Ergebnis zeigen: Ist die Respektlosigkeit gegen alles und jeden ein Trend ?

Teilnehmer
10. Sie dürfen bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Es gab schon immer Respektlosigkeit, einen Trend sehe ich nicht

    2 20,00%
  • Die Respektlosigkeit gegen alles und jeden wird immer größer, ich sehe einen Trend

    5 50,00%
  • Fußball oder Sport allgemein sind eh nur ein Abbild der Gesellschaft

    4 40,00%
  • Fußball und Sport allgemein haben Vorbildfunktion, Respektlosigkeit ist fatal

    4 40,00%
  • Die Alten sind selbst Schuld, wer den Kindern kein gutes Vorbild gibt muß sich nicht wundern!

    3 30,00%
  • Die Jugend ist doch viel zu egoistisch erzogen worden, wo soll Respekt denn herkommen?

    3 30,00%
  • Wie soll man Respekt haben, wenn alles außenrum so und so verlogen ist?

    4 40,00%
  • Geht hier um Ehrenämter oder um knallhartes Geschäft? Bei Geld hört der Respekt auf !

    3 30,00%
  • Das ist doch alles nur von den Medien hochgehyped !

    6 60,00%
Multiple-Choice-Umfrage.
+ Antworten
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Ergebnis 21 bis 40 von 65

Thema: Respektlosigkeit innerhalb des Fußballs ein Trend?

  1. #21
    Erfahrener Benutzer
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    Zitat Zitat von NK+F Beitrag anzeigen
    Also sollte man eigentlich den Ballack bestrafen und mal zu einem Seminar für Führungskräfte schicken.
    Lach, auch ne hübsche Idee.

    Aber im Ernst. Erstens sprach ich von "mehrheitlich" und zweitens geht mir manchmal dieses "früher war alles besser-", "oh diese Jugend von heute-" Palaver auf den Geist. Weils halt auch meinem Erfahrungen einfach nicht entspricht.


  2. #22
    Erfahrener Benutzer Avatar von DeWollä
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    Zitat Zitat von Gablonz Beitrag anzeigen
    Ganz kann ich deinen Kulturpessimismus nicht teilen. Beruflich habe ich viel mit jungen Menschen in ihrer Ausbildung zu tun. Meine Erfahrung ist, dass sie mehrheitlich sehr wohl einen höflichen und respektvollen Umgang haben, wenn man sie selbst ernst nimmt und respektvoll behandelt.
    Situationsbedingt, wahrscheinlich bist Du auch noch Weisungsträger und somit für den weiteren Wertegang oder Vorteile bis hin zur Beurteilung der Leute mitverantwortlich.....so dumm sind sie nun auch wieder nicht. Lerne sie mal kennen, wenn sie mit Menschen zu tun haben von denen sie sich nichts erhoffen, wie sie in anderen Situationen sind, das Gesamtbild zählt...im Beruf habe ich genug Lämmer kennengelernt die 5 Minuten nach der Stechuhr die Sau rausgelassen haben.
    Aber klar, es gibt immer solche und solche und ein Trend ist der Anfang....allerdings begann der schon vor einigen Jahren, meiner Meinung nach.....Zidane ist da evtl. auch nicht frei von Schuld !
    ___________________________________________

    Kritik kommt morgen, aber dann heftig!

  3. #23
    Erfahrener Benutzer Avatar von DeWollä
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    Außerdem geht es nicht um eine Mehrheitsangelegenheit sondern um einen Trend, der sich ausgehend von der Einzelperson oder Gruppen ( Minderheiten ) sich langsam aber stetig in der Gesellschaft, in verschiedenen Schichten vergrößert, bis es zum erkannten Problem wird....

    Das läßt sich recherchieren....Beispiele kannst Du alleine in den letzten Wochen schon fast ein Dutzend rausziehen....

    Ich muß Dir sagen, vor Zidane hatte ich außer groben körperlichen Attacken mit Rot als Folge nocht nie solche Handgreiflichkeiten gesehen im Profifußball...

    erinnerst Du Dich an Deutschland - Argentinien? Danach headbanger Zidane....

    Schweiz - Türkei ?

    Jetzt grade Chelsea - Barca, der Ballack run....vorher Ohrfeige Poldi...

    danach Ausraster Pepe....uvm.


    also wenn das nicht auffällig ist, daß die Respektlosigkeit in Form von angewandter Gewalt immer mehr wird...????


    Jetzt noch die dutzenden Interviews wo ohne Respekt von und über Trainer gesprochen und geschrieben...Spieler über Spieler herziehen und verunglimpfen ( Maik Franz Geschichte )

    uvm.

    Für mich ist das ein Trend....aber ich habe es nicht empirisch recherchiert, sondern bin Laie....mein gutes Recht auch eine Laien Meinung zu vertreten.
    ___________________________________________

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  4. #24
    Schaffschuhversteckler
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    Respekt, hm, soso.

    Mich würde ja interessieren, was jeder Einzelne hier so unter Respekt versteht. Worauf dieser Respekt basieren sollte, was Voraussetzung dafür ist. Wie der aussehen sollte.

    Ausgemacht habe ich zunehmende Respektlosigkeit auch, aber nicht nur im Fußball und nicht nur seitens verhältnismäßig junger und unreifer Menschen.
    Es ist so peinlich, ein Mensch zu sein (K.Vonnegut)

  5. #25
    Tipp Europameister 2008! Avatar von 12 : 0
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    Zitat Zitat von Itchy Beitrag anzeigen
    Respekt, hm, soso.

    Mich würde ja interessieren, was jeder Einzelne hier so unter Respekt versteht. Worauf dieser Respekt basieren sollte, was Voraussetzung dafür ist. Wie der aussehen sollte.
    Respekt ist Auslegungssache - wenn man sich hier einige Langzeitthreads durchliest, muss man sich schon fragen lassen dürfen wo da der Respekt geblieben ist.
    Wie war dass mit dem Glashaus?
    Lust an Tippspielen?



  6. #26
    Erfahrener Benutzer Avatar von DeWollä
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    Respekt ist Auslegungssache - wenn man sich hier einige Langzeitthreads durchliest, muss man sich schon fragen lassen dürfen wo da der Respekt geblieben ist.
    Wie war dass mit dem Glashaus?
    ....obwohl natürlich etwas Wahrheit darin steckt, respektvoller Umgang in Internetforen ist recht selten und ganz ehrlich...
    erwarte ich das nicht einmal, bei mir erhält so und so nur der Respekt, mit dem ich regelmäßig in Diskussion stehe.
    Der eine oder andere der mal alle Wochen einen Beitrag bringt, in dem nichts drin steht, muß ich auch nicht respektieren...und den

    Jogi...

    respektiere ich als Menschen, aber nicht als Bundestrainer, so wie Poldi und die anderen...oder meinst Du Poldi würde sich wagen dem Ballack eine Ohrfeige zu geben, wenn er Respekt gegenüber dem Jogi hätte?





    Was jetzt ?

    Ist Respekt klar definierbar oder immer nur beliebig austauschbar je nach Betrachter ?


    Ich denke ganz klar, Respekt ist eine soziale Form die sich innerhalb von Gruppen und Gesellschaften unteschiedlich äußern kann, sogar wenn es um den gleichen Umstand oder gleiche Äußerungen geht.


    Respekt in einem Gefängnis zu erlangen oder im Bundestag sind 2 völlig unterschiedliche Wertegänge, aber das gleiche Wort.

    Insofern ist Respekt sehr individuell mit synaptischen Verbindungen zu Situationen und Menschen. Es gibt Menschen, die müssen viel soziale Dinge tun um respektiert zu werden, andere bekommen den Respekt geschenkt ohne ihn durch eine sozial respektable Tat verdient zu haben.











    Insofern ist Respekt sehr individuell mit in Wechselwirkung stehenden sich einprägenden Verbindungen zu Situationen und Menschen. Es gibt Menschen, die müssen viel soziale Dinge tun um respektiert zu werden, andere bekommen den Respekt geschenkt ohne ihn durch eine sozial respektable Tat verdient zu haben.


    Und wenn Du den Satz nochmal durchlesen willst, kannst Du erkennen, daß die Summe des Respekts gegenüber sozial eigentlich wertlosen Dingen den Respekt an der richtigen Stelle, nämlich denen die respektvolle Taten vollführen, untergräbt, aushöhlt und ad absurdum führt...

    Beispiele gibts genug...eine Altenkrankenschwester, die sich aufopfernd 50 Jahre um Bedürftige kümmert, wird respektlos mit 1200 - 1400 € im Monat abgespeist während irgendwelche Rotznasen das gleiche Geld innerhalb eines Jahres verdient...wofür ein Polizist 40 Jahre sein Leben riskiert, ein Bauarbeiter seine Gesundheit ruiniert usw. usw. usw.

    Alles das sind grundlegende Respektlosigkeiten eines verkehrten Werte- Systems, das wir...und somit sitzen wir im Glashaus...

    mit Freude finanzieren!
    Geändert von DeWollä (29.05.2009 um 16:37 Uhr)
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  7. #27
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    Zitat Zitat von DeWollä Beitrag anzeigen
    Situationsbedingt, wahrscheinlich bist Du auch noch Weisungsträger und somit für den weiteren Wertegang oder Vorteile bis hin zur Beurteilung der Leute mitverantwortlich.....so dumm sind sie nun auch wieder nicht. Lerne sie mal kennen, wenn sie mit Menschen zu tun haben von denen sie sich nichts erhoffen, wie sie in anderen Situationen sind, das Gesamtbild zählt...im Beruf habe ich genug Lämmer kennengelernt die 5 Minuten nach der Stechuhr die Sau rausgelassen haben.
    Aber klar, es gibt immer solche und solche und ein Trend ist der Anfang....allerdings begann der schon vor einigen Jahren, meiner Meinung nach.....Zidane ist da evtl. auch nicht frei von Schuld !
    Zum Teil stimmts, da gehör ich zu denen, von denen sie sich etwas erwarten. Etliche andere aber auch nicht.
    Aber unabhängig von der gegebenen oder auch nicht gegebenen Weisungsbefugnis etc. sehe ich den Trend in meinem beruflichen und persönlichen Umfeld nicht.
    Aber das ist natürlich auch nur eine laienhafte, empirisch nicht belegte persönliche Einschätzung.

  8. #28
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    Zitat Zitat von DeWollä Beitrag anzeigen

    Insofern ist Respekt sehr individuell mit in Wechselwirkung stehenden sich einprägenden Verbindungen zu Situationen und Menschen. Es gibt Menschen, die müssen viel soziale Dinge tun um respektiert zu werden, andere bekommen den Respekt geschenkt ohne ihn durch eine sozial respektable Tat verdient zu haben.


    Und wenn Du den Satz nochmal durchlesen willst, kannst Du erkennen, daß die Summe des Respekts gegenüber sozial eigentlich wertlosen Dingen den Respekt an der richtigen Stelle, nämlich denen die respektvolle Taten vollführen, untergräbt, aushöhlt und ad absurdum führt...

    Beispiele gibts genug...eine Altenkrankenschwester, die sich aufopfernd 50 Jahre um Bedürftige kümmert, wird respektlos mit 1200 - 1400 € im Monat abgespeist während irgendwelche Rotznasen das gleiche Geld innerhalb eines Jahres verdient...wofür ein Polizist 40 Jahre sein Leben riskiert, ein Bauarbeiter seine Gesundheit ruiniert usw. usw. usw.

    Alles das sind grundlegende Respektlosigkeiten eines verkehrten Werte- Systems, das wir...und somit sitzen wir im Glashaus...

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    Das unterschreib ich dir vorbehaltlos.

    Bloß ist das ein neuer Trend? Ist die geringe Anerkennung sozialen Tuns etwas Neues? In welcher Epoche gehörten die sozialen Berufe zu den gut bezahlten?

  9. #29
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    Respekt ist ja auch eine grundlegende Einstellung meiner Meinung nach....außerdem gibt es verschiedene Respektssubjekte...

    Respekt vor dem Amt, vor der Person, vor den Auswirkungen einer Tat, vor einer Gruppe, vor einer Spezies usw. usw.

    Wenn Du um Dich rum nur respektvolle Menschen kennst, dann gibt es wenig Möglichkeiten das auszuloten...entweder Dein Job oder Amt ist ein Respektssubjekt oder Du bist einfach in einem Umfeld, das einfach so gestrickt ist....

    genau deshalb solltest Du genau erkennen können, daß z.B. die Ohrfeige gegen Lahm nicht nur den Kapitän disrespektiert, sondern vorallem den Bundestrainer und natürlich den Rotzlöffel selbst....als Beispiel.
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  10. #30
    Erfahrener Benutzer Avatar von DeWollä
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    Zitat Zitat von Gablonz Beitrag anzeigen
    Das unterschreib ich dir vorbehaltlos.

    Bloß ist das ein neuer Trend? Ist die geringe Anerkennung sozialen Tuns etwas Neues? In welcher Epoche gehörten die sozialen Berufe zu den gut bezahlten?

    kommt darauf an in welcher Zeitdefinition du denkst, denkst Du epochal oder voll im Zeitgeist.

    Ich denke jetzt im Moment eigentlich Generationsbeschränkt.....auf die momentane Erkenntnis verglichen mit den Erfahrungen einer Generation davor.

    Dazu benutze ich den Fußball als Indikator....

    Es ist nicht einmal unbedingt Altersabhängig, ich glaube fast schon da ist eine
    Wende im Denken der Menschen vorgegangen, irgendetwas ist im Gange....

    schau Dir doch die politischen Menschen an, wie sie miteinander seit Jahren umgehen....kann so etwas, dauernd medial konditioniert, ohne Spuren bleiben bei der Bevölkerung? Auch noch vor dem Hintergrund offensichtlicher politischer Kunstfehler ?

    alles nur Beispiele.....Trends können auch Absplitterungen vom Alten sein, sozuzsagen das Erbe der unerkannten Fehlentwicklung.



    ob es eine Epoche gab in der soziales Engagement so entlohnt wurde, daß es den Stellenwert in der Gesellschaft auf einem natürlichen Wertesystem spiegelt, weiß ich nicht...müßte ich mal Informationen abwarten.
    Geändert von DeWollä (29.05.2009 um 17:53 Uhr)
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  11. #31
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    Zitat Zitat von DeWollä Beitrag anzeigen
    Respekt ist ja auch eine grundlegende Einstellung meiner Meinung nach....außerdem gibt es verschiedene Respektssubjekte...

    Respekt vor dem Amt, vor der Person, vor den Auswirkungen einer Tat, vor einer Gruppe, vor einer Spezies usw. usw.

    Wenn Du um Dich rum nur respektvolle Menschen kennst, dann gibt es wenig Möglichkeiten das auszuloten...entweder Dein Job oder Amt ist ein Respektssubjekt oder Du bist einfach in einem Umfeld, das einfach so gestrickt ist....
    Auf einer solchen "Insel der Seligen", umgeben ausschließlich von respektvollen Menschen, lebe ich nun auch wieder nicht. Ich meine nur diesbezüglich keine signifikanten Veränderungen zum Schlechten hin zu erleben.

    Zitat Zitat von DeWollä Beitrag anzeigen
    genau deshalb solltest Du genau erkennen können, daß z.B. die Ohrfeige gegen Lahm nicht nur den Kapitän disrespektiert, sondern vorallem den Bundestrainer und natürlich den Rotzlöffel selbst....als Beispiel.
    Wie du schon sagst. Ein Rotzlöffel hat sich daneben benommen; und die gabs schon immer.
    Als "Trendsetter" seh ich Poldi hier nicht unbedingt.

  12. #32
    Höha, schnella, Hertha Avatar von Herthaner
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    Zitat Zitat von Gablonz Beitrag anzeigen
    Ist die geringe Anerkennung sozialen Tuns etwas Neues? In welcher Epoche gehörten die sozialen Berufe zu den gut bezahlten?
    Naja, das ist heute ja nichtmal immer eine Frage der Zeit, sondern des Ortes: ich hab' mal eine Dokumentation über eine deutsche Krankenschwester, die nach Schweden gegangen ist, gesehen. In Deutschland 12-14-Stunden-Tage, schlechte Bezahlung und gesellschaftlich eher am Rande stehend, hat sie in Schweden einen geregelten 8-Stunden-Tag inkl. einer gemeinsamen Pause mit den Kolleginnen alle 2-3 Stunden, gute Bezahlung und ist bei Diskussionen mit Nachbarn hoch gelitten als Krankenschwester. Geht also auch HEUTE...
    Bezogen auf den Fußball sehe ich einen Verfall zum beispiel in der Nationalmannschaft: früher war es kar, daß ein Torwart den anderen erst abgelöst hat, wenn dieser "in's Alter" kam und nicht schon, wenn ein Nachfolger ihn sportlich überholt hatte: Köpke war 1994 besser, als Illgner, Kahn 1998 besser, als Köpke. Da wäre auch keiner auf die Idee gekommen, zu mosern, weil die aktuelle Nummer eins eben in jedem Fall auch noch Weltklasse verkörperte. Insofern fand ich diese "Regelung" auch okay; der "Thronfolger" hatte Respekt vor seinem Vorgänger, er wußte, seine Zeit würde noch kommen.
    Außerdem hatte man früher auch Respekt vor einem Nationalspieler, weil man wußte: der ist dort, weil er über einen längeren Zeitraum Leistung gebracht hat. Wenn ich mir die jüngere Vergangenheit anschaue, hat sich das verändert: Sebescen, Ritter, vielleicht bald Träsch, kann alles nicht wahr sein. Galt damals meiner Meinung nach auch für Arne Friedrich: 3 Bundesliga-Spiele und schon Nationalspieler: nö. So wird das eigentlich als Auszeichnung gedachte Prädikat "Nationalspieler" stark entwertet. Der Verlust eines "Wertes" ist meist auch ein Ausdruck für verlorenen Respekt.
    *******************************
    Schaut doch mal in meinen Blog rein
    *******************************
    "Well you can fight or you can run,
    Hide under a rock till the war is won,
    Play it safe and don't make a sound,
    But not us we won't back down" Bouncing souls - "True believers"

  13. #33
    Erfahrener Benutzer Avatar von DeWollä
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    Zitat Zitat von Herthaner Beitrag anzeigen
    Der Verlust eines "Wertes" ist meist auch ein Ausdruck für verlorenen Respekt.

    Bingo....du hast es geschafft in diesem Satz all das zu erklären, was ich mich seit 3 Tagen bemühe mit vielen Beispielen, Bravo!
    ___________________________________________

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  14. #34
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    Zitat Zitat von DeWollä Beitrag anzeigen
    kommt darauf an in welcher Zeitdefinition du denkst, denkst Du epochal oder voll im Zeitgeist.
    Weder noch, sondern ebenfalls eher (wie du es formulierst) "generationsbeschränkt".

    Ich versuche z.B. mich daran zu erinnern, wie wir in unserer Jugend agierten und wie es die Jungen in meinem Umfeld heute tun.

    Zitat Zitat von DeWollä Beitrag anzeigen
    schau Dir doch die politischen Menschen an, wie sie miteinander seit Jahren umgehen....kann so etwas, dauernd medial konditioniert, ohne Spuren bleiben bei der Bevölkerung? Auch noch vor dem Hintergrund offensichtlicher politischer Kunstfehler ?
    Bleiben wir bei den Generationen. Meine Eltern haben ihre Jugend in einer Zeit verbracht, in der der Umgang der "politischen Menschen" miteinander - sagen wir mal - auch ziemlich eklig war. Der Respekt vor Andersdenkenden oder gar vor dem menschlichen Leben anderer, war da auch nicht gerade besonders gut ausgeprägt. Ich denke, da haben wir "respektmäßig" sogar hinzugewonnen. Aber das sind zugegebenermaßen eher 2 bis 3 Generationen Differenz zu heute.

  15. #35
    Erfahrener Benutzer Avatar von DeWollä
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    immer in große Koalitions Zeiten und überhaupt Koalitionsgedanke könnte man das Gefühl bekommen.....stimmt aber nicht !

    Man erkennt den Respektszustand immer am Verhalten gegenüber dem größten Gegner, das Verhalten gegenüber potentiellen Vorteilsgebern ist nicht aussagefähig.....Beispiel vom letzten Mal der Diskussion. Situationsbedingt eben....

    Menschen, die Respektfähig sind, waren auch zu anderen DIngen fähig, insofern kann man auch sagen....ich komme gerade zu völlig anderen Gedanken...

    Vielleicht ist Respekt auch eine Sache von Phasen....aber bestimmt absolut individuell ( ich denke da gerade an den Respekt den Soldaten vor ihren Feinden haben, die heldenhaft gestorben sind.....das ist so ein *schluck* Argument)

    es gibt Arten von Respekt, die will ich garnicht lernen müssen......


    Und genau das sind wir wieder beim Thema....Afghanistan !
    ___________________________________________

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  16. #36
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    Zitat Zitat von Herthaner Beitrag anzeigen
    Naja, das ist heute ja nichtmal immer eine Frage der Zeit, sondern des Ortes: ich hab' mal eine Dokumentation über eine deutsche Krankenschwester, die nach Schweden gegangen ist, gesehen. In Deutschland 12-14-Stunden-Tage, schlechte Bezahlung und gesellschaftlich eher am Rande stehend, hat sie in Schweden einen geregelten 8-Stunden-Tag inkl. einer gemeinsamen Pause mit den Kolleginnen alle 2-3 Stunden, gute Bezahlung und ist bei Diskussionen mit Nachbarn hoch gelitten als Krankenschwester. Geht also auch HEUTE...
    Allerdings schätze ich mal, dass diese Anerkennung, Arbeitsbedingungen, Bezahlung, ... selbst in Schweden eher eine Fort-, den eine Rückentwicklung gegenüber "früheren Zeiten" darstellen. Von daher vielleicht sogar ein Trend in die andere Richtung (mal davon ausgehend, dass sich Schweden und Deutschland nicht völlig gegenläufig entwickeln)?

    Zitat Zitat von Herthaner Beitrag anzeigen
    Bezogen auf den Fußball sehe ich einen Verfall zum beispiel in der Nationalmannschaft: früher war es kar, daß ein Torwart den anderen erst abgelöst hat, wenn dieser "in's Alter" kam und nicht schon, wenn ein Nachfolger ihn sportlich überholt hatte: Köpke war 1994 besser, als Illgner, Kahn 1998 besser, als Köpke. Da wäre auch keiner auf die Idee gekommen, zu mosern, weil die aktuelle Nummer eins eben in jedem Fall auch noch Weltklasse verkörperte. Insofern fand ich diese "Regelung" auch okay; der "Thronfolger" hatte Respekt vor seinem Vorgänger, er wußte, seine Zeit würde noch kommen.
    Außerdem hatte man früher auch Respekt vor einem Nationalspieler, weil man wußte: der ist dort, weil er über einen längeren Zeitraum Leistung gebracht hat. Wenn ich mir die jüngere Vergangenheit anschaue, hat sich das verändert: Sebescen, Ritter, vielleicht bald Träsch, kann alles nicht wahr sein. Galt damals meiner Meinung nach auch für Arne Friedrich: 3 Bundesliga-Spiele und schon Nationalspieler: nö. So wird das eigentlich als Auszeichnung gedachte Prädikat "Nationalspieler" stark entwertet. Der Verlust eines "Wertes" ist meist auch ein Ausdruck für verlorenen Respekt.
    Wobei diese "Entwertung" auch von Seiten der Spieler selbst vorangetrieben wird. Man begreift es doch oft gar nicht mehr als große Auszeichnung fürs Nationalteam spielen zu dürfen. Karriereturbo, Möglichkeit seinen Marktwert zu steigern, ja. Und im Zweifel wird eher das Länderspiel versäumt, wenn der gut bezahlende Arbeitgeber andere Interessen hat. Insofern hast du Recht der Wert "Nationalspieler" i.S. einer Auszeichnung hat sicher verloren, ist eher business.

  17. #37
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    Zitat Zitat von DeWollä Beitrag anzeigen
    Man erkennt den Respektszustand immer am Verhalten gegenüber dem größten Gegner, das Verhalten gegenüber potentiellen Vorteilsgebern ist nicht aussagefähig.....Beispiel vom letzten Mal der Diskussion. Situationsbedingt eben....
    Ich würde nochmal anders pointieren: ...gegenüber dem Abhängigen, Unterlegenen, ...
    Den "Gegner" darf, nein muss, ich manchmal sogar verabscheuen, wenn er ein Menschenfeind ist. Ist aber natürlich eine "spezielle" Situation.

    Zitat Zitat von DeWollä Beitrag anzeigen
    Vielleicht ist Respekt auch eine Sache von Phasen....aber bestimmt absolut individuell ( ich denke da gerade an den Respekt den Soldaten vor ihren Feinden haben, die heldenhaft gestorben sind.....das ist so ein *schluck* Argument)

    es gibt Arten von Respekt, die will ich garnicht lernen müssen......
    Und ich denke in diesem Zusammenhang an die absolute Respektlosigkeit z.B. gegenüber den Frauen der Feinde und bin verdammt froh weder das eine noch das andere erleben zu müssen.

  18. #38
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    Zitat Zitat von Herthaner Beitrag anzeigen
    Naja, das ist heute ja nichtmal immer eine Frage der Zeit, sondern des Ortes: ich hab' mal eine Dokumentation über eine deutsche Krankenschwester, die nach Schweden gegangen ist, gesehen. In Deutschland 12-14-Stunden-Tage, schlechte Bezahlung und gesellschaftlich eher am Rande stehend, hat sie in Schweden einen geregelten 8-Stunden-Tag inkl. einer gemeinsamen Pause mit den Kolleginnen alle 2-3 Stunden, gute Bezahlung und ist bei Diskussionen mit Nachbarn hoch gelitten als Krankenschwester. Geht also auch HEUTE.
    So ist es! Habe ich auch gesehen, die "auswanderer"- waren es glaube ich. Für Ärzte gilt übrigens das gleiche für skandinavische Länder.
    Daher macht dieses Argument in einem großen zusammenhang keinen Sinn.
    Geändert von Mister-X (29.05.2009 um 19:53 Uhr)

  19. #39
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    Zitat Zitat von nogly Beitrag anzeigen
    Genau, so ist es! Habe ich auch gesehen, die "auswanderer"- waren es glaube ich. Für Ärzte gilt übrigens das gleiche für skandinavische Länder.
    Daher macht dieses Argument in einem großen zusammenhang keinen Sinn.
    So sehe ich das auch; das macht wirklich keinen Sinn.

    Genau wie du denke ich, dass DeWollä hier irrt, wenn er die schlechte Bezahlung beispielsweise einer Altenpflegerin als Indiz für einen Trend zur zunehmenden Respektlosigkeit in unserer Gesellschaft anführt.

  20. #40
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    Zitat Zitat von nogly Beitrag anzeigen
    Woran erkenne ich den Menschenfeind, dem du so ritterlich trotzt?
    Gegenfrage. Hältst du es für erstrebenswert jeden Gegner zu respektieren? Ich nicht. Nur darum ging es in meiner Antwort an DeWollä. Dein Zynismus bringt hierbei nicht weiter.

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