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Bremen: Nouris Personalpolitik

Die Bremer müssen an diesem Wochenende in der Liga gegen Mainz ran, doch zuvor ist Keeper Felix Wiedwald in einer kniffligen Situation. Sollte er mit einer guten Leistung dafür sorgen, dass die Bremer das Spiel gewinnen, könnte er damit auch dazu beitragen, dass sein Trainer Alexander Nouri im Amt bleibt. Unter diesem sinken seine Chancen auf einen Stammplatz aber, sobald Drobny wieder git ist. Auch diese Situation zeigt, dass der Coach vor allem bei der Torwartfrage nicht immer das beste Händchen hatte.

bremenNoch gestern ließ Nouri die Torwartfrage offen, doch nach einer weiteren Trainingseinheit entschied er sich dann für Wiedwald, der morgen gegen Bremen im Kasten stehen wird. Es scheint derweil aber ebenfalls schon beschlossen zu sein, dass dieser wieder ins zweite Glied zurückkehren wird, nachdem der zuletzt rotgesperrte Drobny seine Schulterprobleme überwunden hat. Zumindest dürfte das der Fall sein, wenn Nouri auch nach der Partie noch auf dem Trainerstuhl sitzen wird. Nun könnte man natürlich denken, dass Wiedwald extra den einen oder anderen Fehler einbauen könnte, um dem Trainer ins Bein zu schießen um bei einem neuen Übungsleiter möglicherweise die Nase vor Drobny zu haben.

Nach der roten Karte für den Routinier im Spiel gegen Dortmund bekam Wiedwald eine offizielle Chance sich zwischen den Pfosten zu bewehren. In den drei Spielen gegen Bayern, Augsburg und Gladbach hat er sich zwar keine groben Schnitzer erlaubt, allerdings konnte er auch mit keiner Glanzparade auf sich aufmerksam und den Unterschied machen. Nouri machte aber auch bei öffentlichen Aussagen kein Geheimnis darum, dass er bald wieder auf Drobny setzen wird, obwohl der Routinier immer wieder wegen eklatanter fußballerischer Schwächen ein Unsicherheitsfaktor im Spiel der Bremer war. Angeblich sind beide Kandidaten intern über alles informiert, allerdings dürfte es in Sachen Motivation nicht gerade förderlich sein, so an diese Situation heranzugehen.

Vor dem Spiel gegen Mainz ist das allerdings nicht die einzige Personalentscheidung, die etwas seltsam daherkommt. So stellte Nouri Garcia gegen Augsburg noch in die Startformation und lobte den Verteidiger nach einer unterirdischen Leistung (Note 6), doch dann brachte er ihn gleich zweimal in Folge nicht von Anfang an bzw. noch nicht einmal in den Kader. Gegen Mainz wird auch Luca Caldirola nicht dabei sein, obwohl er im Vergleich zu einigen Kollegen wieder voll einsatzbereit ist und das komplette Mannschaftstraining absolvieren konnte. Unter anderem wird der Innenverteidiger immer wieder von Manager Frank Baumann gelobt, doch die Haltung des Trainers scheint eine andere zu sein.

Selbst Drobny wurde für den Kader nominiert, obwohl er noch nicht einsatzfähig ist. Als „moralische Stütze“ soll der Routinier mitreisen. Caldirola und Garcia hingegen müssen an der Weser bleiben. Vor allem bei Caldirola bekommt man in diesen Tagen das Gefühl, dass er in Bremen nicht die größte Wertschätzung bei seinem Trainer genießt.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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