgart beim 0:1 geblieben war, naja, als Aufsteiger beim Meister darf man da wohl nicht meckern :weißnich:

    Nach Meppen waren es nun noch ca. 5km und ich hatte noch geschlagene 2,5 Stunden Zeit. Was war also nahe liegender, als es Uschi gleich zu tun und ein kleines Nickerchen einzulegen. Ich steuerte also den letzten Parkplatz vor Meppen an und legte mich ne halbe Stunde auf´s Ohr :gaehn: Solltet ihr Stammleser meiner Berichte sein, weiß ich genau, was ihr nun lesen wollt, aber den Gefallen tue ich euch nicht: Nein, ich habe das Spiel nicht verschlafen!!! :93:

    Einen hab ich aber noch:
    Auf dem Weg übers Land kam ich an der Ausfahrt Cloppenburg vorbei, genau der Stadt, die zuvor in Altona bei St. Pauli angetreten ist (und übrigens 3:2 gewonnen hat), während ich Ahlen ja bereits auf der Fahrt nach Bremen gekreuzt hatte, wo selbige (also die Ahlener) später gespielt hatten. Nun also fuhr ich nach Meppen, wo ausgerechnet Altona spielen sollte, dem Hamburger Stadtteil also, wo das erste Spiel wiederum stattfinden sollte… krass, gell ? :spitze:

    Gegen Viertel nach Sechs machte ich mich dann auf, die letzten Meter zum Stadion zurückzulegen. Ich kreiste erstmal wie ein Adler um die Beute, da ich die im Netz erwähnten Parkplätze nicht finden konnte. Das hatte sich dann aber zum Glück auch schnell erledigt, da ich eine Straße gefunden hatte, die direkt hinter der Tribüne lang Richtung Gästeparkplatz führte. Da ich mich nicht unbedingt direkt neben den bereits anwesenden Kleinbus der Altona-Fans parken wollte, platzierte ich mein Vehikel direkt mittig hinter der Tribüne, woran sich zum Glück keiner störte – die Straße wurde allerdings Minuten später für Normalos wie mich gesperrt… Da die Anhänger der Hamburger offensichtlich hinter den Gästeblock geschickt wurden, nahm ich den Weg in die Gegenrichtung zum Haupteingang. 6€ war exakt der Preis, den ich zuvor auch in Bremen berappen musste. Meine Hoffnung auf ein passenderes Preis-/Leistungsverhältnis konnte also durchaus als berechtigt durchgehen…

    Interessant am Meppener Emslandstadion ist weniger die Tatsache, dass es sich inzwischen auch Arena nennt und einen Sponsorennamen trägt, sondern eher die Bezeichnung der Tribünen – hier sind die Tribünen nicht nach der Himmelsrichtung oder nach dem System Haupt- und Gegen- sondern nach Alt und Neu… während die alte Tribüne wohl schon diverse Jahrzehnte auf dem Buckel hat, stammt die neue Tribüne wohl aus Meppens Zweitliga-Zeiten, die sich ja immerhin auf insgesamt 11 Jahre und den legendären Schlachtruf „nächstes Jahr in Meppen“ beziehen. 1998 verabschiedete sich der Kultclub aus dem Profifußball und sackte im Jahre 2000 im Rahmen der Ligenreformierung sogar in die Oberliga ab. Der heutige Gast aus Altona ist nach einem kurzen Gastspiel in der Regionalliga 1997 und einer kleinen Talfahrt in untere Regionen inzwischen wieder eine feste Größe in der Oberliga und kann somit getrost als Nummer 3 im Hamburger Fußball bezeichnet werden. Wer es nun am Ende der Saison unter die ersten 6 schaffen wird und den Sprung in die neue Regionalliga schaffen wird, bleibt abzuwarten….
    Zurück aber zum Stadion, eine Kuriosität gibt’s da nämlich noch: ein Kartoffelhaus… direkt hinter der Meppener Kurve steht das „Kartoffelhaus am Emslandstadion“, das nicht nur als Stadionkneipe und Kurventoillette dient, sondern an sich ein ganz normales Restaurant zu sein scheint. Ich vermute sogar, dass das Ding älter ist als die Kurve und das Stadion quasi angepasst wurde, sodass das Restaurant nun also mit zur Peripherie gehört…

    Da ich für meine Verhältnisse sehr zeitig vor Ort war, fand der Wursttest diesmal noch vor Anpfiff statt. Ich gönnte mir ein Modell Krakauer für 2,30€. Die Wurst war ganz OK, definitiv aber nix besonderes, nach dem Hotdog-Brötchen in Bremen gab es aber auch hier bemerkenswertes: ein Aufback-Baguette. Sehr lecker, erklärt aber auch den gesalzenen Preis von 2,30€. Insgesamt gibt das ne glatte 3 mit leichter Tendenz zum Minus.

    Das Spiel begann pünktlich um 20Uhr (was sogar für Oberliga-Nord-Verhältnisse eine kuriose Anstoßzeit ist) und gestaltete sich erstmal völlig offen. Viele Chancen für den SV und gefährliche Konter der Gäste machten die Partie schon in den ersten Minuten ansehnlicher als die kompletten 90 von Bremen. Es dauerte nicht lange, da zappelte der Ball erstmals im Netz der Gäste, was aber vom Schiri nicht gewertet wurde. Es sollte nicht die einzige diskussionswürdige Entscheidung des Abends bleiben. Richtig rund ging es dann nach einer guten halben Stunde, als Meppens Stürmer Weermann, der zuvor das nicht gegeben Tor erzielte, erneut einnetzte – diesmal endlich zum 1:0. Da aller guten Dinge 3 sind, setzte sich eben genannter Spieler nur 2 Minuten später wieder in Szene und verursachte im eigenen Strafraum einen umstrittenen Elfmeter, was dem Spielstand aber keine Veränderung brachte, da der Meppener Keeper gut parierte. Somit ging es also mit 1:0 in die Kabinen.

    Ich entschied mich nun, die Seiten zu wechseln, was hier kein Problem ist, da es neben der eigentlichen Kurve auch neben dem Gästebereich weitere Stehplätze gibt, die man mit einer kurzen Wanderung hinter der alten Tribüne erreicht. Der angrenzende Gästeblock war übrigens komplett leer, da man sich entschloss, die ca. 20 Hamburger Anhänger am Rande der neuen Tribüne zu platzieren. Dies tat der Stimmung sehr gut, da diese 20 Männchen durch das Dach nun eine beträchtliche Lautstärke erreichten. Dies wurde zwar nicht wie auf Meppener Seite durchgehend praktiziert häufte sich aber dann doch, da das Spiel in Hälfte 2 noch emotionaler werden sollte. Da ich euch das nicht vorenthalten will, sei nur noch kurz erwähnt, dass insgesamt ca. 2000 Zuschauer am Start waren, was für Liga 4 und diese Anstoßzeit doch sehr ordentlich ist.

    Nun also zu Hälfte 2 – und die hatte es in sich.
    Nachdem der Schiri in den ersten 45 Minuten sehr großzügig mit gelben Karten für Meppen um sich schmiss, erwischte es bereits 5 Minuten nach Wiederanpfiff den ersten mit Gelb-Rot. Sicherlich war das ein gelbwürdiges Foul, die Tatsache aber, wie die Karten aus Hälfte 1 zu Stande gekommen waren in Zusammenhang mit dem Elfmeter für Altona brachten die Zuschauer spätestens jetzt gegen den Schiri auf. Dieser hatte seinen Auftritt aber noch längst nicht beendet… Vorerst wurde aber erstmal wieder Fußball gespielt, und das nicht schlecht: Altona fuhr einen hervorragenden Angriff und erzielte nach 56 Minuten nach einer Flanke von Rechts per Kopf den Ausgleich – 1:1
    Der Schiedsrichter zeigte sich nun von den Rufen „F-Jugend-Schiri“ oder „Hoyzer, Hoyzer“ beeindruckt und entschied sich scheinbar nach einer Stunde, nun nicht mehr gegen Meppen, sondern gegen Altona zu pfeifen, anders ist die nun folgende Szene nicht zu erklären:
    Meppen hatte sich vom Gegentor erholt und spielte wieder nach vorne, im Strafraum gehen 2 Spieler zum Ball und der Schiedsrichter pfeift ?!? Elfmeter für Meppen – unglaublich. Keiner wusste so genau, was der da gesehen haben will und die Hamburger Spieler protestierten kräftig. Diese Chance nutzte der Schiri, um seine vorherigen Ungerechtigkeiten durch weitere Ungerechtigkeiten wieder auszugleichen und zeigte gleich 3 Mal Gelb für die Gäste, was dann auch hier einmal Gelb-Rot bedeutete. :gelbrot: Die Emotionen hatten sich gerade wieder beruhigt, als Meister Weermann wieder in Aktion trat, nachdem er diesen Strafstoß bereits „herausgeholt“ hatte. Er erhöhte seine Bilanz somit auf 1 Abseitstor, 1 reguläres Tor, 1 verschuldeter Elfmeter, 1 herausgeholten Elfmeter uuuund… 1 verschossenen Elfmeter… Wieder war der Keeper dem Schützen überlegen und es blieb beim 1:1. So sollte dann auch der Endstand lauten, denn die restlichen 20 Minuten galten ganz der Verspottung des Unparteiischen – kurioserweise inzwischen von beiden Seiten, so was hat man auch nicht alle Tage… Insgesamt war diese Partie derart mitreißend, dass sie selbst für den Kick in Bremen entschädigte.

    Ich kehrte also nun zu meinem VIP-Parkplatz zurück und folgte meiner Standard-Taktik „erstmal weg vom Stadion“. Wie in 50% aller Fälle ging dies auch diesmal wieder schief und ich gurkte erstmal in die falsche Richtung :rotwerd: Nach einem kurzen Bogen konnte ich diesen Fauxpas aber schnell wieder beheben und fand die A 31 relativ problemlos.

    Die Fahrt an sich war relativ unspektakulär – und das trotz der Tatsache, dass ich direkt ins Paraden-geschädigte Essen durchgefahren bin, da ich mich noch auf nem Geburtstag blicken lassen musste. Am Ende war es dann 2Uhr inne Nacht, als ich endlich wieder heimische Gefilde enterte und mir meinen wohl verdienten Schlaf holen konnte :gaehn:

    Die Bilanz des Tages lautet also:
    - 17 Stunden unterwegs
    - 9 Stunden reine Fahrt- bzw. Stauzeit
    - 710 Tageskilometer
    - 2 Spiele
    - 2 Tore
    - 2 nicht gegebene Tore
    - 3 verschossene Elfmeter
    - 2 Platzverweise
    - 2 Bratwürste
    - 2 Krakauer
    - 1 Schachtel Kippen
    … und jede Menge Spaß – und das ist doch die Hauptsache ;)


    PS:
    Bilder gibt´s leider vorerst keine, da ich derzeit nur per Laptop aktiv bin und das nch nicht funzt