
Zweitligist Dynamo Dresden hat gegen den geforderten Ausschluss aus dem DFB-Pokal Einspruch eingelegt.
"Eine solche Strafe, deren Auswirkungen nicht bestimmbar sind, macht keinen Sinn", erklärte Christoph Schickhardt, Anwalt des Vereins.
Eine Strafe müsse Sinn machen und eine präventive Wirkung auf die Fans haben.
Das sei mit dem Antrag des Kontrollausschusses laut Schickhardt nicht gegeben.
Probleme intern klären
Der Verein wolle das Problem vielmehr mit den eigenen Anhängern intern klären. Demnach plane man, beim Auswärtsspiel gegen den FC St. Pauli auf das komplette Gästekartenkontingent zu verzichten.
"Die Verantwortung liegt bei der Fanszene. Es gibt Fangruppen, mit denen man Verabredungen treffen kann. Aber die müssen sich deutlich von denen abgrenzen, die auf Randale aus sind", erklärte Schickhardt weiter.
Der DFB-Kontrollausschuss hatte vergangenen Mittwoch beantragt, Dresden wegen erneuter Ausschreitungen in der kommenden Saison vom Pokalwettbewerb auszuschließen.
Rainer Callmund hält Ausschluss für unangemessen
Unterdessen hat auch Rainer Callmund auf der Homepage von Dynamo Dresden Stellung zu den Plänen des DFB bezogen und hält den Ausschluss von Dynamo im DFB Pokal für unangemessen:
"Ich halte den Antrag des DFB-Kontollausschusses, Dynamo für den nächsten DFB-Pokalwettbewerb zu sperren, für unangemessen. Es ist nach den Buchstaben der Gesetze sicherlich nachvollziehbar, dass Dynamo Dresden als Wiederholungs"täter" mit einer empfindlichen Strafe belegt wird.
Aber eine Sperre bedeutet für den Verein und mindestens 99 Prozent der Mitglieder und Fans ein überzogenes Strafmaß. Der DFB darf kein Exempel statuieren, er muss im Interesse des gesamten Fußballs das Problem an der Wurzel packen. Es geht nur, dass Vereine, Verband, Polizei, Staatsanwaltschaft und andere Behörden die Gewalt im Umfeld des Fußballs durch eine gezielte Kooperation und Zusammenarbeit gemeinsam in den Griff bekommen.
Es hilft nicht, Vereine drakonisch zu bestrafen und sie dann mit Problemen, die sie schon alleine aus rechtlichen Gründen nicht lösen können, allein zu lassen."
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