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Hannover: Schaaf noch nicht am Ende

Bei den Hannoveranern herrscht noch immer dicke Luft. Als hätte man nicht mit der eigenen 0:4-Klatsche aus dem Spiel gegen Wolfsburg am Dienstag genug zu verarbeiten gehabt – dann haben auch noch die Hoffenheimer ihr Spiel gegen den FC Augsburg gewonnen. Sowohl die TSG als auch die Bremer konnten jeweils dreifach punkten und erhöhen damit den Druck auf die Niedersachsen gewaltig. Der Tabellenletzte muss nun morgen gegen die Bremer in einem echten Abstiegskrimi ran und das wird vor allem für Trainer Thomas Schaaf eine besondere Partie, der dabei an seine alte Wirkungsstätte zurückkehrt.

96“Wir haben es verpasst, gegen Wolfsburg ein gutes Ergebnis zu erzielen und dann kamen die Ergebnisse von Mittwoch noch oben drauf. Das war schon ein Dämpfer”, so 96-Trainer Thomas Schaaf enttäuscht. Der 54-Jährige sieht aber trotz des schlechten Spieltags für seine 96er noch positive Ansätze: “Wir hatten gegen Wolfsburg Passagen, wo wir gut gespielt und kombiniert haben. Ich habe das Gefühl, dass das, was wir ansprechen, immer mehr greift. Wir können es aber noch nicht konstant zeigen. Wir erleben aber nicht nur im Training Fortschritte, sondern auch im Spiel.” Letztendlich war die gelungene Anfangsphase aber sicherlich nicht ausreichend, um eine Partie gegen einen Champions-League-Teilnehmer wie den VfL Wolfsburg bis zum Ende positiv zu gestalten.

“Mit dem Aufwand, den wir betreiben, müssen wir auch eine Wirkung erzielen”, so der Trainer, der damit in erster Linie auf die Probleme im Angriff hinweist. In der kompletten Rückrunde haben die Hannoveraner nur 3 Tore zustande gebracht und darunter waren unter anderem die beiden Treffer ihres Kapitäns Christian Schulz beim 2:1-Sieg über den VfB Stuttgart. “Das entscheidende Durchbrechen nach vorne ist ein großes Thema für uns”, so Schaaf, “wir müssen sehen, dass wir schneller den Abschluss suchen.” Das sollte am besten schon morgen gegen die Bremer gelingen. Sicherlich will Schaaf keine traurige Rückkehr an die Weser haben, vielmehr geht es aber darum keinen direkten Konkurrenten im Abstiegskampf zu weit enteilen zu lassen. Mit einem Dreier könnte man immerhin wieder bis auf 4 Punkte an die Grün-Weißen heranrücken, bei einer Niederlage wären diese jedoch schon auf stolze 10 Punkte enteilt und damit kaum mehr einzuholen.

Natürlich schaut man auch auf die restliche Konkurrenz, doch auch hier sieht es bei einer potenziellen Niederlage sehr schlecht aus. Sollten auch die Frankfurter und die Hoffenheimer erfolgreich sein könnte das Mindestziel Relegationsplatz schon 7 Punkte weit entfernt sein. Derweil steht zu allem Überfluss auch noch ein Fragezeichen hinter dem Einsatz von Salif Sané. Der Senegalese war oft noch der einzige Rückhalt der 96er im zentralen Mittelfeld oder nach Bedarf auch in der Innenverteidigung, hat aber im Spiel gegen Wolfsburg einen Schlag aufs Knie bekommen, der einen Einsatz gegen Bremen noch fraglich erscheinen lässt.

Kategorie: Bundesliga, News Tags: ,
 
 

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